<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"><channel><title>OERadio</title><description>Gemeinsam funken. Lernen. Entdecken.</description><link>https://oeradio.at/</link><atom:link href="https://oeradio.at/feed/" rel="self" type="application/rss+xml"/><lastBuildDate>Sat, 12 Sep 2026 07:00:00 GMT</lastBuildDate><language>de</language><sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod><sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency><image><url>https://oeradio.at/wp-content/uploads/2026/01/cropped-oeradiologoicon-150x150.webp</url><title>OERadio</title><link>https://oeradio.at/</link><width>32</width><height>32</height></image><item><title>Stealth-Antennen für Wohnung und HOA: Unsichtbar funken</title><link>https://oeradio.at/stealth-antennen-fuer-wohnung-und-hoa-unsichtbar-funken/</link><guid isPermaLink="false">https://oeradio.at/?p=4970</guid><description>&lt;p&gt;Es gibt zwei Sorten von Funkamateuren ohne Antenne. Die einen dürfen nicht, die anderen trauen sich nicht zu fragen. Beide landen bei demselben Thema: Wie betreibt man eine Station, ohne dass am Haus etwas zu sehen ist. Dieser Beitrag sortiert das Thema in drei Ebenen, und zwar bewusst in dieser Reihenfolge: was rechtlich gilt, was [&amp;#8230;]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Beitrag &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/stealth-antennen-fuer-wohnung-und-hoa-unsichtbar-funken/&quot;&gt;Stealth-Antennen für Wohnung und HOA: Unsichtbar funken&lt;/a&gt; erschien zuerst auf &lt;a href=&quot;https://oeradio.at&quot;&gt;OERadio&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</description><pubDate>Sat, 12 Sep 2026 07:00:00 GMT</pubDate><content:encoded>&lt;p&gt;Es gibt zwei Sorten von Funkamateuren ohne Antenne. Die einen dürfen nicht, die anderen trauen sich nicht zu fragen. Beide landen bei demselben Thema: Wie betreibt man eine Station, ohne dass am Haus etwas zu sehen ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dieser Beitrag sortiert das Thema in drei Ebenen, und zwar bewusst in dieser Reihenfolge: was rechtlich gilt, was physikalisch möglich ist, und was das an Leistung kostet. Die dritte Ebene wird in der einschlägigen Literatur gern übersprungen, sie ist aber der Grund, warum manche Leute mit einer unsichtbaren Antenne glücklich werden und andere nach einem halben Jahr aufgeben.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://oeradio.at/wp-content/uploads/2026/09/stealth-wohnhaus-balkone-1024x683.webp&quot; alt=&quot;Kärntner Wohnhaus mit drei Geschoßen, Balkonen und einer Wäschespinne im Garten&quot; loading=&quot;lazy&quot;/&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-block-image__caption&quot;&gt;Der Normalfall in Österreich: Wohnhaus, Balkone, Hausverwaltung, keine Außenantenne. Die Wäschespinne im Garten ist übrigens ein ernstzunehmender Antennenträger. Foto: Johann Jaritz, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Erst das Recht, dann der Lötkolben&lt;/h2&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Österreich: Mietrecht, Wohnungseigentum, Bauordnung&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Für Mieter ist &lt;strong&gt;§ 9 MRG&lt;/strong&gt; die einschlägige Bestimmung. Er verpflichtet den Vermieter, bestimmte Veränderungen zu dulden, darunter ausdrücklich Antennenanlagen, wenn sie dem Stand der Technik entsprechen, fachgerecht ausgeführt sind und keine schutzwürdigen Interessen beeinträchtigen. Der Oberste Gerichtshof hat dazu klargestellt, dass daraus &lt;strong&gt;kein Anspruch auf einen bestimmten Anbringungsort&lt;/strong&gt; folgt. Der Vermieter darf also mitreden, wo das Ding hinkommt, und genau dort beginnt die Verhandlung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im &lt;strong&gt;Wohnungseigentum&lt;/strong&gt; ist die Lage strenger. Alles, was an allgemeinen Teilen des Hauses montiert wird, also Dach, Fassade, Außenwand des Balkons, ist eine Änderung, die grundsätzlich die Zustimmung der anderen Eigentümer braucht oder ersatzweise die Genehmigung des Gerichts. Innerhalb der eigenen vier Wände gilt das nicht, weshalb die Innenantenne im Eigentum oft der kürzeste Weg zum Ziel ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dazu kommt das &lt;strong&gt;Baurecht der Länder&lt;/strong&gt;. In Wien etwa sind Antennen außerhalb von Schutzzonen bewilligungsfrei, innerhalb einer Schutzzone braucht jede Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes eine Baubewilligung. Wer in einem Altbau im Ortskern wohnt, sollte das vor dem Bohren wissen und nicht danach.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein Unterschied, der in Diskussionen ständig verwischt wird: &lt;strong&gt;Empfangen ist rechtlich leichter als Senden&lt;/strong&gt;. Die bekannten Entscheidungen zu Satellitenschüsseln stützen sich auf die Informationsfreiheit, und die deckt den Empfang. Für eine Sendeantenne lässt sich daraus nichts ableiten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der praktische Rat aus vielen Fällen: schriftlich fragen, klein anfangen, Rückbau ohne Spuren zusichern, eine Fotomontage beilegen und die Leistung nicht zum Thema machen, bevor jemand danach fragt. Ein Draht von drei Millimetern Durchmesser, der über die Terrasse zur Fichte läuft, wird anders wahrgenommen als „eine Amateurfunkanlage&quot;.&lt;/p&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;USA: HOA, CC&amp;amp;Rs und ein Gesetz, das seit Jahren nicht kommt&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Der Begriff Stealth-Antenne stammt aus den USA, und dort ist die Lage eine andere. Millionen Häuser stehen in Siedlungen mit einer &lt;strong&gt;Homeowners Association&lt;/strong&gt;, deren privatrechtliche Bauvorschriften, die CC&amp;amp;Rs, sichtbare Antennen schlicht verbieten. Drei Punkte dazu, weil sie regelmäßig verwechselt werden:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;PRB-1&lt;/strong&gt;, die bekannte FCC-Vorgabe zur „reasonable accommodation&quot; von Amateurfunkantennen, bindet Behörden. Auf privatrechtliche Verträge zwischen Eigentümern wirkt sie nicht.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Die &lt;strong&gt;OTARD-Regel&lt;/strong&gt; der FCC schützt Antennen für Fernsehempfang, Satelliten und festen Breitbandzugang gegen solche Klauseln. &lt;strong&gt;Amateurfunkantennen sind davon nicht erfasst.&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Der &lt;strong&gt;Amateur Radio Parity Act&lt;/strong&gt; sollte diese Lücke schließen und scheiterte. Der Nachfolger, der &lt;strong&gt;Amateur Radio Emergency Preparedness Act&lt;/strong&gt;, liegt seit Februar 2025 als H.R. 1094 und S. 459 im 119. Kongress und ist bis heute nicht beschlossen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Für uns in Österreich ist das vor allem als Erklärung nützlich, warum die halbe Fachliteratur zum Thema amerikanisch ist und warum der Fahnenmast dort eine so große Rolle spielt: Eine Fahne ist in einer HOA-Siedlung erwünscht, eine Antenne nicht.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://oeradio.at/wp-content/uploads/2026/09/stealth-fahnenmast-1024x683.webp&quot; alt=&quot;Fahnenmast mit Flagge vor einem Wohnhaus im Abendlicht&quot; loading=&quot;lazy&quot;/&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-block-image__caption&quot;&gt;Der Klassiker aus den USA: Was von außen ein Fahnenmast ist, ist elektrisch eine Vertikalantenne mit Radialen unter dem Rasen. Foto: Noah Wulf, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Was Unsichtbarkeit physikalisch kostet&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Eine versteckte Antenne ist fast immer eine schlechtere Antenne. Das ist kein Grund, es zu lassen, aber ein Grund, die Erwartung vorher zu justieren. Die Verluste kommen aus vier Quellen:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Dämpfung durch Baustoffe.&lt;/strong&gt; Ziegel, Holz und trockener Putz kosten wenig, oft nur ein bis drei Dezibel. Ein Blechdach, eine alukaschierte Dämmbahn oder Stahlbeton sind dagegen ein wirksamer Schirm. Besonders tückisch ist moderne Dämmung: Die Alukaschierung sieht man nicht, sobald die Verkleidung sitzt.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Verkürzung und Verlustwiderstand.&lt;/strong&gt; Ein auf fünf Meter zusammengefalteter 40-Meter-Draht hat einen niedrigen Strahlungswiderstand. Alles, was an Verlustwiderstand dazukommt, Spulen, Übergänge, feuchte Wände, geht direkt vom Wirkungsgrad ab.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Nähe zu leitenden Teilen.&lt;/strong&gt; Regenrinne, Heizungsrohre, Armierung, Kabelkanäle. Die verstimmen, koppeln und strahlen mit, meist nicht in die Richtung, die man sich wünscht.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Störnebel.&lt;/strong&gt; In der Wohnung sitzt die Antenne mitten in der Störquelle. Netzteile, LED-Leuchten, PV-Wechselrichter und Powerline liegen wenige Meter entfernt, siehe unseren &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/emv-ratgeber-stoerungen-finden-und-beheben/&quot;&gt;EMV-Ratgeber&lt;/a&gt;.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Als grobe Hausnummer aus der Praxis: Dieselbe Drahtlänge im Dachboden statt im Freien kostet ein bis zwei S-Stufen. Das ist ärgerlich, aber es ist der Unterschied zwischen „geht schwer&quot; und „geht gar nicht&quot; nur in wenigen Fällen.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Das Thema, das kein Ratgeber gern anspricht&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Wer im Wohnraum sendet, bringt die Antenne in die Nähe von Menschen, die dort dauerhaft leben. Für die Beurteilung der Exposition gibt es Grenzwerte, und sie gelten auch für die eigene Familie im Nebenzimmer. Drei Punkte, die man ernst nehmen sollte:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Abstand ist das wirksamste Mittel.&lt;/strong&gt; Ein Dachboden über dem Schlafzimmer ist etwas anderes als eine Loop auf dem Schreibtisch, an dem jemand sitzt.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Leistung reduzieren kostet erstaunlich wenig.&lt;/strong&gt; Von 100 auf 10 Watt sind 10 dB, also knapp zwei S-Stufen. In FT8 ist das oft die Differenz zwischen sicher decodiert und sicher decodiert.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Magnetic Loops führen am Drehkondensator sehr hohe Spannungen.&lt;/strong&gt; Auch bei kleiner Sendeleistung. Eine Loop gehört nicht dorthin, wo Kinder hingreifen können.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Und weil es dazugehört: Eine Antenne im Dachboden macht das Thema &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/stationserdung-und-blitzschutz-shack-vor-ueberspannungen-schuetzen-2/&quot;&gt;Blitzschutz&lt;/a&gt; nicht kleiner. Das Kabel führt weiterhin ins Haus, und der äußere Blitzschutz des Gebäudes will nicht umgangen werden.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Lösungen im Inneren&lt;/h2&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Draht im Dachboden&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Wenn ein Dachboden zur Verfügung steht und das Dach nicht aus Blech ist, ist der gespannte Draht die beste unsichtbare Antenne, die man bekommen kann. Bewährt haben sich zwei Bauformen:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Dipol oder Inverted-V&lt;/strong&gt;, so hoch wie möglich unter dem First, gespeist über eine Mantelwellensperre. Für 20 Meter reicht die Länge in vielen Häusern gerade noch, für 40 Meter wird gefaltet.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Endgespeister Halbwellendraht&lt;/strong&gt; mit 49:1 Übertrager im Zickzack, siehe unseren Beitrag zur &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/efhw-die-end-fed-half-wave-antenne-einfach-effektiv-vielseitig/&quot;&gt;EFHW&lt;/a&gt;. Vorteil: Der Speisepunkt liegt dort, wo das Kabel ohnehin ankommt. Nachteil: Der Draht führt hohe Spannung an seinem Ende, also nicht an die Dachlatte tackern, an der jemand vorbeigreift.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Praktisch wichtig: Mantelwellen sind hier kein Randthema, sondern das Hauptproblem. Ein Draht im Haus koppelt kräftig in die Hausinstallation. Eine ordentliche Sperre am Speisepunkt und eine zweite am Transceiver ersparen viel Ärger, siehe &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/baluns-und-ununs-verstehen-impedanzanpassung-richtig-gemacht/&quot;&gt;Baluns und Ununs&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Magnetic Loop&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Die Loop ist die klassische Wohnungsantenne und in der Praxis ein Kompromiss mit klarem Profil. Sie braucht wenig Platz, ist auf Empfang deutlich störungsärmer als ein Draht, weil sie auf das magnetische Feld anspricht, und sie lässt sich drehen, um einen Störer auszunullen. Dafür ist sie extrem schmalbandig, verlangt nach jedem QSY ein Nachstimmen und reagiert empfindlich auf alles Leitende in der Nähe. Details im Beitrag über die &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/magnetic-loop-die-balkon-antenne-fuer-den-funkamateur/&quot;&gt;Magnetic Loop&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eine Variante, die zu selten genannt wird: Loop nur für den Empfang, Draht für das Senden. Man muss nicht beides mit demselben Gebilde machen.&lt;/p&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Balkon und Fensterrahmen&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Am Balkon funktioniert erstaunlich viel, wenn man die Erwartung an die Bandwahl anpasst. Eine verkürzte Vertikal mit zwei bis vier abgestimmten Radialen entlang des Geländers, ein Glasfasermast von drei Metern, der nur zum Betrieb ausgefahren wird, oder ein Draht, der abends vom Balkon zum Baum gespannt und morgens wieder eingeholt wird. Für die Grundlagen dazu siehe &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/vertikalantennen-fuer-kurzwelle-grundlagen-typen-und-praxis/&quot;&gt;Vertikalantennen&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zum Geländer selbst: Ein Metallgeländer ist ein brauchbares Gegengewicht, aber ein miserabler Strahler. Wer es als Antenne verwendet, verteilt Hochfrequenz im ganzen Haus.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Lösungen draußen, die niemand sieht&lt;/h2&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Dünner Draht.&lt;/strong&gt; Lackierter Kupferlackdraht mit 0,4 bis 0,8 Millimetern ist aus zehn Metern Entfernung unsichtbar. Er ist mechanisch grenzwertig, deshalb gehört an jedes Ende ein Gummiseil als Zugentlastung. Grau oder schwarz statt blank, das erledigt den Rest.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Wäschespinne und Wäscheleine.&lt;/strong&gt; Ein perfekter Träger, der bereits genehmigt ist, weil ihn niemand als Antennenmast wahrnimmt.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Fahnenmast.&lt;/strong&gt; Glasfasermast mit innen geführtem Draht, Radiale unter dem Rasen oder im Kies. In den USA das Standardrezept, bei uns eher in Einfamilienhaus-Siedlungen mit strengem Bebauungsplan interessant.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Zaun und Hecke.&lt;/strong&gt; Ein Draht entlang eines Holzzauns oder in einer Hecke ist unauffällig, koppelt aber stark in den Boden. Funktioniert, kostet Wirkungsgrad.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Regenrinne und Fallrohr.&lt;/strong&gt; Beliebt, aber mit Vorsicht zu genießen: Übergangswiderstände an den Steckverbindungen erzeugen Gleichrichtereffekte und damit Störungen, und die Rinne führt Hochfrequenz genau dorthin, wo man sie nicht haben will.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Antenne nur bei Betrieb.&lt;/strong&gt; Die ehrlichste aller Lösungen, wenn es rechtlich eng ist. Ein Wurfdraht für zwei Stunden am Abend ist etwas anderes als eine feste Installation, sowohl in der Wahrnehmung der Nachbarn als auch in der Bewertung durch eine Hausverwaltung.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Betrieb: aus wenig viel machen&lt;/h2&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Betriebsart schlägt Leistung.&lt;/strong&gt; FT8 und CW arbeiten 15 bis 20 dB unter SSB. Mit einer Kompromissantenne ist das der Unterschied zwischen Verbindung und Rauschen. Wer bisher nur SSB gemacht hat, findet hier den größten Hebel, siehe auch &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/qrp-betrieb-mit-5-watt-um-die-welt/&quot;&gt;QRP-Betrieb&lt;/a&gt;.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Zuerst messen, dann glauben.&lt;/strong&gt; Ein &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/nanovna-der-antennenanalyzer-fuer-die-hosentasche/&quot;&gt;NanoVNA&lt;/a&gt; sagt dir in zehn Minuten, ob dein Dachbodendraht resonant ist oder ob der Tuner nur die Anzeige glattbügelt. Zum Tuner-Thema passt der Beitrag über &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/antennentuner-manuell-vs-automatisch-was-ist-besser/&quot;&gt;Antennentuner&lt;/a&gt;: Er repariert das SWR, nicht die Bilanz.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Kabel kurz und gut.&lt;/strong&gt; Bei einer ohnehin verlustbehafteten Antenne ist schlechtes Koax der zweite Verlust hintereinander, siehe &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/koaxialkabel-richtig-waehlen-rg-58-rg-213-lmr-400-und-mehr/&quot;&gt;Kabelvergleich&lt;/a&gt;.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;WSPR als Messgerät.&lt;/strong&gt; Zwei Nächte WSPR mit fünf Watt zeigen schwarz auf weiß, was die Antenne kann, und liefern eine Karte, die man der Hausverwaltung zwar nicht zeigen muss, die einem selbst aber die Motivation erhält.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Den Standort wechseln.&lt;/strong&gt; Kein Widerspruch zum Stealth-Gedanken: Wer daheim eingeschränkt ist, verlegt das laute Funken nach draußen, &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/sota-in-oesterreich-funken-von-gipfel-zu-gipfel/&quot;&gt;SOTA&lt;/a&gt; und POTA sind für genau diese Situation ideal. Daheim bleibt die leise Station für FT8 und die Abendrunde.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Videos zum Thema&lt;/h2&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio&quot;&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-embed__wrapper&quot;&gt;
https://www.youtube.com/watch?v=CJr1qh1S7Es
&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-element-caption&quot;&gt;Rundgang durch eine komplette Antennenanlage im Dachboden, HF bis UHF (HOA Ham, EN)&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio&quot;&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-embed__wrapper&quot;&gt;
https://www.youtube.com/watch?v=1mbwGan8pOE
&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-element-caption&quot;&gt;Fahnenmast als Antennenträger, Aufbau und Betrieb (HOA Ham, EN)&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio&quot;&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-embed__wrapper&quot;&gt;
https://www.youtube.com/watch?v=cYd0l-PEPR8
&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-element-caption&quot;&gt;Magnetic Loop im Dachboden, ehrlicher Praxistest mit Messungen (HamRadioConcepts, EN)&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Entscheidungshilfe&lt;/h2&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-table is-style-stripes&quot;&gt;&lt;table&gt;&lt;thead&gt;&lt;tr&gt;&lt;th&gt;Situation&lt;/th&gt;&lt;th&gt;Erster Versuch&lt;/th&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/thead&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;Eigentum mit Dachboden, Ziegeldach&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Draht unter dem First, Dipol oder EFHW mit Mantelwellensperre&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;Mietwohnung, Balkon, verständnisvoller Vermieter&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Vertikal mit Radialen am Geländer, nur bei Betrieb ausgefahren&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;Mietwohnung, kein Balkon, hoher Störpegel&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Magnetic Loop am Fenster, Empfang getrennt optimieren&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;Reihenhaus mit Garten, strenge Nachbarn&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Dünner Draht zur Wäschespinne oder zum Baum, grau lackiert&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;Blechdach oder Stahlbeton&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Keine Innenantenne, stattdessen Balkon, Garten oder Portabelbetrieb&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;HOA-Siedlung in den USA&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Fahnenmast, Dachboden, dünner Draht, und die CC&amp;amp;Rs vorher lesen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-element-caption&quot;&gt;In allen Zeilen gilt derselbe Zusatz: erst die Rechtslage klären, dann bohren.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;Das Fazit fällt nüchtern aus. Eine unsichtbare Antenne ist ein Kompromiss, und sie bleibt einer, egal wie clever die Konstruktion ist. Aber sie ist der Unterschied zwischen einem Hobby, das stattfindet, und einem Rufzeichen, das in der Schublade liegt. Die meisten, die sich darauf einlassen, berichten dasselbe: Der erste Draht ist zu kurz, der zweite zu sichtbar, und der dritte funktioniert seit Jahren, ohne dass jemand im Haus davon weiß.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;73 – eure oeradio.at-Redaktion&lt;/p&gt;

&lt;hr class=&quot;wp-block-separator has-alpha-channel-opacity&quot;/&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Transparenzhinweis&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI (Claude, Anthropic) recherchiert und verfasst. Die Inhalte wurden von der oeradio.at-Redaktion geprüft. Die Angaben zur Rechtslage sind eine Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung: § 9 MRG und die Bauordnungen der Länder für Österreich, FCC-Regeln PRB-1 und OTARD sowie H.R. 1094 und S. 459 des 119. Kongresses für die USA, Stand September 2026. Hinweise und Korrekturen gerne an &lt;a href=&quot;mailto:kontakt@oeradio.at&quot;&gt;kontakt@oeradio.at&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Beitrag &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/stealth-antennen-fuer-wohnung-und-hoa-unsichtbar-funken/&quot;&gt;Stealth-Antennen für Wohnung und HOA: Unsichtbar funken&lt;/a&gt; erschien zuerst auf &lt;a href=&quot;https://oeradio.at&quot;&gt;OERadio&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:creator>Michael | OE8YML</dc:creator><category>Amateurfunk</category><category>Technik</category></item><item><title>LoRa-Gateway mit Amateurfunk-Lizenz: Brücke zwischen Funk und IP-Netz</title><link>https://oeradio.at/lora-gateway-mit-amateurfunk-lizenz-bruecke-zwischen-funk-und-ip-netz/</link><guid isPermaLink="false">https://oeradio.at/?p=4610</guid><description>&lt;p&gt;LoRa-Geräte tragen Nachrichten über Kilometer, aber irgendwo muss dieser Funkverkehr in ein IP-Netz übergehen: ins Internet, ins HAMNET oder auf eine Karte. Diese Aufgabe erledigt ein Gateway. Wer eine Amateurfunklizenz hat, darf dabei mehr als ein ISM-Nutzer, allerdings nicht ganz das, was oft behauptet wird. Dieser Beitrag zeigt, welche Gateway-Typen es gibt, was die Lizenz [&amp;#8230;]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Beitrag &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/lora-gateway-mit-amateurfunk-lizenz-bruecke-zwischen-funk-und-ip-netz/&quot;&gt;LoRa-Gateway mit Amateurfunk-Lizenz: Brücke zwischen Funk und IP-Netz&lt;/a&gt; erschien zuerst auf &lt;a href=&quot;https://oeradio.at&quot;&gt;OERadio&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</description><pubDate>Thu, 10 Sep 2026 07:00:00 GMT</pubDate><content:encoded>&lt;p&gt;LoRa-Geräte tragen Nachrichten über Kilometer, aber irgendwo muss dieser Funkverkehr in ein IP-Netz übergehen: ins Internet, ins &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/hamnet-in-oesterreich-das-highspeed-datennetz-der-funkamateure/&quot;&gt;HAMNET&lt;/a&gt; oder auf eine Karte. Diese Aufgabe erledigt ein Gateway. Wer eine Amateurfunklizenz hat, darf dabei mehr als ein ISM-Nutzer, allerdings nicht ganz das, was oft behauptet wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dieser Beitrag zeigt, welche Gateway-Typen es gibt, was die Lizenz rechtlich wirklich bringt, welche Hardware und Software heute üblich sind und warum der Standort über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Wer das Thema Mesh grundsätzlich sortieren will, findet den Überblick unter &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/meshcom-vs-meshtastic-lora-mesh-netzwerke-fuer-funkamateure/&quot;&gt;MeshCom vs. Meshtastic&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Was ein Gateway von einem Node unterscheidet&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ein LoRa-Gateway ist eine Brücke zwischen der Funkschnittstelle und einem IP-Netzwerk. Es empfängt LoRa-Pakete, reicht sie über Ethernet, WLAN, HAMNET oder Mobilfunk an einen Server weiter und umgekehrt. Ein gewöhnlicher Node dagegen funkt ausschließlich im Mesh, ohne Verbindung nach außen. Das Gateway koppelt also lokale Funkinseln zu einem größeren Netz.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vier Bauformen sind im Amateurfunkumfeld relevant:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;MeshCom-Gateway:&lt;/strong&gt; Brücke zwischen dem MeshCom-Mesh und HAMNET oder Internet, ein Projekt aus der österreichischen Community&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Meshtastic MQTT-Gateway:&lt;/strong&gt; verbindet ein &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/meshcom-vs-meshtastic-lora-mesh-netzwerke-fuer-funkamateure/&quot;&gt;Meshtastic&lt;/a&gt;-Mesh über MQTT mit dem Internet&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;LoRa-APRS-iGate:&lt;/strong&gt; nimmt &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/aprs-in-oesterreich-positionsmeldungen-wetterdaten-und-mehr/&quot;&gt;APRS&lt;/a&gt;-Pakete auf und speist sie ins APRS-IS-Netz ein&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;LoRaWAN-Gateway:&lt;/strong&gt; die klassische IoT-Variante mit acht Kanälen, die an einen Netzwerkserver wie ChirpStack oder The Things Network liefert. Sie gehört ins ISM-Band, warum, steht weiter unten&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Der rechtliche Rahmen, ehrlich gerechnet&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;LoRa lässt sich in Europa auf zwei Wegen betreiben, und die Unterschiede sind groß. Nur eben nicht in jeder Hinsicht so groß, wie es in vielen Anleitungen steht.&lt;/p&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;ISM-Betrieb ohne Lizenz&lt;/h3&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;868 MHz:&lt;/strong&gt; 25 mW ERP, Duty Cycle von einem Prozent im Bereich 868,0 bis 868,6 MHz, wo die meisten LoRa-Kanäle liegen, also 36 Sekunden Sendezeit pro Stunde. Andere Teilbereiche haben eigene Werte, 869,4 bis 869,65 MHz etwa erlaubt zehn Prozent&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;433 MHz:&lt;/strong&gt; 10 mW ERP und zehn Prozent Duty Cycle nach ERC-Empfehlung 70-03 für Geräte mit geringer Reichweite&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Verschlüsselung:&lt;/strong&gt; erlaubt und üblich&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Lizenz:&lt;/strong&gt; keine nötig, dafür kein Anspruch auf Störungsfreiheit&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;70-cm-Band mit Amateurfunklizenz&lt;/h3&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Sendeleistung in Österreich:&lt;/strong&gt; 200 Watt für Bewilligungsklasse 1 auf 430 bis 439,1 MHz. Ein Kilowatt gibt es nur mit Leistungsstufe B oder C und ausschließlich für EME und Meteorscatter mit Yagi ab 15 dBd Gewinn. Details im Beitrag zur &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/frequenznutzungsverordnung-was-sich-fuer-funkamateure-in-oesterreich-geaendert-hat/&quot;&gt;Frequenznutzungsverordnung&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Duty Cycle:&lt;/strong&gt; keine Beschränkung, Dauerbetrieb ist zulässig&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Antennen:&lt;/strong&gt; frei wählbar, Gewinn und Höhe sind kein Genehmigungsthema, weil nicht die abgestrahlte Leistung gedeckelt ist wie im ISM-Band&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Verschlüsselung:&lt;/strong&gt; nicht erlaubt, alle Aussendungen müssen offen lesbar sein&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Rufzeichen:&lt;/strong&gt; Pflicht, jede Station identifiziert sich&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Und jetzt der Realitätscheck, den man selten liest. &lt;strong&gt;Die 200 Watt sind praktisch bedeutungslos.&lt;/strong&gt; Ein SX1262-Modul, wie es in jedem Heltec- oder LILYGO-Board steckt, liefert maximal etwa 22 dBm, also rund 160 Milliwatt. Selbst Module mit eingebauter Endstufe kommen auf ein Watt. Wer wirklich mit 200 Watt LoRa senden wollte, bräuchte eine lineare Endstufe für ein Signal mit konstanter Hüllkurve, und niemand tut das. Der reale Gewinn der Lizenz liegt woanders: kein Duty Cycle, kein 10-mW-Deckel, freie Antennenwahl.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der zweite verbreitete Irrtum betrifft die Störsituation.&lt;/strong&gt; Der Bereich &lt;strong&gt;433,05 bis 434,79 MHz ist ISM-Band&lt;/strong&gt; und liegt vollständig innerhalb des 70-cm-Amateurfunkbands. Genau dort funken MeshCom auf 433,175 MHz und LoRa-APRS auf 433,775 MHz. Man teilt sich diese Frequenzen also mit Funkthermometern, Wetterstationen, Garagentorantrieben und Kopfhörern. Die Lizenz bringt dort mehr Rechte, aber kein saubereres Spektrum. Wer echtes, geschütztes Amateurfunkspektrum will, muss über 434,79 MHz oder unter 433,05 MHz ausweichen, was die verfügbare Hardware und die bestehenden Netze aber nicht vorsehen.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://oeradio.at/wp-content/uploads/2026/09/lora-gateway-mast-hero-1024x683.webp&quot; alt=&quot;Gittermast mit LoRa-Gateways, Rundstrahlantennen und Blitzfangstange vor blauem Himmel&quot; loading=&quot;lazy&quot;/&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-block-image__caption&quot;&gt;Höhe schlägt Leistung: Gittermast mit mehreren LoRa-Gateways und Rundstrahlern. Für die Reichweite ist dieser Standort mehr wert als jede Verstärkerstufe. Foto: Fabian Horst, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;LoRaWAN gehört nicht unter die Lizenz&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Hier lohnt eine klare Ansage, weil im Netz das Gegenteil kursiert. &lt;strong&gt;LoRaWAN verschlüsselt zwingend.&lt;/strong&gt; Jedes Paket trägt eine AES-128-Verschlüsselung der Nutzdaten mit dem AppSKey und eine Integritätssicherung mit dem NwkSKey. Das lässt sich nicht abschalten, es ist Teil der Spezifikation. Verschlüsselte Aussendungen sind im Amateurfunkdienst nicht zulässig.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Daraus folgt: LoRaWAN, The Things Network und ChirpStack sind ISM-Technik. Man betreibt sie auf 868 MHz mit 25 mW und einem Prozent Duty Cycle, ganz ohne Lizenz. Wer eigene Sensoren im Amateurfunkband betreiben will, nimmt kein LoRaWAN, sondern rohes LoRa mit offenem Protokoll, etwa über MeshCom, Meshtastic im Lizenzmodus oder eine eigene kleine Paketstruktur.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;MeshCom: das österreichische Netz&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;MeshCom ist das Netz mit dem stärksten Amateurfunkbezug im deutschsprachigen Raum, getragen vom ÖVSV-Umfeld und dem Institute of Citizen Science. Die Eckdaten:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Frequenzen:&lt;/strong&gt; 433,175 MHz für den Nachrichtenverkehr, 433,775 MHz für Positionsmeldungen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Firmware:&lt;/strong&gt; eine eigene Entwicklung, gepflegt unter icssw-org auf GitHub, aktuell die 4er-Reihe, jüngstes Release v4.35s vom 3. September 2026&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Verschlüsselung:&lt;/strong&gt; keine, PSK steht auf NONE, das ist bewusst so und entspricht der Amateurfunkvorschrift&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Hardware:&lt;/strong&gt; LILYGO T-Beam, LILYGO TTGO LoRa, Heltec LoRa 32, RAK WisBlock 4631, also ESP32 oder nRF52 mit LoRa-Chip&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Gateway-Anbindung:&lt;/strong&gt; das Gateway spricht das APRS-Protokoll zum MeshCom-Server, wahlweise über HAMNET oder Internet&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Überblick:&lt;/strong&gt; welche Knoten und Gateways gerade laufen, zeigt das Dashboard unter meshcom.oevsv.at&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Für den Aufbau braucht es ein unterstütztes Board, die MeshCom-Firmware, ein Rufzeichen und einen Standort mit WLAN- oder HAMNET-Zugang. Die Konfiguration läuft über das eingebaute Webinterface.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Meshtastic im Lizenzmodus&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Meshtastic ist das größere, internationale Ökosystem und ab Werk auf ISM ausgelegt. Für den Amateurfunkbetrieb gibt es aber einen eigenen Schalter, den man kennen muss.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://oeradio.at/wp-content/uploads/2026/09/lora-gateway-meshtastic-node-oled-1024x683.webp&quot; alt=&quot;Kleiner Meshtastic-Node mit OLED-Display, das die Region EU_868 und die Firmware-Version anzeigt, mit angeschlossener Antennenleitung&quot; loading=&quot;lazy&quot;/&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-block-image__caption&quot;&gt;Ein Meshtastic-Node zeigt im Display die eingestellte Region, hier EU_868. Für den Betrieb im 70-cm-Band gehört hier EU_433 hinterlegt, sonst funkt das Gerät im falschen Band. Foto: -stk, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;Die wichtigsten Punkte für lizenzierten Betrieb:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Region EU_433 einstellen.&lt;/strong&gt; Nach einem Werksreset landet das Gerät in dieser Region auf Slot 4 mit 433,875 MHz&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Die Werksgrenzen kennen.&lt;/strong&gt; Für EU_433 begrenzt die Firmware selbst auf 10 dBm und erzwingt zehn Prozent Duty Cycle, gerechnet minütlich über eine gleitende Stunde. Diese Softwaregrenzen sind ISM-Vorgaben, nicht Amateurfunkrecht&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;HAM-Modus aktivieren.&lt;/strong&gt; Die Dokumentation ist hier eindeutig: Wer lizenziert funkt, aktiviert den HAM-Modus und schaltet die Verschlüsselung ab. Mit gesetztem &lt;code&gt;is_licensed&lt;/code&gt; hebt die Firmware die Leistungsgrenzen auf&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Rufzeichen als Long Name eintragen.&lt;/strong&gt; Damit ist die Identifikation erfüllt&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;PSK selbst kontrollieren.&lt;/strong&gt; Nicht darauf verlassen, dass der Schlüssel automatisch verschwindet, sondern im Kanal nachsehen und ihn gegebenenfalls von Hand löschen&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Ein Meshtastic-Gateway entsteht daraus, indem man auf einem Board mit WLAN das MQTT-Modul aktiviert, einen Broker einträgt und im Kanal Uplink und Downlink freigibt. Optional meldet sich das Gerät mit „Map Reporting&quot; auf der weltweiten Karte an.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;LoRa-APRS-iGate&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ein iGate empfängt LoRa-APRS-Pakete auf 433,775 MHz und reicht sie an APRS-IS weiter, sodass die Stationen etwa auf aprs.fi erscheinen, ganz ohne klassischen TNC und 1200-Baud-Packet. Die verbreitete Firmware stammt von CA2RXU und läuft auf LILYGO T-Beam oder Heltec-Boards, geflasht wird bequem über einen Web-Flasher im Browser, konfiguriert über eine eingebaute Weboberfläche mit Rufzeichen, WLAN und APRS-IS-Zugang.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit einer brauchbaren Dachantenne nimmt ein solches iGate Pakete aus 30 bis 50 Kilometern auf, von einem Berg deutlich mehr. Auch hier gilt: Betrieb auf 433,775 MHz ist Amateurfunk und braucht eine Lizenz.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Und MeshCore?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://oeradio.at/meshcore-funken-ohne-handynetz-mach-mit/&quot;&gt;MeshCore&lt;/a&gt; ist das dritte große Mesh-Ökosystem und in Österreich gerade das am schnellsten wachsende, getragen unter anderem von der Kärntner Initiative CarinthiaMesh. Technisch löst es das Weiterleiten anders als Meshtastic: Nur feste Repeater reichen Pakete weiter, Handgeräte senden und empfangen bloß. Das erzeugt spürbar weniger Hintergrundverkehr, verlangt aber Leute, die Repeater an gute Standorte stellen. Wie schnell das gehen kann, zeigt der Bericht über &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/mesh-netz-kaernten-32-standorte-august-2026/&quot;&gt;32 Standorte in zwei Wochen&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Für diesen Artikel ist aber ein anderer Punkt entscheidend: &lt;strong&gt;MeshCore läuft im 868-MHz-ISM-Band und arbeitet mit Verschlüsselung.&lt;/strong&gt; Kanalschlüssel werden aus dem Kanalnamen abgeleitet, Direktnachrichten laufen Ende zu Ende verschlüsselt. Damit ist es genau wie LoRaWAN keine Technik für das Amateurfunkband, sondern lizenzfreier Betrieb mit 25 mW und Duty Cycle. Das ist kein Mangel, sondern eine andere Zielsetzung: MeshCore will ohne Prüfung und ohne Rufzeichen funktionieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Praktisch bedeutet das eine klare Aufteilung. Wer ein Gateway mit Lizenzvorteilen bauen will, landet bei MeshCom oder Meshtastic im HAM-Modus auf 70 cm. Wer ein Netz für alle bauen will, auch für Nachbarn ohne Lizenz, baut einen MeshCore-Repeater auf 868 MHz. Beides auf demselben Board ist möglich, entschieden wird beim Flashen, und viele Funkamateure betreiben schlicht zwei Geräte. Welche Knoten in der Umgebung aktiv sind, zeigt für Meshtastic unsere &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/oeradio-meshmap-alle-meshtastic-nodes-auf-einen-blick/&quot;&gt;Meshmap&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Hardware: klein, mittel, groß&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Single-Channel-Boards&lt;/strong&gt; reichen für MeshCom, Meshtastic und LoRa-APRS vollkommen aus, denn diese Netze arbeiten auf einer festen Frequenz:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Heltec LoRa 32 V3:&lt;/strong&gt; kompakt, mit OLED, der Klassiker für ein stationäres Gateway mit externer Antenne&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;LILYGO T-Beam:&lt;/strong&gt; &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/esp32-und-amateurfunk-10-projekte-fuer-maker-und-funkamateure/&quot;&gt;ESP32&lt;/a&gt; mit GPS und 18650-Halter, praktisch, wenn das Gerät auch Positionen melden soll&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;RAK WisBlock 4631:&lt;/strong&gt; nRF52-Plattform mit sehr niedrigem Ruhestrom, erste Wahl für Solarbetrieb. Mit dem Ethernet-Modul RAK13800 ist es zugleich der gängigste Weg zu einem Gateway mit Kabelanbindung statt WLAN&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Multi-Channel-Gateways&lt;/strong&gt; mit acht Kanälen, etwa RAK WisGate oder Dragino LPS8, sind LoRaWAN-Hardware fürs ISM-Band. Für die Amateurfunknetze braucht man sie nicht.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://oeradio.at/wp-content/uploads/2026/09/lora-gateway-diy-raspberry-ic880a-1024x768.webp&quot; alt=&quot;Selbstbau-Gateway im weißen Installationsgehäuse: Raspberry Pi, iC880a-Concentrator-Platine, PoE-Splitter und Antennenbuchse&quot; loading=&quot;lazy&quot;/&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-block-image__caption&quot;&gt;Selbstbau-Gateway mit &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/raspberry-pi-im-shack-die-besten-amateurfunk-anwendungen-2026/&quot;&gt;Raspberry Pi&lt;/a&gt;, Concentrator-Platine und PoE-Splitter im IP-Gehäuse. Diese Bauform stammt aus der LoRaWAN-Welt, die Verpackungsidee taugt aber für jedes Außen-Gateway. Foto: Fabian Horst, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Standort schlägt alles&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;LoRa auf 433 MHz verhält sich weitgehend wie Sichtverbindung. Gebäude, Hügel und feuchter Wald dämpfen kräftig, und keine Softwareeinstellung gleicht das aus. Der wichtigste Parameter ist deshalb die Antennenhöhe, danach kommt lange nichts.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zur Fresnelzone kursiert eine Faustzahl, die gerne falsch zitiert wird. Der Radius der ersten Fresnelzone in der Streckenmitte beträgt&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;r ≈ 8,66 · √(D / f)&lt;/strong&gt;, mit D in Kilometern und f in Gigahertz.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf 433 MHz ergibt das rund &lt;strong&gt;13 Meter bei 1 Kilometer&lt;/strong&gt;, etwa &lt;strong&gt;29 Meter bei 5 Kilometern&lt;/strong&gt; und rund &lt;strong&gt;42 Meter bei 10 Kilometern&lt;/strong&gt; Distanz. Wer die 13 Meter für die Zehn-Kilometer-Strecke hält, plant um den Faktor drei zu optimistisch. In der Praxis genügt es, wenn etwa 60 Prozent dieser Zone frei bleiben, aber ein Baumbestand direkt in der Sichtlinie kostet trotzdem spürbar Signal.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Für die Planung reichen freie Werkzeuge: HeyWhatsThat zeigt, welche Horizonte von einem Punkt aus sichtbar sind, und die Kartenansichten von MeshCom und Meshtastic verraten, welche Knoten in der Umgebung überhaupt aktiv sind.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Antenne, Kabel, Gehäuse&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Stummelantenne am Board ist für ein festes Gateway ungeeignet. Eine externe Antenne ist die wirksamste Investition:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Collinear-Rundstrahler mit 5 bis 8 dBi:&lt;/strong&gt; der Standard für Gateways, meist 0,5 bis 1 Meter lang&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Groundplane im Eigenbau:&lt;/strong&gt; ein Viertelwellenstrahler von etwa 16,5 Zentimetern für 433 MHz plus vier Radiale, Materialkosten nahe null&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Yagi:&lt;/strong&gt; für feste Punkt-zu-Punkt-Strecken zwischen zwei Standorten, mit ordentlich Gewinn und klarer Vorzugsrichtung&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Beim Kabel gilt dasselbe wie sonst auf UHF: kurz halten, und bei 433 MHz nur für wenige Meter zu RG-58 greifen. Für längere Wege gehören Aircell 7, Ecoflex 10 oder LMR-400 an den Mast, siehe unseren &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/koaxialkabel-richtig-waehlen-rg-58-rg-213-lmr-400-und-mehr/&quot;&gt;Kabelvergleich&lt;/a&gt;. Zwei Meter dünnes Kabel fressen mehr, als die meisten vermuten, und der Empfang leidet genauso wie die Sendeleistung.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://oeradio.at/wp-content/uploads/2026/09/lora-gateway-outdoor-antenne-box-1024x683.webp&quot; alt=&quot;Fiberglas-Rundstrahlantenne mit Montagewinkel, N-auf-SMA-Adapter und wetterfester Abzweigdose für die Elektronik&quot; loading=&quot;lazy&quot;/&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-block-image__caption&quot;&gt;Aufbau eines wetterfesten Außen-Nodes: Fiberglas-Rundstrahler, kurzes Anschlusskabel, Elektronik in einer Abzweigdose mit Kabelverschraubung, Anschluss für ein Solarpanel. Foto: -stk, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Stromversorgung&lt;/h2&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;PoE:&lt;/strong&gt; die eleganteste Lösung am Dach, ein Kabel für Strom und Netzwerk. Die kleinen Boards haben keinen PoE-Eingang, dafür genügt ein Splitter auf USB für wenige Euro. Wer Ethernet direkt am Knoten will, kombiniert RAK4631 und RAK13800&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Netzteil:&lt;/strong&gt; im Innenbereich völlig ausreichend, ein ESP32-Gateway zieht unter einem Watt&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Solar:&lt;/strong&gt; für abgesetzte Standorte. Ein nRF52-Board wie das RAK4631 mit kleinem Panel und LiFePO4-Zelle läuft autonom über den Winter, ein &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/raspberry-pi-im-shack-die-besten-amateurfunk-anwendungen-2026/&quot;&gt;Raspberry-Pi&lt;/a&gt;-Gateway mit drei bis fünf Watt braucht dagegen ein deutlich größeres Panel und mehr Akku&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Für &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/sota-in-oesterreich-funken-von-gipfel-zu-gipfel/&quot;&gt;Gipfelstandorte&lt;/a&gt; ist die Kombination aus Panel, Laderegler und LiFePO4 der bewährte Weg, weil diese Zellen die Kälte besser vertragen als Lithium-Ionen-Akkus.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Was in Österreich läuft&lt;/h2&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;MeshCom:&lt;/strong&gt; Gateways auf Bergen und an OV-Standorten, besonders dicht in Oberösterreich, der Steiermark und Tirol. Der aktuelle Stand ist im Dashboard einsehbar&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;LoRa-APRS:&lt;/strong&gt; zahlreiche iGates auf 433,775 MHz, sichtbar auf aprs.fi&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;HAMNET als Rückgrat:&lt;/strong&gt; viele Gateway-Standorte hängen am &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/hamnet-in-oesterreich-das-highspeed-datennetz-der-funkamateure/&quot;&gt;HAMNET&lt;/a&gt; statt am kommerziellen Internet und bleiben damit auch bei Providerausfällen erreichbar&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;TTN:&lt;/strong&gt; im ISM-Band, vor allem in Wien und Niederösterreich, für IoT-Sensorik ohne Lizenz&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;&lt;a href=&quot;https://oeradio.at/aredn-mesh-netzwerke-mit-wlan-hardware-fuer-den-amateurfunk/&quot;&gt;AREDN&lt;/a&gt;:&lt;/strong&gt; an einigen Standorten kombiniert, LoRa für die schmalbandigen Nachrichten, AREDN für die breitbandige IP-Strecke&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Wer den eigenen Funkverkehr einmal sehen statt nur lesen will: Mit einem WebSDR lassen sich die LoRa-Pakete im Wasserfall mitverfolgen und sogar dekodieren, beschrieben im Beitrag über &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/lora-mesh-pakete-mit-openwebrx-plus-mitlesen/&quot;&gt;LoRa-Mesh im OpenWebRX+&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Praxis, die sich bewährt hat&lt;/h2&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Antenne vor Leistung.&lt;/strong&gt; Drei Meter mehr Höhe bringen mehr als jede Einstellung in der Firmware&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Sendepausen respektieren.&lt;/strong&gt; Im Amateurfunk gibt es keinen Duty Cycle, das Mesh selbst hat aber sehr wohl eine Kapazitätsgrenze. Kurze Telemetrieintervalle und großzügige Hop-Limits legen ein Netz lahm, das mit vernünftigen Werten problemlos läuft&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Blitzschutz mitplanen.&lt;/strong&gt; Dachantenne heißt Erdung und Überspannungsschutz in der Koaxleitung, kein optionales Extra&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Wetterfest bauen.&lt;/strong&gt; IP65-Gehäuse, Kabelverschraubungen, Tropfschlaufe. Wasser findet jede Öffnung&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Fernwartung einplanen.&lt;/strong&gt; Ein Gateway am Dach besteigt man nicht gern für ein Firmware-Update, deshalb WLAN-Reichweite oder OTA-Update vorsehen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Rufzeichen und Klartext prüfen.&lt;/strong&gt; Vor dem Dauerbetrieb einmal kontrollieren, ob die Verschlüsselung wirklich aus ist und das Rufzeichen mitgesendet wird&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Videos zum Thema&lt;/h2&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio&quot;&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-embed__wrapper&quot;&gt;
https://www.youtube.com/watch?v=a3FuIrGusnQ
&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-element-caption&quot;&gt;Einführung in LoRa und das Meshtastic-Netz, verständlich aufgebaut (Funkwelle, DE)&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio&quot;&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-embed__wrapper&quot;&gt;
https://www.youtube.com/watch?v=Af9MDVQ0M0o
&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-element-caption&quot;&gt;Firmware flashen und Ersteinrichtung Schritt für Schritt (Funkwelle, DE)&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio&quot;&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-embed__wrapper&quot;&gt;
https://www.youtube.com/watch?v=aWtqm7lbYoo
&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-element-caption&quot;&gt;MeshCom als Messaging-Netz für Funkamateure im Überblick (Tech Minds, EN)&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Das erste eigene Gateway&lt;/h2&gt;

&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Hardware wählen:&lt;/strong&gt; Heltec LoRa 32 V3 für den einfachen Einstieg, RAK4631 für Solarbetrieb, dazu RAK13800, wenn es Ethernet statt WLAN sein soll&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Antenne besorgen:&lt;/strong&gt; 433-MHz-Rundstrahler mit 5 dBi, dazu passendes Kabel und Blitzschutz&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Firmware flashen:&lt;/strong&gt; MeshCom, Meshtastic oder LoRa-APRS-iGate, je nach Zielnetz, alle per Web-Flasher im Browser&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Konfigurieren:&lt;/strong&gt; Rufzeichen eintragen, Region EU_433 oder MeshCom-Frequenz setzen, Verschlüsselung aus, Gateway-Modus ein&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Montieren:&lt;/strong&gt; so hoch wie möglich, mit freier Sicht in die Richtungen, aus denen Verkehr zu erwarten ist&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Prüfen:&lt;/strong&gt; im Dashboard oder auf aprs.fi kontrollieren, ob das Gateway erscheint und Pakete weiterreicht&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;

&lt;p&gt;Für rund 60 Euro steht ein funktionierendes Gateway am Dach, und jedes zusätzliche Gateway verbessert die Abdeckung für alle in der Umgebung. Das ist der eigentliche Reiz an der Sache: Man baut nicht nur für sich, sondern an einem Netz mit, das nur gemeinsam entsteht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;73 – eure oeradio.at-Redaktion&lt;/p&gt;

&lt;hr class=&quot;wp-block-separator has-alpha-channel-opacity&quot;/&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Transparenzhinweis&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI (Claude, Anthropic) recherchiert und verfasst. Die Redaktion hat alle Inhalte überprüft und redaktionell bearbeitet. Leistungsangaben stammen aus der österreichischen Frequenznutzungsverordnung, die Netzdaten aus dem ÖVSV-Wiki und dem MeshCom-Projekt. Hinweise und Korrekturen gerne an &lt;a href=&quot;mailto:kontakt@oeradio.at&quot;&gt;kontakt@oeradio.at&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Beitrag &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/lora-gateway-mit-amateurfunk-lizenz-bruecke-zwischen-funk-und-ip-netz/&quot;&gt;LoRa-Gateway mit Amateurfunk-Lizenz: Brücke zwischen Funk und IP-Netz&lt;/a&gt; erschien zuerst auf &lt;a href=&quot;https://oeradio.at&quot;&gt;OERadio&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:creator>Michael | OE8YML</dc:creator><category>Amateurfunk</category><category>Technik</category><category>Meshnetze</category></item><item><title>Antennentuner: Manuell vs. automatisch — was ist besser?</title><link>https://oeradio.at/antennentuner-manuell-vs-automatisch-was-ist-besser/</link><guid isPermaLink="false">https://oeradio.at/?p=4962</guid><description>&lt;p&gt;Kaum ein Gerät im Shack wird so oft falsch verstanden wie das Anpassgerät. Es heißt umgangssprachlich Antennentuner, und schon der Name führt in die Irre: Die Antenne wird dabei nicht abgestimmt, sie bleibt exakt so gut oder so schlecht, wie sie vorher war. Abgestimmt wird das, was die Endstufe sieht. Dieser Beitrag sortiert das Thema: [&amp;#8230;]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Beitrag &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/antennentuner-manuell-vs-automatisch-was-ist-besser/&quot;&gt;Antennentuner: Manuell vs. automatisch — was ist besser?&lt;/a&gt; erschien zuerst auf &lt;a href=&quot;https://oeradio.at&quot;&gt;OERadio&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</description><pubDate>Mon, 07 Sep 2026 07:00:00 GMT</pubDate><content:encoded>&lt;p&gt;Kaum ein Gerät im Shack wird so oft falsch verstanden wie das Anpassgerät. Es heißt umgangssprachlich Antennentuner, und schon der Name führt in die Irre: Die Antenne wird dabei nicht abgestimmt, sie bleibt exakt so gut oder so schlecht, wie sie vorher war. Abgestimmt wird das, was die Endstufe sieht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dieser Beitrag sortiert das Thema: was im Kasten steckt, wo die Leistung wirklich bleibt, warum die Speiseleitung wichtiger ist als der Tuner selbst, und wann sich der manuelle Klassiker gegen einen Automatiktuner lohnt. Wer die Grundlagen der Impedanzanpassung nachlesen will, findet sie im Beitrag über &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/baluns-und-ununs-verstehen-impedanzanpassung-richtig-gemacht/&quot;&gt;Baluns und Ununs&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Was ein Tuner tut, und was nicht&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ein Anpassgerät ist ein einstellbares LC-Netzwerk. Es transformiert die komplexe Impedanz, die am Kabelende ankommt, in reelle 50 Ohm für den Transceiver. Die Endstufe sieht eine saubere Last, regelt nicht zurück und geht nicht in den Schutzbetrieb. Das ist der ganze Zweck.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was dabei nicht passiert: Der Wirkungsgrad der Antenne ändert sich nicht. Ein zu kurzer Draht bleibt ein zu kurzer Draht. Die Fehlanpassung zwischen Tuner und Antenne bleibt bestehen, mitsamt der stehenden Welle auf der Leitung. Der Tuner verschiebt also nur den Ort, an dem das Problem endet, er löst es nicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der zweite verbreitete Irrtum betrifft die Anzeige. SWR 1,0 am Transceiver ist kein Qualitätsmerkmal der Antennenanlage, sondern nur eine Aussage über die Last am Senderausgang. Eine 50-Ohm-Kunstantenne zeigt ebenfalls 1,0 und strahlt nichts ab. Wer wissen will, was die Antenne wirklich macht, misst am Fußpunkt, etwa mit einem &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/nanovna-der-antennenanalyzer-fuer-die-hosentasche/&quot;&gt;NanoVNA&lt;/a&gt; oder einem &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/fa-va6-faktencheck-antennenanalysator/&quot;&gt;FA-VA6&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Was im Kasten steckt&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Praktisch alle Anpassgeräte bestehen aus zwei bis drei einstellbaren Bauteilen, klassisch aus Spule und Kondensator. Die Schaltungstopologie entscheidet über Anpassbereich und Verluste:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;L-Netzwerk:&lt;/strong&gt; eine Spule, ein Kondensator. Das ist die verlustärmste Bauform, typische Einfügedämpfung im Bereich von 0,1 bis 0,3 dB. Der Nachteil: Es passt nur in eine Richtung an, je nachdem, ob die Last hoch- oder niederohmiger als 50 Ohm ist.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;T-Netzwerk (CLC):&lt;/strong&gt; zwei Drehkondensatoren, dazwischen eine Spule. Der Klassiker in fast jedem käuflichen Handtuner, weil er von nahezu Kurzschluss bis nahezu Leerlauf alles anpasst. Der Preis dafür ist eine Vieldeutigkeit: Es gibt mehrere Einstellungen mit SWR 1,0, und die meisten davon sind schlechter als die beste.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Pi-Netzwerk:&lt;/strong&gt; aus dem Röhrensenderbau bekannt, gute Oberwellenunterdrückung, braucht aber große Kapazitäten auf den unteren Bändern.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Z-Match:&lt;/strong&gt; ein schwingkreisgekoppelter Aufbau mit symmetrischem Ausgang, in der QRP-Szene und bei Hühnerleiterbetrieb beliebt, weil er ohne Umschaltung mehrere Bänder abdeckt.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://oeradio.at/wp-content/uploads/2026/09/antennentuner-kenwood-at230-manuell-1024x685.webp&quot; alt=&quot;Manueller Antennentuner Kenwood AT-230 mit abgenommenem Deckel, sichtbar Luftdrehkondensator, Spule und Kreuzzeigerinstrument&quot; loading=&quot;lazy&quot;/&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-block-image__caption&quot;&gt;Ein manuelles Anpassgerät von innen: Luftdrehko, Spule, Kreuzzeigerinstrument. Die Knöpfe heißen hier R TUNE und X TUNE, weil genau das eingestellt wird, nämlich Realteil und Blindanteil der Last. Foto: Pindari, CC BY-SA 2.5, via Wikimedia Commons.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;Automatiktuner arbeiten mit denselben Netzwerken, nur schalten dort Relais feste Kapazitäts- und Induktivitätsstufen zusammen. Ein Mikrocontroller probiert die Kombinationen durch und legt das Ergebnis in einen Speicher, damit der nächste Bandwechsel ohne Suchlauf auskommt.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://oeradio.at/wp-content/uploads/2026/09/antennentuner-ldg-relais-innen-1024x768.webp&quot; alt=&quot;Geöffneter automatischer Antennentuner mit Platine, sechzehn Relais, Ringkernspulen und Mikrocontroller&quot; loading=&quot;lazy&quot;/&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-block-image__caption&quot;&gt;Derselbe Job, andere Bauweise: Ein Automatiktuner schaltet mit Relais feste Stufen aus Ringkernspulen und Kondensatoren zusammen. Die Ringkerne setzen zugleich die Leistungsgrenze, sie sind der Grund, warum solche Geräte selten über 200 Watt hinauskommen. Foto: Adamantios, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Der Preis der Anpassung&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Jede Anpassung kostet Leistung, und zwar mehr, als die meisten vermuten. Nahe der Anpassung liegt die Einfügedämpfung eines ordentlichen Tuners unter 0,3 dB, das ist vernachlässigbar. Bei extremer Fehlanpassung sind aber 2 bis 4 dB möglich, und dann bleibt die Hälfte bis zwei Drittel der Sendeleistung als Wärme im Gerät.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der physikalische Grund ist schnell erklärt. An einer sehr niederohmigen Last, etwa 3 Ohm mit kräftigem Blindanteil, fließt bei gleicher Leistung der vierfache Strom gegenüber 50 Ohm. Die Verluste im Spulendraht steigen mit dem Quadrat des Stroms, also um den Faktor 16. Genau deshalb wird ein Tuner heiß, der auf 80 Meter einen kurzen Draht anpassen soll.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Beim T-Netzwerk kommt eine Eigenheit dazu, die man kennen muss. Weil es mehrere Einstellungen mit SWR 1,0 gibt, ist das erste gefundene Minimum nicht automatisch das beste. Die Faustregel aus der Praxis: Diejenige Lösung suchen, bei der die Kapazitäten möglichst groß bleiben, also mindestens ein Drehko nahe am Anschlag steht. Wenn sich ein Match nur mit beiden Kondensatoren in Mittelstellung finden lässt, wird die Abstimmung spitz, das Q hoch und die Verlustleistung deutlich größer.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die zugehörige Werkstattprüfung ist unromantisch, aber wirksam: nach ein paar Minuten Betrieb den Deckel abnehmen und die Spule anfassen. Zu heiß zum Anfassen bedeutet, dass ein erheblicher Teil der Ausgangsleistung im Anpassgerät bleibt. Bei einem Vergleichstest an einem Doublet mit 300-Ohm-Speisung lag ein eingebauter Automatiktuner auf vier Bändern mindestens 3 dB schlechter als das beste Gerät der Gruppe, das entspricht bei 100 Watt mindestens 50 Watt Heizleistung im Shack.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Der größere Hebel liegt in der Speiseleitung&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Wer über Tunerverluste diskutiert und dabei die Leitung vergisst, optimiert am falschen Ende. Auf einer fehlangepassten Leitung laufen Hin- und Rücklaufwelle mehrfach durch das Kabel, und jeder Durchlauf kostet Dämpfung. Die folgende Tabelle rechnet das für 30 Meter Kabel auf 20 Meter Band durch, ausgehend von den Dämpfungswerten aus unserem &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/koaxialkabel-richtig-waehlen-rg-58-rg-213-lmr-400-und-mehr/&quot;&gt;Koaxkabel-Vergleich&lt;/a&gt;:&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-table is-style-stripes&quot;&gt;&lt;table&gt;&lt;thead&gt;&lt;tr&gt;&lt;th&gt;30 m Leitung, 14 MHz&lt;/th&gt;&lt;th&gt;SWR 1:1&lt;/th&gt;&lt;th&gt;SWR 3:1&lt;/th&gt;&lt;th&gt;SWR 5:1&lt;/th&gt;&lt;th&gt;SWR 10:1&lt;/th&gt;&lt;th&gt;SWR 20:1&lt;/th&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/thead&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;RG-58&lt;/td&gt;&lt;td&gt;1,5 dB&lt;/td&gt;&lt;td&gt;2,1 dB&lt;/td&gt;&lt;td&gt;2,9 dB&lt;/td&gt;&lt;td&gt;4,5 dB&lt;/td&gt;&lt;td&gt;6,6 dB&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;RG-213&lt;/td&gt;&lt;td&gt;0,5 dB&lt;/td&gt;&lt;td&gt;0,9 dB&lt;/td&gt;&lt;td&gt;1,2 dB&lt;/td&gt;&lt;td&gt;2,1 dB&lt;/td&gt;&lt;td&gt;3,5 dB&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;Ecoflex 10&lt;/td&gt;&lt;td&gt;0,4 dB&lt;/td&gt;&lt;td&gt;0,7 dB&lt;/td&gt;&lt;td&gt;1,0 dB&lt;/td&gt;&lt;td&gt;1,7 dB&lt;/td&gt;&lt;td&gt;3,0 dB&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;450-Ohm-Hühnerleiter&lt;/td&gt;&lt;td&gt;0,15 dB&lt;/td&gt;&lt;td&gt;0,25 dB&lt;/td&gt;&lt;td&gt;0,4 dB&lt;/td&gt;&lt;td&gt;0,7 dB&lt;/td&gt;&lt;td&gt;1,3 dB&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-element-caption&quot;&gt;Gesamtdämpfung inklusive der Zusatzverluste durch stehende Wellen. Bei SWR 10:1 kommen von 100 Watt über RG-58 noch 36 Watt an der Antenne an, über RG-213 sind es 61 Watt, über Hühnerleiter 85 Watt.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;Daraus folgt die eigentliche Botschaft dieses Artikels: Der Tuner im Shack repariert die Anzeige, nicht die Bilanz. Wer eine Mehrbandantenne über eine lange Koaxleitung mit hohem SWR betreibt, verschenkt Leistung, ganz gleich wie gut das Anpassgerät ist. Zwei Wege führen daraus heraus, entweder ein Anpassgerät direkt am Antennenfußpunkt oder eine verlustarme symmetrische Speiseleitung. Für eigene Rechnungen mit anderen Längen und Frequenzen steht unser &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/kabelblick-koaxialkabel-daempfungsrechner/&quot;&gt;Kabelblick-Rechner&lt;/a&gt; bereit.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Manuelle Tuner&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der manuelle Tuner ist ein Stück ehrliche Technik: Rollspule oder Anzapfschalter, ein oder zwei Luftdrehkondensatoren, ein Kreuzzeigerinstrument. Nichts davon geht kaputt, weil nichts davon Software hat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Seine Stärken liegen bei hoher Leistung und bei extremen Lasten. Luftdrehkos mit ordentlichem Plattenabstand und eine Rollspule aus versilbertem Draht vertragen Spannungen und Ströme, an denen ein Relais mit Ringkern längst aufgibt. Für Betrieb mit einem Kilowatt und mehr, für Hühnerleiter und für Antennen, die auf einzelnen Bändern sehr weit von 50 Ohm entfernt liegen, ist das nach wie vor die robusteste Lösung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Nachteil ist der Bedienaufwand. Jeder Bandwechsel bedeutet nachstimmen, und wer im Contest alle zehn Minuten das Band wechselt, verliert Zeit. Dafür bekommt man etwas, das Automatiktuner nicht liefern: ein Gefühl dafür, wie spitz die Abstimmung ist und wie weit die Antenne von der Resonanz entfernt liegt.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://oeradio.at/wp-content/uploads/2026/09/antennentuner-z-match-selbstbau-1024x768.webp&quot; alt=&quot;Selbstgebauter Z-Match-Tuner mit zwei Luftdrehkondensatoren, Ringkernübertrager und Spule auf PVC-Rohr&quot; loading=&quot;lazy&quot;/&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-block-image__caption&quot;&gt;Selbstbau-Z-Match mit symmetrischem Ausgang: zwei Luftdrehkos, eine Koppelspule auf PVC-Rohr, ein kleiner Übertrager fürs SWR-Messglied. Solche Geräte sind der klassische Partner für Hühnerleiter und Portabelbetrieb. Foto: HuluPoika, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;Beim Kaufen ist seit 2024 eine Vorsicht angebracht, die viele Empfehlungslisten im Netz noch nicht abbilden: &lt;strong&gt;MFJ hat die Fertigung in Starkville am 17. Mai 2024 eingestellt&lt;/strong&gt;, damit auch die Marken Ameritron, Vectronics und Mirage. Die Antennenmarken Hy-Gain und Cushcraft gingen im April 2026 an ITU Corporation in Indiana und werden dort weitergeführt, die klassischen MFJ-Tuner gibt es aber im Wesentlichen nur noch gebraucht. Wer neu kauft, landet heute eher bei Palstar, bei europäischen Herstellern wie Annecke für symmetrische Anpassgeräte oder gleich beim Selbstbau.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Automatiktuner&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ein Automatiktuner nimmt einem das Drehen ab. Er misst, schaltet Relais, findet in ein bis drei Sekunden eine Lösung und merkt sie sich für die nächste Frequenz. Für Mehrbandbetrieb, für digitale Betriebsarten mit häufigem Bandwechsel und für Portabelbetrieb ist das der praktischere Weg.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Grenzen liegen in der Physik der Bauteile. Ringkernspulen und Kleinrelais setzen der Leistung eine Grenze, typisch bei 100 bis 200 Watt, externe Geräte der größeren Klasse schaffen ein Kilowatt. Dazu kommt die Wärme: Bei Dauerstrichbetriebsarten wie FT8 heizt der Tuner durchgehend, nicht nur in den Sprechpausen. Beim beliebten ATU-100 nach dem quelloffenen Entwurf von N7DDC etwa steht 100 Watt auf dem Papier, für FT8 empfiehlt die Praxis eher 50 Watt, damit die kleinen Ringkerne nicht überhitzen. Das Gerät arbeitet mit einem 7x7-Netzwerk aus sieben schaltbaren Spulen und sieben Kondensatoren, deckt 1,8 bis 50 MHz ab und beginnt seinen Suchlauf schon bei ein bis fünf Watt Steuerleistung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Für QRP gibt es eine eigene Klasse sehr kleiner Geräte. Der Elecraft T1 deckt 1,8 bis 54 MHz ab, verträgt 20 Watt in SSB und CW sowie 10 Watt in digitalen Betriebsarten und passt Lasten bis etwa SWR 10:1 an, auf 160 und 6 Meter eingeschränkt. Der Icom AH-705 zum IC-705 arbeitet mit maximal 10 Watt, braucht für 1,8 bis 50 MHz mindestens 30 Meter Draht oder ab 3,5 MHz wenigstens 7 Meter, stimmt in zwei bis drei Sekunden ab und bleibt danach unter SWR 2:1. Wer mit wenigen Watt arbeitet, findet im Beitrag über &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/qrp-betrieb-mit-5-watt-um-die-welt/&quot;&gt;QRP-Betrieb&lt;/a&gt; den passenden Kontext.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Intern, extern oder am Fußpunkt&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Eingebaute Tuner&lt;/strong&gt; sind bequem und kosten keinen Platz. Ihr Fangbereich ist aber bewusst klein gehalten: Der IC-7300 passt zwischen etwa 16,7 und 150 Ohm an, das entspricht SWR 3:1, ähnlich sieht es beim FT-991A und den meisten anderen Geräten dieser Klasse aus. Für eine resonante Antenne mit etwas Bandbreitenreserve reicht das. Für einen Langdraht reicht es nicht. Manche Geräte kennen zusätzlich einen erzwungenen Abstimmmodus für Notfälle, der außerhalb des regulären Bereichs arbeitet, das ist aber kein Dauerbetriebszustand.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Externe Tuner im Shack&lt;/strong&gt; erweitern den Bereich deutlich, oft bis SWR 10:1 und darüber, und erlauben höhere Leistung. Sie ändern aber nichts an der Dämpfung auf der Leitung, siehe die Tabelle oben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Anpassgeräte am Antennenfußpunkt&lt;/strong&gt; sind technisch die sauberste Lösung. Die Koaxleitung wird angepasst betrieben, die Zusatzdämpfung entfällt, und die Anpassung geschieht dort, wo die Impedanz tatsächlich entsteht. Icom AH-4 und AH-705, die Geräte von SGC oder ein CG-3000 sind für genau diesen Einsatz gedacht: wetterfestes Gehäuse, Steuerung über die Koaxleitung, Anschluss für Draht und Gegengewicht. Zwei Punkte gehören dabei mitgeplant, nämlich ein ordentliches Radialnetz oder Gegengewicht und genügend Abstand zum Shack. Ein Langdraht, der direkt am Fenster beginnt, bringt zuverlässig Hochfrequenz ins Mikrofon, unabhängig davon, wie gut der Tuner ist. Bei kleinen Antennen mit hoher Güte wie einer &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/magnetic-loop-die-balkon-antenne-fuer-den-funkamateur/&quot;&gt;Magnetic Loop&lt;/a&gt; sitzt die Anpassung ohnehin immer direkt an der Antenne.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Richtig abstimmen&lt;/h2&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Mit wenig Leistung abstimmen.&lt;/strong&gt; Zehn Watt in einer Trägerbetriebsart genügen jedem Tuner. Volle Leistung in eine noch unangepasste Last ist der häufigste Grund für verbrannte Relaiskontakte.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Nie durch die Endstufe hindurch abstimmen.&lt;/strong&gt; Die PA gehört dabei in Bypass oder Standby. Steht der Tuner hinter der Endstufe, muss er für deren volle Leistung ausgelegt sein.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Erst messen, dann tunen.&lt;/strong&gt; Wer die Fußpunktimpedanz kennt, weiß vorher, ob der Tuner überhaupt eine verlustarme Lösung finden kann.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Speicher pflegen.&lt;/strong&gt; Nach Antennenänderungen, neuem Kabel oder anderem Standort gehören die gespeicherten Abstimmwerte eines Automatiktuners gelöscht, sonst wird eine alte, unpassende Lösung wiederverwendet.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Beim T-Netz die große Kapazität suchen.&lt;/strong&gt; Nicht das erste Minimum nehmen, sondern das mit möglichst weit eingedrehten Kondensatoren.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Videos zum Thema&lt;/h2&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio&quot;&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-embed__wrapper&quot;&gt;
https://www.youtube.com/watch?v=E4A2BNbGEWs
&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-element-caption&quot;&gt;Praxis am manuellen Anpassgerät: wie eine Matchbox bedient wird (DL2YMR, DE)&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio&quot;&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-embed__wrapper&quot;&gt;
https://www.youtube.com/watch?v=DZVAeqBN6ao
&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-element-caption&quot;&gt;Z-Match für QRP und symmetrische Speisung, vorgestellt und gemessen (Funkwelle, DE)&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio&quot;&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-embed__wrapper&quot;&gt;
https://www.youtube.com/watch?v=pdOEiML2XGk
&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-element-caption&quot;&gt;Was ein Anpassgerät leistet und was nicht, mit Blick auf die Speiseleitung (HamRadioConcepts, EN)&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Was passt zu welcher Station&lt;/h2&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-table is-style-stripes&quot;&gt;&lt;table&gt;&lt;thead&gt;&lt;tr&gt;&lt;th&gt;Situation&lt;/th&gt;&lt;th&gt;Empfehlung&lt;/th&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/thead&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;Resonante Monoband- oder Multibandantenne, SWR unter 3:1&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Eingebauter Tuner genügt, oft braucht es gar keinen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;Drahtantenne auf vielen Bändern, häufiger Bandwechsel&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Externer Automatiktuner mit Speicher&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;Portabel, QRP, wenig Gewicht&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Kleiner Auto-ATU oder Z-Match zum Selbstbau&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;Ein Kilowatt und mehr&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Manueller Tuner mit Rollspule oder Auto-Tuner der QRO-Klasse&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;Hühnerleiter und echter Allbandbetrieb&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Symmetrisches Anpassgerät, Z-Match oder Annecke-Bauart&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;Lange Koaxleitung, hohes SWR auf einzelnen Bändern&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Anpassgerät an den Antennenfußpunkt statt ins Shack&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;FT8 und andere Dauerstrichbetriebsarten&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Leistung reduzieren, Erwärmung des Tuners im Auge behalten&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-element-caption&quot;&gt;Die ehrlichste Variante fehlt in der Tabelle: eine Antenne bauen, die auf dem Wunschband von sich aus in der Nähe von 50 Ohm liegt. Dann bleibt der Tuner das Werkzeug für den Rest.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;Das ist auch die Zusammenfassung. Der Tuner ist kein Ersatz für eine passende Antenne, sondern das Werkzeug, um eine vorhandene Antenne über mehr Bänder brauchbar zu machen. Manuell oder automatisch ist dabei weniger eine Glaubensfrage als eine Frage der Leistung und des Bedienkomforts. Die deutlich größeren Unterschiede in der Leistungsbilanz entstehen woanders, nämlich bei der Wahl der Speiseleitung und beim Ort der Anpassung. Wer dort richtig entscheidet, darf beim Tuner selbst entspannt nach Geschmack wählen. Wie sich das bei verschiedenen Antennenformen auswirkt, zeigt der Beitrag über &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/vertikalantennen-fuer-kurzwelle-grundlagen-typen-und-praxis/&quot;&gt;Vertikalantennen&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;73 – eure oeradio.at-Redaktion&lt;/p&gt;

&lt;hr class=&quot;wp-block-separator has-alpha-channel-opacity&quot;/&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Transparenzhinweis&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI (Claude, Anthropic) recherchiert und verfasst. Die Inhalte wurden von der oeradio.at-Redaktion geprüft und für die österreichische Amateurfunk-Community aufbereitet. Die Dämpfungswerte in der Tabelle sind aus den Kabeldaten unseres Koaxvergleichs berechnet. Hinweise und Korrekturen gerne an kontakt@oeradio.at.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Beitrag &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/antennentuner-manuell-vs-automatisch-was-ist-besser/&quot;&gt;Antennentuner: Manuell vs. automatisch — was ist besser?&lt;/a&gt; erschien zuerst auf &lt;a href=&quot;https://oeradio.at&quot;&gt;OERadio&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:creator>Michael | OE8YML</dc:creator><category>Amateurfunk</category><category>Technik</category></item><item><title>Meshtastic, MeshCore und MeshCom im Wasserfall: LoRa mitlesen mit OpenWebRX+</title><link>https://oeradio.at/lora-mesh-pakete-mit-openwebrx-plus-mitlesen/</link><guid isPermaLink="false">https://oeradio.at/?p=90620</guid><description>&lt;p&gt;Wer wissen will, ob im eigenen Tal wirklich Mesh-Betrieb läuft, musste bisher einen Knoten aufstellen und warten. Inzwischen geht es auch anders: OpenWebRX+ dekodiert LoRa-Pakete direkt im Browser, und zwar Meshtastic, MeshCore und MeshCom. Man sieht die Aussendungen im Wasserfall, bekommt die Parameter der Übertragung angezeigt und bei Meshtastic sogar den Inhalt des offenen Kanals. [&amp;#8230;]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Beitrag &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/lora-mesh-pakete-mit-openwebrx-plus-mitlesen/&quot;&gt;Meshtastic, MeshCore und MeshCom im Wasserfall: LoRa mitlesen mit OpenWebRX+&lt;/a&gt; erschien zuerst auf &lt;a href=&quot;https://oeradio.at&quot;&gt;OERadio&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</description><pubDate>Sat, 05 Sep 2026 14:00:00 GMT</pubDate><content:encoded>&lt;p&gt;Wer wissen will, ob im eigenen Tal wirklich Mesh-Betrieb läuft, musste bisher einen Knoten aufstellen und warten. Inzwischen geht es auch anders: &lt;strong&gt;OpenWebRX+ dekodiert LoRa-Pakete direkt im Browser&lt;/strong&gt;, und zwar Meshtastic, MeshCore und MeshCom. Man sieht die Aussendungen im Wasserfall, bekommt die Parameter der Übertragung angezeigt und bei Meshtastic sogar den Inhalt des offenen Kanals.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf &lt;strong&gt;&lt;a href=&quot;https://oe8yml.webrx.at/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;WebRX.at&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;, dem WebSDR von OE8YML in Nötsch, ist das eingerichtet und öffentlich zugänglich. Der folgende Beitrag erklärt, was dabei technisch passiert, welche Version es braucht, welche Einstellungen stimmen müssen und wo die Grenzen liegen.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://oeradio.at/wp-content/uploads/2026/09/openwebrx-lora-mesh-hero-1024x380.webp&quot; alt=&quot;OpenWebRX-Oberfläche mit Wasserfall um 869,5 MHz, Bookmarks für Meshtastic und MeshCore und einem Dekoderfenster mit Bandbreiten- und Spreading-Factor-Angaben&quot; loading=&quot;lazy&quot;/&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-block-image__caption&quot;&gt;So sieht es aus: der Bereich um 869,5 MHz im Wasserfall, zwei Bookmarks für die Mesh-Netze, rechts die Modusauswahl auf Meshcore und links das Dekoderfenster mit Bandbreite, Coding Rate und Spreading Factor. Screenshot: WebRX.at, OE8YML.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Was da eigentlich passiert&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;LoRa moduliert nicht wie Sprechfunk, sondern verteilt die Information über einen Frequenzsweep, den sogenannten Chirp. Genau das macht das Signal im Wasserfall so gut erkennbar: schräge Striche in einem sonst ruhigen Band. Ein normaler Empfänger hört dort nichts Sinnvolles, weil es nichts zu hören gibt. Es braucht einen Dekoder, der die Chirps zurückrechnet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;OpenWebRX+ bringt genau diesen mit. Der Empfänger schneidet aus dem Spektrum den passenden Kanal heraus, ein LoRa-Dekoder rekonstruiert daraus die Pakete, und darüber liegt für Meshtastic zusätzlich ein Parser, der die Nutzdaten auspackt. Im Dekoderfenster steht dann, mit welcher Bandbreite, welcher Coding Rate und welchem Spreading Factor das jeweilige Paket unterwegs war. Diese Werte holt sich der Dekoder aus dem Header des Pakets, sie müssen also nicht vorher bekannt sein.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Es braucht die richtige Version&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Das ist der Punkt, an dem die meisten scheitern: &lt;strong&gt;Das originale OpenWebRX kann das nicht.&lt;/strong&gt; Gebraucht wird der als OpenWebRX+ bekannte Fork, und auch dort ist die Version entscheidend. Ein Blick in das öffentliche Änderungsprotokoll zeigt, wann was dazugekommen ist:&lt;/p&gt;

&lt;ul class=&quot;wp-block-list&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;1.2.114:&lt;/strong&gt; Einbindung des LoraRX-Werkzeugs aus dxlAPRS, dazu die Modi LoRa WAN, LoRa APRS und FANET sowie erstmals Meshtastic und Meshcore.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;1.2.115:&lt;/strong&gt; MeshCom kommt als eigener LoRa-Modus dazu, ebenso vordefinierte LoRa-Bänder und Frequenzen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;1.2.116:&lt;/strong&gt; der eigentliche Meshtastic-Dekoder, der die Nutzdaten lesbar macht, und ein Parser für LoRa APRS.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Wer alles drei sehen will, sollte also mindestens auf &lt;strong&gt;1.2.116&lt;/strong&gt; sein. Die Station in Nötsch läuft aktuell auf 1.2.123, was die Version ist, die im Screenshot oben unten links in der Statusausgabe steht.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Frequenzen und Bandbreiten&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die drei Netze liegen nicht auf derselben Frequenz, und sie liegen auch nicht alle im selben Band:&lt;/p&gt;

&lt;ul class=&quot;wp-block-list&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Meshtastic&lt;/strong&gt;, Region EU_868, Preset LongFast: &lt;strong&gt;869,525 MHz&lt;/strong&gt; bei 250 kHz Bandbreite.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;MeshCore&lt;/strong&gt; in Europa: &lt;strong&gt;869,618 MHz&lt;/strong&gt;, in der verbreiteten Voreinstellung ebenfalls 250 kHz.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;MeshCom&lt;/strong&gt; in Österreich: &lt;strong&gt;433,175 MHz&lt;/strong&gt; im 70-Zentimeter-Amateurfunkband, mit 125 kHz Bandbreite und einem deutlich höheren Spreading Factor.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Meshtastic und MeshCore liegen nur 93 kHz auseinander und passen damit bequem in dasselbe SDR-Fenster. Trotzdem braucht es zwei getrennte Einstellungen, weil der Dekoder auf die richtige Mittenfrequenz und den richtigen Modus angewiesen ist. Wer einfach den Meshtastic-Kanal aufdreht und hofft, MeshCore gleich mitzubekommen, wartet vergeblich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eine Stolperfalle steckt in der Oberfläche: In den Dekoder-Einstellungen wird die Bandbreite als Liste angeboten, deren Beschriftungen auf &lt;em&gt;kbps&lt;/em&gt; enden. Gemeint sind aber &lt;strong&gt;Kilohertz&lt;/strong&gt;. Der Eintrag mit 250 ist also die 250-kHz-Bandbreite, die Meshtastic und MeshCore in Europa üblicherweise fahren, und nicht etwa eine Datenrate.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Bedienung im Browser&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Es gibt keinen eigenen Knopf für LoRa. Der Weg führt über die Profile und die Modusleiste:&lt;/p&gt;

&lt;ol class=&quot;wp-block-list&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Profil wählen.&lt;/strong&gt; Oben rechts im Empfängerfenster steht die Profilauswahl. Ein Profil für den 868er Bereich bringt den Empfänger direkt an die richtige Stelle im Spektrum.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Modus setzen.&lt;/strong&gt; In der Modusleiste unter den klassischen Betriebsarten sitzt die Auswahl für die digitalen Dekoder. Dort stehen Meshtastic, Meshcore und MeshCom zur Wahl.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Bookmark anklicken.&lt;/strong&gt; Wer Lesezeichen im Wasserfall gesetzt hat, springt damit in einem Zug auf Frequenz und Modus.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Bandbreite prüfen.&lt;/strong&gt; In den Dekoder-Einstellungen im Abschnitt für LoRa-Nachrichten lässt sich die Bandbreite je Netz einstellen. Passt sie nicht zum lokalen Netz, bleibt das Fenster leer, obwohl im Wasserfall deutlich etwas zu sehen ist.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;

&lt;p&gt;Praktisch ist, dass der Zustand im Link mitgegeben werden kann. Zum sofortigen Ausprobieren an der Station in Nötsch: &lt;a href=&quot;https://oe8yml.webrx.at/#freq=869618000,mod=empty,secondary_mod=meshcore,sql=-150&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;MeshCore auf 869,618 MHz&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;https://oe8yml.webrx.at/#freq=869525000,mod=empty,secondary_mod=meshtastic,sql=-150&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Meshtastic auf 869,525 MHz&lt;/a&gt;. Beide öffnen den Empfänger direkt auf der richtigen Frequenz, mit passendem Dekoder und weit geöffneter Rauschsperre. Hinter dem Doppelkreuz stehen &lt;code&gt;freq&lt;/code&gt; für die Frequenz in Hertz, &lt;code&gt;secondary_mod&lt;/code&gt; für den digitalen Dekoder, &lt;code&gt;mod&lt;/code&gt; für die klassische Betriebsart und &lt;code&gt;sql&lt;/code&gt; für die Rauschsperre. Wer ein anderes Netz zeigen will, tauscht Frequenz und Dekoder aus. So lässt sich in einer Runde oder im Chat genau die Ansicht teilen, über die gerade gesprochen wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Dekoderfenster füllt sich nicht kontinuierlich, sondern paketweise. Zwischen zwei Aussendungen kann es je nach Netzaktivität eine ganze Weile still bleiben. Wer nichts sieht, sollte also erst einmal warten und den Wasserfall beobachten.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Aktualisieren, grob gesagt&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Pakete kommen aus einem eigenen Repository des Projekts, das man einmalig in die Paketquellen einträgt. Danach ist es normale Paketpflege, und der Ablauf sieht in der Praxis so aus:&lt;/p&gt;

&lt;ol class=&quot;wp-block-list&quot;&gt;
&lt;li&gt;Paketindex für diese eine Quelle aktualisieren.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Verfügbare Version prüfen, bevor irgendetwas installiert wird.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;OpenWebRX und die zugehörigen Bibliotheken aktualisieren, in der Regel die Dekoder-Bibliotheken gleich mit.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Für die Mesh-Modi kommen zusätzliche Pakete dazu, unter anderem das LoraRX-Werkzeug aus dxlAPRS und die Python-Anbindung für Meshtastic.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Dienst neu starten und im Log kontrollieren, ob der SDR sauber hochkommt und keine Fehler zu den neuen Modi auftauchen.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;

&lt;p&gt;Eine Erfahrung, die Zeit spart: Wenn &lt;code&gt;apt&lt;/code&gt; hartnäckig eine alte Version anbietet, liegt das oft nicht am Repository, sondern am veralteten lokalen Paketindex. Ein gezieltes Update genau dieser Quelle bringt dann plötzlich die aktuelle Version zum Vorschein. Ebenso lohnt es sich, nicht blind alle ausstehenden Systemupdates mitzunehmen, sondern die Änderung klein und nachvollziehbar zu halten. Ein WebSDR, der nach einem Rundumschlag nicht mehr startet, kostet mehr Zeit, als die eingesparten Einzelschritte je bringen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ob die neuen Modi im Betrieb tatsächlich bereitstehen, verrät die Statusseite der Software. Sie listet die vorhandenen Funktionen auf, und dort sollten die LoRa-Einträge als verfügbar und aktiviert erscheinen. Wer seinen eigenen Server aufsetzt, findet die Grundlagen in &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/openwebrx-selbst-betreiben-dein-eigener-web-sdr-server/&quot;&gt;OpenWebRX selbst betreiben&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Was man damit anfangen kann&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der offensichtliche Reiz ist das Zuschauen. Interessanter sind die praktischen Anwendungen:&lt;/p&gt;

&lt;ul class=&quot;wp-block-list&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Nachweis, dass ein Knoten wirklich sendet.&lt;/strong&gt; Wer einen Solarknoten auf einen Berg gestellt hat und sich fragt, ob er noch lebt, sieht die Aussendung im Wasserfall, ohne über das Netz zu gehen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Standortbewertung vor dem Bau.&lt;/strong&gt; Man sieht, welche Netze aus welcher Richtung überhaupt ankommen, bevor man Hardware kauft.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Fehlersuche bei Parametern.&lt;/strong&gt; Weil Bandbreite, Coding Rate und Spreading Factor angezeigt werden, lässt sich prüfen, ob ein Knoten tatsächlich mit den Einstellungen sendet, die er senden soll.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Einstieg ohne Hardware.&lt;/strong&gt; Wer mit dem Thema liebäugelt, kann sich vorher ansehen, wie viel Betrieb überhaupt läuft. Für den Einstieg selbst haben wir &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/meshtastic-in-der-praxis-off-grid-messaging-mit-lora-mesh/&quot;&gt;Meshtastic in der Praxis&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/meshcore-funken-ohne-handynetz-mach-mit/&quot;&gt;MeshCore&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/meshcom-dein-einstieg-in-ein-dezentrales-funk-meshnetz-fuer-funkamateure/&quot;&gt;MeshCom&lt;/a&gt; beschrieben. Wer umgekehrt beim Empfang einsteigen will, findet in &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/rtl-sdr-fuer-einsteiger-fuer-30-euro-die-welt-des-funks-entdecken/&quot;&gt;RTL-SDR für Einsteiger&lt;/a&gt; den günstigsten Weg dorthin.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Für Kärnten lohnt der Abgleich mit der Karte: Wie dicht das Netz inzwischen ist, zeigen unsere &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/oeradio-meshmap-alle-meshtastic-nodes-auf-einen-blick/&quot;&gt;Meshmap&lt;/a&gt; und der Bericht über den Zuwachs auf &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/mesh-netz-kaernten-32-standorte-august-2026/&quot;&gt;32 Standorte&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Was dabei ehrlich gesagt werden muss&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Zum Mitlesen gehört ein Wort zur Vertraulichkeit. Der Standardkanal von Meshtastic ist mit einem &lt;strong&gt;öffentlich bekannten Schlüssel&lt;/strong&gt; gesichert, was praktisch bedeutet: Er ist nicht vertraulich. Genau deshalb kann ein WebSDR die Inhalte anzeigen. Wer dort mitliest, tut nichts Verbotenes, sondern nutzt eine offene Gemeinschaftsfrequenz. Umgekehrt gilt für alle, die selbst funken: Was auf dem Standardkanal steht, steht potenziell für alle da. Eigene Kanäle mit eigenem Schlüssel bleiben unlesbar, und Direktnachrichten sind seit den neueren Firmwareständen zusätzlich abgesichert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bei MeshCom stellt sich die Frage anders. Das läuft im Amateurfunkband, dort ist Verschlüsselung ohnehin nicht zulässig, und die Aussendungen tragen Rufzeichen. Mitlesen ist hier so normal wie das Mithören einer Relaisrunde.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zwei technische Grenzen kommen dazu. Ein WebSDR hört nur, was an seiner Antenne ankommt, das Bild ist also immer eines vom Standort des Empfängers und nicht vom ganzen Netz. Und der Empfang ersetzt keine Teilnahme: Senden geht darüber nicht, wer ins Netz will, braucht weiterhin einen eigenen Knoten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein letzter Hinweis aus der Praxis: Die für ein Netz übliche Bandbreite kann regional abweichen, weil sie am gewählten Preset hängt. Wenn im Wasserfall sichtbar etwas läuft, das Dekoderfenster aber leer bleibt, ist fast immer die Bandbreiteneinstellung der Grund und nicht der Empfang.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Quellen&lt;/h2&gt;

&lt;ul class=&quot;wp-block-list&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://github.com/0xAF/openwebrxplus/blob/master/CHANGELOG.md&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;OpenWebRX+ Änderungsprotokoll&lt;/a&gt;, Grundlage für die Versionsangaben zu den LoRa-Modi&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://luarvique.github.io/ppa/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Paketquelle des Projekts&lt;/a&gt; mit Installationshinweisen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://meshtastic.org/docs/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;meshtastic.org&lt;/a&gt;, Regionen, Presets und Kanalschlüssel&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://wiki.oevsv.at/wiki/MeshCom&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;ÖVSV-Wiki: MeshCom&lt;/a&gt;, Frequenz und Parameter für Österreich&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://oe8yml.webrx.at/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;WebRX.at&lt;/a&gt;, die Station, an der die Einrichtung beschrieben ist&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;73 – eure oeradio.at-Redaktion&lt;/p&gt;

&lt;hr class=&quot;wp-block-separator has-alpha-channel-opacity&quot;/&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Transparenzhinweis&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI (Claude, Anthropic) auf Basis öffentlicher Quellen und eigener Beobachtung an der beschriebenen Station recherchiert und verfasst, die Inhalte wurden von der oeradio.at-Redaktion geprüft. Versionsangaben stammen aus dem öffentlichen Änderungsprotokoll des Projekts, die Frequenzangaben aus den Projektdokumentationen und dem ÖVSV-Wiki. Bewusst nicht enthalten sind Konfigurationsdateien, Profil- und Zugangsdaten der Station, der Ablauf ist deshalb allgemein beschrieben und nicht als Kopiervorlage gedacht. Das Titelbild ist ein Bildschirmfoto der eigenen Station. Korrekturen gerne an &lt;a href=&quot;mailto:kontakt@oeradio.at&quot;&gt;kontakt@oeradio.at&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Beitrag &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/lora-mesh-pakete-mit-openwebrx-plus-mitlesen/&quot;&gt;Meshtastic, MeshCore und MeshCom im Wasserfall: LoRa mitlesen mit OpenWebRX+&lt;/a&gt; erschien zuerst auf &lt;a href=&quot;https://oeradio.at&quot;&gt;OERadio&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:creator>Michael | OE8YML</dc:creator><category>Meshnetze</category><category>DigiModes</category><category>Technik</category></item><item><title>Baluns und Ununs verstehen: Impedanzanpassung richtig gemacht</title><link>https://oeradio.at/baluns-und-ununs-verstehen-impedanzanpassung-richtig-gemacht/</link><guid isPermaLink="false">https://oeradio.at/?p=4955</guid><description>&lt;p&gt;Kaum ein Bauteil im Shack wird so oft gekauft und so selten verstanden wie der Balun. Er gilt als Allheilmittel gegen schlechtes SWR, gegen Störungen im Fernseher und gegen HF am Mikrofon. Tatsächlich kann er nur eine dieser drei Sachen, und die dafür richtig gut. Dieser Beitrag sortiert das Thema: Was ein Balun tut und [&amp;#8230;]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Beitrag &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/baluns-und-ununs-verstehen-impedanzanpassung-richtig-gemacht/&quot;&gt;Baluns und Ununs verstehen: Impedanzanpassung richtig gemacht&lt;/a&gt; erschien zuerst auf &lt;a href=&quot;https://oeradio.at&quot;&gt;OERadio&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</description><pubDate>Sat, 05 Sep 2026 07:00:00 GMT</pubDate><content:encoded>&lt;p&gt;Kaum ein Bauteil im Shack wird so oft gekauft und so selten verstanden wie der Balun. Er gilt als Allheilmittel gegen schlechtes SWR, gegen Störungen im Fernseher und gegen HF am Mikrofon. Tatsächlich kann er nur eine dieser drei Sachen, und die dafür richtig gut.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dieser Beitrag sortiert das Thema: Was ein Balun tut und was ein Unun, warum der Unterschied zwischen Strom- und Spannungsbalun in der Praxis über Erfolg und Ärger entscheidet, welche Ferritmischung wofür taugt, was der beliebte 49:1 an der &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/efhw-die-end-fed-half-wave-antenne-einfach-effektiv-vielseitig/&quot;&gt;EFHW&lt;/a&gt; wirklich kostet und wie man das alles mit einem &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/nanovna-der-antennenanalyzer-fuer-die-hosentasche/&quot;&gt;NanoVNA&lt;/a&gt; nachmisst statt zu glauben.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Das eigentliche Problem: der dritte Leiter&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ein Koaxkabel hat elektrisch drei Leiter, nicht zwei. Innenleiter und Innenseite des Schirms führen den Nutzstrom. Die &lt;strong&gt;Außenseite des Schirms&lt;/strong&gt; ist ein eigener Leiter, und genau der macht Ärger. Speist man damit ein symmetrisches Gebilde wie einen Dipol, fließt ein Teil des Stroms außen am Kabel zurück Richtung Shack.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese &lt;strong&gt;Mantelwellen&lt;/strong&gt; sind der Grund für die meisten Beschwerden, die man Baluns anlastet: Das Kabel strahlt mit, das Diagramm verbiegt sich, das SWR ändert sich, wenn man das Kabel bewegt, der Tuner findet plötzlich andere Werte, HF kommt ins Mikrofon, der Nachbar hört Funk im Lautsprecher. Wer &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/emv-ratgeber-stoerungen-finden-und-beheben/&quot;&gt;Störungen sucht&lt;/a&gt;, sucht in neun von zehn Fällen genau das.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Balun und Unun, sauber getrennt&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Balun&lt;/strong&gt; steht für &lt;em&gt;balanced to unbalanced&lt;/em&gt;. Er sitzt zwischen einem symmetrischen Gebilde, etwa einem &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/bauanleitung-80-meter-dipol/&quot;&gt;Dipol&lt;/a&gt;, und einer unsymmetrischen Speiseleitung. Ein Balun kann dabei zusätzlich die Impedanz wandeln, muss aber nicht: Der weit verbreitete 1:1 Balun wandelt nichts, er sorgt nur für den sauberen Übergang.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Unun&lt;/strong&gt; steht für &lt;em&gt;unbalanced to unbalanced&lt;/em&gt;. Er verbindet zwei unsymmetrische Systeme und wandelt ausschließlich die Impedanz. Typisch ist der 9:1 für einen zufällig langen Draht, der ohne Gegengewicht allerdings wenig Freude macht.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://oeradio.at/wp-content/uploads/2026/09/balun-wideband-hf-hero-1024x768.webp&quot; alt=&quot;Breitband-HF-Balun auf einer Platine mit Doppellochkernen, BNC-Buchse und Schraubklemmen&quot; loading=&quot;lazy&quot;/&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-block-image__caption&quot;&gt;Ein Breitband-Balun für Kurzwelle. Der Umschalter macht daraus wahlweise einen 1:1 Strombalun oder einen 4:1 Spannungsbalun, was die beiden Bauformen dieses Artikels in einem Gerät vereint. Foto: Elgull, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Strombalun oder Spannungsbalun&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Das ist die Unterscheidung, an der in der Praxis alles hängt, und sie steht auf den wenigsten Verpackungen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der &lt;strong&gt;Spannungsbalun&lt;/strong&gt; nach &lt;strong&gt;Ruthroff&lt;/strong&gt; erzwingt an seinen beiden Ausgängen gleich große, gegenphasige &lt;em&gt;Spannungen&lt;/em&gt;. Das klingt vernünftig, hilft aber nur, solange die Last tatsächlich symmetrisch ist. Sobald ein Dipolschenkel näher am Dach liegt als der andere, sobald die Antenne reaktiv wird oder außerhalb der Resonanz betrieben wird, verteilen sich die Ströme ungleich, und der Rest fließt außen am Kabel zurück. Der Spannungsbalun unterdrückt Mantelwellen praktisch nicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der &lt;strong&gt;Strombalun&lt;/strong&gt; nach &lt;strong&gt;Guanella&lt;/strong&gt; erzwingt statt gleicher Spannungen gleich große, gegenphasige &lt;em&gt;Ströme&lt;/em&gt;. Er lässt die Spannungen an den Ausgängen frei liegen und stellt dem Gleichtaktstrom eine hohe Impedanz in den Weg. Damit bleibt er auch dann korrekt, wenn die Antenne unsymmetrisch hängt, was in echten Gärten der Normalfall ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Daraus folgt die Faustregel, die man sich merken kann: &lt;strong&gt;Im Zweifel Strombalun.&lt;/strong&gt; Wer beides braucht, also Impedanzwandlung und Mantelwellensperrung, setzt einen 4:1 Spannungsbalun und eine getrennte 1:1 Sperre hintereinander, oder nimmt gleich einen 4:1 nach Guanella.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Die Übersetzungsverhältnisse&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Angegeben wird immer das &lt;strong&gt;Impedanzverhältnis&lt;/strong&gt;, und das ist das Quadrat des Windungsverhältnisses. Ein Übertrager mit zwei zu vierzehn Windungen hat ein Windungsverhältnis von 1:7 und damit ein Impedanzverhältnis von 1:49.&lt;/p&gt;

&lt;ul class=&quot;wp-block-list&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;1:1&lt;/strong&gt; für den Dipol und generell überall dort, wo nur der Übergang sauber sein soll.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;4:1&lt;/strong&gt; für Lasten um 200 Ohm, etwa Faltdipole oder manche Delta Loops.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;9:1&lt;/strong&gt; für Langdrähte und Randomwires im Bereich einiger hundert Ohm, immer zusammen mit einem ordentlichen Gegengewicht.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;49:1&lt;/strong&gt; für die endgespeiste Halbwelle, die am Speisepunkt im Bereich von etwa 2.400 bis 3.000 Ohm liegt.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;64:1&lt;/strong&gt; als Variante für dieselbe Bauform, wenn die gemessene Fußpunktimpedanz höher ausfällt.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Die Mantelwellensperre&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die &lt;strong&gt;Mantelwellensperre&lt;/strong&gt; ist elektrisch ein 1:1 Strombalun, der nichts anderes tut, als dem Gleichtaktstrom eine hohe Impedanz entgegenzusetzen. Für das Nutzsignal im Kabelinneren ist sie unsichtbar, weil sich dessen Felder im Koax aufheben. Nur der Strom auf der Außenseite sieht den Ferrit.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die entscheidende Frage ist, &lt;strong&gt;wie viel Sperrimpedanz&lt;/strong&gt; nötig ist. Unter 1.000 Ohm passiert wenig Nützliches. Als brauchbares Ziel gelten mehrere Kiloohm über den Bändern, die man tatsächlich benutzt. In der Praxis erreicht man das mit acht bis zwölf Windungen RG-58, RG-8X oder RG-213 auf einem Kern der Größe FT240, je nach Mischung und Band.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ebenso wichtig ist die &lt;strong&gt;Position&lt;/strong&gt;. Eine Sperre gehört an den Speisepunkt. Eine zweite am Shack-Eingang ist oft die wirksamere, weil sie die HF dort stoppt, wo sie in Geräte und Netzleitungen einkoppelt. Wer wissen will, ob überhaupt Mantelwellen unterwegs sind, misst das mit einem &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/mantelwellenindikator-fuer-kurzwelle/&quot;&gt;Mantelwellenindikator&lt;/a&gt;, bevor er Ferrite kauft.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Welcher Ferrit&lt;/h2&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://oeradio.at/wp-content/uploads/2026/09/balun-ferritkerne-ft43-1024x768.webp&quot; alt=&quot;Verschiedene Ferritkerne: großer Ringkern, kleine Ringkerne und Klappferrite auf einer Holzplatte&quot; loading=&quot;lazy&quot;/&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-block-image__caption&quot;&gt;Ringkerne und Klappferrite. Auf den Bauteilen steht die Mischung nicht drauf, deshalb gehört sie beim Kauf notiert. Foto: Elgull, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;Die Mischung bestimmt, in welchem Frequenzbereich der Kern seine Wirkung entfaltet:&lt;/p&gt;

&lt;ul class=&quot;wp-block-list&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Mischung 31:&lt;/strong&gt; die erste Wahl für Mantelwellensperren von 160 bis 10 Meter, mit brauchbarer Wirkung über den ganzen Bereich.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Mischung 43:&lt;/strong&gt; der Klassiker seit Jahrzehnten, Permeabilität um 800, Schwerpunkt der Sperrwirkung zwischen etwa 8 und 15 MHz. Für Übertrager ebenso verbreitet wie für Sperren.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Mischung 52 und 61:&lt;/strong&gt; sinnvoll ab etwa 10 MHz aufwärts und für Aufbauten, die auf den oberen Bändern arbeiten sollen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Eisenpulver, etwa Mischung 2:&lt;/strong&gt; verlustarm und für Übertrager mit hoher Leistung geeignet, als Mantelwellensperre dagegen ungeeignet, weil die Permeabilität viel zu niedrig ist.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Ein verbreiteter Irrtum ist, dass mehr Kerne immer besser wären. Zwei gestapelte Kerne verdoppeln die Impedanz, verschieben aber auch die Eigenresonanz der Wicklung nach unten. Auf 10 Meter kann eine Sperre mit zu vielen Windungen schlechter sein als eine mit weniger.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Wickeln&lt;/h2&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://oeradio.at/wp-content/uploads/2026/09/balun-bifilar-ringkern-1024x1317.webp&quot; alt=&quot;Bifilar gewickelter Ringkernübertrager mit zwei parallel geführten Drähten&quot; loading=&quot;lazy&quot; style=&quot;max-width:420px&quot;/&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-block-image__caption&quot;&gt;Bifilar gewickelt: zwei parallel geführte Drähte auf einem Ringkern. Diese Wickelart ist die Grundlage der meisten Balun- und Unun-Bauformen. Foto: Windell Oskay, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;Für Übertrager wickelt man &lt;strong&gt;bifilar&lt;/strong&gt;, also zwei Drähte parallel, damit die Kopplung möglichst eng wird. Bei der klassischen Sperre nach W1JR führt man stattdessen das Koaxkabel selbst durch den Kern, verbreitet sind zwei mal fünfeinhalb Windungen RG-58 auf einem FT140-43.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ohne Kern geht es auch: Der sogenannte Ugly Balun besteht aus mehreren Windungen Koaxkabel auf einem Stück Rohr. Das kostet nichts, wirkt aber nur schmalbandig um die Eigenresonanz der Spule herum und ist deutlich schlechter als ein Ferritkern. Als Notlösung im Feld brauchbar, als feste Installation nicht.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Der 49:1 an der EFHW, ehrlich gerechnet&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Kein Bauteil hat in den letzten Jahren so viele Shacks erobert wie der 49:1 Übertrager für die endgespeiste Halbwelle. Er funktioniert, aber er ist kein Zaubertrick, und die Zahlen dazu sind unangenehm ehrlich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf 20 Meter arbeitet eine Monoband-EFHW mit einem 49:1 auf Mischung 43 mit sehr geringen Verlusten. Auf den oberen Bändern von 17 bis 10 Meter dagegen sind &lt;strong&gt;Verluste um 30 Prozent&lt;/strong&gt;, also etwa 1,5 dB, gut dokumentiert. Der Grund liegt im Material selbst, dessen Verlustanteil oberhalb von 10 MHz deutlich zunimmt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zwei Stellschrauben helfen. Unterhalb von 10 MHz erzeugt eine &lt;strong&gt;Primärwicklung mit zwei Windungen&lt;/strong&gt; nur etwa halb so viel Verlust wie eine mit einer Windung, was bei gleicher Leistung deutlich weniger Wärme bedeutet. Und die &lt;strong&gt;Einschaltdauer&lt;/strong&gt; zählt mehr als die Spitzenleistung: 100 Watt SSB verzeiht ein kleiner Kern, 100 Watt &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/ft8-fuer-einsteiger-der-digitale-betriebsmodus-der-die-kurzwelle-revolutioniert-hat/&quot;&gt;FT8&lt;/a&gt; über Stunden nicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Beim Nachmessen ist Vorsicht angebracht. Viele Videos vergleichen zwei Übertrager Rücken an Rücken oder verwechseln mittlere mit Spitzenleistung. Aussagekräftig wird es erst mit realer Last, mit Vorlauf- und Rücklaufmessung und mit einem Blick darauf, ob der Kern warm wird.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio&quot;&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-embed__wrapper&quot;&gt;
https://www.youtube.com/watch?v=tfiFPssSG4M
&lt;/div&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Video-Tipp (englisch): typische Fehler mit Sperren, Ununs und Baluns im Betrieb mit Datenmodi, also genau dort, wo die Einschaltdauer zum Problem wird.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Nachmessen statt glauben&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Sperrwirkung einer Mantelwellensperre lässt sich mit einem &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/nanovna-der-antennenanalyzer-fuer-die-hosentasche/&quot;&gt;NanoVNA&lt;/a&gt; gut sichtbar machen. Gemessen wird die Impedanz zwischen den beiden Schirmenden, also genau der Weg, den der Gleichtaktstrom nehmen würde. Was dabei herauskommt, ist häufig ernüchternd: Viele fertig gekaufte Sperren liegen auf einzelnen Bändern weit unter dem, was das Datenblatt verspricht. Wer es genauer braucht, greift zum &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/fa-va6-faktencheck-antennenanalysator/&quot;&gt;FA-VA6&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio&quot;&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-embed__wrapper&quot;&gt;
https://www.youtube.com/watch?v=IrVBaAxBNdo
&lt;/div&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Video-Tipp: Messaufbau und Auswertung einer Mantelwellensperre mit dem NanoVNA, auf Deutsch und Schritt für Schritt.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Drei hartnäckige Irrtümer&lt;/h2&gt;

&lt;ul class=&quot;wp-block-list&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Ein Balun verbessert das SWR.&lt;/strong&gt; Nein. Ein 1:1 Balun transformiert nichts. Dass sich die Anzeige nach dem Einbau ändert, liegt daran, dass vorher die Speiseleitung mitgestrahlt und das Messergebnis verfälscht hat. Die Antenne ist danach nicht besser angepasst, sie wird nur ehrlicher gemessen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Ein Balun ersetzt den Tuner.&lt;/strong&gt; Nein. Ein Übertrager verschiebt die Impedanz um ein festes Verhältnis. Was danach noch danebenliegt, bleibt Sache des Tuners.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Ferrit hilft immer.&lt;/strong&gt; Nein. Die falsche Mischung an der falschen Stelle wirkt kaum, wird aber warm. Und Wärme im Kern ist Leistung, die nicht in die Antenne geht.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio&quot;&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-embed__wrapper&quot;&gt;
https://www.youtube.com/watch?v=W6xbXtsO1So
&lt;/div&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Video-Tipp (englisch): die Frage, um die es am Ende geht, nämlich ob die eigene Antenne überhaupt einen Balun braucht.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Was wohin gehört&lt;/h2&gt;

&lt;ul class=&quot;wp-block-list&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Dipol, Inverted V, Doublet mit Koax:&lt;/strong&gt; 1:1 Strombalun am Speisepunkt.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;EFHW:&lt;/strong&gt; 49:1 Übertrager plus eine getrennte Mantelwellensperre im Abstand von etwa einem Zehntel Wellenlänge, dazu ein kurzes Gegengewicht.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Randomwire:&lt;/strong&gt; 9:1 Unun, Gegengewicht nicht optional, Sperre dahinter.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Hühnerleiter:&lt;/strong&gt; symmetrischer Tuner oder 4:1 Strombalun am Tunerausgang, nie ein Spannungsbalun ins Ungewisse.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Vertikal mit Radials:&lt;/strong&gt; braucht keine Symmetrierung, aber fast immer eine Sperre, weil das Kabel sonst Teil des Gegengewichts wird.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Magnetic Loop:&lt;/strong&gt; siehe &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/magnetic-loop-die-balkon-antenne-fuer-den-funkamateur/&quot;&gt;eigener Beitrag&lt;/a&gt;, dort übernimmt die Koppelschleife die Anpassung.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Kaufen oder selbst bauen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Selbstbau lohnt sich, weil Material und Aufwand überschaubar sind: Kern, etwas Draht oder Koax, eine wetterfeste Dose. Der eigentliche Gewinn ist, dass man weiß, was drin ist, statt einer Angabe auf einem Aufkleber zu vertrauen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Fertigprodukte sind dann sinnvoll, wenn es um hohe Leistung geht oder wenn das Gehäuse jahrelang draußen hängen soll. Dann lohnt der Blick auf zwei Angaben, die oft fehlen: die Bauform, also Strom oder Spannung, und die Leistungsangabe getrennt nach Betriebsart. Eine Zahl ohne Angabe der Einschaltdauer sagt wenig.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wer die Speiseleitung gleich mitdenkt, findet die passenden Kabeltypen in &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/koaxialkabel-richtig-waehlen-rg-58-rg-213-lmr-400-und-mehr/&quot;&gt;Koaxialkabel richtig wählen&lt;/a&gt; und die Dämpfung dazu im &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/kabelblick-koaxialkabel-daempfungsrechner/&quot;&gt;Kabelblick-Rechner&lt;/a&gt;. Wie sich all das auf das Abstrahlverhalten auswirkt, lässt sich mit &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/antennenblick-abstrahldiagramme-interaktiv-verstehen/&quot;&gt;Antennenblick&lt;/a&gt; anschauen.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Quellen&lt;/h2&gt;

&lt;ul class=&quot;wp-block-list&quot;&gt;
&lt;li&gt;Guanella- und Ruthroff-Bauformen sowie deren Verhalten bei unsymmetrischer Last, zusammengefasst in der Fachliteratur zu Breitbandübertragern&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Messreihen zur Effizienz von 49:1- und 64:1-Übertragern auf Mischung 43, unter anderem in den Auswertungen der EFHW-Community&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Datenblätter der Ferrithersteller zu den Mischungen 31, 43, 52 und 61&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://hamwaves.com/chokes/en/index.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;hamwaves.com: Common Mode Chokes&lt;/a&gt;, ausführliche Betrachtung zu Sperrimpedanz und Aufbau&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.n1fd.org/2022/08/12/ferrite-loss-2/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;N1FD: Power Losses and Dissipation in Various Ferrite Devices&lt;/a&gt;, Verluste und Erwärmung in der Praxis&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;73 – eure oeradio.at-Redaktion&lt;/p&gt;

&lt;hr class=&quot;wp-block-separator has-alpha-channel-opacity&quot;/&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Transparenzhinweis&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI (Claude, Anthropic) auf Basis öffentlicher Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst, die Inhalte wurden von der oeradio.at-Redaktion geprüft. Im September 2026 wurde der Beitrag deutlich erweitert, insbesondere um die Unterscheidung zwischen Strom- und Spannungsbalun, die Auswahl der Ferritmischung, die Frage nach der nötigen Sperrimpedanz und die Verlustbetrachtung beim 49:1 Übertrager. Das frühere KI-Titelbild wurde durch ein echtes Foto ersetzt. Alle Bilder stammen aus Wikimedia Commons unter freien Lizenzen, Fotograf und Lizenz stehen in der jeweiligen Bildunterschrift. Die eingebundenen Videos stammen von externen YouTube-Kanälen und geben deren Sicht wieder. Angaben zu Verlusten und Sperrimpedanzen sind Größenordnungen aus veröffentlichten Messreihen und ersetzen keine eigene Messung am eigenen Aufbau. Korrekturen gerne an &lt;a href=&quot;mailto:kontakt@oeradio.at&quot;&gt;kontakt@oeradio.at&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Beitrag &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/baluns-und-ununs-verstehen-impedanzanpassung-richtig-gemacht/&quot;&gt;Baluns und Ununs verstehen: Impedanzanpassung richtig gemacht&lt;/a&gt; erschien zuerst auf &lt;a href=&quot;https://oeradio.at&quot;&gt;OERadio&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:creator>Michael | OE8YML</dc:creator><category>Amateurfunk</category><category>Technik</category></item><item><title>Meshtastic in der Praxis: Off-Grid-Messaging mit LoRa-Mesh</title><link>https://oeradio.at/meshtastic-in-der-praxis-off-grid-messaging-mit-lora-mesh/</link><guid isPermaLink="false">https://oeradio.at/?p=4605</guid><description>&lt;p&gt;Textnachrichten senden, GPS-Positionen teilen und Sensordaten empfangen, ohne Internet, ohne Mobilfunk, ohne Steckdose. Und das mit Hardware für rund 35 Euro. Was vor wenigen Jahren nach einem Nischenprojekt klang, ist heute eine weltweite Bewegung: Meshtastic, das Open-Source-Projekt für LoRa-basierte Mesh-Kommunikation. Dieser Beitrag geht in die Praxis. Er zeigt, welche Hardware sinnvoll ist, wie die Einrichtung [&amp;#8230;]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Beitrag &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/meshtastic-in-der-praxis-off-grid-messaging-mit-lora-mesh/&quot;&gt;Meshtastic in der Praxis: Off-Grid-Messaging mit LoRa-Mesh&lt;/a&gt; erschien zuerst auf &lt;a href=&quot;https://oeradio.at&quot;&gt;OERadio&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</description><pubDate>Thu, 03 Sep 2026 07:00:00 GMT</pubDate><content:encoded>&lt;p&gt;Textnachrichten senden, GPS-Positionen teilen und Sensordaten empfangen, ohne Internet, ohne Mobilfunk, ohne Steckdose. Und das mit Hardware für rund 35 Euro. Was vor wenigen Jahren nach einem Nischenprojekt klang, ist heute eine weltweite Bewegung: &lt;strong&gt;Meshtastic&lt;/strong&gt;, das Open-Source-Projekt für LoRa-basierte Mesh-Kommunikation.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dieser Beitrag geht in die Praxis. Er zeigt, welche Hardware sinnvoll ist, wie die Einrichtung abläuft, welche Rollen ein Knoten im Netz übernehmen kann, was rechtlich gilt und wie die Lage in Österreich aussieht. Wer zuerst die Systemfrage klären will, findet die Gegenüberstellung in &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/meshcom-vs-meshtastic-lora-mesh-netzwerke-fuer-funkamateure/&quot;&gt;MeshCom vs. Meshtastic&lt;/a&gt;, und wer wissen möchte, wie sich das zu PMR und CB verhält, in &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/pmr-vs-meshtastic-vs-cb-funk-drei-lizenzfreie-funksysteme-im-vergleich/&quot;&gt;PMR vs. Meshtastic vs. CB-Funk&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Was Meshtastic ist&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Meshtastic ist eine quelloffene Firmware, die auf günstigen LoRa-Mikrocontrollern läuft und daraus ein dezentrales Mesh-Netz macht. Jedes Gerät empfängt Nachrichten und leitet fremde Pakete weiter, wodurch die Reichweite mit jedem zusätzlichen Knoten wächst. Es gibt keine Zentrale, keinen Betreiber und keine Anmeldung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kevin Hester hat das Projekt Anfang 2020 gestartet. Getragen wird es seither von hunderten Freiwilligen, die Firmware erscheint in kurzen Abständen, und die unterstützte Hardware reicht vom 20-Euro-Board bis zum professionellen Gateway. Wie belastbar das inzwischen ist, zeigte die Hamvention 2024: Auf dem Gelände waren zeitweise 2.000 bis 2.500 Knoten gleichzeitig aktiv, betrieben mit dem speziellen Preset Short Turbo für dichte Netze.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://oeradio.at/wp-content/uploads/2026/09/meshtastic-spektrum-wasserfall-1024x770.webp&quot; alt=&quot;Wasserfalldiagramm und Spektrum einer Meshtastic-Aussendung mit dem Preset Medium Fast&quot; loading=&quot;lazy&quot;/&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-block-image__caption&quot;&gt;So sieht eine Meshtastic-Nachricht im Spektrum aus, hier eine Aussendung mit 200 Zeichen im Preset Medium Fast. Gut zu erkennen ist das Chirp-Muster der LoRa-Modulation. Bild: Tinux, CC0, via Wikimedia Commons.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Rechtlicher Rahmen in Europa&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Hier lohnt sich ein genauer Blick, weil im Netz viel Halbwissen kursiert. Meshtastic arbeitet in Europa nicht irgendwo bei 868 MHz, sondern in einem klar umrissenen Teilbereich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Region &lt;strong&gt;EU_868&lt;/strong&gt; belegt den Bereich &lt;strong&gt;869,40 bis 869,65 MHz&lt;/strong&gt;. Dort sind bis zu &lt;strong&gt;500 mW ERP&lt;/strong&gt; erlaubt, also 27 dBm, bei einem &lt;strong&gt;Duty Cycle von 10 Prozent&lt;/strong&gt;. Der Standardkanal LongFast liegt auf Slot 1 mit der Mittenfrequenz &lt;strong&gt;869,525 MHz&lt;/strong&gt;. Das ist deutlich mehr Sendeleistung als in den häufig zitierten 25 mW, die für andere Teile des 863-bis-870-MHz-Bands gelten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wichtig bleibt: Legal ist nicht das Band allein, sondern die Kombination aus Gerät, Regionseinstellung, Antenne und abgestrahlter Leistung. Wer eine Hochgewinnantenne an ein Board hängt, das bereits mit voller Leistung sendet, kann die erlaubte ERP überschreiten, ohne es zu merken. Und wer als Funkamateur auf Amateurfunkfrequenzen wechselt, unterliegt dem Amateurfunkrecht, inklusive Rufzeichennennung und Verschlüsselungsverbot.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Hardware: die sinnvollen Optionen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Zu den Preisen vorweg, weil das erfahrungsgemäß die erste Frage ist. Die folgenden Beträge sind Straßenpreise vom September 2026 bei EU-Händlern, die nach Österreich liefern, jeweils inklusive Umsatzsteuer. Zwischen einzelnen Shops liegen bei denselben Boards gern zehn Euro Unterschied, ein Preisvergleich zahlt sich also aus. Drei Dinge kommen dazu: Eine brauchbare 868-MHz-Antenne kostet 10 bis 17 Euro und ist praktisch nie dabei. Beim Direktimport aus Fernost unbedingt die &lt;strong&gt;868-MHz-Variante&lt;/strong&gt; nehmen, die verbreiteten 915-MHz-Geräte sind hier nicht zulässig. Und bei Bestellungen außerhalb der EU kommen Einfuhrumsatzsteuer und je nach Wert Zollgebühren dazu, was den Preisvorteil oft auffrisst.&lt;/p&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Heltec LoRa 32 V3, rund 23 bis 30 Euro&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Der Budgeteinstieg. &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/esp32-und-amateurfunk-10-projekte-fuer-maker-und-funkamateure/&quot;&gt;ESP32&lt;/a&gt;-S3 mit kleinem OLED und LoRa-Chip, kompakt und gut dokumentiert. Es fehlen GPS und Akkuhalter, beides lässt sich ergänzen. Als stationärer Knoten oder zum Ausprobieren völlig ausreichend.&lt;/p&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;LILYGO T-Beam, ab rund 47 Euro&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Der Allrounder mit GPS, 18650-Halter und LoRa-Modul. Mit 24 bis 48 Stunden Laufzeit der klassische portable Knoten für Wanderungen. Das GPS liefert automatische Positionsmeldungen ins Mesh. Die aufgebohrte Variante T-Beam Supreme liegt spürbar darüber, meist zwischen 60 und 75 Euro.&lt;/p&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;LILYGO T-Echo, 60 bis 80 Euro&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Der Sparsame. Basiert auf dem nRF52840, der deutlich weniger Strom braucht als ein ESP32. Mit E-Ink-Display, GPS und Akku hält er bei moderater Nutzung eine Woche durch. Direkt beim Hersteller ist er günstiger, dafür wartet man auf die Lieferung.&lt;/p&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;RAK WisBlock, 27 bis 47 Euro&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Das modulare System mit nRF52840, auf das GPS, Sensoren und Solarladeregler gesteckt werden. Im Tiefschlaf zieht das Board weniger als 10 Mikroampere, weshalb es die erste Wahl für Solarknoten ist. Der Preis hängt an der Basisplatine, das Starterkit gibt es je nach Ausführung ab etwa 27 Euro, mit größerer Basis um die 47 Euro. Wer vom &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/raspberry-pi-im-shack-die-besten-amateurfunk-anwendungen-2026/&quot;&gt;Raspberry Pi&lt;/a&gt; kommt, kennt das Baukastenprinzip.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Von RAK gibt es inzwischen auch Fertiggeräte, wenn man nicht löten und schrauben will: der WisMesh Tag um rund 48 Euro, der WisMesh Pocket V2 um 99 Euro und der Repeater Mini V2 ab etwa 100 Euro.&lt;/p&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Seeed SenseCAP T1000-E, rund 48 Euro&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Der Tracker im Scheckkartenformat. Fertiges Gerät statt Bastelplatine, mit GPS, Buzzer und Akku, dünn genug für die Hosentasche. Für alle, die einfach ein funktionierendes Ding wollen und keine Lust auf Gehäusebau haben, ist das der bequemste Einstieg.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://oeradio.at/wp-content/uploads/2026/09/meshtastic-t1000e-tracker-1024x1345.webp&quot; alt=&quot;SenseCAP Card Tracker T1000-E für Meshtastic im Scheckkartenformat&quot; loading=&quot;lazy&quot; style=&quot;max-width:420px&quot;/&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-block-image__caption&quot;&gt;Der SenseCAP T1000-E ist ein fertiger Meshtastic-Tracker in Scheckkartengröße, inklusive GPS und Akku. Foto: XoMEoX, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;LILYGO T-Deck, ab rund 70 Euro&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Das Standalone-Gerät mit QWERTY-Tastatur, Farbdisplay und GPS. Nachrichten lassen sich direkt am Gerät tippen, ohne Smartphone. Praktisch, wenn man das Handy nicht ständig zücken will. Die Plus-Variante mit Akku und GPS kostet in Europa meist 85 bis 120 Euro.&lt;/p&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Station G2&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Das Kraftpaket mit 5-Watt-Endstufe, Ethernet und ordentlichem Gehäuse. Auf dem ISM-Band wäre diese Leistung nicht zulässig, das Gerät gehört auf Amateurfunkfrequenzen und damit in lizenzierte Hände. Als Bergstandort oder festes Gateway eine andere Liga. Einen belastbaren Listenpreis für Österreich haben wir nicht gefunden, der Bezug läuft über Unit Engineering mit EU-Versand, die Umsatzsteuer wickelt ein deutscher Logistikpartner ab. Wer bestellt, achtet auf die 868-MHz-Ausführung.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Einrichtung in einer Viertelstunde&lt;/h2&gt;

&lt;ol class=&quot;wp-block-list&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Firmware flashen.&lt;/strong&gt; Auf flasher.meshtastic.org im Browser (Chrome oder Edge) das Board wählen, per USB anschließen, flashen. Kein Download nötig, der Web Flasher erledigt alles.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;App installieren.&lt;/strong&gt; Meshtastic für Android oder iOS, alternativ der Web-Client auf client.meshtastic.org.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Koppeln.&lt;/strong&gt; Board einschalten, in der App suchen, per Bluetooth verbinden. Der Standardcode lautet 123456.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Region setzen.&lt;/strong&gt; Unter den Einstellungen die Region auf &lt;strong&gt;EU_868&lt;/strong&gt; stellen. Ohne diesen Schritt sendet das Gerät entweder gar nicht oder auf der falschen Frequenz.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Namen vergeben.&lt;/strong&gt; Kurzer Knotenname, maximal zwölf Zeichen. Funkamateure nehmen üblicherweise das Rufzeichen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Senden.&lt;/strong&gt; Auf dem Primärkanal eine Nachricht tippen. Jeder Knoten in Reichweite empfängt sie und leitet sie weiter.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;

&lt;p&gt;Voreingestellt ist das Preset &lt;strong&gt;LONG_FAST&lt;/strong&gt;, ein guter Kompromiss aus Reichweite und Tempo. Wichtig ist nur: Alle Knoten in einem Mesh müssen dasselbe Preset fahren, sonst hören sie einander schlicht nicht.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio&quot;&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-embed__wrapper&quot;&gt;
https://www.youtube.com/watch?v=a3FuIrGusnQ
&lt;/div&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Video-Tipp: Der Kanal Funkwelle erklärt in seiner deutschsprachigen Tutorial-Reihe zuerst die Grundlagen von LoRa und dem Meshtastic-Netz, bevor es an die Geräte geht.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Kanäle und Verschlüsselung&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Meshtastic kennt bis zu acht parallele Kanäle pro Gerät. Jeder Kanal hat einen Namen und einen Pre-Shared Key, verschlüsselt wird mit AES im CTR-Modus.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Punkt, den viele übersehen: Der Schlüssel des Standardkanals ist &lt;strong&gt;öffentlich bekannt&lt;/strong&gt;. Wer Meshtastic installiert, liest dort mit. Das ist Absicht, LongFast ist die offene Gemeinschaftsfrequenz. Für alles, was privat bleiben soll, gehört ein eigener Kanal mit eigenem Schlüssel angelegt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Seit Firmware 2.5 kommt bei Direktnachrichten zusätzlich &lt;strong&gt;Public-Key-Kryptografie&lt;/strong&gt; zum Einsatz. Die Geräte tauschen ihre öffentlichen Schlüssel selbst aus, die Nachricht ist Ende zu Ende verschlüsselt, ohne dass jemand einen gemeinsamen Schlüssel weitergeben muss. In der 2.7er-Linie ist zusätzlich eine Paketsignatur nach XEdDSA dazugekommen, mit der sich die Herkunft eines Pakets prüfen lässt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Für Funkamateure gilt der umgekehrte Fall: Auf Amateurfunkfrequenzen ist Verschlüsselung nicht erlaubt. Dafür gibt es den Licensed-Operator-Modus, der die Verschlüsselung abschaltet und das Rufzeichen mitsendet.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Reichweite, ehrlich betrachtet&lt;/h2&gt;

&lt;ul class=&quot;wp-block-list&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Stadt:&lt;/strong&gt; 0,5 bis 2 Kilometer mit Standardantenne, Gebäude dämpfen bei 868 MHz kräftig.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Ländlich:&lt;/strong&gt; 5 bis 20 Kilometer, je nach Gelände und Aufstellungshöhe.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Berg zu Berg mit Sicht:&lt;/strong&gt; 50 Kilometer und mehr, hier spielt LoRa seine Stärke aus.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Rekord:&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;331 Kilometer&lt;/strong&gt;, aufgestellt am 5. Mai 2024 zwischen Österreich und Italien über die Adria hinweg, mit RAK4631-Knoten, Kollinearantennen und dem Preset VERY_LONG_SLOW.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Der größte Hebel ist nicht die Firmware, sondern die Antenne und die Höhe. Bei 868 MHz verhält sich die Ausbreitung nahezu optisch. Derselbe Knoten schafft im Erdgeschoß vielleicht 500 Meter und auf dem Dach das Zehnfache. Wie stark der Effekt in der Praxis ist, hat Hermann, OE8HSF, in &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/meshtastic-in-kaernten-drei-nodes-ein-solarpanel-und-erstaunliche-reichweiten/&quot;&gt;Meshtastic in Kärnten&lt;/a&gt; mit drei Knoten und einem Solarpanel dokumentiert.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Rollen im Netz&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Rollenverteilung entscheidet darüber, ob ein Mesh funktioniert oder sich selbst blockiert:&lt;/p&gt;

&lt;ul class=&quot;wp-block-list&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;CLIENT:&lt;/strong&gt; die Standardrolle. Sendet, empfängt und leitet weiter. Für fast alle richtig.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;CLIENT_MUTE:&lt;/strong&gt; sendet und empfängt eigene Nachrichten, leitet aber nichts weiter. Sinnvoll in sehr dichten Netzen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;ROUTER:&lt;/strong&gt; auf Weiterleitung optimiert, Display und Bluetooth aus. Gedacht für feste, meist solarbetriebene Standorte an exponierter Stelle.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;ROUTER_LATE:&lt;/strong&gt; wie ROUTER, wartet aber kurz ab. Hat ein näherer Knoten das Paket schon weitergereicht, bleibt dieser still. Das spart Duplikate.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;REPEATER:&lt;/strong&gt; leitet alles weiter, auch bereits Gehörtes. Nur an echten Engstellen sinnvoll.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Die Community ist sich hier ungewöhnlich einig: möglichst wenige Router an strategisch guten Punkten, alles andere als Client. Zu viele Router erzeugen Paketstürme, die das Netz zulegen statt es zu vergrößern. Seit Version 2.6 hilft zusätzlich der &lt;strong&gt;NextHopRouter&lt;/strong&gt;: Bei Direktnachrichten merkt sich die Firmware aus den Bestätigungen, welcher Knoten das Paket tatsächlich weitergereicht hat, und adressiert beim nächsten Mal gezielt diesen einen Weg, statt die Nachricht ins ganze Netz zu fluten.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio&quot;&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-embed__wrapper&quot;&gt;
https://www.youtube.com/watch?v=Af9MDVQ0M0o
&lt;/div&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Video-Tipp: Firmware-Installation, Ersteinrichtung und ein erster Praxistest, ebenfalls auf Deutsch und Schritt für Schritt.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;MQTT: wenn das Mesh ins Internet reicht&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ein Knoten mit WLAN kann als Brücke zwischen Mesh und Internet arbeiten und Nachrichten an einen MQTT-Broker weiterreichen. Damit lassen sich weit auseinanderliegende Inseln verbinden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Beim öffentlichen Broker mqtt.meshtastic.org sind ein paar Dinge zu wissen. Die Verbindung läuft immer über TLS auf Port 8883, auch wenn der Schalter in der App anders aussieht. Der Standardkanal ist dort stark belastet, was schwächere Geräte überfordern kann. Positionsdaten werden absichtlich unscharf weitergegeben, um die Privatsphäre zu schützen. Und weil der Schlüssel des Standardkanals bekannt ist, sind Nachrichten, die von dort ins Internet gehen, praktisch offen lesbar.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wer das sauber haben will, betreibt einen eigenen Broker. Wie das geht und wie man sich bei uns einklinkt, steht in &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/oeradio-goes-mesh-mqtt-server/&quot;&gt;OERadio goes Mesh&lt;/a&gt;. Das Ergebnis lässt sich auf unserer &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/oeradio-meshmap-alle-meshtastic-nodes-auf-einen-blick/&quot;&gt;Meshmap&lt;/a&gt; live mitverfolgen, die alle bekannten Knoten in Österreich und Europa zeigt. Ein eigener Broker auf einem &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/raspberry-pi-im-shack-die-besten-amateurfunk-anwendungen-2026/&quot;&gt;Raspberry Pi&lt;/a&gt; ist außerdem die Grundlage für alles Weitere, etwa eine Brücke ins &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/hamnet-in-oesterreich-das-highspeed-datennetz-der-funkamateure/&quot;&gt;HAMNET&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Mehr als Text&lt;/h2&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;GPS und Positionen&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Jeder Knoten mit GPS meldet seine Position ins Netz, die App zeigt alle Knoten auf einer Karte. Auf Touren sieht eine Gruppe damit auf einen Blick, wo alle sind. Über MQTT und passende Software lassen sich Positionen auch ins &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/aprs-in-oesterreich-positionsmeldungen-wetterdaten-und-mehr/&quot;&gt;APRS-Netz&lt;/a&gt; einspeisen.&lt;/p&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Sensoren&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Die Firmware kennt über 30 Sensoren. In der Praxis am häufigsten: BME280 und BME680 für Temperatur, Feuchte und Luftdruck, INA219 oder INA260 für Strom und Spannung, was beim Solarknoten die halbe Fehlersuche erledigt, dazu Luftdrucksensoren für Wetterbeobachtung und sogar Geigerzähler-Module. Die Werte laufen automatisch ins Mesh und lassen sich über MQTT auswerten, womit ein verteiltes Messnetz entsteht.&lt;/p&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Telemetrie&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Jeder Knoten meldet Batteriestand, Signalqualität mit SNR und RSSI, Laufzeit und Airtime-Nutzung. Gerade die Airtime ist der Wert, den man im Auge behalten sollte, weil er zeigt, wie nah das Netz am Duty-Cycle-Limit arbeitet.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Solarknoten, das Rückgrat&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die dauerhaft interessanten Netze entstehen dort, wo jemand einen Knoten auf einen erhöhten Standort stellt und ihn autark betreibt. Das funktioniert, weil nRF52840-Boards extrem sparsam sind.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://oeradio.at/wp-content/uploads/2026/09/meshtastic-outdoor-node-akkus-1024x683.webp&quot; alt=&quot;Offene Abzweigdose mit Meshtastic-Knoten, Halter für zwei 18650-Zellen und Laderegler&quot; loading=&quot;lazy&quot;/&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-block-image__caption&quot;&gt;Ein typischer Außenknoten von innen: Platine, Halter für zwei 18650-Zellen, Laderegler, alles in einer wetterfesten Abzweigdose. Viel mehr braucht es nicht. Foto: -stk, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;ul class=&quot;wp-block-list&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Verbrauch:&lt;/strong&gt; RAK WisBlock mit nRF52840 zieht im Empfang rund 8 mA und im Tiefschlaf weniger als 10 Mikroampere.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Panel:&lt;/strong&gt; Ein kleines 1-Watt-Panel mit 6 Volt genügt für Dauerbetrieb.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Akku:&lt;/strong&gt; Eine 18650-Zelle mit 3.000 mAh überbrückt mehrere trübe Tage.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Laden:&lt;/strong&gt; Beim RAK-Baseboard ist der Solarladeregler bereits an Bord.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Gehäuse:&lt;/strong&gt; IP67-Dose aus dem Elektrobedarf, Antenne außerhalb, Durchführungen mit Verschraubungen abdichten.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Für die &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/blackout-vorsorge-fuer-funkamateure-autarker-funkbetrieb-mit-solar-und-akku/&quot;&gt;Blackout-Vorsorge&lt;/a&gt; sind solche Knoten besonders wertvoll, weil sie weiterlaufen, wenn Strom und Mobilfunk weg sind. Wer das systematisch angeht, findet im &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/notfunk-koffer-bau-einer-portablen-notfunkstation-fuer-den-ernstfall/&quot;&gt;Notfunkkoffer&lt;/a&gt; und bei &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/winlink-e-mail-ueber-funk-notfunk-kommunikation-ohne-internet/&quot;&gt;Winlink&lt;/a&gt; die Ergänzungen für längere Nachrichten.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Was Funkamateure zusätzlich können&lt;/h2&gt;

&lt;ul class=&quot;wp-block-list&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Licensed-Operator-Modus:&lt;/strong&gt; Rufzeichen hinterlegen, Verschlüsselung aus, Betrieb nach Amateurfunkrecht.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Mehr Leistung:&lt;/strong&gt; Auf Amateurfunkfrequenzen sind ganz andere Pegel möglich als im ISM-Band, wofür Geräte wie die Station G2 gebaut sind.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Brücken:&lt;/strong&gt; Über MQTT lassen sich Positionen ins &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/aprs-in-oesterreich-positionsmeldungen-wetterdaten-und-mehr/&quot;&gt;APRS&lt;/a&gt; einspeisen oder Gateways im &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/hamnet-in-oesterreich-das-highspeed-datennetz-der-funkamateure/&quot;&gt;HAMNET&lt;/a&gt; betreiben, also ganz ohne kommerzielles Internet.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Kombination mit anderen Netzen:&lt;/strong&gt; Das schmalbandige Mesh ergänzt ein &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/aredn-mesh-netzwerke-mit-wlan-hardware-fuer-den-amateurfunk/&quot;&gt;AREDN-Netz&lt;/a&gt; dort, wo dessen Richtstrecken nicht hinreichen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Die Lage in Österreich&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Österreich ist beim Thema LoRa-Mesh auffällig aktiv, allerdings verteilt auf mehrere Systeme, was Neueinsteiger regelmäßig verwirrt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Für Meshtastic selbst sammelt &lt;strong&gt;meshtastic.at&lt;/strong&gt; Bauanleitungen und Projekte, vom wetterfesten Außenknoten über Pager mit Antwortfunktion bis zu Fernwartungslösungen per GSM. Der Schwerpunkt liegt klar auf dem Selberbauen, weniger auf Netzstatistik.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Daneben gibt es &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/meshcom-dein-einstieg-in-ein-dezentrales-funk-meshnetz-fuer-funkamateure/&quot;&gt;MeshCom&lt;/a&gt; als österreichische Amateurfunkvariante, inzwischen in &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/meshcom-4-0-autark-geht-das/&quot;&gt;Version 4.0&lt;/a&gt;, und seit einiger Zeit &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/meshcore-funken-ohne-handynetz-mach-mit/&quot;&gt;MeshCore&lt;/a&gt;, das in Kärnten gerade den stärksten Zulauf hat. Wie schnell das gehen kann, zeigt der Zuwachs auf &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/mesh-netz-kaernten-32-standorte-august-2026/&quot;&gt;32 Standorte innerhalb von zwei Wochen&lt;/a&gt;, samt einer beobachteten Verbindung über 126,9 Kilometer mit einem halben Watt. Wer wissen will, wer hinter den Kastln steckt, findet die &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/repeater-portraets-carinthiamesh-august-2026/&quot;&gt;Repeater-Porträts des CarinthiaMesh&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ehrlich gesagt betreiben viele beides parallel. Die Hardware ist dieselbe, es unterscheidet sich nur die Firmware, und ein zweiter Knoten kostet weniger als ein Abendessen.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio&quot;&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-embed__wrapper&quot;&gt;
https://www.youtube.com/watch?v=3lfxxC-z5Zs
&lt;/div&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Video-Tipp (englisch): Ein Vergleich gängiger LoRa-Mesh-Geräte im praktischen Test, hilfreich vor dem ersten Kauf.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Praxistipps&lt;/h2&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Antenne zuerst&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Die mitgelieferten Stummel sind für den Schreibtisch gedacht. Schon ein Viertelwellenstrahler aus Draht, rund 8,2 Zentimeter für 868 MHz, mit ordentlicher Massefläche verändert die Reichweite drastisch. Fertige Antennen mit SMA-Anschluss kosten ab etwa fünf Euro. Keine Firmware-Einstellung bringt annähernd so viel.&lt;/p&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Höhe schlägt Leistung&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Ein Meter mehr Aufbauhöhe ist meist mehr wert als jedes zusätzliche Dezibel. Wer die Wahl hat, geht auf das Dach, nicht auf den Balkon.&lt;/p&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Wetterfest bauen&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Outdoor-Knoten brauchen ein IP67-Gehäuse, und die Antenne gehört nach außen. Metall und Kondenswasser fressen die Reichweite. Durchführungen mit Verschraubungen abdichten, Trockenmittel schadet nicht.&lt;/p&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Sparsam konfigurieren&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Positionsmeldungen alle 15 bis 30 Minuten, Telemetrie alle 30 bis 60, Stromsparmodus an. So hält ein T-Echo mit kleinem Akku eine Woche, und ein RAK-Solarknoten läuft, solange die Zelle hält.&lt;/p&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Preset bewusst wählen&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;LONG_FAST passt in fast allen Fällen. Für einen isolierten Bergknoten mit wenigen Nachrichten lohnt LONG_SLOW, in dichten Stadtnetzen eher MEDIUM_FAST. Nur muss sich das ganze Mesh einig sein.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Fazit&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Meshtastic ist längst kein Bastlerprojekt mehr. Die Hardware ist billig, die Firmware stabil, das Routing seit 2.6 deutlich klüger, und die Community trägt das Projekt zuverlässig weiter. Der Einstieg kostet mit Antenne rund 35 bis 45 Euro und eine Viertelstunde.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Netz lebt allerdings von seinen Teilnehmern. Ein einzelner Knoten im Tal ist ein nettes Spielzeug, zwanzig Knoten auf gut gewählten Standorten sind eine Infrastruktur. Wer also überlegt, ob sich das auszahlt, sollte nicht auf das eigene Gerät schauen, sondern auf die Karte.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Quellen&lt;/h2&gt;

&lt;ul class=&quot;wp-block-list&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://meshtastic.org/docs/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;meshtastic.org&lt;/a&gt;, offizielle Dokumentation zu Regionen, Presets, Rollen, Verschlüsselung und MQTT&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://github.com/meshtastic/firmware/releases&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;github.com/meshtastic/firmware&lt;/a&gt;, Releases und Änderungen der aktuellen 2.7er-Linie&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://meshtastic.org/blog/meshtastic-2-6-preview/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Meshtastic-Blog zur Version 2.6&lt;/a&gt;, Einführung von Next-Hop-Routing&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://meshtastic.at/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;meshtastic.at&lt;/a&gt;, Bauanleitungen und Projekte aus der österreichischen Szene&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/Meshtastic&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Wikipedia: Meshtastic&lt;/a&gt;, Projektgeschichte und Einordnung&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;73 – eure oeradio.at-Redaktion&lt;/p&gt;

&lt;hr class=&quot;wp-block-separator has-alpha-channel-opacity&quot;/&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Transparenzhinweis&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI (Claude, Anthropic) auf Basis öffentlicher Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst, die Inhalte wurden von der oeradio.at-Redaktion geprüft. Im September 2026 wurde der Beitrag überarbeitet: Die Angaben zum EU_868-Band wurden korrigiert, es gelten 869,40 bis 869,65 MHz mit bis zu 500 mW ERP und 10 Prozent Duty Cycle statt der zuvor genannten 25 mW. Ebenso korrigiert wurden Datum und Preset des 331-Kilometer-Rekords, der am 5. Mai 2024 mit VERY_LONG_SLOW aufgestellt wurde. Ergänzt wurden Next-Hop-Routing, Paketsignierung, der T1000-E und die aktuelle Lage in Österreich. Die Preise wurden im September 2026 bei EU-Händlern mit Versand nach Österreich erhoben, inklusive Umsatzsteuer, und schwanken je nach Shop und Aktion deutlich. Die Bilder stammen aus Wikimedia Commons unter freien Lizenzen, Fotograf und Lizenz stehen in der jeweiligen Bildunterschrift. Die eingebundenen Videos stammen von externen YouTube-Kanälen und geben deren Sicht wieder. Korrekturen gerne an &lt;a href=&quot;mailto:kontakt@oeradio.at&quot;&gt;kontakt@oeradio.at&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Beitrag &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/meshtastic-in-der-praxis-off-grid-messaging-mit-lora-mesh/&quot;&gt;Meshtastic in der Praxis: Off-Grid-Messaging mit LoRa-Mesh&lt;/a&gt; erschien zuerst auf &lt;a href=&quot;https://oeradio.at&quot;&gt;OERadio&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:creator>Michael | OE8YML</dc:creator><category>Amateurfunk</category><category>Technik</category></item><item><title>Neue POTA-Website: next.pota.app ist im öffentlichen Beta-Test</title><link>https://oeradio.at/neue-pota-website-next-pota-app-beta/</link><guid isPermaLink="false">https://oeradio.at/?p=90600</guid><description>&lt;p&gt;Parks on the Air baut seine Plattform um, und man kann seit 31. August 2026 dabei zusehen: Unter next.pota.app steht die neue POTA-Website als öffentliche Beta bereit. Sie läuft parallel zur gewohnten Seite, greift auf dieselbe Produktivdatenbank zu und akzeptiert denselben Login. Wer nur Spots lesen will, braucht gar keinen Account. Der Umbau ist mehr [&amp;#8230;]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Beitrag &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/neue-pota-website-next-pota-app-beta/&quot;&gt;Neue POTA-Website: next.pota.app ist im öffentlichen Beta-Test&lt;/a&gt; erschien zuerst auf &lt;a href=&quot;https://oeradio.at&quot;&gt;OERadio&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</description><pubDate>Tue, 01 Sep 2026 16:00:00 GMT</pubDate><content:encoded>&lt;p&gt;Parks on the Air baut seine Plattform um, und man kann seit &lt;strong&gt;31. August 2026&lt;/strong&gt; dabei zusehen: Unter &lt;strong&gt;next.pota.app&lt;/strong&gt; steht die neue POTA-Website als öffentliche Beta bereit. Sie läuft parallel zur gewohnten Seite, greift auf dieselbe Produktivdatenbank zu und akzeptiert denselben Login. Wer nur Spots lesen will, braucht gar keinen Account.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Umbau ist mehr als ein neuer Anstrich. Im Alltag ändern sich Kleinigkeiten, aber genau die richtigen. Und für alle, die nicht mit Englisch aufgewachsen sind, ändert sich sogar ziemlich viel.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Der erste Eindruck: die Seite spricht Deutsch&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der auffälligste Unterschied zeigt sich, bevor man irgendetwas anklickt. Die Oberfläche stellt sich &lt;strong&gt;automatisch auf die Browsersprache&lt;/strong&gt; ein. Aus „Spots&quot; und „Activations&quot; werden &lt;em&gt;Spots&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Aktivierungen&lt;/em&gt;, im Menü stehen &lt;em&gt;Karte&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Parkliste&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Top-Aktivierer&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Top-Hunter&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Offizielle Veranstaltungen&lt;/em&gt;. Auch die Filterzeile ist übersetzt: Band, Betriebsart, Programm, QRT, Alter. Laut POTA sind rund &lt;strong&gt;27 Sprachen und Lokalisierungen&lt;/strong&gt; vorgesehen.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://oeradio.at/wp-content/uploads/2026/09/pota-next-spots-deutsch-1024x640.webp&quot; alt=&quot;Screenshot der Spot-Liste auf next.pota.app mit deutscher Oberfläche, Filterzeile und Kommentarspalte&quot; loading=&quot;lazy&quot;/&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-block-image__caption&quot;&gt;Die Spot-Liste auf next.pota.app, ohne Zutun auf Deutsch. Filter für Band, Betriebsart, Programm, QRT und Alter, dazu eine eigene Spalte für die Kommentare. Screenshot: oeradio.at&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;Das klingt nach einer Nebensächlichkeit, ist aber genau die Hürde, an der Einsteiger in Österreich bisher hängen geblieben sind. Wer zum ersten Mal einen Park aktivieren will und sich gleichzeitig durch Fachbegriffe und Fremdsprache kämpfen muss, gibt schneller auf. Unser &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/pota-in-oesterreich-funken-aus-parks-und-naturschutzgebieten/&quot;&gt;POTA-Einstiegsguide für Österreich&lt;/a&gt; wird dadurch nicht überflüssig, aber die offizielle Seite kommt einem jetzt entgegen.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Was sich beim Spotten ändert&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Spot-Liste ist der Ort, an dem POTA tatsächlich stattfindet, für Jäger wie für Aktivierer. Hier sind die Änderungen am spürbarsten:&lt;/p&gt;

&lt;ul class=&quot;wp-block-list&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Kommentare bleiben stehen.&lt;/strong&gt; Bisher überschrieb der nächste Spot die Anmerkung des Aktivierers. Wer „QSY 40 m in 10 Minuten&quot; oder „Pause bis 14:00&quot; hinterlassen hatte, war zwei Minuten später wieder anonym. Jetzt bleibt der Hinweis am Spot hängen. Das ist wahrscheinlich die praktischste Neuerung überhaupt.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Mehrfachauswahl bei den Filtern.&lt;/strong&gt; Band und Betriebsart lassen sich kombinieren, statt wie bisher nur „alle&quot; oder „genau eines&quot; zu wählen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Spaltenwahl und Ansichten.&lt;/strong&gt; Die Tabelle lässt sich auf die eigenen Bedürfnisse eindampfen, über „Ansicht&quot; wechselt man zwischen Tabelle und Karte.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;QRT- und Altersfilter.&lt;/strong&gt; Abgemeldete Stationen lassen sich ausblenden, das Zeitfenster ist einstellbar, voreingestellt sind 30 Minuten. Ein sichtbarer Countdown zeigt, wann die Liste das nächste Mal aktualisiert, und lässt sich pausieren, wenn man in Ruhe lesen will.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Region auf einen Blick.&lt;/strong&gt; Eine eigene Spalte zeigt die Region, etwa &lt;code&gt;AT-KA&lt;/code&gt; oder &lt;code&gt;DE-RP&lt;/code&gt;. Praktisch, wenn man gezielt europäische Aktivierungen sucht, statt sich durch US-Spots zu scrollen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Dazu kommt eine neue Seite für geografische Erfolge („Geographic Achievement&quot;), die auswertet, aus welchen Regionen man gearbeitet oder gejagt hat.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Die Parkseite: viel mehr als Koordinaten&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Wer eine Referenz aufruft, bekommt inzwischen eine richtige Parkseite. Am Beispiel &lt;strong&gt;AT-0016 Dobratsch Nature Reserve&lt;/strong&gt;, das Titelbild dieses Beitrags zeigt genau diese Ansicht: Referenz, Entität, Bundesland (Kärnten, AT-KA), Koordinaten samt Locator JN66uo, Aktivitätsstatus und eine Karte, auf der man das Schutzgebiet sofort einordnen kann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Interessanter sind die Zahlen darunter. Der Dobratsch wurde erstmals am 6. Oktober 2014 von PA3FYG aktiviert und kommt inzwischen auf &lt;strong&gt;24 Aktivierungen bei 27 Versuchen und 663 QSOs&lt;/strong&gt;. Darunter steht eine Bestenliste des Parks, in der vertraute Rufzeichen auftauchen: OE8YML mit 15 Aktivierungen und 456 QSOs, dahinter OE8YAK und DL7PIA. Rechts läuft eine Liste der jüngsten Aktivierungen mit, aufgeschlüsselt nach CW, Digital und Phonie.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zwei Felder sind neu und ziemlich clever: &lt;strong&gt;Frühschicht- und Nachtschicht-Erfolg-Zeiten&lt;/strong&gt;. Für AT-0016 stehen dort 1:00 bis 7:00 UTC und 17:00 bis 1:00 UTC. Das ist kein Orakel, sondern eine Auswertung darüber, wann Aktivierungen an diesem Park in der Vergangenheit tatsächlich funktioniert haben. Wer eine Tour plant und wissen will, ob sich der frühe Aufbruch lohnt, hat damit zum ersten Mal eine Zahl statt eines Bauchgefühls.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Die Karte&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Kartenansicht ist neu gebaut, mit Mapbox als Grundlage und umschaltbar zwischen &lt;em&gt;Standard&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Outdoor&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Satellit&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Straßen&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Dunkel&lt;/em&gt;. Rechts läuft eine Liste „Parks in Ansicht&quot; mit, die sich beim Verschieben der Karte aktualisiert. Entfernungen lassen sich zwischen Kilometer und Meilen umstellen, für einmal ist das nicht die US-Voreinstellung.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://oeradio.at/wp-content/uploads/2026/09/pota-next-karte-alpenraum-1024x640.webp&quot; alt=&quot;Kartenansicht von next.pota.app über dem Alpenraum mit gruppierten Park-Markern und deutscher Oberfläche&quot; loading=&quot;lazy&quot;/&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-block-image__caption&quot;&gt;Kartenansicht über dem Alpenraum. In diesem Ausschnitt liegen 1.877 Parks, beim Hineinzoomen lösen sich die Cluster in einzelne Referenzen auf. Screenshot: oeradio.at&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;Für die Tourenplanung ist das die interessanteste Ecke der Seite. Zwei- und Mehrfach-Referenzen, im POTA-Jargon „2-fer&quot;, findet man auf der Karte deutlich schneller als in einer Liste. Wie so etwas in der Praxis aussieht, haben wir am &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/xota-am-pyramidenkogel-sota-pota-tota/&quot;&gt;Pyramidenkogel&lt;/a&gt; beschrieben, wo SOTA, POTA und TOTA in einer einzigen Aktivierung zusammenfielen.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Warum überhaupt neu bauen?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Antwort ist unspektakulär und trifft viele gewachsene Amateurfunk-Projekte. Die bestehende Plattform stammt in ihren Grundzügen aus &lt;strong&gt;2018&lt;/strong&gt;, ist über die Jahre an einem klassischen LAMP-Stack gewachsen, und inzwischen kennen sich nur noch wenige Freiwillige gut genug aus, um daran gefahrlos zu arbeiten. Gleichzeitig ist POTA explodiert: von rund 1.200 Teilnehmern in den Anfangsjahren auf heute &lt;strong&gt;etwa 85.000 bis über 90.000 Nutzerinnen und Nutzer&lt;/strong&gt;, je nachdem, welche Quelle man nimmt. Die 100.000 gelten als Marke für dieses Jahr. Die Infrastrukturkosten liegen laut den Verantwortlichen im Bereich mehrerer tausend Dollar pro Monat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Neubau setzt deshalb auf das PHP-Framework &lt;strong&gt;Laravel&lt;/strong&gt; und eine neu geschnittene Cloud-Infrastruktur, die bei Lastspitzen mitwächst. Erklärtes Ziel ist ausdrücklich nicht nur „schöner&quot;, sondern &lt;strong&gt;wartbar von Freiwilligen&lt;/strong&gt;, die keine Enterprise-Erfahrung mitbringen müssen. Auf der Roadmap stehen unter anderem &lt;strong&gt;öffentliche APIs&lt;/strong&gt;, schnellere Log-Verarbeitung, erweiterte Award-Auswertungen, Vereins- und Clubstatistiken, bessere Barrierefreiheit und eine integrierte Dokumentation.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Getragen wird das von einem kleinen Freiwilligenteam rund um &lt;strong&gt;Thom Martin, W8TAM&lt;/strong&gt;, und &lt;strong&gt;Mike Case, W8MSC&lt;/strong&gt;, mit Beteiligung von Mark Torigian K8MST, Jeremy Turner N0AW, Colby Dillion WR5B und James Linden VE3JLN. Bemerkenswert und offen kommuniziert: Das Team setzt beim Bauen auch &lt;strong&gt;KI-Werkzeuge&lt;/strong&gt; ein, um mit der schlanken Mannschaft überhaupt voranzukommen. Die Prüfung des Codes bleibt bei erfahrenen Entwicklern. Wie schnell dabei iteriert wird, sieht man im Fußbereich der Seite. Dort steht ein Build-Zeitstempel, und der ist beim Nachschauen typischerweise vom selben Tag.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio&quot;&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-embed__wrapper&quot;&gt;
https://www.youtube.com/watch?v=_t7OG8XLqJI
&lt;/div&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Video-Tipp: Der Kanal &lt;strong&gt;AlpineRadioWaves&lt;/strong&gt; geht die neue Seite durch, von der Spot-Ansicht über die Filter bis zur Karte, und zeigt dabei auch, was im Beta-Betrieb noch hakt.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Was das für Österreich bedeutet&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die POTA-Datenbank führt zum Zeitpunkt dieser Recherche &lt;strong&gt;423 Referenzen mit AT-Präfix&lt;/strong&gt;. Davon wurden &lt;strong&gt;390 mindestens einmal aktiviert&lt;/strong&gt;, zusammen gut &lt;strong&gt;151.000 QSOs&lt;/strong&gt;. Das Land ist also praktisch flächendeckend erschlossen. Die Zeiten der einfachen Erstaktivierungen sind weitgehend vorbei, dafür findet man fast überall etwas in Reichweite.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die meistaktivierten österreichischen Parks:&lt;/p&gt;

&lt;ul class=&quot;wp-block-list&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;AT-0250&lt;/strong&gt;, Hohe Wand, Schneeberg und Rax (Natura 2000): 171 Aktivierungen, über 11.600 QSOs&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;AT-0282&lt;/strong&gt;, Europäischer Fernwanderweg E4: 154 Aktivierungen, aktivierbar in acht Bundesländern&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;AT-0217&lt;/strong&gt;, Landschaftsschutzgebiet Enzesfeld-Lindabrunn-Hernstein: 153 Aktivierungen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;AT-0301&lt;/strong&gt;, Wiener Alpenbogen: 146 Aktivierungen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;AT-0265&lt;/strong&gt;, Pecherlehrpfad Hernstein: 145 Aktivierungen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;AT-0176&lt;/strong&gt;, Biosphärenpark Wienerwald: 143 Aktivierungen&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Auffällig ist, wie fest die Spitze in niederösterreichischer Hand liegt. Das Umland von Wien ist dicht mit Referenzen belegt und schnell erreichbar. In Kärnten, wo wir selbst unterwegs sind, sind die Zahlen kleiner, die Parks dafür oft spektakulärer. Nachzulesen etwa in &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/pota-aktivierungen-at-0112-schuett-graschelitzen-und-at-0016-dobratsch/&quot;&gt;unseren Aktivierungen in der Schütt und am Dobratsch&lt;/a&gt;. Wer den Einstieg sucht, findet Ansprechpartner über &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/pota-oesterreich-euer-draht-zum-oe-pota-team/&quot;&gt;das OE-POTA-Team&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://oeradio.at/wp-content/uploads/2026/09/pota-next-hero-portabel-1024x576.webp&quot; alt=&quot;Portable POTA-Station im Park: Transceiver auf einem Klapptisch, Vertikalantenne mit Abspannungen auf der Wiese&quot; loading=&quot;lazy&quot;/&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-block-image__caption&quot;&gt;Worum es am Ende geht: eine Stunde Zeit, ein Klapptisch, eine Antenne. Die Website ist nur das Werkzeug drumherum. Foto: Evesiesta, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Beta heißt Beta&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ein paar Dinge gehören zur Ehrlichkeit dazu:&lt;/p&gt;

&lt;ul class=&quot;wp-block-list&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Es ist eine Testversion auf Echtdaten.&lt;/strong&gt; Die Seite hängt an der Produktivdatenbank, was man dort spottet, ist echt. Fehler in der Anzeige sind aber möglich, und die Oberfläche ändert sich laufend.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Filter nur auf Vorhandenes.&lt;/strong&gt; In der Bandauswahl lassen sich derzeit nur Bänder wählen, auf denen gerade jemand aktiv ist. Wer 10 m dauerhaft im Blick behalten will, um zuzuschlagen, sobald sich dort etwas rührt, kann das noch nicht vorwählen. Auch Testberichte aus der Community merken das an.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Die alte Welt läuft weiter.&lt;/strong&gt; pota.app und die bestehende API sind unverändert erreichbar. Drittanbieter-Werkzeuge und Logging-Apps ziehen ihre Daten weiterhin von dort, ein Umstieg ist also nichts, was man überstürzen müsste.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio&quot;&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-embed__wrapper&quot;&gt;
https://www.youtube.com/watch?v=KWK2FJ4h8co
&lt;/div&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Hintergrund: Der Vortrag „Parks on the Air 2.0&quot; von der Hamvention ordnet ein, warum der Umbau nötig wurde und wie die Plattform mit dem Wachstum umgehen soll.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Was man jetzt tun kann&lt;/h2&gt;

&lt;ul class=&quot;wp-block-list&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Anschauen, ohne Risiko.&lt;/strong&gt; next.pota.app im Browser öffnen, die Spot-Liste ist ohne Login sichtbar.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Mit dem eigenen Account testen.&lt;/strong&gt; Derselbe Login wie bisher. Wer ohnehin spottet, kann das genauso gut dort tun.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Rückmeldung geben.&lt;/strong&gt; Genau dafür ist die Beta da. Was in Österreich nicht passt, also Übersetzungen, Regionskürzel oder Parknamen, fällt sonst niemandem auf.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Parkdaten prüfen.&lt;/strong&gt; Wer einen Fehler in einer AT-Referenz kennt, etwa falsche Koordinaten oder einen veralteten Namen, sollte das melden. Die Mapping-Teams sind laut POTA einer der Engpässe beim Wachstum.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Quellen&lt;/h2&gt;

&lt;ul class=&quot;wp-block-list&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://next.pota.app/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;next.pota.app&lt;/a&gt;, die Beta selbst, Stand der Beobachtungen 1. September 2026&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://pota.app/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;pota.app&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;https://docs.pota.app/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;docs.pota.app&lt;/a&gt;, bestehende Plattform und Regelwerk&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://ae5x.blogspot.com/2026/08/pota-website-gets-facelift.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;AE5X: POTA website gets a facelift&lt;/a&gt;, erster Praxisbericht&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://ufrc.org/info/next-pota-app-est-en-ligne-quelle-sera-la-prochaine-etape/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;UFRC: Next.POTA.app est en ligne&lt;/a&gt;, Einordnung inklusive Sprachen und Kosten&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://q5hamradio.substack.com/p/the-volunteers-rebuilding-ham-radios&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Q5: The Volunteers Rebuilding Ham Radio&apos;s Fastest-Growing Movement&lt;/a&gt;, Hintergrund zu Architektur und Team&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Passend dazu bei uns: &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/pota-in-oesterreich-funken-aus-parks-und-naturschutzgebieten/&quot;&gt;POTA in Österreich, der Einstiegsguide&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/wie-uns-das-pota-fieber-gepackt-hat/&quot;&gt;wie uns das POTA-Fieber gepackt hat&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/die-beste-portabelantenne-fuer-sota-und-pota/&quot;&gt;die beste Portabelantenne für SOTA und POTA&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/wwff-oesterreich-flora-fauna-aktivierungen-in-oesterreichs-naturparks/&quot;&gt;WWFF in Österreich&lt;/a&gt; als verwandtes Programm.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;73 – eure oeradio.at-Redaktion&lt;/p&gt;

&lt;hr class=&quot;wp-block-separator has-alpha-channel-opacity&quot;/&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Transparenzhinweis&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI (Claude, Anthropic) auf Basis öffentlicher Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst, die Inhalte wurden von der oeradio.at-Redaktion geprüft. Die Beschreibung der Oberfläche beruht auf eigener Ansicht von next.pota.app am 1. September 2026. Eine Beta ändert sich, Abweichungen sind also zu erwarten. Die Zahlen zu österreichischen Parks stammen aus einer eigenen Auswertung der öffentlichen POTA-Programmdaten mit Stichtag 1. September 2026. Angaben zu Nutzerzahlen, Kosten und Architektur stammen aus den unter „Quellen&quot; verlinkten Beiträgen, die sich in Details unterscheiden, weshalb wir sie als Spanne nennen. Die Screenshots stammen von uns und zeigen eine fremde Website, das Stationsfoto steht mit Fotograf und Lizenz in der Bildunterschrift. Die eingebundenen Videos stammen von externen YouTube-Kanälen und geben deren Sicht wieder. Korrekturen gerne an &lt;a href=&quot;mailto:kontakt@oeradio.at&quot;&gt;kontakt@oeradio.at&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Beitrag &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/neue-pota-website-next-pota-app-beta/&quot;&gt;Neue POTA-Website: next.pota.app ist im öffentlichen Beta-Test&lt;/a&gt; erschien zuerst auf &lt;a href=&quot;https://oeradio.at&quot;&gt;OERadio&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:creator>Michael | OE8YML</dc:creator><category>Outdoor</category><category>POTA</category></item><item><title>Yaesu C4FM/Fusion: Analogkompatibel und digitale Sprachqualität vereint</title><link>https://oeradio.at/yaesu-c4fm-fusion-analogkompatibel-und-digitale-sprachqualitaet-vereint/</link><guid isPermaLink="false">https://oeradio.at/?p=4943</guid><description>&lt;p&gt;C4FM ist der digitale Sprachmodus von Yaesu — vermarktet als System Fusion. Sein Alleinstellungsmerkmal steckt schon im Namen: Weil C4FM eine Variante der Frequenzumtastung ist, sitzt es technisch nahe genug an gutem altem FM, dass sich beide Welten denselben Umsetzer teilen können. Ein Gerät erkennt selbst, was gerade auf dem Kanal passiert, und stellt sich [&amp;#8230;]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Beitrag &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/yaesu-c4fm-fusion-analogkompatibel-und-digitale-sprachqualitaet-vereint/&quot;&gt;Yaesu C4FM/Fusion: Analogkompatibel und digitale Sprachqualität vereint&lt;/a&gt; erschien zuerst auf &lt;a href=&quot;https://oeradio.at&quot;&gt;OERadio&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</description><pubDate>Mon, 31 Aug 2026 07:00:00 GMT</pubDate><content:encoded>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;C4FM&lt;/strong&gt; ist der digitale Sprachmodus von Yaesu — vermarktet als &lt;strong&gt;System Fusion&lt;/strong&gt;. Sein Alleinstellungsmerkmal steckt schon im Namen: Weil C4FM eine Variante der Frequenzumtastung ist, sitzt es technisch nahe genug an gutem altem FM, dass sich beide Welten denselben Umsetzer teilen können. Ein Gerät erkennt selbst, was gerade auf dem Kanal passiert, und stellt sich um. Dieser Beitrag erklärt, was dabei tatsächlich übertragen wird, wie die Vernetzung über WIRES-X, YSF und den österreichischen YCS232 funktioniert — und wo die Grenzen des Systems liegen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wer weniger die Technik als den praktischen Einstieg sucht, findet den kompakt in &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/c4fm-yaesu-fusion-in-oesterreich-einstieg/&quot;&gt;C4FM / Yaesu Fusion in Österreich: Einstieg ohne Hürden&lt;/a&gt;. Und wer noch schwankt, welches Digitalsystem überhaupt das richtige ist, vergleicht am besten in &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/d-star-vs-dmr-vs-c4fm-vs-m17-welches-digitalsystem-passt-zu-dir/&quot;&gt;D-STAR vs. DMR vs. C4FM vs. M17&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Woher System Fusion kommt&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Als Yaesu 2013 System Fusion vorstellte, war der Digitalfunk-Zug eigentlich schon abgefahren: &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/d-star-erklaert-reflektoren-callsign-routing-und-digitale-sprachqualitaet/&quot;&gt;D-STAR&lt;/a&gt; lief seit Anfang der 2000er, &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/dmr-fuer-einsteiger-talkgroups-codeplugs-und-der-weg-ins-digitale-netz/&quot;&gt;DMR&lt;/a&gt; war aus dem Kommerzfunk in den Amateurfunk übergeschwappt. Yaesus Antwort auf den Rückstand war weniger technisch als strategisch: &lt;strong&gt;Analogkompatibilität&lt;/strong&gt; und ein aggressives Umsetzer-Programm, bei dem Vereine Fusion-Repeater stark vergünstigt beziehen konnten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Kalkül ging auf. Ein Umsetzer, der beide Welten bedient, spaltet keine Ortsgruppe — die analoge Stammrunde läuft weiter, und wer digital will, kann. Genau diese Eigenschaft haben weder D-STAR noch DMR, und sie ist bis heute das stärkste Argument für Fusion.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Was auf dem Band passiert: 4FSK mit 9600 bit/s&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;C4FM&lt;/strong&gt; heißt ausgeschrieben &lt;em&gt;Continuous 4-Level FM&lt;/em&gt;. Statt zwei Frequenzen wie bei klassischem FSK gibt es vier Abweichungen von der Trägerfrequenz — und weil vier Zustände genau zwei Bit codieren, überträgt jedes Symbol ein Bit-Paar (Dibit). Bei 4800 Symbolen pro Sekunde ergibt das eine &lt;strong&gt;Bruttodatenrate von 9600 bit/s&lt;/strong&gt; in einem Kanalraster von &lt;strong&gt;12,5 kHz&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;svg viewBox=&quot;0 0 900 380&quot; xmlns=&quot;http://www.w3.org/2000/svg&quot; role=&quot;img&quot; aria-label=&quot;Schema der vier Frequenzstufen bei C4FM und ihrer Zuordnung zu Bit-Paaren&quot; style=&quot;width:100%;height:auto;background:#ffffff;border:1px solid #c9dcc9;border-radius:10px&quot;&gt;
  &lt;line x1=&quot;70&quot; y1=&quot;330&quot; x2=&quot;860&quot; y2=&quot;330&quot; stroke=&quot;#333&quot; stroke-width=&quot;2&quot;/&gt;
  &lt;text x=&quot;835&quot; y=&quot;355&quot; font-family=&quot;system-ui,sans-serif&quot; font-size=&quot;16&quot; fill=&quot;#333&quot;&gt;Zeit&lt;/text&gt;
  &lt;line x1=&quot;70&quot; y1=&quot;40&quot; x2=&quot;70&quot; y2=&quot;330&quot; stroke=&quot;#333&quot; stroke-width=&quot;2&quot;/&gt;
  &lt;text x=&quot;16&quot; y=&quot;30&quot; font-family=&quot;system-ui,sans-serif&quot; font-size=&quot;15&quot; fill=&quot;#333&quot;&gt;Frequenz-&lt;/text&gt;
  &lt;text x=&quot;16&quot; y=&quot;48&quot; font-family=&quot;system-ui,sans-serif&quot; font-size=&quot;15&quot; fill=&quot;#333&quot;&gt;hub&lt;/text&gt;

  &lt;g stroke=&quot;#c9dcc9&quot; stroke-width=&quot;1&quot; stroke-dasharray=&quot;4 4&quot;&gt;
    &lt;line x1=&quot;70&quot; y1=&quot;70&quot; x2=&quot;860&quot; y2=&quot;70&quot;/&gt;
    &lt;line x1=&quot;70&quot; y1=&quot;130&quot; x2=&quot;860&quot; y2=&quot;130&quot;/&gt;
    &lt;line x1=&quot;70&quot; y1=&quot;190&quot; x2=&quot;860&quot; y2=&quot;190&quot;/&gt;
    &lt;line x1=&quot;70&quot; y1=&quot;250&quot; x2=&quot;860&quot; y2=&quot;250&quot;/&gt;
  &lt;/g&gt;
  &lt;line x1=&quot;70&quot; y1=&quot;160&quot; x2=&quot;860&quot; y2=&quot;160&quot; stroke=&quot;#999&quot; stroke-width=&quot;1&quot;/&gt;
  &lt;text x=&quot;700&quot; y=&quot;155&quot; font-family=&quot;system-ui,sans-serif&quot; font-size=&quot;14&quot; fill=&quot;#777&quot;&gt;Trägerfrequenz&lt;/text&gt;

  &lt;g font-family=&quot;system-ui,sans-serif&quot; font-size=&quot;15&quot; fill=&quot;#15803d&quot; font-weight=&quot;600&quot;&gt;
    &lt;text x=&quot;86&quot; y=&quot;64&quot;&gt;+1350 Hz  →  01&lt;/text&gt;
    &lt;text x=&quot;86&quot; y=&quot;124&quot;&gt;+450 Hz  →  00&lt;/text&gt;
    &lt;text x=&quot;86&quot; y=&quot;184&quot;&gt;−450 Hz  →  10&lt;/text&gt;
    &lt;text x=&quot;86&quot; y=&quot;244&quot;&gt;−1350 Hz  →  11&lt;/text&gt;
  &lt;/g&gt;

  &lt;polyline points=&quot;330,130 400,130 400,250 470,250 470,70 540,70 540,190 610,190 610,130 680,130 680,250 750,250 750,70 820,70&quot;
            fill=&quot;none&quot; stroke=&quot;#15803d&quot; stroke-width=&quot;3.5&quot; stroke-linejoin=&quot;round&quot;/&gt;

  &lt;g font-family=&quot;system-ui,sans-serif&quot; font-size=&quot;13&quot; fill=&quot;#555&quot;&gt;
    &lt;text x=&quot;345&quot; y=&quot;352&quot;&gt;00&lt;/text&gt;
    &lt;text x=&quot;415&quot; y=&quot;352&quot;&gt;11&lt;/text&gt;
    &lt;text x=&quot;485&quot; y=&quot;352&quot;&gt;01&lt;/text&gt;
    &lt;text x=&quot;555&quot; y=&quot;352&quot;&gt;10&lt;/text&gt;
    &lt;text x=&quot;625&quot; y=&quot;352&quot;&gt;00&lt;/text&gt;
    &lt;text x=&quot;695&quot; y=&quot;352&quot;&gt;11&lt;/text&gt;
    &lt;text x=&quot;765&quot; y=&quot;352&quot;&gt;01&lt;/text&gt;
  &lt;/g&gt;
  &lt;text x=&quot;330&quot; y=&quot;30&quot; font-family=&quot;system-ui,sans-serif&quot; font-size=&quot;15&quot; fill=&quot;#333&quot;&gt;4800 Symbole/s × 2 Bit = 9600 bit/s brutto&lt;/text&gt;
&lt;/svg&gt;
&lt;figcaption class=&quot;wp-block-image__caption&quot;&gt;Vier Frequenzstufen, jede steht für ein Bit-Paar: So kommt C4FM bei 4800 Symbolen pro Sekunde auf 9600 bit/s. Grafik: oeradio.at&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;Diese 9600 bit/s sind der Kuchen, den sich Sprache, Fehlerkorrektur und Daten teilen — und je nachdem, wie man ihn aufteilt, entstehen die verschiedenen Betriebsarten. Die Sprachcodierung übernimmt in allen Fällen der &lt;strong&gt;AMBE+2&lt;/strong&gt;-Vocoder, derselbe Codec-Stamm, den auch &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/d-star-erklaert-reflektoren-callsign-routing-und-digitale-sprachqualitaet/&quot;&gt;D-STAR&lt;/a&gt; (dort als AMBE) und DMR verwenden. Er ist proprietär und lizenzpflichtig — dazu weiter unten mehr.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Die vier Betriebsarten&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;System Fusion kennt vier Modi, zwischen denen das Gerät je nach Einstellung selbst wechselt:&lt;/p&gt;

&lt;ul class=&quot;wp-block-list&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;DN — Digital Narrow (V/D-Modus):&lt;/strong&gt; der Standard. Sprache und Daten laufen gleichzeitig. Von den 9600 bit/s gehen rund &lt;strong&gt;2450 bit/s an den Vocoder&lt;/strong&gt;, etwa &lt;strong&gt;1150 bit/s an die Fehlerkorrektur der Sprache&lt;/strong&gt;, der Rest an einen Datenkanal (Rufzeichen, GPS-Position, Kurznachrichten) samt eigener Absicherung. Die viele Fehlerkorrektur ist der Grund, warum DN am weitesten trägt — und warum es leicht „digital&quot; klingt.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;VW — Voice Wide (Voice FR):&lt;/strong&gt; die volle Datenrate geht in die Sprache, rund &lt;strong&gt;4400 bit/s Vocoder plus 2800 bit/s FEC&lt;/strong&gt;. Hörbar besser, fast schon Studio-Anmutung im Nahbereich — dafür bricht die Verbindung bei schwachem Signal früher ab. Kein Datenkanal.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;DW — Data Wide (Data FR):&lt;/strong&gt; maximaler Durchsatz für Daten statt Sprache — in der Praxis für Bild- und Dateiübertragung zwischen Geräten.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Analog FM:&lt;/strong&gt; ganz normale Schmalband-FM, wie sie jedes andere Handfunkgerät auch macht.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Wichtig für den Alltag: Ein Gerät im DN-Modus versteht eine VW-Aussendung nicht automatisch mit voller Qualität, und umgekehrt. Auf Umsetzern und Reflektoren ist deshalb &lt;strong&gt;DN der De-facto-Standard&lt;/strong&gt; — VW bleibt Direktverbindungen und lokalen Runden vorbehalten, wo alle Beteiligten wissen, was sie tun.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;AMS: der eigentliche Trick&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;AMS&lt;/strong&gt; steht für &lt;em&gt;Automatic Mode Select&lt;/em&gt; und ist die Funktion, die Fusion seinen Ruf eingebracht hat. Das Gerät wertet bei jeder eintreffenden Aussendung aus, ob es sich um analoges FM oder um einen C4FM-Datenstrom handelt, und schaltet den Empfangszweig binnen Millisekunden passend um. Im Sendebetrieb kann es sich merken, in welchem Modus die zuletzt gehörte Station war, und automatisch gleich antworten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Für den Umsetzerbetrieb heißt das: Ein Fusion-Repeater nimmt beides an und gibt beides weiter — analog rein, analog raus; digital rein, digital raus. Die analoge Ortsrunde merkt vom Digitalbetrieb nichts außer gelegentlichem Rauschen im Hintergrund, wenn jemand digital durchkommt. Genau diese Koexistenz haben &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/dmr-in-oesterreich-einstieg-brandmeister-talkgroups/&quot;&gt;DMR&lt;/a&gt;- und &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/d-star-in-oesterreich-reflektoren-registrierung-einstieg/&quot;&gt;D-STAR&lt;/a&gt;-Umsetzer nicht: Dort ist der Kanal entweder digital oder er ist es nicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Preis dafür: Ein gemischter Umsetzer ist immer nur von einer Sorte gleichzeitig belegt. DMR kann auf derselben Frequenz per TDMA zwei getrennte Zeitschlitze fahren, C4FM nicht. Wer Kapazität braucht, ist bei DMR besser aufgehoben; wer Anschlussfähigkeit an den Bestand braucht, bei Fusion.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio&quot;&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-embed__wrapper&quot;&gt;
https://www.youtube.com/watch?v=yDGBiPcosH8
&lt;/div&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Video-Tipp: Michi, OE8VIK, führt in seiner C4FM-Reihe durch Betriebsarten, Geräteeinstellungen und die ersten Schritte am Umsetzer — aus österreichischer Perspektive.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;DG-ID und DP-ID: CTCSS für den Digitalbetrieb&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Seit der zweiten Generation (System Fusion II, ab etwa 2017) tragen alle Aussendungen zwei zusätzliche Kennungen mit:&lt;/p&gt;

&lt;ul class=&quot;wp-block-list&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;DG-ID (Digital Group ID):&lt;/strong&gt; eine Zahl von &lt;strong&gt;0 bis 99&lt;/strong&gt;. Sie wirkt wie ein CTCSS-Ton, nur digital: Das Gerät öffnet nur, wenn die empfangene DG-ID zur eingestellten passt. DG-ID 0 ist der „alles durchlassen&quot;-Zustand. Sende- und Empfangs-DG-ID lassen sich getrennt setzen — analog zum Split-CTCSS.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;DP-ID (Digital Personal ID):&lt;/strong&gt; eine gerätegebundene Kennung für die Gruppenfunktion GM (Group Monitor), mit der sich kleine Nutzergruppen gegenseitig auf dem Display sehen — inklusive Entfernung und Richtung, wenn GPS aktiv ist.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Die DG-ID ist mehr als Rauschsperre: Auf vernetzten Umsetzern und an YCS-Servern ist sie das &lt;strong&gt;Wahlmittel für die Gesprächsgruppe&lt;/strong&gt; — funktional das, was bei DMR die Talkgroup und bei D-STAR das Reflektor-Modul ist, nur ohne Registrierung und ohne Codeplug.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Vernetzung: WIRES-X, YSF und YCS&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Über Funk hinaus wird Fusion auf drei verschiedenen Wegen zusammengeschaltet — und diese Wege sind der häufigste Stolperstein für Einsteiger, weil sie ähnlich klingen, aber unterschiedliche Systeme sind.&lt;/p&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;WIRES-X — Yaesus eigenes Netz&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;WIRES-X&lt;/strong&gt; (Wide-coverage Internet Repeater Enhancement System) ist die herstellereigene Vernetzung. Stationen treffen sich in &lt;strong&gt;Rooms&lt;/strong&gt;, jeder mit einer numerischen ID; ein &lt;strong&gt;Node&lt;/strong&gt; ist der Zugangspunkt, der Funk und Internet verbindet. Bedient wird das direkt vom Funkgerät aus — über die rot beschriftete &lt;strong&gt;X&lt;/strong&gt;-Taste, mit der man Knoten sucht und Räume verbindet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Einen Node betreibt man klassisch mit dem Interface &lt;strong&gt;HRI-200&lt;/strong&gt; plus PC. Es geht aber auch ohne Zusatzhardware: Im &lt;strong&gt;PDN-Modus&lt;/strong&gt; (Portable Digital Node) hängt ein geeignetes Gerät — FT5D, FT3D, FT2D, FTM-400XD, FTM-300D, FTM-200D oder FTM-100D — per USB am Windows-PC und wird selbst zum Zugang. Eine feste öffentliche IP braucht es dafür nicht. Node- und Room-IDs vergibt Yaesu; ohne diese Registrierung läuft im WIRES-X-Netz nichts.&lt;/p&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;YSF-Reflektoren — die offene Gegenwelt&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Parallel dazu existiert die &lt;strong&gt;YSF-Welt&lt;/strong&gt;, entstanden rund um die freie MMDVM-Software von Jonathan Naylor, G4KLX. Ein YSF-Reflektor ist ein virtueller Raum, in den sich Hotspots und Selbstbau-Umsetzer einwählen. Es gibt keine zentrale Vergabestelle: Wer einen Reflektor betreiben will, betreibt einen. Genau das macht die Welt lebendig — und unübersichtlich. Ältere &lt;strong&gt;FCS&lt;/strong&gt;-Reflektoren sind das Vorgängerkonzept und in Österreich seit 2018 praktisch abgelöst.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wichtig: Ein Yaesu-Umsetzer im WIRES-X-Betrieb kommt &lt;strong&gt;nicht direkt&lt;/strong&gt; in einen YSF-Reflektor — dazwischen braucht es eine Brücke. Umgekehrt sprechen Hotspots problemlos beide Protokolle.&lt;/p&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;YCS — System Fusion II als Server&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Der &lt;strong&gt;YCS&lt;/strong&gt;-Server ist die Weiterentwicklung des YSF-Reflektors: Statt eines einzigen Raums verwaltet er &lt;strong&gt;viele Gruppen parallel&lt;/strong&gt;, adressiert über die DG-ID. Ein Umsetzer hängt also nicht mehr in einem Raum fest, sondern reicht alle Gruppen durch; welche man hört, entscheidet die DG-ID am eigenen Gerät. Zusätzlich hält ein YCS die Rufzeichen- und Positionsdaten aus dem Datenkanal fest und zeigt sie im Dashboard an.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;svg viewBox=&quot;0 0 900 430&quot; xmlns=&quot;http://www.w3.org/2000/svg&quot; role=&quot;img&quot; aria-label=&quot;Signalweg bei C4FM: vom Funkgerät über Umsetzer oder Hotspot ins Internet zu WIRES-X-Räumen oder zum YCS232-Server&quot; style=&quot;width:100%;height:auto;background:#ffffff;border:1px solid #c9dcc9;border-radius:10px&quot;&gt;
  &lt;defs&gt;
    &lt;marker id=&quot;c4fm-arrow&quot; viewBox=&quot;0 0 10 10&quot; refX=&quot;9&quot; refY=&quot;5&quot; markerWidth=&quot;7&quot; markerHeight=&quot;7&quot; orient=&quot;auto-start-reverse&quot;&gt;
      &lt;path d=&quot;M 0 0 L 10 5 L 0 10 z&quot; fill=&quot;#15803d&quot;/&gt;
    &lt;/marker&gt;
  &lt;/defs&gt;

  &lt;rect x=&quot;30&quot; y=&quot;160&quot; width=&quot;150&quot; height=&quot;90&quot; rx=&quot;10&quot; fill=&quot;#f2f9f2&quot; stroke=&quot;#15803d&quot; stroke-width=&quot;2&quot;/&gt;
  &lt;text x=&quot;105&quot; y=&quot;195&quot; text-anchor=&quot;middle&quot; font-family=&quot;system-ui,sans-serif&quot; font-size=&quot;17&quot; font-weight=&quot;600&quot; fill=&quot;#14532d&quot;&gt;Funkgerät&lt;/text&gt;
  &lt;text x=&quot;105&quot; y=&quot;220&quot; text-anchor=&quot;middle&quot; font-family=&quot;system-ui,sans-serif&quot; font-size=&quot;14&quot; fill=&quot;#555&quot;&gt;C4FM, DG-ID&lt;/text&gt;

  &lt;rect x=&quot;270&quot; y=&quot;60&quot; width=&quot;180&quot; height=&quot;90&quot; rx=&quot;10&quot; fill=&quot;#f2f9f2&quot; stroke=&quot;#15803d&quot; stroke-width=&quot;2&quot;/&gt;
  &lt;text x=&quot;360&quot; y=&quot;95&quot; text-anchor=&quot;middle&quot; font-family=&quot;system-ui,sans-serif&quot; font-size=&quot;17&quot; font-weight=&quot;600&quot; fill=&quot;#14532d&quot;&gt;Umsetzer&lt;/text&gt;
  &lt;text x=&quot;360&quot; y=&quot;120&quot; text-anchor=&quot;middle&quot; font-family=&quot;system-ui,sans-serif&quot; font-size=&quot;14&quot; fill=&quot;#555&quot;&gt;DR-2X, AMS analog+digital&lt;/text&gt;

  &lt;rect x=&quot;270&quot; y=&quot;260&quot; width=&quot;180&quot; height=&quot;90&quot; rx=&quot;10&quot; fill=&quot;#f2f9f2&quot; stroke=&quot;#15803d&quot; stroke-width=&quot;2&quot;/&gt;
  &lt;text x=&quot;360&quot; y=&quot;295&quot; text-anchor=&quot;middle&quot; font-family=&quot;system-ui,sans-serif&quot; font-size=&quot;17&quot; font-weight=&quot;600&quot; fill=&quot;#14532d&quot;&gt;Hotspot&lt;/text&gt;
  &lt;text x=&quot;360&quot; y=&quot;320&quot; text-anchor=&quot;middle&quot; font-family=&quot;system-ui,sans-serif&quot; font-size=&quot;14&quot; fill=&quot;#555&quot;&gt;MMDVM, Pi-Star / WPSD&lt;/text&gt;

  &lt;rect x=&quot;560&quot; y=&quot;60&quot; width=&quot;200&quot; height=&quot;90&quot; rx=&quot;10&quot; fill=&quot;#eef4fb&quot; stroke=&quot;#2563eb&quot; stroke-width=&quot;2&quot;/&gt;
  &lt;text x=&quot;660&quot; y=&quot;95&quot; text-anchor=&quot;middle&quot; font-family=&quot;system-ui,sans-serif&quot; font-size=&quot;17&quot; font-weight=&quot;600&quot; fill=&quot;#1e3a8a&quot;&gt;WIRES-X&lt;/text&gt;
  &lt;text x=&quot;660&quot; y=&quot;120&quot; text-anchor=&quot;middle&quot; font-family=&quot;system-ui,sans-serif&quot; font-size=&quot;14&quot; fill=&quot;#555&quot;&gt;Rooms, Node-IDs&lt;/text&gt;

  &lt;rect x=&quot;560&quot; y=&quot;260&quot; width=&quot;200&quot; height=&quot;90&quot; rx=&quot;10&quot; fill=&quot;#eef4fb&quot; stroke=&quot;#2563eb&quot; stroke-width=&quot;2&quot;/&gt;
  &lt;text x=&quot;660&quot; y=&quot;295&quot; text-anchor=&quot;middle&quot; font-family=&quot;system-ui,sans-serif&quot; font-size=&quot;17&quot; font-weight=&quot;600&quot; fill=&quot;#1e3a8a&quot;&gt;YSF / YCS232&lt;/text&gt;
  &lt;text x=&quot;660&quot; y=&quot;320&quot; text-anchor=&quot;middle&quot; font-family=&quot;system-ui,sans-serif&quot; font-size=&quot;14&quot; fill=&quot;#555&quot;&gt;Gruppen per DG-ID&lt;/text&gt;

  &lt;g stroke=&quot;#15803d&quot; stroke-width=&quot;2.5&quot; fill=&quot;none&quot; marker-end=&quot;url(#c4fm-arrow)&quot;&gt;
    &lt;path d=&quot;M 180 185 C 225 185 225 105 265 105&quot;/&gt;
    &lt;path d=&quot;M 180 225 C 225 225 225 305 265 305&quot;/&gt;
    &lt;path d=&quot;M 450 105 L 555 105&quot;/&gt;
    &lt;path d=&quot;M 450 305 L 555 305&quot;/&gt;
    &lt;path d=&quot;M 450 130 C 505 175 505 250 555 285&quot;/&gt;
  &lt;/g&gt;

  &lt;text x=&quot;500&quot; y=&quot;90&quot; text-anchor=&quot;middle&quot; font-family=&quot;system-ui,sans-serif&quot; font-size=&quot;13&quot; fill=&quot;#777&quot;&gt;Internet&lt;/text&gt;
  &lt;text x=&quot;500&quot; y=&quot;345&quot; text-anchor=&quot;middle&quot; font-family=&quot;system-ui,sans-serif&quot; font-size=&quot;13&quot; fill=&quot;#777&quot;&gt;Internet&lt;/text&gt;
  &lt;text x=&quot;470&quot; y=&quot;215&quot; font-family=&quot;system-ui,sans-serif&quot; font-size=&quot;13&quot; fill=&quot;#777&quot;&gt;nur über Brücke&lt;/text&gt;

  &lt;text x=&quot;660&quot; y=&quot;395&quot; text-anchor=&quot;middle&quot; font-family=&quot;system-ui,sans-serif&quot; font-size=&quot;14&quot; fill=&quot;#555&quot;&gt;weltweit verbundene Stationen&lt;/text&gt;
&lt;/svg&gt;
&lt;figcaption class=&quot;wp-block-image__caption&quot;&gt;Zwei Wege ins Netz: über einen Fusion-Umsetzer in die WIRES-X-Räume oder über Umsetzer und Hotspot in die offene YSF-/YCS-Welt. Die Verbindung zwischen beiden braucht eine Brücke. Grafik: oeradio.at&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio&quot;&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-embed__wrapper&quot;&gt;
https://www.youtube.com/watch?v=hHLyI7B4NAI
&lt;/div&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Video-Tipp (englisch): Wie Fusion, C4FM und WIRES-X zusammenhängen — die Einordnung der drei Begriffe, die im Alltag am häufigsten verwechselt werden.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;C4FM in Österreich: YCS232 und die DG-ID-Gruppen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Das österreichische Fusion-Netz läuft heute großteils über den &lt;strong&gt;YCS232&lt;/strong&gt; — den heimischen System-Fusion-II-Server, betrieben im Umfeld des ÖVSV. Die Gruppenwahl passiert über die DG-ID:&lt;/p&gt;

&lt;ul class=&quot;wp-block-list&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;DG-ID 32&lt;/strong&gt; — AT-C4FM-Austria, die landesweite Gruppe. Wer nur eine setzt, setzt diese.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;DG-ID 91&lt;/strong&gt; — OE1 / Ostregion, &lt;strong&gt;93&lt;/strong&gt; — Niederösterreich, &lt;strong&gt;98&lt;/strong&gt; — OE8 Kärnten: die Regionalgruppen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;DG-ID 28&lt;/strong&gt; — Schweiz, &lt;strong&gt;62&lt;/strong&gt; — Deutschland: die Nachbarn am selben Server.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;DG-ID 99&lt;/strong&gt; — Echo, der Selbsttest: Man hört die eigene Aussendung zurück und weiß sofort, ob Modulation und Weg stimmen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Jeder angebundene Umsetzer hat zusätzlich eine fix zugeteilte DG-ID, damit sich Zuordnungen nicht überschneiden. Für die Yaesu-eigene Welt existiert daneben der WIRES-X-Raum &lt;strong&gt;„OE AUSTRIA ALL&quot;&lt;/strong&gt;. Und weil der Multiprotokoll-Reflektor &lt;strong&gt;XLX905&lt;/strong&gt; auch C4FM annimmt, sitzt man dort in derselben Runde wie D-STAR- und DMR-Stationen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf der österreichischen C4FM-Relaisliste stehen derzeit rund &lt;strong&gt;26 Umsetzer&lt;/strong&gt;. Der Großteil liegt im 70-cm-Band mit −7,6 MHz Ablage, einige wenige auf 2 m mit 600 kHz. Ein Querschnitt:&lt;/p&gt;

&lt;ul class=&quot;wp-block-list&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;OE1XAT&lt;/strong&gt; Wien/Wienerwald — 438,3625 MHz, YCS System Fusion II&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;OE2XZR&lt;/strong&gt; Gaisberg — 438,550 MHz, YCS&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;OE5XOL&lt;/strong&gt; Linz/Breitenstein — 438,2875 MHz, YCS&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;OE5XGL&lt;/strong&gt; Grünberg — 145,750 MHz (2 m), YCS&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;OE6XAG&lt;/strong&gt; Schöckl — 437,975 MHz, YCS&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;OE7XCJ&lt;/strong&gt; Innsbruck — 438,400 MHz, YCS&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;OE8XKK&lt;/strong&gt; Pyramidenkogel — 439,075 MHz, YCS&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;OE7XLI&lt;/strong&gt; Lienz/Hochstein — 439,075 MHz, als einer der wenigen über WIRES-X&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Ein paar Umsetzer laufen bewusst ohne Vernetzung — etwa OE3XDA am Hochkogelberg, OE5XKL am Krippenstein oder OE6XPG auf der Planai. Die aktuelle Liste samt Ablage und DG-ID pflegt die C4FM-Austria-Seite; welche Gruppe gerade aktiv ist, zeigt das &lt;strong&gt;YCS232-Dashboard&lt;/strong&gt; in Echtzeit. Wer wissen will, was sonst noch im Land steht: Unsere Übersicht der &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/ukw-relaisfunkstellen-in-oesterreich-netzwerk-technik-und-nutzung/&quot;&gt;UKW-Relaisfunkstellen in Österreich&lt;/a&gt; und die Karte in &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/relaisblick-interaktive-karte-aller-oesterreichischen-amateurfunk-relais/&quot;&gt;Relaisblick&lt;/a&gt; ordnen das Gesamtbild ein.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio&quot;&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-embed__wrapper&quot;&gt;
https://www.youtube.com/watch?v=KrXxeuUee2M
&lt;/div&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Video-Tipp: Die Umstellung Österreichs auf YCS / System Fusion II — warum DG-ID-Gruppen den einzelnen Reflektor ablösen und was das für den Alltag am Gerät bedeutet.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Geräte: Yaesu und sonst niemand&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;C4FM ist ein Yaesu-Standard, und im Gegensatz zu DMR gibt es keine dritte Partei, die günstige Geräte baut. Wer Fusion will, kauft Yaesu. Gängige Vertreter:&lt;/p&gt;

&lt;ul class=&quot;wp-block-list&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;FT-70DE&lt;/strong&gt; — das Einstiegs-Handgerät: 5 W, C4FM und FM, kein GPS, kein Farbdisplay. Der billigste Weg in den Modus.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;FT3DE / FT5DE&lt;/strong&gt; — die Vollausstattung: Touch-Farbdisplay, GPS, Bluetooth, APRS, PDN-tauglich. Das FT5DE ist die aktuelle Ausbaustufe.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;FTM-200DE / FTM-300DE&lt;/strong&gt; — Mobilgeräte mit 50 W, GPS und AMS; das FTM-300DE mit dem größeren Funktionsumfang.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;FTM-500DE&lt;/strong&gt; (und die neuere &lt;strong&gt;FTM-510DE&lt;/strong&gt;-Reihe) — echter Dualempfang, zwei aktive Empfänger gleichzeitig, AESS-Lautsprecherkonzept.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;FT-991A&lt;/strong&gt; — der Allroundtransceiver: KW, 6 m, 2 m und 70 cm in allen Modi, C4FM auf VHF/UHF inklusive.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;DR-2X / DR-2XE&lt;/strong&gt; — der Umsetzer selbst, mit AMS-Betrieb und optionaler LAN-Einheit.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://oeradio.at/wp-content/uploads/2026/09/c4fm-yaesu-ft991-1024x688.webp&quot; alt=&quot;Yaesu FT-991 Allmode-Transceiver mit Farbdisplay und Handmikrofon auf einem Schreibtisch&quot; loading=&quot;lazy&quot;/&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-block-image__caption&quot;&gt;Das FT-991A bringt C4FM als Nebenwirkung mit: Wer die Station ohnehin für KW anschafft, ist auf 2 m und 70 cm gleich digital QRV. Foto: mick m43, CC0, via Wikimedia Commons.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;Zum Umsetzer gehört bei Yaesu noch &lt;strong&gt;IMRS&lt;/strong&gt; (Internet-linked Multi-site Repeater System): Mit der optionalen LAN-Einheit lassen sich bis zu 99 DR-2X untereinander über IP verbinden — eine herstellereigene Umsetzerkette, unabhängig von WIRES-X. In Österreich spielt das kaum eine Rolle, weil die Vernetzung über den YCS232 läuft.&lt;/p&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Ohne Umsetzer: der Hotspot&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Wer keinen Fusion-Umsetzer erreicht, kommt über einen &lt;strong&gt;Hotspot&lt;/strong&gt; ins Netz: ein MMDVM-Board am Raspberry Pi, betrieben mit &lt;strong&gt;Pi-Star&lt;/strong&gt; oder dem moderneren &lt;strong&gt;WPSD&lt;/strong&gt;. Der Hotspot wählt sich in einen YSF-Reflektor oder direkt in den YCS232 ein, die Gruppenwahl bleibt die DG-ID am Gerät. Die Einrichtung Schritt für Schritt steht in &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/pi-star-hotspot-einrichten-dmr-d-star-c4fm/&quot;&gt;Pi-Star-Hotspot einrichten&lt;/a&gt;. Es gilt wie immer: gültige Lizenz, Frequenz nach Bandplan, minimale Leistung.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Was C4FM sonst noch kann: GPS, Messages, Bilder&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der Datenkanal im DN-Modus wird nicht nur für das Rufzeichen gebraucht. Er transportiert die &lt;strong&gt;GPS-Position&lt;/strong&gt; — an einem YCS landen die Positionen im Dashboard, und über passende Gateways finden sie auch ins &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/aprs-in-oesterreich-positionsmeldungen-wetterdaten-und-mehr/&quot;&gt;APRS-Netz&lt;/a&gt;. Dazu kommen kurze &lt;strong&gt;Textnachrichten&lt;/strong&gt; zwischen Geräten und, im DW-Modus, sogar Fotos aus der optionalen Kamera-Sprechgarnitur. Für den Alltag ist das eine Spielerei; für Ausbildung, Fielddays und &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/conteste-fuer-einsteiger-warum-du-mindestens-einen-contest-mitmachen-solltest/&quot;&gt;Contest-Logistik&lt;/a&gt; gelegentlich praktisch.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die GM-Funktion (Group Monitor) zeigt, welche Stationen der eigenen Gruppe gerade in Reichweite sind — mit Entfernung und Richtung. Auf einem Fielday mit mehreren Trupps ist das die vielleicht unterschätzteste Funktion des ganzen Systems.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Wo die Grenzen liegen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Drei Punkte gehören ehrlicherweise dazu:&lt;/p&gt;

&lt;ul class=&quot;wp-block-list&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Ein Hersteller, ein Ökosystem.&lt;/strong&gt; Es gibt keine Alternative zu Yaesu-Geräten, und damit keinen Preisdruck. DMR-Handgeräte gibt es ab knapp über hundert Euro, ein FT5DE liegt beim Vier- bis Fünffachen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Proprietärer Codec.&lt;/strong&gt; AMBE+2 ist lizenzpflichtiges geistiges Eigentum von DVSI. Man kann Fusion nicht vollständig in freier Software nachbauen — genau der Punkt, an dem &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/m17-in-oesterreich-offener-digitalfunk/&quot;&gt;M17&lt;/a&gt; mit dem offenen Codec2 ansetzt.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;WIRES-X ist geschlossen.&lt;/strong&gt; Node- und Room-IDs vergibt Yaesu, die Software läuft nur unter Windows. Die YSF-/YCS-Welt ist die offene Antwort darauf — aber sie ist eben eine Parallelwelt, keine Erweiterung.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Dem gegenüber steht der eine Vorteil, den kein anderes System hat: Keine Registrierung, kein Codeplug, kein Talkgroup-Studium. Rufzeichen eintragen, DG-ID setzen, drücken. Für viele ist Fusion deshalb der erste Digitalmodus — und für manche der einzige, den sie brauchen.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;In drei Schritten QRV&lt;/h2&gt;

&lt;ul class=&quot;wp-block-list&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Rufzeichen eintragen.&lt;/strong&gt; Einmalig im Setup-Menü. Keine Online-Registrierung, keine ID zu beantragen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Ziel wählen.&lt;/strong&gt; Einen österreichischen Fusion-Umsetzer aus der Relaisliste, den WIRES-X-Raum „OE AUSTRIA ALL&quot; oder — über Hotspot — den YCS232. Frequenzen und Ablagen übernimmt bequem der &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/memory-channels-processor-nie-wieder-relais-manuell-eintippen/&quot;&gt;Memory Channels Processor&lt;/a&gt; ins Gerät.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;DG-ID setzen und zuhören.&lt;/strong&gt; 32 für Österreich, dazu die Regionalgruppe. Vorher ein Test auf DG-ID 99 (Echo) beantwortet die Frage „komme ich überhaupt an?&quot; in fünf Sekunden. Dann mit vollständigem Rufzeichen aufrufen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Weiterführende Quellen&lt;/h2&gt;

&lt;ul class=&quot;wp-block-list&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://wiki.oevsv.at/wiki/Kategorie:C4FM&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;ÖVSV-Wiki — Kategorie C4FM&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://ham-c4fm.at/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;ham-c4fm.at&lt;/a&gt; — Relaisliste, DG-ID-Gruppen, Anleitungen für Österreich&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://ycs232.oevsv.at/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;YCS232-Dashboard&lt;/a&gt; — Live-Ansicht der aktiven Gruppen und Umsetzer&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://systemfusion.yaesu.com/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;systemfusion.yaesu.com&lt;/a&gt; — Herstellerdokumentation zu Modi, WIRES-X und DR-2X&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Passend dazu bei uns: &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/c4fm-yaesu-fusion-in-oesterreich-einstieg/&quot;&gt;C4FM-Einstieg in Österreich&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/d-star-erklaert-reflektoren-callsign-routing-und-digitale-sprachqualitaet/&quot;&gt;D-STAR erklärt&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/dmr-fuer-einsteiger-talkgroups-codeplugs-und-der-weg-ins-digitale-netz/&quot;&gt;DMR für Einsteiger&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/echolink-allstarlink-svxlink-weltweiter-relaisfunk-ueber-voip/&quot;&gt;EchoLink, AllStarLink und SvxLink&lt;/a&gt; für den analogen Gegenentwurf.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Diese Seite ist Teil unserer &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/digitalfunk-in-oesterreich-welcher-modus-passt-zu-dir/&quot;&gt;Digitalfunk-Übersicht&lt;/a&gt; — dort findest du alle Modi im Vergleich.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;73 – eure oeradio.at-Redaktion&lt;/p&gt;

&lt;hr class=&quot;wp-block-separator has-alpha-channel-opacity&quot;/&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Transparenzhinweis&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI (Claude, Anthropic) auf Basis öffentlicher Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst; die Inhalte wurden von der oeradio.at-Redaktion geprüft. Im September 2026 wurde der Beitrag grundlegend überarbeitet und um die technischen Grundlagen, die Netzarchitektur und die österreichischen DG-ID-Gruppen erweitert. Die Angaben zu Modulation, Datenraten und Betriebsarten stammen aus der Yaesu-Dokumentation und öffentlich zugänglichen technischen Darstellungen, die Umsetzer- und DG-ID-Angaben von ham-c4fm.at und aus dem ÖVSV-Wiki — Umsetzerdaten ändern sich, im Zweifel gilt die dortige Liste. Titelbild (Yaesu FT3D) von Ohhai-emre, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, zugeschnitten; das Gerätefoto steht mit Fotograf und Lizenz in der Bildunterschrift; die Grafiken sind von uns. Die eingebundenen Videos stammen von externen YouTube-Kanälen und geben deren Sicht wieder. Korrekturen gerne an &lt;a href=&quot;mailto:kontakt@oeradio.at&quot;&gt;kontakt@oeradio.at&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Beitrag &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/yaesu-c4fm-fusion-analogkompatibel-und-digitale-sprachqualitaet-vereint/&quot;&gt;Yaesu C4FM/Fusion: Analogkompatibel und digitale Sprachqualität vereint&lt;/a&gt; erschien zuerst auf &lt;a href=&quot;https://oeradio.at&quot;&gt;OERadio&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:creator>Michael | OE8YML</dc:creator><category>Amateurfunk</category><category>Digitalfunk</category></item><item><title>Icom IC-7110: Aus dem Konzept X-026 wird ein Seriengerät</title><link>https://oeradio.at/icom-ic-7110-x-026-serienreif-tokyo-ham-fair-2026/</link><guid isPermaLink="false">https://oeradio.at/?p=90510</guid><description>&lt;p&gt;Vier Monate lang war das X-026 ein Mockup ohne Datenblatt. Auf der Tokyo Ham Fair hat Icom aufgelöst: Es ist der IC-7110, der Nachfolger des IC-7100. Was bestätigt ist, was fehlt — und warum die 70 MHz auf dem Datenblatt für Österreich eine eigene Geschichte sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Beitrag &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/icom-ic-7110-x-026-serienreif-tokyo-ham-fair-2026/&quot;&gt;Icom IC-7110: Aus dem Konzept X-026 wird ein Seriengerät&lt;/a&gt; erschien zuerst auf &lt;a href=&quot;https://oeradio.at&quot;&gt;OERadio&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</description><pubDate>Sat, 29 Aug 2026 17:50:00 GMT</pubDate><content:encoded>&lt;p&gt;Seit April rätselt die Szene über ein Gerät, von dem es nur ein Gehäuse zu sehen gab. Am 29. August hat Icom auf der &lt;strong&gt;Tokyo Ham Fair&lt;/strong&gt; aufgelöst: Das Konzept &lt;strong&gt;X-026&lt;/strong&gt; heißt in Serie &lt;strong&gt;IC-7110&lt;/strong&gt; und ist der Nachfolger des IC-7100.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir haben das Mockup im April in &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/icom-x-026-neues-konzept-funkgeraet-wird-bei-der-hamvention-2026-enthuellt/&quot;&gt;&lt;strong&gt;Icom X-026: Neues Konzept-Funkgerät wird bei der Hamvention enthüllt&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt; nüchtern eingeordnet und damals geschrieben, dass außer dem Gehäuse nichts bekannt ist. Jetzt liegt ein Datenblatt vor. Hier steht, was tatsächlich bestätigt ist — und was weiterhin fehlt.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Was der IC-7110 ist&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ein Allmode-Mobilgerät mit abnehmbarem Bedienteil, also derselbe Gedanke wie beim IC-7100 von 2013: ein Gerät für Auto und Shack, das alles von Kurzwelle bis UHF abdeckt.&lt;/p&gt;

&lt;ul class=&quot;wp-block-list&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Bänder:&lt;/strong&gt; HF / 50 / 70* / 144 / 430 MHz (*70 MHz nur in der Europa-Version)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Empfang:&lt;/strong&gt; durchgehend von 30 kHz bis über das 144-MHz-Band, inklusive UKW-Rundfunk und Flugfunkband&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Betriebsarten:&lt;/strong&gt; SSB, CW, RTTY, AM, FM und D-STAR DV&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Leistung:&lt;/strong&gt; 100 W auf HF und 50 MHz, 50 W auf 144 und 430 MHz&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Varianten:&lt;/strong&gt; IC-7110 mit 100 W, IC-7110M mit 50 W, IC-7110S mit 20 W&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Display:&lt;/strong&gt; 4,3 Zoll in Farbe, mit Touch-Bedienung&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Zwei getrennte Empfängerzüge&lt;/strong&gt; für HF+50 MHz und für VHF/UHF, an zwei eigenen Antennenbuchsen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Dualwatch&lt;/strong&gt; für HF/VHF und HF/UHF, auch gleichzeitiger DV-Empfang&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Echtzeit-Spektrum mit Wasserfall, Audioscope, CW-Decoder&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Wi-Fi (2,4 und 5 GHz), Bluetooth 5.3, GNSS-Empfänger&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Bedienteil mit Stativgewinde (1/4-20), Lautsprecher, Mikrofonbuchse und SD-Slot im Kopf&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Lüfter an der Front&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Kein interner Antennentuner&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Die zwei Punkte, über die geredet werden wird&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Erstens: die zwei Empfängerzüge.&lt;/strong&gt; Das ist der eigentliche Unterschied zum IC-7100. Der konnte nur einen Empfänger bedienen; wer auf Kurzwelle saß und nebenbei das Ortsrelais mithören wollte, hatte Pech. Der IC-7110 hat dafür jetzt zwei Züge und zwei Buchsen. Für den Mobilbetrieb ist das der praktisch relevanteste Zugewinn, weil man damit fahren und trotzdem auf 2 m erreichbar bleiben kann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Zweitens: der fehlende Tuner.&lt;/strong&gt; Der IC-7100 hatte auch keinen, insofern ist das keine Verschlechterung — aber es heißt eben, dass zum Gerät noch eine Anpassung dazukommt, wenn man nicht mit resonanten Antennen arbeitet. Icom hat im Mai auf der Hamvention den Tuner &lt;strong&gt;AH-6&lt;/strong&gt; vorgestellt, der genau in diese Lücke passt. Wer sich das ausrechnet, sollte den Tuner von Anfang an mit einplanen. Was ein Tuner leistet und was nicht, steht in &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/antennentuner-manuell-vs-automatisch-was-ist-besser/&quot;&gt;Antennentuner: manuell oder automatisch&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;


&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Die 70 MHz auf dem Datenblatt — und was davon in OE gilt&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Auf allen europäischen Ankündigungen steht das 4-m-Band als Standardausstattung. In Großbritannien ist das ein Verkaufsargument. In Österreich ist es eine Fußnote mit Behördengang.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das 70-MHz-Band ist bei uns &lt;strong&gt;nicht regulär freigegeben&lt;/strong&gt;. Der ÖVSV hat im Juni 2024 bei der Fernmeldebehörde die Zuteilung des Bereichs 70,0 bis 70,5 MHz beantragt; im Bandplan steht es bis heute nicht. Was es gibt, sind &lt;strong&gt;Ausnahmebewilligungen&lt;/strong&gt;: Einzelgenehmigungen der Fernmeldebehörde in Abstimmung mit dem ÖVSV, gedacht als Testbetrieb für eine mögliche künftige Aufnahme in die Frequenznutzungsverordnung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Eckdaten dieser Bewilligungen: &lt;strong&gt;70,0 bis 70,5 MHz, maximal 25 Watt&lt;/strong&gt;, zugelassen sind schmalbandige Digimodes wie FT8, FT4, Q65, MSK144 und FSK441 sowie A1A, F3E und J3E. Aus der Praxis ist bekannt, dass Anträge auch für Teilbereiche wie 70,150 bis 70,175 MHz bewilligt wurden, mit einer Jahresgebühr um die 241 Euro und einem Verfahren, das Geduld verlangt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Für die Kaufentscheidung heißt das: Die 70 MHz im IC-7110 sind in Österreich vorerst kein Band, das man einfach einschaltet, sondern eines, für das man vorher einen Bescheid braucht. Wer sich dafür interessiert, findet den Rahmen in unserem Beitrag zur &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/frequenznutzungsverordnung-was-sich-fuer-funkamateure-in-oesterreich-geaendert-hat/&quot;&gt;Frequenznutzungsverordnung&lt;/a&gt;. Dieselbe Novelle, die 23 cm auf 10 Watt gedeckelt hat, hat für 4 m eben nichts gebracht.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Was noch nicht bekannt ist&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Und jetzt der Teil, den man in den Ankündigungen suchen muss: &lt;strong&gt;Icom hat weder Preis noch Liefertermin genannt.&lt;/strong&gt; Kein Produktionsplan, keine Verfügbarkeit, keine UVP. Britische Händler haben bereits Produktseiten angelegt, aber ohne Preis.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ebenfalls offen sind die Dinge, die man erst am Gerät beurteilen kann: Wie gut das Empfängerdesign in einer starken Bandsituation ist, wie laut der Frontlüfter im Shack wird, wie schnell der Wasserfall wirklich läuft und wie sich die Bedienoberfläche im Auto anfühlt. Icom nennt sie in Anlehnung an den IC-705 — wer den kennt, weiß ungefähr, was ihn erwartet. Zum IC-705 haben wir übrigens einen eigenen Beitrag über &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/ic-705-remotefunk-mit-tailscale-so-steuerst-du-deinen-icom-ic-705-von-ueberall/&quot;&gt;Remotebetrieb mit Tailscale&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Einordnung&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der IC-7100 war dreizehn Jahre am Markt und ist bis heute das Gerät, das man empfiehlt, wenn jemand ein Auto, ein kleines Shack und kein zweites Budget hat. Ein Nachfolger war überfällig, und was auf dem Datenblatt steht, sieht nach einem sauberen Generationswechsel aus: Touch-Display statt Tastenmenüs, Wasserfall statt Zahlenkolonnen, zwei Empfänger statt einem, Funkübertragung zum Rechner statt Kabelsalat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ob das den Aufpreis wert ist, kann man erst sagen, wenn Icom einen nennt. Bis dahin gilt: Das Gerät existiert, es ist kein Mockup mehr, und der Nachfolger des meistverkauften Allband-Mobilgeräts der letzten Dekade hat einen Namen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wer eines in die Hand bekommt — auf einer Messe, beim Händler, egal wo: Schreibt uns. Ein erster Eindruck aus OE ist mehr wert als zehn Datenblätter.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;73 – eure oeradio.at-Redaktion&lt;/p&gt;

&lt;hr class=&quot;wp-block-separator has-alpha-channel-opacity&quot;/&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Transparenzhinweis&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI (Claude, Anthropic) recherchiert und verfasst. Quellen sind die Ankündigungen von Icom Europe und Icom UK zur Vorstellung auf der JARL Ham Fair am 29. und 30. August 2026, die veröffentlichten Vorabdaten zum IC-7110 sowie für den 4-m-Teil das ÖVSV-Wiki und die Darstellung der Ausnahmebewilligungen bei mpdx.at. Alle technischen Angaben stammen aus Herstellerunterlagen — wir hatten kein Gerät in der Hand und behaupten keine eigenen Messwerte. Das Titelbild ist eine KI-erzeugte Illustration und zeigt kein reales Gerät — von Icom liegen noch keine freien Pressefotos des IC-7110 vor. Die redaktionelle Verantwortung und inhaltliche Prüfung liegt bei der oeradio.at-Redaktion. Korrekturen gerne an &lt;a href=&quot;mailto:kontakt@oeradio.at&quot;&gt;kontakt@oeradio.at&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Beitrag &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/icom-ic-7110-x-026-serienreif-tokyo-ham-fair-2026/&quot;&gt;Icom IC-7110: Aus dem Konzept X-026 wird ein Seriengerät&lt;/a&gt; erschien zuerst auf &lt;a href=&quot;https://oeradio.at&quot;&gt;OERadio&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:creator>Michael | OE8YML</dc:creator><category>Amateurfunk</category><category>Technik</category></item><item><title>Endstufen und Verstärker: Auswahl, Sicherheit und Erdung</title><link>https://oeradio.at/endstufen-und-verstaerker-auswahl-sicherheit-und-erdung/</link><guid isPermaLink="false">https://oeradio.at/?p=4931</guid><description>&lt;p&gt;Eine Endstufe bringt rund eineinhalb S-Stufen — und dazu Hochspannung, Wärme, Netzstrom und ein Bündel an Vorschriften. Was in Österreich wirklich erlaubt ist, wie Röhre und LDMOS sich unterscheiden, wie Ansteuerung, ALC und Erdung sauber aufgesetzt werden und worauf man beim Gebrauchtkauf achtet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Beitrag &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/endstufen-und-verstaerker-auswahl-sicherheit-und-erdung/&quot;&gt;Endstufen und Verstärker: Auswahl, Sicherheit und Erdung&lt;/a&gt; erschien zuerst auf &lt;a href=&quot;https://oeradio.at&quot;&gt;OERadio&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</description><pubDate>Sat, 29 Aug 2026 07:00:00 GMT</pubDate><content:encoded>&lt;p&gt;Eine Endstufe ist das teuerste Gerät im Shack, das am wenigsten zum Erfolg beiträgt — und trotzdem will sie irgendwann fast jeder haben. Dieser Artikel geht der Reihe nach durch, was eine Endstufe tatsächlich bringt, was in Österreich rechtlich gilt, wie sich Röhre und LDMOS in der Praxis unterscheiden, wie man Ansteuerung, ALC, Kühlung und Erdung sauber aufsetzt und woran man einen brauchbaren Gebrauchtkauf erkennt.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-gallery aligncenter has-nested-images columns-1 is-cropped&quot;&gt;&lt;figure class=&quot;wp-block-image&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://oeradio.at/wp-content/uploads/2026/08/endstufe-om-power-om3500a-1024x576.webp&quot; alt=&quot;Röhrenendstufe OM Power OM3500A mit digitalem Stehwellenmessgerät LP-100A&quot;/&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-element-caption&quot;&gt;Klassische Bedienphilosophie: TUNE und LOAD an einer OM-Power-Röhrenendstufe, darüber ein digitales Wattmeter. Foto: Karl-Martin Skontorp, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Was mehr Leistung wirklich bringt&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die wichtigste Zahl zuerst, weil sie die ganze Diskussion einordnet: &lt;strong&gt;Leistung wirkt logarithmisch&lt;/strong&gt;. Eine S-Stufe entspricht auf Kurzwelle definitionsgemäß 6 dB, also dem Vierfachen der Leistung.&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;100 W → 400 W = &lt;strong&gt;6 dB&lt;/strong&gt; = genau eine S-Stufe&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;100 W → 1000 W = &lt;strong&gt;10 dB&lt;/strong&gt; = rund &lt;strong&gt;1,7 S-Stufen&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;5 W (QRP) → 100 W = &lt;strong&gt;13 dB&lt;/strong&gt; = gut zwei S-Stufen&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Wer von 100 auf 1000 Watt geht, verzehnfacht die Leistung und gewinnt dabei knapp zwei S-Stufen. Zum Vergleich: Der Wechsel von einer Vertikalantenne auf eine Dreielement-Yagi bringt ähnlich viel — in beide Richtungen, also auch beim Empfang, und ohne Stromrechnung. Deshalb gilt die alte Regel unverändert: &lt;strong&gt;Jeder Euro in die Antenne wirkt besser als der gleiche Euro in die Endstufe.&lt;/strong&gt; Wer noch Luft bei &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/vertikalantennen-fuer-kurzwelle-grundlagen-typen-und-praxis/&quot;&gt;Vertikalantennen&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/efhw-die-end-fed-half-wave-antenne-einfach-effektiv-vielseitig/&quot;&gt;EFHW&lt;/a&gt; oder einer &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/yagi-antennen-fuer-vhf-uhf-richtantennen-selbst-gebaut/&quot;&gt;Richtantenne&lt;/a&gt; hat, sollte dort anfangen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Trotzdem gibt es Situationen, in denen eine Endstufe der einzige Weg ist:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Pile-Ups im &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/conteste-fuer-einsteiger-warum-du-mindestens-einen-contest-mitmachen-solltest/&quot;&gt;Contest&lt;/a&gt; und bei DXpeditionen&lt;/strong&gt; — hier zählt nicht absolute Feldstärke, sondern der Abstand zu den anderen Anrufern&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;&lt;a href=&quot;https://oeradio.at/eme-earth-moon-earth-mondreflexion-auf-2-m-und-70-cm/&quot;&gt;EME&lt;/a&gt; und Meteorscatter&lt;/strong&gt; — physikalisch geht es ohne hohe Leistung schlicht nicht&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Kompromissantennen&lt;/strong&gt; — wer in der Wohnung mit &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/magnetic-loop-die-balkon-antenne-fuer-den-funkamateur/&quot;&gt;Magnetic Loop&lt;/a&gt; oder Stealth-Antenne arbeitet, kompensiert Antennenverluste&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Low Band&lt;/strong&gt; — 160 m und 80 m verzeihen wenig, gerade im Sommer&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Und es gibt eine Situation, in der eine Endstufe nichts nützt: wenn man die Gegenstation nicht &lt;em&gt;hört&lt;/em&gt;. Leistung macht den eigenen Empfänger nicht besser. Wer im Störnebel sitzt, investiert sinnvoller in &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/empfangsantennen-fuer-low-band-beverage-k9ay-und-flagantennen/&quot;&gt;Empfangsantennen&lt;/a&gt; und in die &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/emv-ratgeber-stoerungen-finden-und-beheben/&quot;&gt;Störungssuche im eigenen Haus&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Rechtsrahmen: Was in Österreich tatsächlich erlaubt ist&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Hier hält sich hartnäckig ein Missverständnis: „Mit CEPT-Lizenz darf man 1 kW.&quot; Das stimmt so nicht. Maßgeblich ist die &lt;strong&gt;Frequenznutzungsverordnung 2013&lt;/strong&gt; (BGBl. II Nr. 63/2014), Anlage 4, in der Fassung der &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/frequenznutzungsverordnung-was-sich-fuer-funkamateure-in-oesterreich-geaendert-hat/&quot;&gt;Novelle BGBl. II Nr. 61/2023&lt;/a&gt;, in Kraft seit 13. März 2023.&lt;/p&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Der Normalfall: 400 Watt&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Für Inhaber der &lt;strong&gt;Bewilligungsklasse 1&lt;/strong&gt; liegt die reguläre Obergrenze auf den Kurzwellenbändern bei &lt;strong&gt;400 W PEP&lt;/strong&gt;. Das ist die Leistung, mit der die allermeisten österreichischen Stationen legal arbeiten — und für die eine 600-Watt-Endstufe mit Reserve völlig ausreicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Für die &lt;strong&gt;Bewilligungsklassen 3 und 4&lt;/strong&gt; ist bei &lt;strong&gt;100 W&lt;/strong&gt; Schluss. Und, praktisch noch wichtiger: In diesen Klassen sind laut Anlage 4 &lt;strong&gt;nur unmodifizierte, kommerzielle Sendeanlagen&lt;/strong&gt; zulässig. Eine nachgeschaltete Endstufe — erst recht eine selbstgebaute — ist damit für Klasse 3 und 4 faktisch kein Thema. Wer aufrüsten will, macht zuerst die &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/amateurfunkpruefung-in-oesterreich-2026-der-komplette-leitfaden/&quot;&gt;Prüfung zur Klasse 1&lt;/a&gt;; welche Klasse wofür taugt, haben wir im &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/welche-lizenzklasse-ist-die-richtige-fuer-mich-klasse-1-vs-3-vs-4-im-vergleich/&quot;&gt;Lizenzklassen-Vergleich&lt;/a&gt; aufgedröselt.&lt;/p&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;High Power: 1 kW auf Antrag&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Seit der Novelle 2023 kann die Leistungsstufe &lt;strong&gt;„High Power&quot; mit 1000 W PEP&lt;/strong&gt; beantragt werden. Die Bedingungen laut &lt;a href=&quot;https://www.fb.gv.at/Funk/amateurfunkdienst/af-high-power-info.html&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;noopener&quot;&gt;Fernmeldebüro&lt;/a&gt;:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;nur für &lt;strong&gt;Bewilligungsklasse 1&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;nur auf den KW-Bändern &lt;strong&gt;80 m, 40 m, 20 m, 17 m, 15 m, 12 m und 10 m&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Voraussetzung ist „ein mindestens einjähriger störungsfreier Betrieb der Leistungsstufe B für den bewilligten Standort&quot; — bei bestehender Bewilligung der Leistungsstufe C entfällt die Wartezeit&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Antrag über das RAT-System&lt;/strong&gt;; bis zur Genehmigung ist High-Power-Betrieb unzulässig&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;die Bewilligung ist &lt;strong&gt;standortgebunden&lt;/strong&gt; und kostenpflichtig (Größenordnung 6,5 Euro monatlich)&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Der Punkt „störungsfreier Betrieb&quot; ist kein Formalismus: Wer bei den Nachbarn seit Jahren im Fernseher hängt, bekommt keine Leistungserhöhung. Das ist ein guter Grund, die &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/emv-ratgeber-stoerungen-finden-und-beheben/&quot;&gt;EMV-Hausaufgaben&lt;/a&gt; vor dem Endstufenkauf zu machen, nicht danach.&lt;/p&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Die Bänder im Detail&lt;/h3&gt;

&lt;table class=&quot;wp-block-table&quot;&gt;&lt;thead&gt;&lt;tr&gt;&lt;th&gt;Band&lt;/th&gt;&lt;th&gt;Max. Leistung Klasse 1&lt;/th&gt;&lt;th&gt;High Power möglich?&lt;/th&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/thead&gt;&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td&gt;160 m (1810–1850 kHz)&lt;/td&gt;&lt;td&gt;200 W&lt;/td&gt;&lt;td&gt;nein&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td&gt;160 m (1850–2000 kHz)&lt;/td&gt;&lt;td&gt;100 W&lt;/td&gt;&lt;td&gt;nein&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td&gt;80 m&lt;/td&gt;&lt;td&gt;400 W&lt;/td&gt;&lt;td&gt;&lt;strong&gt;ja&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td&gt;60 m (5351,5–5366,5 kHz)&lt;/td&gt;&lt;td&gt;15 W EIRP&lt;/td&gt;&lt;td&gt;nein&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td&gt;40 m&lt;/td&gt;&lt;td&gt;400 W&lt;/td&gt;&lt;td&gt;&lt;strong&gt;ja&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td&gt;30 m&lt;/td&gt;&lt;td&gt;200 W&lt;/td&gt;&lt;td&gt;nein (WARC)&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td&gt;20 / 17 / 15 / 12 / 10 m&lt;/td&gt;&lt;td&gt;400 W&lt;/td&gt;&lt;td&gt;&lt;strong&gt;ja&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td&gt;6 m (50–52 MHz)&lt;/td&gt;&lt;td&gt;200 W&lt;/td&gt;&lt;td&gt;nein&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td&gt;6 m (52–54 MHz)&lt;/td&gt;&lt;td&gt;100 W&lt;/td&gt;&lt;td&gt;nein&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td&gt;2 m und 70 cm&lt;/td&gt;&lt;td&gt;bis 1 kW — &lt;strong&gt;aber nur EME und Meteorscatter mit Yagis ab 15 dBd&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Sonderfall&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td&gt;23 cm&lt;/td&gt;&lt;td&gt;10 W (GNSS-Schutz)&lt;/td&gt;&lt;td&gt;nein&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td&gt;13 cm und höher&lt;/td&gt;&lt;td&gt;200 W&lt;/td&gt;&lt;td&gt;nein&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;

&lt;p&gt;Auf den WARC-Bändern (30, 17, 12 m) gilt zusätzlich die IARU-Vereinbarung, dass dort keine Conteste gefahren werden — und der gute Ton, es dort mit der Leistung nicht zu übertreiben. Zum stark beschnittenen 23-cm-Band siehe unseren &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/23-cm-band-und-hoeher-einstieg-in-mikrowellenbaender/&quot;&gt;Mikrowellen-Artikel&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Nebenaussendungen, Kunstantenne, CE&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Drei Bestimmungen der &lt;a href=&quot;https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;amp;Gesetzesnummer=10012930&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;noopener&quot;&gt;Amateurfunkverordnung (AFV)&lt;/a&gt; betreffen den Endstufenbetrieb direkt:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;§ 17 — unerwünschte Aussendungen&lt;/strong&gt; sind „auf das geringstmögliche Maß zu beschränken&quot;; im Bereich 50–1000 MHz gilt eine Dämpfung von mindestens 60 dB gegenüber der Spitzenleistung. Ohne wirksames Oberwellenfilter hinter der Endstufe ist das nicht zu halten.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;§ 14 — Senderabstimmung&lt;/strong&gt; verlangt, dass abgestimmt wird, ohne unnötig zu strahlen — in der Praxis: &lt;strong&gt;an der Kunstantenne (Dummy Load)&lt;/strong&gt;. Das ist bei Röhrenendstufen mit TUNE/LOAD keine Empfehlung, sondern Vorschrift.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;§ 13 — Kontrollgeräte&lt;/strong&gt; setzt geeignete Strom- und Spannungsmessgeräte voraus. Bei einer Endstufe heißt das konkret: Anodenstrom, Anodenspannung, Ausgangs- und Rücklaufleistung müssen ablesbar sein.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Zur CE-Frage: Fertig gekaufte Endstufen brauchen eine CE-Kennzeichnung nach der Funkanlagenrichtlinie &lt;strong&gt;RED 2014/53/EU&lt;/strong&gt; und der EMV-Richtlinie. &lt;strong&gt;Eigenbau und Bausätze&lt;/strong&gt; von und für Funkamateure sind nach Art. 1 Abs. 2 lit. c RED ausdrücklich &lt;strong&gt;ausgenommen&lt;/strong&gt;, solange sie nicht am Markt bereitgestellt werden. Selberbauen ist also erlaubt — die Einhaltung der Grenzwerte aus § 17 AFV entbindet das aber nicht.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio&quot;&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-embed__wrapper&quot;&gt;
https://www.youtube.com/watch?v=rSdOjGi78CQ
&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-element-caption&quot;&gt;Eigenbau im Amateurfunk: 1.400-W- und 600-W-Endstufen von Jörg Müller (DJ8YP) — Aufbau, Kühlung, Filter (Quelle: YouTube, deutsch)&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Röhre oder LDMOS?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der Streit ist gefühlt so alt wie das Hobby, aber technisch inzwischen ziemlich klar entschieden — mit einigen Ausnahmen.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-gallery aligncenter has-nested-images columns-1 is-cropped&quot;&gt;&lt;figure class=&quot;wp-block-image&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://oeradio.at/wp-content/uploads/2026/08/endstufe-collins-30l1-1024x603.webp&quot; alt=&quot;Collins 30L-1 Röhrenendstufe mit Anodenstrom-Instrument, Loading- und Tuning-Drehknöpfen&quot;/&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-element-caption&quot;&gt;Der Klassiker: Collins 30L-1. Anodeninstrument, LOADING, TUNING, Bandschalter — mehr Bedienelemente gibt es nicht, und jedes davon will bei jedem Bandwechsel angefasst werden. Foto: RadiomanPA, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Röhrenendstufen&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Meist Trioden in Gitterbasisschaltung (3-500Z, 3CX1500A7) oder Tetroden (GU-74B, 4CX800). Der Ausgangskreis ist ein abstimmbares Pi-Filter — daher TUNE und LOAD, daher der Bandwechsel von Hand.&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Gutmütig bei Fehlanpassung.&lt;/strong&gt; Ein SWR von 3:1 quittiert eine Röhre mit schlechterem Wirkungsgrad, ein LDMOS-Modul mit dem Ableben.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Das Pi-Filter dämpft Oberwellen&lt;/strong&gt; von Haus aus mit — ein systembedingter Vorteil bei § 17.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Reparierbar.&lt;/strong&gt; Röhre tauschen, Kondensator tauschen, weiterfunken.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Aber:&lt;/strong&gt; 2000 bis 4000 Volt Anodenspannung, 20 bis 40 Kilogramm, Anheizzeit, und die Röhrenbeschaffung ist zum Problem geworden. Russische Typen wie GU-74B sind seit 2022 kaum noch regulär lieferbar, und bei den amerikanischen Klassikern sind Neuware-Preise deutlich gestiegen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;LDMOS-Endstufen&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Der heutige Standard. Ein bis zwei Leistungstransistoren — meist &lt;strong&gt;BLF188XR&lt;/strong&gt; oder &lt;strong&gt;MRF1K50&lt;/strong&gt; — an 50 bis 65 Volt, breitbandig, mit schaltbaren Tiefpassfiltern pro Band.&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Kein Abstimmen.&lt;/strong&gt; Bandwechsel in Millisekunden, oft automatisch über die Bandspannung des Transceivers. Für &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/so2r-single-operator-two-radio-fuer-contester/&quot;&gt;SO2R&lt;/a&gt; und Contestbetrieb praktisch Pflicht.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Keine Hochspannung&lt;/strong&gt; im gefährlichen Sinn — 50 V sind unangenehm, aber nicht tödlich.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Kompakt und leicht&lt;/strong&gt;, teils unter 15 kg, manche Modelle sogar portabeltauglich.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Aber:&lt;/strong&gt; extrem empfindlich gegen Fehlanpassung und Übersteuerung. Ohne funktionierende Schutzschaltung ist ein Modul in Millisekunden hinüber — und ein BLF188XR kostet einen dreistelligen Betrag.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;table class=&quot;wp-block-table&quot;&gt;&lt;thead&gt;&lt;tr&gt;&lt;th&gt;&lt;/th&gt;&lt;th&gt;Röhre&lt;/th&gt;&lt;th&gt;LDMOS&lt;/th&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/thead&gt;&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td&gt;Bandwechsel&lt;/td&gt;&lt;td&gt;manuell (TUNE/LOAD)&lt;/td&gt;&lt;td&gt;automatisch, sofort&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td&gt;Betriebsspannung&lt;/td&gt;&lt;td&gt;2–4 kV&lt;/td&gt;&lt;td&gt;50–65 V&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td&gt;Wirkungsgrad&lt;/td&gt;&lt;td&gt;ca. 55–65 %&lt;/td&gt;&lt;td&gt;ca. 55–70 %&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td&gt;Verhalten bei SWR &amp;gt; 2:1&lt;/td&gt;&lt;td&gt;gutmütig&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Abschaltung nötig, sonst Defekt&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td&gt;Oberwellenunterdrückung&lt;/td&gt;&lt;td&gt;durch Pi-Filter inhärent&lt;/td&gt;&lt;td&gt;durch geschaltete Tiefpassfilter&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td&gt;Gewicht&lt;/td&gt;&lt;td&gt;20–40 kg&lt;/td&gt;&lt;td&gt;10–20 kg&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td&gt;Bereitschaft&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Anheizzeit 1–3 min&lt;/td&gt;&lt;td&gt;sofort&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td&gt;Reparatur&lt;/td&gt;&lt;td&gt;gut machbar&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Modultausch, teuer&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td&gt;Ersatzteile&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Röhrenbeschaffung schwierig&lt;/td&gt;&lt;td&gt;gut verfügbar&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio&quot;&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-embed__wrapper&quot;&gt;
https://www.youtube.com/watch?v=j3f2OaWbjyM
&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-element-caption&quot;&gt;Ask Dave (KE0OG): Röhren- gegen Transistorendstufe — die Abwägung in unter zehn Minuten (Quelle: YouTube, englisch)&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio&quot;&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-embed__wrapper&quot;&gt;
https://www.youtube.com/watch?v=4hCtv7HKBkY
&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-element-caption&quot;&gt;Ausführlicher Praxistest einer 1-kW-LDMOS-Endstufe (Palstar LA-1K) inklusive Messungen (Quelle: YouTube, englisch)&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Die Kenngrößen, auf die es ankommt&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ansteuerleistung und Verstärkung.&lt;/strong&gt; Typisch sind 12 bis 14 dB Gewinn. Eine 1,3-kW-LDMOS-Endstufe braucht dafür rund &lt;strong&gt;40 bis 60 Watt&lt;/strong&gt; Ansteuerung, eine Röhrenendstufe der 1-kW-Klasse ähnlich viel. Wer einen &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/qrp-betrieb-mit-5-watt-um-die-welt/&quot;&gt;QRP-Transceiver&lt;/a&gt; wie den IC-705 (10 W) betreibt, braucht entweder eine Endstufe mit hoher Verstärkung oder eine zweistufige Lösung — 10 W direkt auf eine kW-Endstufe zu geben, ergibt bestenfalls ein Drittel der Nennleistung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Intermodulation (IMD3).&lt;/strong&gt; Die entscheidende Qualitätszahl, und die einzige, die die Nachbarstationen im Band merken. Gute Amateur-Endstufen liegen bei &lt;strong&gt;−30 bis −35 dBc&lt;/strong&gt; für die dritte Ordnung. Billige, ungefilterte „Burner&quot; aus dem CB-Umfeld liegen um Größenordnungen darüber und erzeugen ein Signal, das über 20 kHz breit splattert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Duty Cycle.&lt;/strong&gt; Die am häufigsten unterschätzte Größe:&lt;/p&gt;

&lt;table class=&quot;wp-block-table&quot;&gt;&lt;thead&gt;&lt;tr&gt;&lt;th&gt;Betriebsart&lt;/th&gt;&lt;th&gt;Mittlere Leistung&lt;/th&gt;&lt;th&gt;Praxis an einer 1-kW-Endstufe&lt;/th&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/thead&gt;&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td&gt;SSB (Sprache)&lt;/td&gt;&lt;td&gt;ca. 20–25 %&lt;/td&gt;&lt;td&gt;volle Leistung unproblematisch&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td&gt;CW&lt;/td&gt;&lt;td&gt;ca. 40–50 %&lt;/td&gt;&lt;td&gt;volle Leistung, Lüfter läuft&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td&gt;RTTY, &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/ft8-fuer-einsteiger-der-digitale-betriebsmodus-der-die-kurzwelle-revolutioniert-hat/&quot;&gt;FT8&lt;/a&gt;, FT4, PSK&lt;/td&gt;&lt;td&gt;&lt;strong&gt;100 %&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;&lt;td&gt;auf ca. &lt;strong&gt;500 W zurücknehmen&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td&gt;FM (z. B. Relais, Simplex)&lt;/td&gt;&lt;td&gt;100 %&lt;/td&gt;&lt;td&gt;ebenfalls zurücknehmen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;

&lt;p&gt;Die Faustregel für Digimodes lautet: &lt;strong&gt;halbe Nennleistung, ganze Lebensdauer&lt;/strong&gt;. Viele Hersteller spezifizieren Dauerstrichbetrieb ohnehin nur bei 50 Prozent der SSB-Leistung. Eine FT8-Sequenz dauert 12,6 Sekunden bei konstantem Träger — thermisch etwas völlig anderes als ein SSB-QSO.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Ansteuerung, ALC und Keying — wo es teuer wird&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die meisten Endstufenschäden entstehen nicht durch Überlastung im Betrieb, sondern durch falsche Verkabelung zwischen Transceiver und Endstufe.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-gallery aligncenter has-nested-images columns-1 is-cropped&quot;&gt;&lt;figure class=&quot;wp-block-image&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://oeradio.at/wp-content/uploads/2026/08/endstufe-spe-expert-2kfa-rueckseite-1024x768.webp&quot; alt=&quot;Rückseite einer SPE Expert 2K-FA LDMOS-Endstufe mit Antennenbuchsen, Lüftern und Steuerschnittstellen&quot;/&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-element-caption&quot;&gt;Die Rückseite entscheidet: mehrere Antennenausgänge, vier Lüfter, dazu Steuer-, ALC- und PTT-Schnittstellen. Foto: Karl-Martin Skontorp, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Die Ansteuerleistung&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Grundsatz: &lt;strong&gt;Die Endstufe wird über die Ausgangsleistung des Transceivers gesteuert, nicht über die ALC.&lt;/strong&gt; Man stellt am Transceiver so viel Leistung ein, dass die Endstufe ihre Nennleistung erreicht — und keinen Watt mehr. Übersteuerung erhöht die Ausgangsleistung kaum noch, verschlechtert aber die Intermodulation dramatisch.&lt;/p&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Die ALC-Schleife&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Die ALC-Leitung führt eine negative Spannung von der Endstufe zurück zum Transceiver und regelt dort die Leistung herunter. Sie ist ein &lt;strong&gt;Notnagel, keine Betriebsart&lt;/strong&gt;: Die Regelschleife braucht Zeit, und in dieser Zeit liegt bereits Überschwingen am Endstufeneingang an — bei Digimodes mit ihren schnellen Pegelsprüngen ein bekanntes Problem. Wer die ALC ständig am Anschlag fahren muss, hat die Ansteuerleistung falsch eingestellt.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio&quot;&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-embed__wrapper&quot;&gt;
https://www.youtube.com/watch?v=iA8I22DNIZQ
&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-element-caption&quot;&gt;Was die ALC eigentlich tut — und was sie nicht kann (Quelle: YouTube, englisch)&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio&quot;&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-embed__wrapper&quot;&gt;
https://www.youtube.com/watch?v=FamEmYBYDNw
&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-element-caption&quot;&gt;Praxis: ALC richtig einstellen und was Übersteuerung im Band anrichtet (Quelle: YouTube, englisch)&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Die Keying-Leitung — der häufigste teure Fehler&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Ältere Endstufen schalten ihr Sende-Empfangs-Relais direkt über die PTT-Leitung, teilweise mit &lt;strong&gt;120 Volt und dreistelligen Milliampere&lt;/strong&gt;. Historische Heathkit-SB-Geräte sind berüchtigt dafür. Der Transistor, der im modernen Transceiver diese Leitung schaltet, ist ein winziger SMD-Typ und stirbt an solchen Spannungen und an der Rück-EMK des Relais — die typische Diagnose lautet dann „Sendeanzeige bleibt hängen&quot;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Abhilfe:&lt;/strong&gt; ein &lt;strong&gt;Relais-Buffer&lt;/strong&gt; zwischen Transceiver und Endstufe (z. B. Ameritron ARB-704 oder Bausatzlösungen). Solche Buffer verkraften typisch bis 200 V Leerlaufspannung und 300 mA. Die Faustregel: &lt;strong&gt;Vor dem Anschließen einer unbekannten Endstufe die Leerlaufspannung an der PTT-Buchse messen.&lt;/strong&gt; Alles über 12 V bedeutet: Buffer dazwischen. Eine ausführliche Darstellung der Relaisproblematik findet sich bei &lt;a href=&quot;https://www.w8ji.com/relay_timing.htm&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;noopener&quot;&gt;W8JI&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Hot Switching und Sequencing&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Als „Hot Switching&quot; bezeichnet man das Umschalten des Relais, während bereits HF anliegt. Die Folge sind verbrannte Relaiskontakte, bei LDMOS zusätzlich Modulschäden. Deshalb gilt die feste Reihenfolge: &lt;strong&gt;erst PTT, dann HF&lt;/strong&gt; — mit einigen Millisekunden Vorlauf. Moderne Transceiver haben dafür eine einstellbare Sendeverzögerung („TX Delay&quot;, „TX Inhibit&quot;). Auf VHF/UHF mit Vorverstärker im Mast kommt zusätzlich ein &lt;strong&gt;Sequencer&lt;/strong&gt; dazu, der Vorverstärker, Relais und HF in der richtigen Reihenfolge schaltet.&lt;/p&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Antennentuner an der richtigen Stelle&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Der Antennentuner gehört &lt;strong&gt;hinter&lt;/strong&gt; die Endstufe, zwischen Endstufe und Antenne — und muss für die volle Leistung ausgelegt sein. Ein Tuner zwischen Transceiver und Endstufe versteckt das eigentliche Stehwellenverhältnis vor der Schutzschaltung: Der Transceiver sieht 1:1, die Endstufe arbeitet gegen 3:1. Der interne Tuner der meisten Transceiver ist für diese Position ohnehin ungeeignet.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Sauber bleiben: Zweitonprüfung, Splatter, Oberwellen&lt;/h2&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-gallery aligncenter has-nested-images columns-1 is-cropped&quot;&gt;&lt;figure class=&quot;wp-block-image&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://oeradio.at/wp-content/uploads/2026/08/endstufe-zweiton-test-480x360.webp&quot; alt=&quot;Oszilloskopbild eines Zweiton-Linearitätstests mit sauber ausgeprägter Hüllkurve&quot;/&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-element-caption&quot;&gt;Zweiton-Linearitätstest am Oszilloskop: So sieht eine saubere Hüllkurve aus — flache Spitzen oder ausgefranste Kreuzungspunkte zeigen Übersteuerung. Foto: Cqdx, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;Der &lt;strong&gt;Zweitontest&lt;/strong&gt; ist die klassische Prüfmethode: Zwei Töne (z. B. 700 und 1900 Hz) werden gleichzeitig eingespeist, die Hüllkurve auf dem Oszilloskop zeigt sofort, ob die Endstufe linear arbeitet. Abgeflachte Spitzen bedeuten „Flat Topping&quot; — die Endstufe ist in der Begrenzung, und das Signal wird im Band breit.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wer kein Oszilloskop hat, kommt auch mit einem &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/was-ist-ein-sdr-funkempfang-neu-gedacht/&quot;&gt;SDR&lt;/a&gt; und etwas Abstand weit: Ein zweiter Empfänger einige hundert Meter entfernt, ein Blick auf den Wasserfall, ein Vergleich der Signalbreite mit und ohne Endstufe. Wenn das Signal mit Endstufe deutlich breiter wird, stimmt etwas nicht — meist die Ansteuerung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Oberwellen&lt;/strong&gt; sind die andere Baustelle. Eine Endstufe ohne wirksames Ausgangsfilter erzeugt die zweite Harmonische von 14 MHz bei 28 MHz und die dritte bei 42 MHz — mitten im Bereich, in dem § 17 AFV 60 dB Dämpfung verlangt. Bei kommerziellen Amateurendstufen sind die Bandfilter eingebaut und werden mitgeschaltet; bei Eigenbau ist das Tiefpassfilter das Bauteil, an dem man am wenigsten sparen sollte. Und wenn die Bandumschaltung von Hand erfolgt: &lt;strong&gt;Auf 20 m senden, während die Endstufe auf 40 m steht&lt;/strong&gt;, ist der zuverlässigste Weg, gleichzeitig das Filter und die Nachbarschaft zu ruinieren.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Kühlung und Stromversorgung&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wärme.&lt;/strong&gt; Bei 60 Prozent Wirkungsgrad werden aus 1000 Watt HF-Ausgangsleistung rund 700 Watt Abwärme. Das entspricht einem kleinen Heizlüfter im Shack — im Sommer spürbar, im Contest garantiert. Zwangsluftkühlung ist Pflicht, die Luftführung muss frei bleiben (also nicht in ein geschlossenes Rack ohne Abluft), und der Lüfter sollte nach dem Sendebetrieb nachlaufen. Bei Röhrenendstufen ist das Nachlaufen keine Komfortfunktion: Ohne Kühlung nach dem Abschalten leidet die Röhre.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Netzstrom.&lt;/strong&gt; 1000 W HF bei 60 Prozent Wirkungsgrad bedeuten rund &lt;strong&gt;1,7 kW Leistungsaufnahme&lt;/strong&gt;, also etwa &lt;strong&gt;7,5 Ampere bei 230 Volt&lt;/strong&gt; im Dauerstrich. Das passt rechnerisch in einen 16-A-Stromkreis (3,68 kW), aber:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Eigener Stromkreis.&lt;/strong&gt; Endstufe, PC, Transceiver und der Kühlschrank auf derselben Sicherung sind eine schlechte Idee.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Einschaltstrom.&lt;/strong&gt; Der Ringkerntrafo einer Röhrenendstufe zieht beim Einschalten kurzzeitig 60 bis 100 A. Ein Automat mit B-Charakteristik fällt dabei gerne, C-Charakteristik hält. Viele Geräte haben eine Einschaltstrombegrenzung („Soft Start&quot;) — wenn nicht, nachrüsten.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Spannungseinbruch.&lt;/strong&gt; Sinkt die Netzspannung im Sendebetrieb sichtbar (Licht flackert), ist die Zuleitung zu dünn. Das kostet Ausgangsleistung und belastet die Endstufe.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Fehlerstromschutzschalter.&lt;/strong&gt; Entstörkondensatoren gegen PE erzeugen Ableitströme; mehrere Geräte zusammen können einen 30-mA-FI auslösen. Kein Grund, den FI zu überbrücken — sondern Grund, die Geräte auf mehrere Stromkreise zu verteilen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Für Portabel- und Notstrombetrieb gilt das erst recht: Wer eine 500-W-Endstufe an &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/notstromversorgung-mit-ausgemusterten-batterien/&quot;&gt;Akkus&lt;/a&gt; oder einer &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/experimente-mit-autarker-stromversorgung-fuer-unsere-funkstation/&quot;&gt;autarken Versorgung&lt;/a&gt; betreiben will, rechnet mit rund 70 A bei 13,8 V — Kabelquerschnitt und Sicherungen entsprechend.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Sicherheit: Hochspannung, HF und Personenschutz&lt;/h2&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-gallery aligncenter has-nested-images columns-1 is-cropped&quot;&gt;&lt;figure class=&quot;wp-block-image&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://oeradio.at/wp-content/uploads/2026/08/endstufe-3cx1500a7-innenansicht-640x480.webp&quot; alt=&quot;Innenansicht einer Röhrenendstufe mit 3CX1500A7-Triode, Pi-Filter-Spule und Vakuumdrehkondensator&quot;/&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-element-caption&quot;&gt;Innenleben einer 3CX1500A7-Endstufe: Pi-Filter-Spule, Vakuumdrehkondensator, Kühlkamin — und Anodenspannung im Kilovoltbereich an fast jedem sichtbaren Bauteil. Foto: RSAG, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Hochspannung&lt;/h3&gt;

&lt;div class=&quot;wp-block-group has-background&quot; style=&quot;background-color:#fff3cd;color:#4a3800;padding:1em;border-radius:8px;border:1px solid #f0d98a&quot;&gt;
&lt;p style=&quot;color:#4a3800&quot;&gt;&lt;strong&gt;Lebensgefahr.&lt;/strong&gt; Röhrenendstufen arbeiten mit 2000 bis 4000 Volt Gleichspannung. Die Ladung der Siebkondensatoren bleibt nach dem Ausschalten und Ziehen des Netzsteckers erhalten — je nach Zustand der Ableitwiderstände über Minuten. Ein Griff ins Gerät, ohne vorher gemessen zu haben, kann tödlich enden.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Die Regeln dazu sind kurz und nicht verhandelbar:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Netzstecker ziehen, warten, &lt;strong&gt;messen&lt;/strong&gt; — nicht auf den Ableitwiderstand vertrauen, der kann durchgebrannt sein&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Restspannung mit einem isolierten Entladestab über einen Widerstand abbauen, nicht mit dem Schraubenzieher kurzschließen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Gehäuse-Interlock nie überbrücken, auch nicht „nur zum Messen&quot;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;eine Hand in der Hosentasche, nie allein am offenen Gerät arbeiten&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Anodenspannung nach dem Entladen nachmessen, bevor man hineingreift&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio&quot;&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-embed__wrapper&quot;&gt;
https://www.youtube.com/watch?v=DCWP1NE2mbg
&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-element-caption&quot;&gt;Kondensatoren in Röhrengeräten sicher entladen — Vorgehen und typische Fehler (Quelle: YouTube, englisch)&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio&quot;&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-embed__wrapper&quot;&gt;
https://www.youtube.com/watch?v=g4SGGKL2jS4
&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-element-caption&quot;&gt;Sicherheitsschalter für HF-Endstufen am Beispiel einer LDMOS-PA (Quelle: YouTube, deutsch)&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;HF-Verbrennungen und HF im Shack&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;HF-Verbrennungen sind tückisch, weil sie tief gehen und kaum wehtun, solange sie entstehen. Antennen, offene Speiseleitungen und Balun-Anschlüsse werden im Sendebetrieb nicht angefasst — Punkt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein verwandtes Symptom ist &lt;strong&gt;HF im Shack&lt;/strong&gt;: kribbelnde Mikrofone, spinnende Tastaturen, Displays, die beim Senden neu starten. Das ist kein Endstufenproblem, sondern ein Mantelwellenproblem, das durch die höhere Leistung nur sichtbar wird. Abhilfe: Gleichtaktdrosseln an Speiseleitung und Steuerkabeln, sauberer Potentialausgleich — der &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/mantelwellenindikator-fuer-kurzwelle/&quot;&gt;Mantelwellenindikator&lt;/a&gt; hilft beim Aufspüren.&lt;/p&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Personenschutz&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Anders als in Deutschland, wo die BEMFV ab 10 W EIRP eine dokumentierte Standortbescheinigung verlangt, kennt die österreichische AFV &lt;strong&gt;keinen eigenen Personenschutz-Paragrafen&lt;/strong&gt;. Das ist keine Entwarnung, sondern verlagert die Verantwortung vollständig auf den Funkamateur. Als Orientierung dienen die ICNIRP-Referenzwerte, die auch der deutschen Regelung zugrunde liegen. Praktisch heißt das bei Kilowattbetrieb:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Abstand.&lt;/strong&gt; Feldstärke fällt im Fernfeld linear mit der Entfernung — der doppelte Abstand halbiert sie. Ein paar Meter mehr zwischen Antenne und Aufenthaltsbereich sind wirksamer als jede Diskussion.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Keine Kilowatt-Balkonantenne.&lt;/strong&gt; Eine Loop oder Vertikal in Griffweite ist bei 100 W eine Kompromisslösung und bei 1 kW ein Problem — für die eigene Familie ebenso wie für die Nachbarn.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Alle gleichzeitigen Aussendungen zusammen betrachten&lt;/strong&gt;, wenn mehrere Antennen parallel betrieben werden.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Frei verfügbare Rechner wie &lt;a href=&quot;http://www.thestorff.de/amateurfunk-emvu-abstand.php&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;noopener&quot;&gt;dieser EMVU-Abstandsrechner&lt;/a&gt; geben brauchbare Anhaltswerte — die deutschen Grenzwerte sind dabei eine sinnvolle Messlatte, auch ohne österreichische Verpflichtung.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Erdung, Potentialausgleich und Blitzschutz&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der Abschnitt, bei dem die meisten Missverständnisse entstehen — weil drei völlig verschiedene Dinge dasselbe Wort tragen.&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Schutzerde (PE).&lt;/strong&gt; Der grün-gelbe Leiter aus der Steckdose. Er sorgt dafür, dass im Fehlerfall die Sicherung fällt. &lt;strong&gt;Er wird niemals aufgetrennt&lt;/strong&gt; — auch nicht mit einem „Schutzkontakt-Freistecker&quot; gegen Brummschleifen. Wer das tut, baut sich einen tödlichen Fehler ins Shack.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Potentialausgleich.&lt;/strong&gt; Alle Gerätegehäuse — Transceiver, Endstufe, Tuner, Netzteil — werden über &lt;strong&gt;kurze, breite Verbindungen&lt;/strong&gt; (Kupferband, Geflecht) auf eine gemeinsame Schiene gelegt. Entscheidend ist nicht der Gleichstromwiderstand, sondern die Induktivität: Ein zwei Meter langes dünnes Kabel ist auf 14 MHz keine Erde, sondern eine Drossel.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;HF-Gegengewicht.&lt;/strong&gt; Was manche „HF-Erde&quot; nennen, ist bei unsymmetrischen Antennen in Wahrheit ein Teil des Antennensystems. Ein Erdspieß ersetzt keine Radials.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Blitzschutz.&lt;/strong&gt; Ein eigenes Thema mit eigenen Normen (ÖVE/ÖNORM EN 62305). Kernpunkte: ein &lt;strong&gt;einziger Eintrittspunkt&lt;/strong&gt; für alle Leitungen ins Gebäude, Überspannungsableiter auf einer geerdeten Sammelschiene an genau dieser Stelle, und bei Gewitter die Koaxkabel physisch abziehen. Details im Artikel &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/stationserdung-und-blitzschutz-shack-vor-ueberspannungen-schuetzen-2/&quot;&gt;Stationserdung und Blitzschutz&lt;/a&gt;, bei Antennenträgern zusätzlich &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/masten-und-tuerme-antennentraeger-planen-und-aufstellen/&quot;&gt;Masten und Türme&lt;/a&gt;.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Für die Endstufe konkret: Sie ist das schwerste und am besten geerdete Gerät im Shack und damit oft der Punkt, an dem sich alle Ströme treffen. Ein sauberer sternförmiger Potentialausgleich auf eine gemeinsame Schiene — nicht Gerät an Gerät durchgeschleift — spart später viel Fehlersuche.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio&quot;&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-embed__wrapper&quot;&gt;
https://www.youtube.com/watch?v=1UXmvDDIrc8
&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-element-caption&quot;&gt;Grundlagen der Erdung im Shack: Schutzerde, Potentialausgleich und HF-Erde sauber getrennt (Quelle: YouTube, englisch)&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio&quot;&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-embed__wrapper&quot;&gt;
https://www.youtube.com/watch?v=gso1IzgT9j8
&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-element-caption&quot;&gt;Stationserdung und Blitzschutz in der Praxis: Eintrittspunkt, Ableiter, Sammelschiene (Quelle: YouTube, englisch)&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Inbetriebnahme Schritt für Schritt&lt;/h2&gt;

&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Kunstantenne anschließen.&lt;/strong&gt; Belastbarkeit prüfen — viele Dummy Loads vertragen 1 kW nur wenige Sekunden. § 14 AFV verlangt die Abstimmung ohne unnötige Aussendung.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;PTT-Leitung messen.&lt;/strong&gt; Leerlaufspannung an der Keying-Buchse der Endstufe; über 12 V nur mit Buffer anschließen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Endstufe auf Standby&lt;/strong&gt;, Transceiver auf niedrige Leistung, SWR der Antenne &lt;em&gt;ohne&lt;/em&gt; Endstufe prüfen — idealerweise vorher mit dem &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/nanovna-der-antennenanalyzer-fuer-die-hosentasche/&quot;&gt;NanoVNA&lt;/a&gt; vermessen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Band korrekt einstellen&lt;/strong&gt; — an Transceiver und Endstufe. Bei automatischer Bandumschaltung einmal kontrollieren, dass sie tatsächlich folgt.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Röhrenendstufe abstimmen:&lt;/strong&gt; Anodenstrom mit TUNE auf Minimum („Dip&quot;), dann mit LOAD auf die gewünschte Leistung, TUNE nachziehen. Kurze Tastungen, nicht minutenlang im Dip stehen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Ansteuerleistung hochfahren&lt;/strong&gt;, bis die Nennleistung erreicht ist — und dort aufhören. Notieren, welche Transceiver-Leistung das pro Band war.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Auf die Antenne umschalten&lt;/strong&gt;, SWR kontrollieren, dann erst die volle Leistung.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Digimodes gesondert einstellen:&lt;/strong&gt; Leistung halbieren, ALC-Anzeige beobachten, Audiopegel im PC so weit herunter, dass keine ALC-Regelung anspricht.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;

&lt;figure class=&quot;wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio&quot;&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-embed__wrapper&quot;&gt;
https://www.youtube.com/watch?v=qJxWYfs4Sf4
&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-element-caption&quot;&gt;Jim W6LG zeigt die Abstimmung einer Röhrenendstufe Schritt für Schritt — Dip, Loading, Nachziehen (Quelle: YouTube, englisch)&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Marktüberblick 2026&lt;/h2&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Kurzwelle, Transistor (LDMOS)&lt;/h3&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;SPE Expert 1.3K-FA / 2K-FA&lt;/strong&gt; — italienisch, sehr verbreitet, mit eingebautem Tuner und automatischer Bandfolge; die 1.3K-FA gilt als Referenz in ihrer Klasse&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Elecraft KPA1500&lt;/strong&gt; — 1,5 kW mit integriertem ATU, hervorragende Dokumentation, in Europa teuer&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Palstar LA-1K&lt;/strong&gt; — 1 kW, robust, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;RF-KIT RF2K-S&lt;/strong&gt; — deutscher Bausatz, 2 kW-Klasse, große und aktive Nutzergemeinde; als Bausatz nach RED-Ausnahme zulässig&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;RM Italy BLA-350 Plus&lt;/strong&gt; — 300 W, 1,8–30 MHz, kompakt und günstig; gut geeignet für den Sprung von 100 auf 300 W&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Juma PA1000&lt;/strong&gt; — finnisch, 1 kW, betont einfach aufgebaut&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Kurzwelle, Röhre&lt;/h3&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;ACOM 1000 / 1010 / 1200S&lt;/strong&gt; — bulgarisch, robust, weit verbreitet, gute Ersatzteillage&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;OM Power OM2500 / OM3500A&lt;/strong&gt; — slowakisch, sehr solide, in Contest-Stationen häufig&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Ameritron AL-811H&lt;/strong&gt; — 800 W, der günstige Klassiker mit vier 811A-Trioden; simpel, laut, reparierbar&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;VHF/UHF&lt;/h3&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;BEKO HLV-Serie&lt;/strong&gt; (HLV-350, HLV-1000, HLV-1100, HLV-2000) — deutsche Fertigung, für 2 m, 70 cm und 23 cm, mit Zirkulatorschutz; die 23-cm-Variante ist in Österreich wegen der 10-W-Grenze nur noch eingeschränkt nutzbar&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Mirage-Serie&lt;/strong&gt; — kompakte Mobil- und Portabelverstärker im 100-W-Bereich&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;div class=&quot;wp-block-group has-background&quot; style=&quot;background-color:#f8d7da;color:#5a1a20;padding:1em;border-radius:8px;border:1px solid #efb3b8&quot;&gt;
&lt;p style=&quot;color:#5a1a20&quot;&gt;&lt;strong&gt;Finger weg von CB-„Burnern&quot;.&lt;/strong&gt; Verstärker aus dem CB-Umfeld — dazu gehört auch die RM-Italy-&lt;em&gt;KL&lt;/em&gt;-Serie — sind für 27 MHz gebaut, haben keine bandselektiven Filter und produzieren Oberwellen und Intermodulation weit jenseits dessen, was § 17 AFV zulässt. Sie sind für den Amateurfunkbetrieb ungeeignet, unabhängig davon, was das Datenblatt an Watt verspricht.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Gebrauchtkauf-Checkliste&lt;/h3&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Röhrenbetriebsstunden&lt;/strong&gt; erfragen und den Ruhestrom prüfen — eine weiche Röhre erreicht die Nennleistung nicht mehr&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Röhrenverfügbarkeit&lt;/strong&gt; vor dem Kauf klären. Bei russischen Typen (GU-74B, GU-78B) ist das seit 2022 eine ernste Frage.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Relais&lt;/strong&gt; hörbar und sichtbar prüfen — verbrannte Kontakte durch Hot Switching sind der häufigste Vorschaden&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Vakuumdrehkondensatoren&lt;/strong&gt; auf Vakuumverlust prüfen (Überschläge beim Abstimmen)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Lüfter und Luftweg&lt;/strong&gt; — Staub im Kühlkamin ist bei Röhrenendstufen ein Todesurteil auf Raten&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Bandfilter durchschalten&lt;/strong&gt; und auf jedem Band mit kleiner Leistung an der Kunstantenne messen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;bei LDMOS: &lt;strong&gt;Schutzschaltungen testen&lt;/strong&gt; — mit leicht fehlangepasster Last muss das Gerät abschalten, nicht durchbrennen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Netzteil und Trafo&lt;/strong&gt; auf Brummen, Geruch und Rostspuren prüfen; ein defekter Hochspannungstrafo ist oft ein wirtschaftlicher Totalschaden&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Die häufigsten Fehler auf einen Blick&lt;/h2&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Endstufe gekauft, bevor die Antenne fertig war&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;PTT-Leitung ohne Buffer an einen modernen Transceiver gehängt&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;ALC als Leistungsregler benutzt statt der Transceiver-Ausgangsleistung&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;FT8 mit voller Leistung gefahren, bis das Modul kapituliert hat&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Tuner zwischen Transceiver und Endstufe statt dahinter&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Bandwechsel am Transceiver, aber nicht an der Endstufe&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Schutzleiter zur Brummunterdrückung aufgetrennt&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;1 kW auf eine Balkonantenne zwei Meter neben dem Kinderzimmer&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;High-Power-Betrieb ohne Bewilligung — der Antrag ist Formsache, das Fehlen davon nicht&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Quellen und Weiterführendes&lt;/h2&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.fb.gv.at/Funk/amateurfunkdienst/af-high-power-info.html&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;noopener&quot;&gt;Fernmeldebüro: Information zur Anwendung „High Power&quot; auf Funkamateure&lt;/a&gt; — die maßgebliche Auskunft zu Antrag und Voraussetzungen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;amp;Gesetzesnummer=10012930&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;noopener&quot;&gt;Amateurfunkverordnung (AFV) im RIS&lt;/a&gt; — §§ 13, 14 und 17 in geltender Fassung&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2023_II_61/BGBLA_2023_II_61.html&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;noopener&quot;&gt;BGBl. II Nr. 61/2023&lt;/a&gt; — Novelle der Frequenznutzungsverordnung 2013&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://oe1.oevsv.at/export/sites/oe1/funkbetrieb/FNV-Bandplan.pdf&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;noopener&quot;&gt;ÖVSV-Bandplan-Übersicht (PDF)&lt;/a&gt; — Frequenzbereiche und Leistungsgrenzen kompakt auf einer Seite&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.w8ji.com/relay_timing.htm&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;noopener&quot;&gt;W8JI: Relay Interface System for HF Amplifiers&lt;/a&gt; — Relaistiming, Hot Switching und Keying-Leitungen im Detail&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.qsl.net/kk5dr/tuneup.pdf&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;noopener&quot;&gt;KK5DR: Tune-up Procedure for HF Amplifiers (PDF)&lt;/a&gt; — bewährte Abstimmprozedur für Röhrenendstufen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://www.thestorff.de/amateurfunk-emvu-abstand.php&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;noopener&quot;&gt;EMVU-Sicherheitsabstand berechnen&lt;/a&gt; — Fernfeldbetrachtung für Amateurfunkantennen&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h3 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Passende Artikel auf oeradio.at&lt;/h3&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://oeradio.at/stationserdung-und-blitzschutz-shack-vor-ueberspannungen-schuetzen-2/&quot;&gt;Stationserdung und Blitzschutz: Shack vor Überspannungen schützen&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://oeradio.at/emv-ratgeber-stoerungen-finden-und-beheben/&quot;&gt;EMV-Ratgeber: Störungen finden und beheben&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://oeradio.at/frequenznutzungsverordnung-was-sich-fuer-funkamateure-in-oesterreich-geaendert-hat/&quot;&gt;Frequenznutzungsverordnung: Was sich für Funkamateure geändert hat&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://oeradio.at/welche-lizenzklasse-ist-die-richtige-fuer-mich-klasse-1-vs-3-vs-4-im-vergleich/&quot;&gt;Welche Lizenzklasse ist die richtige für mich?&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://oeradio.at/eme-earth-moon-earth-mondreflexion-auf-2-m-und-70-cm/&quot;&gt;EME: Mondreflexion auf 2 m und 70 cm&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://oeradio.at/so2r-single-operator-two-radio-fuer-contester/&quot;&gt;SO2R: Single Operator Two Radio für Contester&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://oeradio.at/qrp-betrieb-mit-5-watt-um-die-welt/&quot;&gt;QRP-Betrieb: Mit 5 Watt um die Welt&lt;/a&gt; — die Gegenprobe zu diesem Artikel&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;73 – eure oeradio.at-Redaktion&lt;/p&gt;

&lt;hr class=&quot;wp-block-separator has-alpha-channel-opacity&quot;/&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Bildnachweise&lt;/h2&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Titelbild: OM Power OM3500A — Foto: Karl-Martin Skontorp, &lt;a href=&quot;https://commons.wikimedia.org/wiki/File:OM_Power_PA_running_3kW.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;noopener&quot;&gt;Wikimedia Commons&lt;/a&gt;, CC BY 2.0&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Collins 30L-1 — Foto: RadiomanPA, &lt;a href=&quot;https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Collins_30L-1_090327.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;noopener&quot;&gt;Wikimedia Commons&lt;/a&gt;, CC BY-SA 3.0&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;SPE Expert 2K-FA, Rückseite — Foto: Karl-Martin Skontorp, &lt;a href=&quot;https://commons.wikimedia.org/wiki/File:SPE_Expert_2K-FA,_backside.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;noopener&quot;&gt;Wikimedia Commons&lt;/a&gt;, CC BY 2.0&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Zweiton-Linearitätstest — Foto: Cqdx, &lt;a href=&quot;https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Zweiton.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;noopener&quot;&gt;Wikimedia Commons&lt;/a&gt;, CC BY-SA 3.0&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;3CX1500A7-Innenansicht — Foto: RSAG, &lt;a href=&quot;https://commons.wikimedia.org/wiki/File:3CX1500A7_Inside.JPG&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;noopener&quot;&gt;Wikimedia Commons&lt;/a&gt;, CC BY-SA 3.0&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h2 class=&quot;wp-block-heading&quot;&gt;Transparenzhinweis&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI (Claude, Anthropic) recherchiert und verfasst. Die verwendeten Bilder stammen von Wikimedia Commons und stehen unter freien Lizenzen (Nachweise oben). Die eingebetteten Videos stammen von Dritten; für deren Inhalte sind die jeweiligen Kanäle verantwortlich. Angaben zur Rechtslage geben den Stand August 2026 wieder und sind keine Rechtsauskunft — verbindlich ist die jeweils geltende Fassung von FNV und AFV im RIS. Korrekturen und Ergänzungen gerne an &lt;a href=&quot;mailto:kontakt@oeradio.at&quot;&gt;kontakt@oeradio.at&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Beitrag &lt;a href=&quot;https://oeradio.at/endstufen-und-verstaerker-auswahl-sicherheit-und-erdung/&quot;&gt;Endstufen und Verstärker: Auswahl, Sicherheit und Erdung&lt;/a&gt; erschien zuerst auf &lt;a href=&quot;https://oeradio.at&quot;&gt;OERadio&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:creator>Michael | OE8YML</dc:creator><category>Amateurfunk</category></item></channel></rss>