Kalenderwoche 32/2026 · Vorgelesen von Sarah, unserer KI-Stimme (ElevenLabs Multilingual v2).
Guten Tag, liebe Funkfreunde, und willkommen zum OERadio Wochenrundspruch, Kalenderwoche 32. Am Mikrofon Sarah. Diese Woche geht es zweimal ums Mitmachen statt Zuschauen: um ein Funknetz, das gerade in Kärnten wächst, und um einen Funksport, für den man nicht einmal eine Lizenz braucht. Dazu ein Portabelformat, ein globales Skimmer-Netzwerk — und ein DX-Wetter, in dem die Sonne schwächelt und dafür die Perseiden übernehmen.
⭐ MeshCore: Jetzt ist der Moment zum Mitmachen
Das Highlight der Woche ist eine Einladung: MeshCore — Funken ohne Handynetz. Textnachrichten über LoRa auf 868 MHz, ohne Handynetz, ohne Internet, ohne Vertrag und ohne laufende Kosten. Der Einstieg kostet rund 20 Euro, eine Lizenz braucht es nicht.
Der Grund, warum wir das gerade jetzt bringen: Das Netz wächst, und auf der Karte sind noch weiße Flecken. Jedes zusätzliche Gerät und vor allem jeder zusätzliche Repeater an einem erhöhten Standort verändert etwas, das man am selben Abend sieht. Die Kärntner Initiative CarinthiaMesh hat dazu ein Wiki aufgesetzt, das den Weg Schritt für Schritt erklärt.
Zwei Fehler kosten sonst einen Abend Fehlersuche: Beim Kauf unbedingt die 868-MHz-Variante nehmen — dieselben Geräte gibt es mit 915 MHz, das ist die US-Version. Und die Funkparameter müssen exakt stimmen; im österreichischen Netz sind das 869,618 MHz, 62,5 kHz Bandbreite, SF8 und CR8. Mit älteren Voreinstellungen sendet man einwandfrei, nur eben allein. Das Netz macht übrigens an der Staatsgrenze nicht halt: dasselbe Band, dieselben Einstellungen gelten EU-weit.
⭐ Fuchsjagd: der Einstieg, für den man keine Prüfung braucht
Unser zweites Highlight — und der Beitrag, den wir diese Woche komplett neu geschrieben haben: Fuchsjagd, also ARDF. Fünf Sender liegen im Wald, jeder meldet sich genau eine Minute lang, in Morse: MOE, MOI, MOS, MOH, MO5 — die Zahl der Punkte nach dem MO ist die Sendernummer. Dazu eine durchgehend sendende Zielbake. Karte, Kompass, Peilempfänger, Laufschuhe.
Für den Nachwuchs ist das die vielleicht niederschwelligste Tür ins Hobby, die es gibt: Man braucht keine Amateurfunklizenz, weil nur empfangen wird, und der ÖVSV leiht die Peilempfänger nach Anmeldung her. Mitbringen muss man Stereokopfhörer mit 3,5-mm-Klinke und eine 9-Volt-Batterie.
Wir haben bei der Gelegenheit auch einen Fehler aus dem alten Text geräumt, der uns peinlich ist: Dort stand, auf 80 m werde mit einer Yagi gepeilt. Das stimmt nicht — eine Yagi für 3,5 MHz wäre zwanzig Meter breit. Auf 80 m arbeitet man mit einer Ferrit- oder Rahmenantenne und peilt nicht das Maximum, sondern das Minimum; die Zweideutigkeit der Achter-Charakteristik löst eine zuschaltbare Hilfsantenne, die daraus eine Kardioide macht. Die kleine Yagi gehört auf 2 m.
Terminlich lohnt der Blick in den Kalender: Von 16. bis 22. August läuft im rumänischen Târgoviște die 25. IARU-Region-1-ARDF-Meisterschaft. In Österreich geht es am 29. August in Ebenau weiter, danach Wien-Kaltenleutgeben, Telfs-Mieming, Bad Loipersdorf und zum Saisonabschluss Mureck. Kärnten war heuer mit dem Bewerb in Döbriach dabei.
RaDAR Rally: aufbauen, fünf QSOs, weiterziehen
Für alle, die Portabelbetrieb mögen, aber vom Sitzenbleiben genug haben: die RaDAR Rally. Rapid Deployment Amateur Radio bedeutet: Station aufbauen, fünf Kontakte arbeiten, alles wieder abbauen und weiterziehen — zu Fuß mindestens einen Kilometer, mit dem Rad zwei, motorisiert sechs. Vier Stunden lang, frei wählbar innerhalb des UTC-Tages.
Der Clou steckt in der Wertung: Die QSO-Punkte werden mit der Zahl der Deployments multipliziert. Wer öfter abbaut und weiterzieht, vervielfacht seinen Score — Bewegung zählt mehr als reine QSO-Zahlen. Und die Veranstalter sagen selbst ganz deutlich, dass das kein Contest sein soll, sondern ein sportlicher Event. Der nächste Termin ist der 7. November 2026, Zeit zum Üben ist also da.
Reverse Beacon Network: wer hört mich gerade?
Und ein Werkzeug, das man kennen sollte: das Reverse Beacon Network. Weltweit verteilte Skimmer hören rund um die Uhr die Bänder ab, dekodieren automatisch jeden CQ-Ruf und melden Rufzeichen, Frequenz, Signalstärke und Uhrzeit. Man ruft also einmal CQ und sieht binnen Sekunden schwarz auf weiß, wer einen wo mit welchem Rapport aufnimmt.
Praktisch ist das gleich dreifach: als ehrlicher Antennentest, als Ausbreitungscheck vor dem Contest und zur Kontrolle der eigenen Gebeweise. Gerade in einer Woche mit niedrigem Flux ist der Blick aufs RBN oft schneller als jede Vorhersage.
DX-Wetter KW 33/2026
Zum Abschluss das DX-Wetter für diese Woche — und da müssen wir die Erwartungen dämpfen. Der Solarflux ist innerhalb einer Woche von 140 auf 97 gefallen, die Sonnenfleckenzahl von 130 auf 62. Die große Fleckengruppe, die den Juli getragen hat, ist über den Westrand gedreht, und von der Rückseite kommt nichts Nennenswertes nach. 20 Meter trägt die Woche, gearbeitet wird auf 30 und 40 Meter, und wer auf 10 Meter wartet, wartet vergeblich.
Geomagnetisch war das Wochenende lebhafter als angekündigt: Am Samstag erreichte der Kp-Index kurz 5,7, ein kleiner G1-Sturm. Wir setzen den Montag deshalb bewusst höher an als die NOAA-Prognose — nach zwei Störungen hintereinander braucht die Ionosphäre einen Erholungstag. Ab Dienstag beruhigt sich das Feld.
Die eigentliche Chance der Woche liegt aber nicht auf Kurzwelle: In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag erreichen die Perseiden ihr Maximum, und der Neumond fällt fast exakt darauf. Wer auf 6 oder 2 Meter etwas erleben will, arbeitet diese Woche Meteorscatter — am besten zwischen zwei und acht Uhr früh. Am Wochenende gibt es dazu das Internationale Leuchtturm- und Feuerschiff-Wochenende und den SARTG WW RTTY Contest.
Das war der OERadio Wochenrundspruch KW 32. Schaut auf oeradio.at vorbei, stellt den Wecker für die Perseiden, und bleibt auf den Bändern.
73 — eure oeradio.at-Redaktion
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Guten Tag, liebe Funkfreunde, und herzlich willkommen zum OERadio Wochenrundspruch, Kalenderwoche zweiunddreißig, zweitausendsechsundzwanzig. Am Mikrofon: Sarah, eure OERadio-Stimme. Diese Woche geht es zweimal ums Mitmachen statt Zuschauen: um ein Funknetz, das gerade in Kärnten wächst, und um einen Funksport, für den man nicht einmal eine Lizenz braucht. Dazu ein Portabelformat, ein globales Skimmer-Netzwerk, und ein D-X-Wetter, in dem die Sonne schwächelt und dafür die Perseiden übernehmen. Fangen wir an.
Das Highlight der Woche ist eine Einladung: MeshCore, Funken ohne Handynetz. Textnachrichten über LoRa auf achthundertachtundsechzig Megahertz, ohne Handynetz, ohne Internet, ohne Vertrag und ohne laufende Kosten. Der Einstieg kostet rund zwanzig Euro, eine Lizenz braucht es nicht. Der Grund, warum wir das gerade jetzt bringen: Das Netz wächst, und auf der Karte sind noch weiße Flecken. Jedes zusätzliche Gerät, und vor allem jeder zusätzliche Repeater an einem erhöhten Standort, verändert etwas, das man am selben Abend sieht. Die Kärntner Initiative CarinthiaMesh hat dazu ein Wiki aufgesetzt, das den Weg Schritt für Schritt erklärt.
Zwei Fehler kosten sonst einen Abend Fehlersuche. Beim Kauf unbedingt die Achthundertachtundsechzig-Megahertz-Variante nehmen. Dieselben Geräte gibt es mit neunhundertfünfzehn Megahertz, das ist die US-Version. Und die Funkparameter müssen exakt stimmen. Im österreichischen Netz sind das achthundertneunundsechzig Komma sechs eins acht Megahertz, zweiundsechzig Komma fünf Kilohertz Bandbreite, S-F-acht und C-R-acht. Mit älteren Voreinstellungen sendet man einwandfrei, nur eben allein. Das Netz macht übrigens an der Staatsgrenze nicht halt: dasselbe Band und dieselben Einstellungen gelten E-U-weit.
Unser zweites Highlight, und der Beitrag, den wir diese Woche komplett neu geschrieben haben: die Fuchsjagd, also A-R-D-F. Fünf Sender liegen im Wald, jeder meldet sich genau eine Minute lang, in Morse: M-O-E, M-O-I, M-O-S, M-O-H, M-O-fünf. Die Zahl der Punkte nach dem M-O ist die Sendernummer. Dazu kommt eine durchgehend sendende Zielbake. Karte, Kompass, Peilempfänger, Laufschuhe.
Für den Nachwuchs ist das die vielleicht niederschwelligste Tür ins Hobby, die es gibt. Man braucht keine Amateurfunklizenz, weil nur empfangen wird, und der Ö-V-S-V leiht die Peilempfänger nach Anmeldung her. Mitbringen muss man Stereokopfhörer mit drei Komma fünf Millimeter Klinke und eine Neun-Volt-Batterie.
Wir haben bei der Gelegenheit auch einen Fehler aus dem alten Text geräumt, der uns peinlich ist. Dort stand, auf achtzig Metern werde mit einer Yagi gepeilt. Das stimmt nicht. Eine Yagi für drei Komma fünf Megahertz wäre zwanzig Meter breit. Auf achtzig Metern arbeitet man mit einer Ferrit- oder Rahmenantenne und peilt nicht das Maximum, sondern das Minimum. Die Zweideutigkeit der Achter-Charakteristik löst eine zuschaltbare Hilfsantenne, die daraus eine Kardioide macht. Die kleine Yagi gehört auf zwei Meter.
Terminlich lohnt der Blick in den Kalender. Von sechzehntem bis zweiundzwanzigstem August läuft im rumänischen Târgoviște die fünfundzwanzigste I-A-R-U-Region-eins-A-R-D-F-Meisterschaft. In Österreich geht es am neunundzwanzigsten August in Ebenau weiter, danach Wien-Kaltenleutgeben, Telfs-Mieming, Bad Loipersdorf, und zum Saisonabschluss Mureck. Kärnten war heuer mit dem Bewerb in Döbriach dabei.
Für alle, die Portabelbetrieb mögen, aber vom Sitzenbleiben genug haben: die RaDAR Rally. Rapid Deployment Amateur Radio bedeutet: Station aufbauen, fünf Kontakte arbeiten, alles wieder abbauen, und weiterziehen. Zu Fuß mindestens einen Kilometer, mit dem Rad zwei, motorisiert sechs. Vier Stunden lang, frei wählbar innerhalb des U-T-C-Tages. Der Clou steckt in der Wertung: Die QSO-Punkte werden mit der Zahl der Deployments multipliziert. Wer öfter abbaut und weiterzieht, vervielfacht seinen Score. Bewegung zählt also mehr als reine QSO-Zahlen. Und die Veranstalter sagen selbst ganz deutlich, dass das kein Contest sein soll, sondern ein sportlicher Event. Der nächste Termin ist der siebente November zweitausendsechsundzwanzig. Zeit zum Üben ist also da.
Und ein Werkzeug, das man kennen sollte: das Reverse Beacon Network. Weltweit verteilte Skimmer hören rund um die Uhr die Bänder ab, dekodieren automatisch jeden C-Q-Ruf und melden Rufzeichen, Frequenz, Signalstärke und Uhrzeit. Man ruft also einmal C-Q und sieht binnen Sekunden schwarz auf weiß, wer einen wo mit welchem Rapport aufnimmt. Praktisch ist das gleich dreifach: als ehrlicher Antennentest, als Ausbreitungscheck vor dem Contest, und zur Kontrolle der eigenen Gebeweise. Gerade in einer Woche mit niedrigem Flux ist der Blick aufs R-B-N oft schneller als jede Vorhersage.
Zum Abschluss das D-X-Wetter für diese Woche, Kalenderwoche dreiunddreißig. Und da müssen wir die Erwartungen dämpfen. Der Solarflux ist innerhalb einer Woche von einhundertvierzig auf siebenundneunzig gefallen, die Sonnenfleckenzahl von einhundertdreißig auf zweiundsechzig. Die große Fleckengruppe, die den Juli getragen hat, ist über den Westrand gedreht, und von der Rückseite kommt nichts Nennenswertes nach. Zwanzig Meter trägt die Woche, gearbeitet wird auf dreißig und vierzig Meter, und wer auf zehn Meter wartet, wartet vergeblich.
Geomagnetisch war das Wochenende lebhafter als angekündigt. Am Samstag erreichte der Kp-Index kurz fünf Komma sieben, ein kleiner G-eins-Sturm. Wir setzen den Montag deshalb bewusst höher an als die NOAA-Prognose. Nach zwei Störungen hintereinander braucht die Ionosphäre einen Erholungstag. Ab Dienstag beruhigt sich das Feld.
Die eigentliche Chance der Woche liegt aber nicht auf Kurzwelle. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag erreichen die Perseiden ihr Maximum, und der Neumond fällt fast exakt darauf. Wer auf sechs oder zwei Meter etwas erleben will, arbeitet diese Woche Meteorscatter, am besten zwischen zwei und acht Uhr früh. Am Wochenende gibt es dazu das Internationale Leuchtturm- und Feuerschiff-Wochenende und den S-A-R-T-G-W-W-R-T-T-Y-Contest.
Das war der OERadio Wochenrundspruch, Kalenderwoche zweiunddreißig. Schaut auf oeradio punkt at vorbei, stellt den Wecker für die Perseiden, und bleibt auf den Bändern. Dreiundsiebzig de OERadio!
Transparenzhinweis
Dieser Rundspruch wurde von der oeradio.at-Redaktion mit Unterstützung von KI (Claude, Anthropic) verfasst und von Sarah (ElevenLabs Multilingual v2) vorgelesen. Das Titelbild wurde mit KI erstellt. Alle Inhalte wurden redaktionell geprüft. Feedback und Anregungen gerne an [email protected].





