Kalenderwoche 33/2026 · Vorgelesen von Sarah, unserer KI-Stimme (ElevenLabs Multilingual v2).
Guten Tag, liebe Funkfreunde, und willkommen zum OERadio Wochenrundspruch, Kalenderwoche 33. Am Mikrofon Sarah. Diese Woche steht Kärnten im Mittelpunkt: Ein Funknetz, das hier vor zwei Wochen aus neun Standorten bestand, hat heute zweiunddreißig. Dazu haben wir zwei ältere Beiträge von Grund auf neu geschrieben, es gibt Inseln ohne Inseln, eine Satire über uns selbst — und ein DX-Wetter, in dem die Sonne zurück ist.
⭐ 126,9 Kilometer mit einem halben Watt
Das Highlight der Woche kommt aus dem eigenen Bundesland: Der Ausbau des Kärntner Mesh-Netzes. In zwei Wochen ist die Zahl der sichtbaren Repeater von neun auf zweiunddreißig gestiegen. Am 15. August kamen an einem einzigen Tag vier dazu: Nötsch, Gerlitzen, Altenberg und die Leppner Alm.
Die Zahl, die man sich merkt, ist eine andere: 126,9 Kilometer zwischen einem Standort auf der Koralpe und einem slowenischen Standort namens Dol-Gače. Keine Berechnung, sondern eine beobachtete Funkverbindung — gesendet mit 500 Milliwatt, also einem halben Watt, ungefähr so viel wie ein Babyfon.
Hinter den zweiunddreißig Standorten stehen mindestens acht verschiedene Betreiber. Kein Anbieter, keine Förderung, kein Auftrag: Jeder dieser Kästen steht dort, weil ihn jemand hinaufgetragen, montiert und angeschlossen hat. Bei vier Standorten hat der Verein KÄRNTEN FUNKT die Hardware gestellt, die er selbst gesponsert bekommen hat. Zusammen reichen die Kärntner Repeater rund 28.000 Nachrichten pro Tag weiter — etwa vierzig Prozent des gesamten beobachteten Verkehrs, obwohl Kärnten nur einen kleinen Teil der Stationen stellt.
Eine Einschränkung gehört dazu, und wir haben sie in den Artikel geschrieben statt in eine Fußnote: Von den vier Beobachterstationen, die den Verkehr überhaupt erst sichtbar machen, sind drei im selben Zeitraum dazugekommen. Ein Teil des Zuwachses ist also bessere Sicht und nicht mehr Hardware.
Wer mitmachen will, hat vier Wege: zuschauen auf mesh.kaernten-funkt.at, ein Gerät ab zwanzig Euro einschalten, Reichweiten melden — oder einen Standort anbieten. Auf der Planungsliste stehen sechzehn Standorte, bei vieren fehlt der Mensch. Ein einsatzbereites Ersatzgerät liegt bereit.
⭐ D-STAR, von Grund auf neu erklärt
Unser zweiter Schwerpunkt ist eine Generalüberholung: D-STAR erklärt. Der alte Beitrag war eine Stichwortsammlung, der neue erklärt, was unter der Haube passiert — und er korrigiert zwei Fehler, die dort jahrelang standen.
Zur Technik: D-STAR überträgt 4800 Bit pro Sekunde, davon 2400 für die Sprache, 1200 für den Fehlerschutz und 1200 für einen Datenkanal, der neben der Sprache mitläuft. In diesem Kanal stecken Rufzeichen, ein kurzer Freitext und die GPS-Position — deshalb zeigt ein D-STAR-Gerät nach jeder Aussendung nicht nur, dass jemand gesprochen hat, sondern auch wer, von wo und wie weit entfernt.
Die vier Rufzeichenfelder schrecken Einsteiger ab, dabei stellt man drei davon einmal ein und vergisst sie wieder. Wichtig sind die Modulbuchstaben, die weltweit gleich sind: A ist 23 Zentimeter, B ist 70 Zentimeter, C ist 2 Meter, G ist das Gateway. Und der häufigste Anfängerfehler: Nach dem Verlinken eines Reflektors gehört das UR-Feld wieder auf CQCQCQ, sonst sendet man Befehle statt Sprache.
Die beiden Korrekturen: Das Icom-Mobilgerät heißt ID-5100, nicht IC-5100. Und die oft genannten 128 Kilobit pro Sekunde gibt es nur im DD-Modus auf 23 Zentimetern, nicht im normalen Sprechbetrieb. Neu dazugekommen ist ein Abschnitt über Terminal- und Access-Point-Modus, mit dem man ohne Umsetzer und ohne Hotspot ins Netz kommt.
Legendäre Geräte, überarbeitet
Ebenfalls neu aufgesetzt haben wir die legendären Amateurfunkgeräte — von Collins über Heathkit bis zum IC-7300. Statt eines KI-Bildes steht jetzt ein Foto einer echten Collins-S-Line-Station oben, dazu sieben Gerätefotos und drei Videos.
Zwei Dinge waren inhaltlich überfällig. Erstens: Icom hat auf der Ham Fair im August 2025 den IC-7300 MK II vorgestellt, mit CW-Decoder, HDMI-Ausgang und LAN für Remote-Betrieb. Zweitens, und das dürfte manchen überraschen: Der Yaesu FT-818ND wurde bereits Ende Dezember 2022 eingestellt, offiziell wegen Bauteileknappheit. Nach zweiundzwanzig Jahren endete damit eine Ära, ohne dass ein direkter Nachfolger angekündigt wurde. Genau das macht ihn zur Legende: Er ist abgeschlossen.
IOTA: Inseln, aber keine in Österreich
Für alle mit Fernweh: IOTA, Islands on the Air. Das älteste und größte Insel-Diplomprogramm im Amateurfunk, erfunden 1964 von einem einzelnen Mann — Geoff Watts, einem britischen Kurzwellenhörer. Heute umfasst es rund 1200 Inselgruppen.
Die unbequeme Nachricht für uns: Österreich hat keine einzige IOTA-Insel. Nicht die Donauinsel, nicht die Inseln im Wörthersee. Schuld ist die Salzwasser-Regel — es zählen nur Inseln im Meer. Die gute Nachricht: Die nächstgelegene Gruppe liegt in der Kvarner Bucht, gut drei Autostunden von Villach entfernt. Wer im Sommer ohnehin an die Adria fährt, hat die Aktivierung praktisch vor der Haustür.
Störsender: Nur Mesh is fesch
Und weil wir uns diese Woche viel mit dem Mesh-Netz beschäftigt haben, hat unser Hansl Hohlleiter genau dort hingeschaut: Nur Mesh is fesch. Über Mario Maschenwerk, dessen Hobby zwanzig Euro kostet und dessen Zubehör inzwischen bei sechshundertvierzig steht. Über Sigi Spreizfaktor, der seit fünf Monaten auf den falschen Funkparametern sendet und damit das exklusivste Netz Österreichs betreibt: eines mit genau einem Teilnehmer.
Und über Michi Modulation, der vierzehn Gehäusevarianten gedruckt hat, von denen elf zu keinem seiner Boards passen — dessen Repeater-Gehäuse in Vogelhäuschenform aber so gut geriet, dass im Mai eine Kohlmeise eingezogen ist. Der Repeater läuft seither durch, weil man ihn während der Brutzeit nicht abschalten darf.
DX-Wetter KW 34/2026
Zum Abschluss das DX-Wetter für die kommende Woche — und diesmal mit guten Nachrichten. Der Solarflux ist innerhalb von sechs Tagen von 94 auf 117 gestiegen, der Röntgenhintergrund hat sich fast vervierfacht. Der Grund: Es sind wieder Fleckengruppen da, vier an der Zahl, drei davon wachsend.
Damit kommen 17 und 15 Meter zurück, 20 Meter bleibt das Hauptband und ist bis weit in den Abend offen. Auch die Nächte helfen mit: Sie sind seit Anfang August rund eine Stunde länger geworden, das Störgeräusch ist gesunken, und 80 Meter ist nachts wieder DX-tauglich.
Der Wermutstropfen steht am Wochenanfang. Ein CME hat die Sonne am 14. August verlassen, und die Auswirkungen werden für Montag und Dienstag erwartet — aktive Bedingungen mit Chance auf einen kleinen G1-Sturm. An diesen beiden Tagen bleibt man besser auf 30 und 40 Metern. Ab Donnerstag ist ruhiges Feld angesagt, und dann ist die beste Kombination seit Ende Juli beisammen. Auf 6 Metern klingen die Perseiden aus, morgens zwischen zwei und acht Uhr sind bis etwa 24. August noch brauchbare Raten drin.
Das war der OERadio Wochenrundspruch KW 33. Schaut auf oeradio.at vorbei, und wenn ihr einen Berg mit Aussicht und einer Steckdose kennt: Die Mesh-Leute suchen noch vier Standorte.
73 — eure oeradio.at-Redaktion
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Guten Tag, liebe Funkfreunde, und herzlich willkommen zum OERadio Wochenrundspruch, Kalenderwoche dreiunddreißig, zweitausendsechsundzwanzig. Am Mikrofon: Sarah, eure OERadio-Stimme. Diese Woche steht Kärnten im Mittelpunkt. Ein Funknetz, das hier vor zwei Wochen aus neun Standorten bestand, hat heute zweiunddreißig. Dazu haben wir zwei ältere Beiträge von Grund auf neu geschrieben, es gibt Inseln ohne Inseln, eine Satire über uns selbst, und ein D-X-Wetter, in dem die Sonne zurück ist. Fangen wir an.
Das Highlight der Woche kommt aus dem eigenen Bundesland: der Ausbau des Kärntner Mesh-Netzes. In zwei Wochen ist die Zahl der sichtbaren Repeater von neun auf zweiunddreißig gestiegen. Am fünfzehnten August kamen an einem einzigen Tag vier dazu: Nötsch, Gerlitzen, Altenberg und die Leppner Alm.
Die Zahl, die man sich merkt, ist aber eine andere: einhundertsechsundzwanzig Komma neun Kilometer zwischen einem Standort auf der Koralpe und einem slowenischen Standort namens Dol-Gatsche. Keine Berechnung, sondern eine tatsächlich beobachtete Funkverbindung. Gesendet wird dabei mit fünfhundert Milliwatt, also einem halben Watt. Ungefähr so viel wie ein Babyfon.
Hinter den zweiunddreißig Standorten stehen mindestens acht verschiedene Betreiber. Kein Anbieter, keine Förderung, kein Auftrag. Jeder dieser Kästen steht dort, weil ihn jemand hinaufgetragen, montiert und angeschlossen hat. Bei vier Standorten hat der Verein KÄRNTEN FUNKT die Hardware gestellt, die er selbst gesponsert bekommen hat. Zusammen reichen die Kärntner Repeater rund achtundzwanzigtausend Nachrichten pro Tag weiter. Das sind etwa vierzig Prozent des gesamten beobachteten Verkehrs, obwohl Kärnten nur einen kleinen Teil der Stationen stellt.
Eine Einschränkung gehört dazu, und wir haben sie in den Artikel geschrieben statt in eine Fußnote. Von den vier Beobachterstationen, die den Verkehr überhaupt erst sichtbar machen, sind drei im selben Zeitraum dazugekommen. Ein Teil des Zuwachses ist also bessere Sicht und nicht mehr Hardware.
Wer mitmachen will, hat vier Wege: zuschauen auf mesh punkt kaernten-funkt punkt at, ein Gerät ab zwanzig Euro einschalten, Reichweiten melden, oder einen Standort anbieten. Auf der Planungsliste stehen sechzehn Standorte, bei vieren fehlt der Mensch. Ein einsatzbereites Ersatzgerät liegt bereit.
Unser zweiter Schwerpunkt ist eine Generalüberholung: D-STAR, neu erklärt. Der alte Beitrag war eine Stichwortsammlung, der neue erklärt, was unter der Haube passiert, und er korrigiert zwei Fehler, die dort jahrelang standen.
Zur Technik: D-STAR überträgt viertausendachthundert Bit pro Sekunde. Davon zweitausendvierhundert für die Sprache, eintausendzweihundert für den Fehlerschutz, und eintausendzweihundert für einen Datenkanal, der neben der Sprache mitläuft. In diesem Kanal stecken Rufzeichen, ein kurzer Freitext und die G-P-S-Position. Deshalb zeigt ein D-STAR-Gerät nach jeder Aussendung nicht nur, dass jemand gesprochen hat, sondern auch wer, von wo, und wie weit entfernt.
Die vier Rufzeichenfelder schrecken Einsteiger ab, dabei stellt man drei davon einmal ein und vergisst sie wieder. Wichtig sind die Modulbuchstaben, die weltweit gleich sind: A ist dreiundzwanzig Zentimeter, B ist siebzig Zentimeter, C ist zwei Meter, G ist das Gateway. Und der häufigste Anfängerfehler: Nach dem Verlinken eines Reflektors gehört das U-R-Feld wieder auf C-Q-C-Q-C-Q, sonst sendet man Befehle statt Sprache.
Die beiden Korrekturen: Das Icom-Mobilgerät heißt I-D-fünftausendeinhundert, nicht I-C-fünftausendeinhundert. Und die oft genannten einhundertachtundzwanzig Kilobit pro Sekunde gibt es nur im D-D-Modus auf dreiundzwanzig Zentimetern, nicht im normalen Sprechbetrieb. Neu dazugekommen ist ein Abschnitt über den Terminal- und den Access-Point-Modus, mit dem man ohne Umsetzer und ohne Hotspot ins Netz kommt.
Ebenfalls neu aufgesetzt haben wir die legendären Amateurfunkgeräte, von Collins über Heathkit bis zum I-C-siebentausenddreihundert. Statt eines K-I-Bildes steht jetzt ein Foto einer echten Collins-S-Line-Station oben, dazu sieben Gerätefotos und drei Videos.
Zwei Dinge waren inhaltlich überfällig. Erstens: Icom hat auf der Ham Fair im August zweitausendfünfundzwanzig den I-C-siebentausenddreihundert M-K zwei vorgestellt, mit C-W-Decoder, H-D-M-I-Ausgang und L-A-N für Remote-Betrieb. Zweitens, und das dürfte manchen überraschen: Der Yaesu F-T-achthundertachtzehn N-D wurde bereits Ende Dezember zweitausendzweiundzwanzig eingestellt, offiziell wegen Bauteileknappheit. Nach zweiundzwanzig Jahren endete damit eine Ära, ohne dass ein direkter Nachfolger angekündigt wurde. Genau das macht ihn zur Legende: Er ist abgeschlossen.
Für alle mit Fernweh: I-O-T-A, Islands on the Air. Das älteste und größte Insel-Diplomprogramm im Amateurfunk, erfunden neunzehnhundertvierundsechzig von einem einzelnen Mann. Geoff Watts, einem britischen Kurzwellenhörer. Heute umfasst es rund eintausendzweihundert Inselgruppen.
Die unbequeme Nachricht für uns: Österreich hat keine einzige I-O-T-A-Insel. Nicht die Donauinsel, nicht die Inseln im Wörthersee. Schuld ist die Salzwasser-Regel, es zählen nur Inseln im Meer. Die gute Nachricht: Die nächstgelegene Gruppe liegt in der Kvarner Bucht, gut drei Autostunden von Villach entfernt. Wer im Sommer ohnehin an die Adria fährt, hat die Aktivierung praktisch vor der Haustür.
Und weil wir uns diese Woche viel mit dem Mesh-Netz beschäftigt haben, hat unser Hansl Hohlleiter genau dort hingeschaut. Seine Satire heißt: Nur Mesh is fesch. Über Mario Maschenwerk, dessen Hobby zwanzig Euro kostet und dessen Zubehör inzwischen bei sechshundertvierzig steht. Über Sigi Spreizfaktor, der seit fünf Monaten auf den falschen Funkparametern sendet und damit das exklusivste Netz Österreichs betreibt: eines mit genau einem Teilnehmer. Und über Michi Modulation, der vierzehn Gehäusevarianten gedruckt hat, von denen elf zu keinem seiner Boards passen. Dessen Repeater-Gehäuse in Vogelhäuschenform geriet aber so gut, dass im Mai eine Kohlmeise eingezogen ist. Der Repeater läuft seither durch, weil man ihn während der Brutzeit nicht abschalten darf.
Zum Abschluss das D-X-Wetter für die kommende Woche, Kalenderwoche vierunddreißig. Und diesmal mit guten Nachrichten. Der Solarflux ist innerhalb von sechs Tagen von vierundneunzig auf einhundertsiebzehn gestiegen, der Röntgenhintergrund hat sich fast vervierfacht. Der Grund: Es sind wieder Fleckengruppen da. Vier an der Zahl, drei davon wachsend.
Damit kommen siebzehn und fünfzehn Meter zurück. Zwanzig Meter bleibt das Hauptband und ist bis weit in den Abend offen. Auch die Nächte helfen mit: Sie sind seit Anfang August rund eine Stunde länger geworden, das Störgeräusch ist gesunken, und achtzig Meter ist nachts wieder D-X-tauglich.
Der Wermutstropfen steht am Wochenanfang. Ein C-M-E hat die Sonne am vierzehnten August verlassen, und die Auswirkungen werden für Montag und Dienstag erwartet. Aktive Bedingungen, mit Chance auf einen kleinen G-eins-Sturm. An diesen beiden Tagen bleibt man besser auf dreißig und vierzig Metern. Ab Donnerstag ist ruhiges Feld angesagt, und dann ist die beste Kombination seit Ende Juli beisammen. Auf sechs Metern klingen die Perseiden aus. Morgens zwischen zwei und acht Uhr sind bis etwa vierundzwanzigsten August noch brauchbare Raten drin.
Das war der OERadio Wochenrundspruch, Kalenderwoche dreiunddreißig. Schaut auf oeradio punkt at vorbei, und wenn ihr einen Berg mit Aussicht und einer Steckdose kennt: Die Mesh-Leute suchen noch vier Standorte. Dreiundsiebzig de OERadio!
Transparenzhinweis
Dieser Rundspruch wurde von der oeradio.at-Redaktion mit Unterstützung von KI (Claude, Anthropic) verfasst und von Sarah (ElevenLabs Multilingual v2) vorgelesen. Das Titelbild wurde mit KI erstellt. Alle Inhalte wurden redaktionell geprüft. Feedback und Anregungen gerne an [email protected].





