Kalenderwoche 34/2026 · Vorgelesen von Sarah, unserer KI-Stimme (ElevenLabs Multilingual v2).
Guten Tag, liebe Funkfreunde, und willkommen zum OERadio Wochenrundspruch, Kalenderwoche 34. Am Mikrofon Sarah. Diese Woche gehört den Leuten, die selbst draußen waren: zwei Berichte vom Berg, einer davon über zehn Tage und dreißig Aktivierungen. Dazu ein neues Werkzeug aus dem eigenen Haus, drei überarbeitete Technikbeiträge, gleich zwei Ausgaben vom Störsender und ein DX-Wetter, in dem ausnahmsweise nicht das Erdmagnetfeld das Problem ist.
⭐ Dreißig Aktivierungen in zehn Tagen
Das Highlight der Woche ist ein Gastbeitrag: Zehn Tage Funk-Roadtrip mit abruptem Ende von Sigrid Magdalena, OE1YLS. Geplant war die Aktivierung von drei Viertausendern in der Schweiz. Als der Bergführer wegen der Gletscherspalten absagte, wurde daraus etwas völlig anderes: eine Fahrt durch den Bayrischen Wald, die Schwäbische Alb, den Schwarzwald, das Elsass, den Morvan und schließlich die französischen Alpen.
Am Ende stehen dreißig aktivierte Summits, rund 3.000 Kilometer und etwa 38 Stunden reine Fahrzeit, geschlafen wurde im Auto. Die beiden Höhepunkte sind zwei Erstaktivierungen: Le Grand Coin auf 2.730 Metern und Le Bellachat auf 2.822 Metern, letzterer mit fünfzig QSOs.
Der Bericht ist deshalb so gut, weil er nicht nur die Erfolge aufzählt. Sigrid schreibt genauso offen über die Zehn-Punkte-Gipfel im Bayrischen Wald, bei denen sie sich „äußerst doof" fühlte, weil sie die Punkte nach fünfhundert Höhenmetern nicht verdient zu haben glaubte. Und über das Ende: Beim Abstieg vom Bellachat rutschte sie im hohen Gras aus und verlor ihr Handy. Fünf Stunden Suche, über zweitausend Höhenmeter an einem Tag, dann die Aufgabe und eine Nachtfahrt quer durch Italien nach Hause. Die Fotos von acht Tagen Frankreich waren nicht synchronisiert und sind weg.
Ihr Fazit ist ungewöhnlich ehrlich für einen Reisebericht: In dieser Form braucht sie so einen Roadtrip nicht noch einmal. Beim nächsten Mal lieber ein Gebiet, länger bleiben, weniger fahren, mehr Zeit am Berg. Der Beitrag hat im Übrigen die dichteste Leserreaktion des Jahres bekommen. Danke, Sigrid!
⭐ Erstes Sporadic E vom Berg
Der zweite Bericht kommt von Michael, OE5HKT, und beschreibt den Aktivitätscontest auf dem Tischberg (OE/NO-200, 1.063 Meter). Über vierzig QSOs auf 2 m, fünf auf 70 cm, dann der Umbau auf 6 m mit einer Hentenna.
Zuerst ging nichts, bis er den Fehler fand: Der Stecker war nicht richtig fest. Danach kam Christian, OE5BCG, mit 59 herein, und kurz darauf das eigentliche Erlebnis: G8BCG aus England mit 59+60, rund 1.400 Kilometer auf 6 Metern, mit zehn Watt. Sein erstes Sporadic-E-QSO vom Berg, an seinem Geburtstag. Was uns daran gefällt: Es wird nicht nur der Gipfel abgehakt, sondern experimentiert — inklusive selbstgebauter PTT-Box und einem Gehäuserahmen aus dem 3D-Drucker.
SOTAmesh: Spotten ohne Handynetz
Aus dem eigenen Haus kommt ein neues Werkzeug: SOTAmesh. Die Idee dazu stammt von Chris, OE8CKK, der vorgeschlagen hat, im MeshCore-Netz einen eigenen Kanal nur für SOTA aufzumachen.
Das Problem, das damit gelöst wird, kennt jeder Aktivierer: Am Gipfel steht die Antenne, das Handy hat keinen Balken, und der Spot bleibt liegen. Über den Kanal #sota lässt sich der Spot per LoRa absetzen, ganz ohne Handynetz und Internet. Chaser mit eigenem Gerät sehen ihn direkt am Display, alle anderen lesen auf sotamesh.oeradio.at im Browser mit, ohne Anmeldung. Ein Ersatz für APRS oder SOTAwatch ist das nicht, aber ein zweiter, unabhängiger Weg — und einer, der dort noch funktioniert, wo sonst nichts mehr geht.
Technik: Meteore, Web-SDR und zwei Behördenstandards
Drei Technikbeiträge sind neu beziehungsweise gründlich überarbeitet worden.
Meteorscatter auf VHF erklärt, wie man auf 2 m über die Ionisationsspuren verglühender Sandkörner regelmäßig 1.500 bis 2.000 Kilometer überbrückt. Bei der Überarbeitung haben wir zwei Fehler im alten Text gefunden und korrigiert: Die Anruffrequenz für MSK144 ist in Region 1 144,360 MHz und nicht 144,370, und die Antenne zeigt auf die Gegenstation, nicht auf den Radianten des Meteorschauers. Wer der alten Anweisung gefolgt wäre, hätte kein QSO zustande gebracht.
OpenWebRX+ selbst betreiben zeigt, wie aus einem Raspberry Pi und einem RTL-SDR ein Web-SDR wird, den man mit anderen teilen kann. Neu dazugekommen ist der aktuelle Stand: Der Fork wird aktiv gepflegt, das Original hat seit Oktober 2023 keine reguläre Version mehr gesehen.
P25 und NXDN behandelt zwei Digitalstandards aus dem Behörden- und Betriebsfunk. Die wichtigste Erkenntnis der Recherche: Für NXDN gibt es sehr wohl österreichische Infrastruktur — der ÖVSV betreibt einen Reflector, an dem OE-Gateways hängen. Für P25 sieht es dagegen mager aus.
Störsender: gleich zweimal
Hansl Hohlleiter hat diese Woche doppelt geliefert.
In Der Kellerknoten geht es um Kurt, der Relais und Meshknoten im Keller neben der Wand betreibt, die Antenne wegen eines Meteorscatter-Videos horizontal über zwei Bierkisten gelegt hat und sich wundert, warum nichts geht. Das Koaxkabel liegt seit vier Jahren daneben, sauber aufgerollt und nicht angesteckt. In allen Gruppen fragt er gleichzeitig: „Darf ich testen???"
Und in Der Funkmanager beschreibt Hansl eine Gattung, die es in mehr Vereinen gibt, als einem lieb ist: Adi, der einen Fachbereich innehat, den niemand braucht, seinen Titel bis zur Bäckerin hinausträgt, und im Jahresbericht über einen Aktivitätstag mit sechsundzwanzig Helfern genau drei Namen nennt — davon zweimal seinen eigenen. Fragt ihn jemand, wozu das alles gut sei, ruft er nach jemandem, der zuständig ist.
DX-Wetter KW 35/2026
Das DX-Wetter für die kommende Woche meldet eine seltene Kombination: Der Solare Flux liegt seit einer Woche stabil zwischen 124 und 129, das Erdmagnetfeld ist ruhig, und es ist kein erdgerichteter CME in Sicht.
Der Haken liegt diesmal auf der Sonne selbst. Region 4513 dreht auf uns zu und hat mehrere C-Flares produziert, SWPC gibt erstmals seit Wochen wieder eine Chance auf M-Flares an. Für uns heißt das: Wenn ein Band nachmittags plötzlich still ist, liegt das eher an einem Flare als an der eigenen Station. Zehn Minuten warten hilft mehr als Schrauben. Ansonsten sind 17 und 15 m die Bänder der Woche, und auf den Low Bands beginnt die Saison.
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Guten Tag, liebe Funkfreunde, und herzlich willkommen zum OERadio Wochenrundspruch, Kalenderwoche vierunddreißig, zweitausendsechsundzwanzig. Am Mikrofon: Sarah, eure OERadio-Stimme. Diese Woche gehört den Leuten, die selbst draußen waren. Zwei Berichte vom Berg, einer davon über zehn Tage und dreißig Aktivierungen. Dazu ein neues Werkzeug aus dem eigenen Haus, drei überarbeitete Technikbeiträge, gleich zwei Ausgaben vom Störsender, und ein D-X-Wetter, in dem ausnahmsweise nicht das Erdmagnetfeld das Problem ist. Fangen wir an.
Das Highlight der Woche ist ein Gastbeitrag: Zehn Tage Funk-Roadtrip mit abruptem Ende, von Sigrid Magdalena, O E eins Y L S. Geplant war die Aktivierung von drei Viertausendern in der Schweiz. Als der Bergführer wegen der Gletscherspalten absagte, wurde daraus etwas völlig anderes. Eine Fahrt durch den Bayrischen Wald, die Schwäbische Alb, den Schwarzwald, das Elsass, den Morvan, und schließlich die französischen Alpen.
Am Ende stehen dreißig aktivierte Summits, rund dreitausend Kilometer, und etwa achtunddreißig Stunden reine Fahrzeit. Geschlafen wurde im Auto. Die beiden Höhepunkte sind zwei Erstaktivierungen: Le Grand Coin auf zweitausendsiebenhundertdreißig Metern, und Le Bellachat auf zweitausendachthundertzweiundzwanzig Metern, letzterer mit fünfzig Q S Os.
Der Bericht ist deshalb so gut, weil er nicht nur die Erfolge aufzählt. Sigrid schreibt genauso offen über die Zehn-Punkte-Gipfel im Bayrischen Wald, bei denen sie sich, Zitat, äußerst doof gefühlt hat, weil sie die Punkte nach fünfhundert Höhenmetern nicht verdient zu haben glaubte. Und über das Ende. Beim Abstieg vom Bellachat rutschte sie im hohen Gras aus und verlor ihr Handy. Fünf Stunden Suche, über zweitausend Höhenmeter an einem Tag, dann die Aufgabe, und eine Nachtfahrt quer durch Italien nach Hause. Die Fotos von acht Tagen Frankreich waren nicht synchronisiert und sind weg.
Ihr Fazit ist ungewöhnlich ehrlich für einen Reisebericht. In dieser Form braucht sie so einen Roadtrip nicht noch einmal. Beim nächsten Mal lieber ein Gebiet, länger bleiben, weniger fahren, mehr Zeit am Berg. Danke, Sigrid!
Der zweite Bericht kommt von Michael, O E fünf H K T, und beschreibt den Aktivitätscontest auf dem Tischberg, O E Schrägstrich N O zweihundert, auf eintausenddreiundsechzig Metern. Über vierzig Q S Os auf zwei Meter, fünf auf siebzig Zentimeter, dann der Umbau auf sechs Meter mit einer Hentenna.
Zuerst ging nichts, bis er den Fehler fand: Der Stecker war nicht richtig fest. Danach kam Christian, O E fünf B C G, mit neunundfünfzig herein. Und kurz darauf das eigentliche Erlebnis: G acht B C G aus England, mit neunundfünfzig plus sechzig. Rund eintausendvierhundert Kilometer auf sechs Metern, mit zehn Watt. Sein erstes Sporadic-E-Q-S-O vom Berg, an seinem Geburtstag. Was uns daran gefällt: Es wird nicht nur der Gipfel abgehakt, sondern experimentiert. Inklusive selbstgebauter P-T-T-Box und einem Gehäuserahmen aus dem 3-D-Drucker.
Aus dem eigenen Haus kommt ein neues Werkzeug: SOTAmesh. Die Idee dazu stammt von Chris, O E acht C K K, der vorgeschlagen hat, im MeshCore-Netz einen eigenen Kanal nur für SOTA aufzumachen.
Das Problem, das damit gelöst wird, kennt jeder Aktivierer. Am Gipfel steht die Antenne, das Handy hat keinen Balken, und der Spot bleibt liegen. Über den Kanal Hashtag SOTA lässt sich der Spot per LoRa absetzen. Ganz ohne Handynetz und ohne Internet. Chaser mit eigenem Gerät sehen ihn direkt am Display, alle anderen lesen auf sotamesh punkt oeradio punkt at im Browser mit, ohne Anmeldung. Ein Ersatz für A P R S oder SOTAwatch ist das nicht, aber ein zweiter, unabhängiger Weg. Und einer, der dort noch funktioniert, wo sonst nichts mehr geht.
Drei Technikbeiträge sind neu beziehungsweise gründlich überarbeitet worden.
Meteorscatter auf V H F erklärt, wie man auf zwei Meter über die Ionisationsspuren verglühender Sandkörner regelmäßig eintausendfünfhundert bis zweitausend Kilometer überbrückt. Bei der Überarbeitung haben wir zwei Fehler im alten Text gefunden und korrigiert. Die Anruffrequenz für M S K einhundertvierundvierzig ist in Region eins einhundertvierundvierzig Komma drei sechs null Megahertz, und nicht einhundertvierundvierzig Komma drei sieben null. Und die Antenne zeigt auf die Gegenstation, nicht auf den Radianten des Meteorschauers. Wer der alten Anweisung gefolgt wäre, hätte kein Q S O zustande gebracht.
OpenWebRX Plus selbst betreiben zeigt, wie aus einem Raspberry Pi und einem R T L S D R ein Web-S-D-R wird, den man mit anderen teilen kann. Neu dazugekommen ist der aktuelle Stand: Der Fork wird aktiv gepflegt, das Original hat seit Oktober zweitausenddreiundzwanzig keine reguläre Version mehr gesehen.
P zwanzig fünf und N X D N behandelt zwei Digitalstandards aus dem Behörden- und Betriebsfunk. Die wichtigste Erkenntnis der Recherche: Für N X D N gibt es sehr wohl österreichische Infrastruktur. Der Ö V S V betreibt einen Reflector, an dem O E-Gateways hängen. Für P zwanzig fünf sieht es dagegen mager aus.
Hansl Hohlleiter hat diese Woche doppelt geliefert.
In Der Kellerknoten geht es um Kurt, der Relais und Meshknoten im Keller neben der Wand betreibt, die Antenne wegen eines Meteorscatter-Videos horizontal über zwei Bierkisten gelegt hat, und sich wundert, warum nichts geht. Das Koaxkabel liegt seit vier Jahren daneben, sauber aufgerollt und nicht angesteckt. In allen Gruppen fragt er gleichzeitig: Darf ich testen?
Und in Der Funkmanager beschreibt Hansl eine Gattung, die es in mehr Vereinen gibt, als einem lieb ist. Adi, der einen Fachbereich innehat, den niemand braucht, seinen Titel bis zur Bäckerin hinausträgt, und im Jahresbericht über einen Aktivitätstag mit sechsundzwanzig Helfern genau drei Namen nennt. Davon zweimal seinen eigenen. Fragt ihn jemand, wozu das alles gut sei, ruft er nach jemandem, der zuständig ist.
Zum Schluss das D-X-Wetter für die kommende Woche. Es meldet eine seltene Kombination: Der Solare Flux liegt seit einer Woche stabil zwischen einhundertvierundzwanzig und einhundertneunundzwanzig, das Erdmagnetfeld ist ruhig, und es ist kein erdgerichteter C M E in Sicht.
Der Haken liegt diesmal auf der Sonne selbst. Region vierfünfeinsdrei dreht auf uns zu und hat mehrere C-Flares produziert. Erstmals seit Wochen gibt es wieder eine Chance auf M-Flares. Für uns heißt das: Wenn ein Band nachmittags plötzlich still ist, liegt das eher an einem Flare als an der eigenen Station. Zehn Minuten warten hilft mehr als Schrauben. Ansonsten sind siebzehn und fünfzehn Meter die Bänder der Woche, und auf den Low Bands beginnt die Saison.
Das war der OERadio Wochenrundspruch, Kalenderwoche vierunddreißig. Schaut auf oeradio punkt at vorbei. Und wenn ihr auch eine Geschichte vom Berg oder aus dem Shack habt: Schreibt uns. Die besten Beiträge dieser Woche kamen von euch. Dreiundsiebzig de OERadio!
Transparenzhinweis
Dieser Rundspruch wurde von der oeradio.at-Redaktion mit Unterstützung von KI (Claude, Anthropic) verfasst und von Sarah (ElevenLabs Multilingual v2) vorgelesen. Das Titelbild stammt aus dem Bericht von OE1YLS und zeigt den Grat am Le Grand Coin, einer ihrer beiden Erstaktivierungen. Alle Inhalte wurden redaktionell geprüft. Feedback und Anregungen gerne an [email protected].





