OERadio Wochenrundspruch KW 35/2026

Rundspruch

Kalenderwoche 35/2026 · Vorgelesen von Sarah, unserer KI-Stimme (ElevenLabs Multilingual v2).

OERadio Rundspruch KW 35/2026 — vorgelesen von der KI-Stimme Sarah

Guten Tag, liebe Funkfreunde, und willkommen zum OERadio Wochenrundspruch, Kalenderwoche 35. Am Mikrofon Sarah. Diese Woche gehört der Infrastruktur und den Leuten dahinter: siebenunddreißig Repeater im Porträt, gebaut aus Solarleuchten, Akkupacks und ziemlich viel Kraxelei. Dazu die Auflösung des Rätsels um das Icom-Konzept X-026, vier Technikbeiträge, zwei davon mit Zahlen, die nicht jedem gefallen werden, ein Störsender über einen Mann mit sechs Geräten und keinem Gesprächspartner, und ein DX-Wetter, in dem der Flux nach unten zeigt.

⭐ Zeigt her eure Kastln: 37 Repeater und die Leute dahinter

Das Highlight der Woche kommt aus der Community selbst. Am 22. August, kurz vor Mitternacht, ging in der Telegram-Gruppe Kärnten Funkt – MeshCore ein Aufruf raus: Wer einen Repeater betreibt, möge bitte ein Foto und ein paar Zeilen dazu hereinstellen. Am nächsten Vormittag war der Kanal voll mit Fotos von Dachböden, Fichten, Gipfelmasten, aufgeschraubten Gehäusen und Akkupacks. Daraus ist Zeigt her eure Kastln geworden.

Zur Einordnung: Das Kärntner MeshCore-Netz zählte mit Stand 23. August 37 aktive Repeater, sechs davon Test- und Ersatzknoten. Drei Wochen vorher waren es neun. Wer wissen will, wie schnell so ein Netz wachsen kann, wenn niemand auf eine Genehmigung wartet: so schnell.

Ein Standort gehört dabei nach vorne, obwohl er in keiner Statistik als Erster auftaucht: Thomas betreibt mit carinthiamesh.com die Karte und das Wiki, über die das Netz überhaupt erst sichtbar wurde. Ohne diese beiden Werkzeuge wäre der Ausbau der letzten Wochen eine Sammlung von Einzelgeräten geblieben, über die niemand den Überblick hat. Seine ersten Knoten standen schon im Herbst 2025 im Lavanttal, als in Kärnten sonst kaum etwas lief.

Aus den Porträts ein paar Standorte, die zeigen, worum es geht: die Koralpe auf rund 2.100 Metern als Osttor des Netzes, wo Windgeschwindigkeiten von 150 km/h normal sind und der Knoten deshalb bewusst tiefer und windgeschützt hinter dem Träger sitzt. Der Dobratsch auf 2.166 Metern, von Anfang an das Ziel: Am 3. August kam die Zusage von Uwe, OE8URQ, dem Sysop der dortigen Relaisanlage, danach zehn Tage Diskussion über Solarknoten oder robuste Lösung, und am 14. August stand um halb neun am Rostrattenparkplatz ein gepackter Rucksack. Dazu die Gerlitzen, der Martennock mit dem Spanngurt, die Göriacher Alm, die Leppner Alm über Irschen, Waidegg als erster Knoten im Bezirk Hermagor und Nötsch, der verkehrsstärkste Knoten des ganzen Netzes.

Wer selbst einen Standort hat und noch nicht dabei ist: Genau solche Beiträge machen die Seite aus. Meldet euch.

Frisch von der Tokyo Ham Fair: Icom IC-7110

Ganz frisch, vom heutigen Tag: Icom hat auf der Tokyo Ham Fair das Konzept X-026 aufgelöst. Es heißt in Serie IC-7110 und ist der Nachfolger des IC-7100.

Das Wichtigste: HF, 50, 70, 144 und 430 MHz, 100 Watt auf Kurzwelle und 6 m, 50 Watt auf 2 m und 70 cm, ein 4,3-Zoll-Touchdisplay mit Wasserfall, D-STAR — und vor allem zwei getrennte Empfängerzüge an zwei Antennenbuchsen. Damit kann man auf Kurzwelle arbeiten und gleichzeitig das Ortsrelais mithören, was beim IC-7100 nicht ging. Einen internen Antennentuner gibt es weiterhin nicht; dafür passt der im Mai vorgestellte AH-6.

Zwei Dinge für uns in OE: Preis und Liefertermin hat Icom nicht genannt. Und die 70 MHz, die in der Europa-Version serienmäßig drin sind, sind bei uns kein Band, das man einfach einschaltet — 4 m ist in Österreich nicht regulär freigegeben, es geht nur über eine Ausnahmebewilligung mit maximal 25 Watt und einer Jahresgebühr. Details stehen im Beitrag.

Faktencheck: Der FA-VA6 und das, was auf keiner Produktseite steht

Der FA-VA6 im Faktencheck ist der unbequemste Beitrag der Woche. Das Gerät wird gerade überall herumgereicht: 299 Euro als Bausatz, 10 kHz bis 1 GHz, ein Display, das man auch in der Sonne lesen kann, entwickelt von Michael Knitter, DG5MK.

Vieles davon stimmt auch. Was auf keiner Produktseite steht: Es ist ein Ein-Tor-Gerät. Damit misst man, was an der eigenen Buchse hängt — und nichts, was zwei Anschlüsse hat. Durchgangsmessungen an Filtern, Mantelwellensperren oder Verstärkern gehen damit nicht, während ein NanoVNA für einen Bruchteil des Preises genau das kann.

Wir sagen ausdrücklich dazu: Wir hatten kein Gerät auf dem Tisch. Der Beitrag legt die Angaben des Entwicklers, der Bauanleitung und der Händlerseiten nebeneinander und übersetzt sie in das, was sie im Shack bedeuten. Eigene Messwerte behaupten wir nicht. Wer den FA-VA6 hat und das anders sieht: Schreibt uns, wir nehmen es auf.

Endstufen: was 1.000 Watt wirklich bringen

Der zweite Beitrag mit unbequemen Zahlen ist Endstufen und Verstärker: Auswahl, Sicherheit und Erdung. Die wichtigste Zahl steht gleich am Anfang: Der Sprung von 100 auf 1.000 Watt ist eine Verzehnfachung der Leistung und bringt rund 1,7 S-Stufen. Von 100 auf 400 Watt ist es exakt eine.

Zum Vergleich: Der Wechsel von einer Vertikalantenne auf eine Dreielement-Yagi bringt ähnlich viel — in beide Richtungen, also auch beim Empfang, und ohne Stromrechnung. Der Artikel geht danach durch, was in Österreich rechtlich gilt (400 Watt, mit High-Power-Bewilligung 1 Kilowatt), wo die Unterschiede zwischen Röhre und LDMOS in der Praxis liegen, wie Ansteuerung, ALC, Kühlung und vor allem die Erdung sauber aufgesetzt werden, und woran man einen brauchbaren Gebrauchtkauf erkennt.

23 cm: zehn Watt, und was daraus folgt

23-cm-Band und höher beginnt bewusst mit der Rechtslage, weil sonst die halbe Ausrüstungsliste an der Realität vorbeigeht. Mit der Novelle der Frequenznutzungsverordnung, in Kraft seit März 2023, wurde das Band 1240 bis 1300 MHz in Österreich zum Schutz der Galileo-Empfänger deutlich beschnitten: maximal 10 Watt im gesamten Band statt bisher bis zu 200, und maximal 16 kHz Bandbreite pro Aussendung. Relais mit mehr Bandbreite mussten den Betrieb mit Ende 2024 einstellen.

Praktisch heißt das: ATV auf 23 cm ist in Österreich erledigt, und EME auf 1296 MHz ist mit zehn Watt kein realistisches Ziel mehr. Für Schmalband — CW, SSB, digitale Betriebsarten — bleibt das Band brauchbar. Wer die Mikrowellen wegen Moonbounce sucht, muss höher hinauf. Und der einfachste Einstieg in den Gigahertz-Bereich läuft heute ohnehin über QO-100.

KiwiSDR: 858 Empfänger, acht davon in OE

KiwiSDR stellt ein Netzwerk vor, das man auch ohne eigene Antenne nutzen kann: weltweit frei zugängliche Kurzwellenempfänger, bedienbar im Browser, ohne Anmeldung. Stand 27. August waren es 858 öffentliche Empfänger, davon 404 bereits vom Typ KiwiSDR 2, und acht davon stehen in Österreich.

Technisch ist der KiwiSDR kein Allzweck-SDR, sondern ein Spezialist: 10 kHz bis 30 MHz komplett und gleichzeitig, 14-Bit-Wandler, ein Artix-7-FPGA für vier unabhängige Empfangskanäle. Der interessanteste Teil ist aber die TDoA-Peilung: Mit mehreren Empfängern an verschiedenen Orten lässt sich über die Laufzeitunterschiede bestimmen, wo ein Sender tatsächlich steht — auch einer, den man selbst nie gehört hat.

Störsender: sechs Manfreds auf einem Tisch

Hansl Hohlleiter hat sich diese Woche das Meshnetz vorgenommen. In Der Selbstgesprächs-Mesher geht es um Manfred Mehrfach, der sich gegen die Stille im Netz nicht mit einem besseren Standort geholfen hat, sondern mit fünf weiteren Geräten. Seine Knoten heißen Manfred, Manfred 2, Manfred_2, Manfred 2 (neu), Manfredl und manfred_final. Es gibt einen siebten, der liegt im Auto.

Der ernste Teil steckt in der Pointe: MeshCore leitet bewusst nur dort weiter, wo die Repeater-Rolle eingeschaltet ist. Manfred hat gelesen, dass ein Repeater mehr bringt als zwanzig Handgeräte — und daraufhin alle sechs Geräte auf Repeater gestellt. Auf einem Wohnzimmertisch. Die Sendezeit, die dabei entsteht, fehlt allen anderen. Wer selbst mehrere Kastln hat: Eines gehört hinauf, die anderen bleiben Companion.

DX-Wetter KW 36/2026

Das DX-Wetter für die kommende Woche meldet einen Rückgang. Der Solare Flux ist in fünf Tagen von 143 auf 116 gefallen, und NOAA sieht zum Wochenende 90 bis 95. Der Grund ist auf dem Titelbild des Beitrags zu sehen: Die Regionen 4513 und 4517, die den Flux zuletzt getragen haben, drehen über den Westrand ab, und vom Ostrand kommt kaum Nachschub.

Geomagnetisch wird es dagegen ruhig — nach dieser Nacht. Für Samstagabend hat SWPC ein G1 bis G2 angesagt, ausgelöst von einem koronalen Loch und den CMEs vom 25. und 26. August. Ab Montag beruhigt sich das Feld. Für die Bänder heißt das: obere Bänder Montag bis Mittwoch abarbeiten, ab Donnerstag auf 20 und 30 m umstellen, und die Low-Band-Saison ernst nehmen — 40 m ist diese Woche das verlässlichste Band überhaupt. Und keine Panik wegen der Fluxzahl: Am 22. September ist Tagundnachtgleiche, und ein Flux von 100 im September ist auf 20 und 17 m mehr wert als 120 im Juli.


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Guten Tag, liebe Funkfreunde, und herzlich willkommen zum OERadio Wochenrundspruch, Kalenderwoche fünfunddreißig, zweitausendsechsundzwanzig. Am Mikrofon: Sarah, eure OERadio-Stimme. Diese Woche gehört der Infrastruktur, und den Leuten dahinter. Siebenunddreißig Repeater im Porträt, gebaut aus Solarleuchten, Akkupacks und ziemlich viel Kraxelei. Dazu die Auflösung des Rätsels um das Icom-Konzept X null zwei sechs, vier Technikbeiträge, zwei davon mit Zahlen, die nicht jedem gefallen werden. Ein Störsender über einen Mann mit sechs Geräten und keinem Gesprächspartner. Und ein D-X-Wetter, in dem der Flux nach unten zeigt. Fangen wir an.

Das Highlight der Woche kommt aus der Community selbst. Am zweiundzwanzigsten August, kurz vor Mitternacht, ging in der Telegram-Gruppe Kärnten Funkt MeshCore ein Aufruf raus: Wer einen Repeater betreibt, möge bitte ein Foto und ein paar Zeilen dazu hereinstellen. Am nächsten Vormittag war der Kanal voll mit Fotos von Dachböden, Fichten, Gipfelmasten, aufgeschraubten Gehäusen und Akkupacks. Daraus ist der Beitrag Zeigt her eure Kastln geworden.

Zur Einordnung: Das Kärntner MeshCore-Netz zählte mit Stand dreiundzwanzigster August siebenunddreißig aktive Repeater, sechs davon Test- und Ersatzknoten. Drei Wochen vorher waren es neun. Wer wissen will, wie schnell so ein Netz wachsen kann, wenn niemand auf eine Genehmigung wartet: so schnell.

Ein Standort gehört dabei nach vorne, obwohl er in keiner Statistik als Erster auftaucht. Thomas betreibt mit carinthiamesh punkt com die Karte und das Wiki, über die das Netz überhaupt erst sichtbar wurde. Ohne diese beiden Werkzeuge wäre der Ausbau der letzten Wochen eine Sammlung von Einzelgeräten geblieben, über die niemand den Überblick hat. Seine ersten Knoten standen schon im Herbst zweitausendfünfundzwanzig im Lavanttal, als in Kärnten sonst kaum etwas lief.

Aus den Porträts ein paar Standorte, die zeigen, worum es geht. Die Koralpe auf rund zweitausendeinhundert Metern, als Osttor des Netzes, wo Windgeschwindigkeiten von einhundertfünfzig Kilometern pro Stunde normal sind, und der Knoten deshalb bewusst tiefer und windgeschützt hinter dem Träger sitzt. Der Dobratsch auf zweitausendeinhundertsechsundsechzig Metern, von Anfang an das Ziel: Am dritten August kam die Zusage von Uwe, O E acht U R Q, dem Sysop der dortigen Relaisanlage. Danach zehn Tage Diskussion über Solarknoten oder robuste Lösung, und am vierzehnten August stand um halb neun am Rostrattenparkplatz ein gepackter Rucksack. Dazu die Gerlitzen, der Martennock mit dem Spanngurt, die Göriacher Alm, die Leppner Alm über Irschen, Waidegg als erster Knoten im Bezirk Hermagor, und Nötsch, der verkehrsstärkste Knoten des ganzen Netzes.

Wer selbst einen Standort hat und noch nicht dabei ist: Genau solche Beiträge machen die Seite aus. Meldet euch.

Ganz frisch, vom heutigen Tag: Icom hat auf der Tokyo Ham Fair das Konzept X null zwei sechs aufgelöst. Es heißt in Serie I C sieben eins eins null, und ist der Nachfolger des I C sieben eins null null.

Das Wichtigste: Kurzwelle, fünfzig, siebzig, einhundertvierundvierzig und vierhundertdreißig Megahertz. Einhundert Watt auf Kurzwelle und sechs Meter, fünfzig Watt auf zwei Meter und siebzig Zentimeter. Ein vier Komma drei Zoll großes Touchdisplay mit Wasserfall, D-STAR, und vor allem zwei getrennte Empfängerzüge an zwei Antennenbuchsen. Damit kann man auf Kurzwelle arbeiten und gleichzeitig das Ortsrelais mithören, was beim I C sieben eins null null nicht ging. Einen internen Antennentuner gibt es weiterhin nicht, dafür passt der im Mai vorgestellte A H sechs.

Zwei Dinge für uns in O E: Preis und Liefertermin hat Icom nicht genannt. Und die siebzig Megahertz, die in der Europa-Version serienmäßig drin sind, sind bei uns kein Band, das man einfach einschaltet. Vier Meter ist in Österreich nicht regulär freigegeben, es geht nur über eine Ausnahmebewilligung mit maximal fünfundzwanzig Watt und einer Jahresgebühr. Die Details stehen im Beitrag.

Weiter mit dem unbequemsten Beitrag der Woche: Der F A V A sechs im Faktencheck. Das Gerät wird gerade überall herumgereicht. Zweihundertneunundneunzig Euro als Bausatz, zehn Kilohertz bis ein Gigahertz, ein Display, das man auch in der Sonne lesen kann, entwickelt von Michael Knitter, D G fünf M K.

Vieles davon stimmt auch. Was auf keiner Produktseite steht: Es ist ein Ein-Tor-Gerät. Damit misst man, was an der eigenen Buchse hängt, und nichts, was zwei Anschlüsse hat. Durchgangsmessungen an Filtern, Mantelwellensperren oder Verstärkern gehen damit nicht, während ein Nano-V-N-A für einen Bruchteil des Preises genau das kann.

Wir sagen ausdrücklich dazu: Wir hatten kein Gerät auf dem Tisch. Der Beitrag legt die Angaben des Entwicklers, der Bauanleitung und der Händlerseiten nebeneinander, und übersetzt sie in das, was sie im Shack bedeuten. Eigene Messwerte behaupten wir nicht. Wer den F A V A sechs hat und das anders sieht: Schreibt uns, wir nehmen es auf.

Der zweite Beitrag mit unbequemen Zahlen heißt Endstufen und Verstärker: Auswahl, Sicherheit und Erdung. Die wichtigste Zahl steht gleich am Anfang. Der Sprung von einhundert auf eintausend Watt ist eine Verzehnfachung der Leistung, und bringt rund eins Komma sieben S-Stufen. Von einhundert auf vierhundert Watt ist es exakt eine.

Zum Vergleich: Der Wechsel von einer Vertikalantenne auf eine Dreielement-Yagi bringt ähnlich viel. In beide Richtungen, also auch beim Empfang, und ohne Stromrechnung. Der Artikel geht danach durch, was in Österreich rechtlich gilt: vierhundert Watt, mit High-Power-Bewilligung ein Kilowatt. Wo die Unterschiede zwischen Röhre und L-D-M-O-S in der Praxis liegen. Wie Ansteuerung, A-L-C, Kühlung und vor allem die Erdung sauber aufgesetzt werden. Und woran man einen brauchbaren Gebrauchtkauf erkennt.

Der Beitrag Dreiundzwanzig-Zentimeter-Band und höher beginnt bewusst mit der Rechtslage, weil sonst die halbe Ausrüstungsliste an der Realität vorbeigeht. Mit der Novelle der Frequenznutzungsverordnung, in Kraft seit März zweitausenddreiundzwanzig, wurde das Band eintausendzweihundertvierzig bis eintausenddreihundert Megahertz in Österreich zum Schutz der Galileo-Empfänger deutlich beschnitten. Maximal zehn Watt im gesamten Band, statt bisher bis zu zweihundert. Und maximal sechzehn Kilohertz Bandbreite pro Aussendung. Relais mit mehr Bandbreite mussten den Betrieb mit Ende zweitausendvierundzwanzig einstellen.

Praktisch heißt das: A-T-V auf dreiundzwanzig Zentimeter ist in Österreich erledigt, und E-M-E auf eintausendzweihundertsechsundneunzig Megahertz ist mit zehn Watt kein realistisches Ziel mehr. Für Schmalband, also C W, S S B und digitale Betriebsarten, bleibt das Band brauchbar. Wer die Mikrowellen wegen Moonbounce sucht, muss höher hinauf. Und der einfachste Einstieg in den Gigahertz-Bereich läuft heute ohnehin über Q O einhundert.

KiwiSDR stellt ein Netzwerk vor, das man auch ohne eigene Antenne nutzen kann: weltweit frei zugängliche Kurzwellenempfänger, bedienbar im Browser, ohne Anmeldung. Stand siebenundzwanzigster August waren es achthundertachtundfünfzig öffentliche Empfänger, davon vierhundertvier bereits vom Typ KiwiSDR zwei. Acht davon stehen in Österreich.

Technisch ist der KiwiSDR kein Allzweck-S-D-R, sondern ein Spezialist. Zehn Kilohertz bis dreißig Megahertz komplett und gleichzeitig, vierzehn-Bit-Wandler, ein Artix-sieben-F-P-G-A für vier unabhängige Empfangskanäle. Der interessanteste Teil ist aber die T-DoA-Peilung. Mit mehreren Empfängern an verschiedenen Orten lässt sich über die Laufzeitunterschiede bestimmen, wo ein Sender tatsächlich steht. Auch einer, den man selbst nie gehört hat.

Hansl Hohlleiter hat sich diese Woche das Meshnetz vorgenommen. In Der Selbstgesprächs-Mesher geht es um Manfred Mehrfach, der sich gegen die Stille im Netz nicht mit einem besseren Standort geholfen hat, sondern mit fünf weiteren Geräten. Seine Knoten heißen Manfred, Manfred zwei, Manfred Unterstrich zwei, Manfred zwei in Klammern neu, Manfredl, und manfred Unterstrich final. Es gibt einen siebten, der liegt im Auto.

Der ernste Teil steckt in der Pointe. MeshCore leitet bewusst nur dort weiter, wo die Repeater-Rolle eingeschaltet ist. Manfred hat gelesen, dass ein Repeater mehr bringt als zwanzig Handgeräte, und daraufhin alle sechs Geräte auf Repeater gestellt. Auf einem Wohnzimmertisch. Die Sendezeit, die dabei entsteht, fehlt allen anderen. Wer selbst mehrere Kastln hat: Eines gehört hinauf, die anderen bleiben Companion.

Zum Schluss das D-X-Wetter für die kommende Woche. Es meldet einen Rückgang. Der Solare Flux ist in fünf Tagen von einhundertdreiundvierzig auf einhundertsechzehn gefallen, und NOAA sieht zum Wochenende neunzig bis fünfundneunzig. Der Grund ist auf dem Titelbild des Beitrags zu sehen: Die Regionen viertausendfünfhundertdreizehn und viertausendfünfhundertsiebzehn, die den Flux zuletzt getragen haben, drehen über den Westrand ab, und vom Ostrand kommt kaum Nachschub.

Geomagnetisch wird es dagegen ruhig. Nach dieser Nacht. Für Samstagabend hat S W P C ein G eins bis G zwei angesagt, ausgelöst von einem koronalen Loch und den C M Es vom fünfundzwanzigsten und sechsundzwanzigsten August. Ab Montag beruhigt sich das Feld. Für die Bänder heißt das: obere Bänder Montag bis Mittwoch abarbeiten, ab Donnerstag auf zwanzig und dreißig Meter umstellen, und die Low-Band-Saison ernst nehmen. Vierzig Meter ist diese Woche das verlässlichste Band überhaupt. Und keine Panik wegen der Fluxzahl: Am zweiundzwanzigsten September ist Tagundnachtgleiche, und ein Flux von einhundert im September ist auf zwanzig und siebzehn Metern mehr wert als einhundertzwanzig im Juli.

Das war der OERadio Wochenrundspruch, Kalenderwoche fünfunddreißig. Schaut auf oeradio punkt at vorbei. Und wenn ihr einen Repeater, eine Geschichte vom Berg oder ein Projekt aus dem Shack habt: Schreibt uns. Der beste Beitrag dieser Woche kam von euch. Dreiundsiebzig de OERadio!

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