Der FA-VA6 im Faktencheck: Hält er, was die Werbung verspricht?

TechnikJedermannfunk

Seit ein paar Wochen kommt man am FA-VA6 nicht mehr vorbei. Die Händler haben ihn ganz oben im Schaufenster, in den Runden wird er herumgereicht, und wenn man zuhört, klingt es ungefähr so: endlich ein richtiges Messgerät, kein Spielzeug mehr. 299 Euro als Bausatz, 10 kHz bis 1 GHz, ein Display, das man auch in der Sonne lesen kann.

Klingt nach dem Gerät, das alles kann. Ist es aber nicht, und der Grund dafür steht auf keiner einzigen Produktseite. Gehen wir die Versprechen der Reihe nach durch.

Vorweg: Das hier ist kein Testbericht

Wir hatten kein Gerät auf dem Tisch. Alles, was hier steht, kommt aus den Unterlagen des Entwicklers, aus der Bauanleitung und von den Händlerseiten. Eigene Messwerte behaupten wir nicht, das wäre gelogen.

Was wir tun können: die Angaben nebeneinanderlegen und sagen, was sie im Shack bedeuten. Genau das steht nämlich nirgends.

Was der FA-VA6 überhaupt ist

Der FA-VA6 ist ein vektorieller Antennenanalysator, entwickelt von Michael Knitter, DG5MK, vertrieben über den FUNKAMATEUR-Leserservice und mehrere Händler. Er ist der Nachfolger von FA-VA4 und FA-VA5 und eine komplette Neuentwicklung in Hardware und Software.

Geliefert wird er als Bausatz, der zu 99 Prozent fertig ist: Die SMD-Platine kommt bestückt und geprüft, dazu Display, Silikontastatur und ein bearbeitetes Aluminiumgehäuse. Zusammenbau etwa eine halbe Stunde, zwei Lötpunkte. Im Karton liegen außerdem ein Koffer, ein SOL-Kalibrierkit zum Selbstbau, der Akku und ein individuelles Prüfprotokoll.

Die Versprechen, eines nach dem anderen

„10 kHz bis 1 GHz" hält stand, und es ist mehr wert, als es klingt

Das ist der stärkste Punkt am ganzen Gerät, und ausgerechnet den verkauft die Werbung unter Wert. Der FA-VA6 erzeugt seine Messfrequenz über den ganzen Bereich als echte Grundwelle.

Warum das zählt, versteht man erst im Vergleich. Ein NanoVNA der verbreiteten H4-Bauform erzeugt oberhalb von etwa 300 MHz nichts mehr selbst, sondern arbeitet mit den ungeradzahligen Oberwellen seines Taktgenerators: die dritte Harmonische reicht bis rund 900 MHz, die fünfte bis 1,5 GHz. Das Phasenrauschen wächst dabei mit dem Quadrat der Harmonischenzahl, das Nutzsignal wird schwächer und ist schlechter zu filtern. Auf dem Datenblatt steht dann zwar 1,5 GHz, in der Praxis fällt der Dynamikumfang von über 70 dB auf 60 dB oberhalb 300 MHz und auf 40 dB oberhalb 900 MHz.

Wer regelmäßig auf 70 cm oder darüber misst, bekommt hier also wirklich etwas, das ein billiger NanoVNA nicht kann. Das ist kein Marketing, das ist Physik.

„Bis zu 80 dB Dynamikumfang" ist richtig, aber unvollständig

Die Formulierung „bis zu" macht die ganze Arbeit. Die Werte gestaffelt nach Frequenz:

  • bis 200 MHz: rund 80 dB im genauen Messmodus
  • 200 bis 600 MHz: 69 dB
  • 600 MHz bis 1 GHz: 57 dB

Geschummelt wird da nicht, die Zahlen stehen genau so in den Unterlagen. Nur liest sich „S11-Dynamikumfang bis 80 dB" in einem Shop eben anders als „57 dB bei 1 GHz". Für Antennen im Amateurfunk reicht beides locker. Bei schmalen Filtern oder tiefen Kerben wird es oben herum knapp.

Display und Laufzeit halten stand

Das IPS-Display mit über 1000 Nits ist keine Marketingfloskel, das ist der Bereich, in dem Displays bei direkter Sonne ablesbar bleiben. Wer schon einmal am Mast versucht hat, auf einem NanoVNA-Schirm eine Resonanzstelle zu finden, weiß, wie viel das wert ist.

Die Laufzeitangabe ist ebenfalls plausibel: eine 18650-Industriezelle mit 3180 mAh bei rund 165 mA Stromaufnahme ergibt rechnerisch etwa 19 Stunden, die angegebenen 12 Stunden bei voller Helligkeit sind also eher konservativ. Ein NanoVNA hält je nach Modell zwei bis vier Stunden.

„Preis-Leistungs-Kracher" kommt darauf an, wer es sagt

Diese Formulierung stammt aus einem Praxistest, der bei einem Händler erschienen ist, der das Gerät selbst verkauft. Dort werden keinerlei Schwächen genannt. Das muss nichts heißen, das Gerät ist offenbar gut. Es heißt nur, dass man den Text nicht als unabhängige Prüfung lesen sollte. Ähnliches gilt für die Formulierung vom „unbestrittenen Preis-Leistungssieger", die schon beim Vorgängermodell in den Shops stand.

Am ausführlichsten wirbt derzeit Lutz Electronics in der Schweiz, mit einer rund vierzigminütigen Videopräsentation von HB9NBG. Der Preis dort liegt bei 299.90 Franken, und zwar ausschließlich für den Bausatz. Ein fertig aufgebautes Gerät oder einen Aufbauservice gibt es dort nicht, ebenso wenig bei den anderen Händlern. Wer das Gerät will, lötet zwei Punkte selbst. Zubehör kostet extra: fertiges BNC-Kalibrierkit 29.90 Franken, USB-C-Ladegerät 39.90 Franken.

Was die Händlerpräsentation zeigt und was sie auslässt

Fairerweise: Das Video ist besser als der übliche Verkaufsclip. Es ist als Produktvorstellung klar erkennbar, der Autor sagt selbst, dass das Gerät neu im Sortiment ist, und er zeigt echte Messungen statt Prospektbilder. Der einleitende Teil über den Unterschied zwischen SWR-Meter und Antennenanalysator ist sauber erklärt.

Die Produktvorstellung von HB9NBG: Zusammenbau, Sweep, Kabelmessung, TDR und Antennenabgleich im Freien.

Zwei Formulierungen darin sind aber genau die, die im Shack falsch ankommen. Das Gerät wird als „das wirklich wichtigste Antennenmessgerät des Funkamateurs" bezeichnet und mit dem Satz empfohlen, es gehöre „in jeden Shack rein oder in jede Portabelkiste rein". In vierzig Minuten fällt kein einziges Mal der Hinweis, dass hier nur eine Hälfte der üblichen VNA-Messungen möglich ist.

Das ist keine Falschaussage. Als reines Antennenmessgerät stimmt jedes Wort. Nur hört der durchschnittliche Zuhörer eben „wichtigstes Messgerät" und nicht „bestes Gerät für genau eine Messaufgabe". Genau daraus entsteht die Erwartung, um die es in diesem Artikel geht.

Was in keiner Produktbeschreibung steht

Display des FA-VA6 mit Smith-Diagramm, oben links die Beschriftung S11
Das Display des FA-VA6 sagt es selbst: oben links steht S11, und dabei bleibt es. Ein S21 gibt es an diesem Gerät nicht. Bild: Herstellermaterial.

Der FA-VA6 ist ein Ein-Tor-Messgerät. Er misst ausschließlich S11, also das, was am Messtor zurückkommt. Ein zweites Tor gibt es nicht, S21-Messungen sind nicht möglich. Der Entwickler schreibt das in seiner technischen Dokumentation klar hin, in der englischen Fassung steht die Einschränkung ausdrücklich als solche.

Auf den Verkaufsseiten der Händler haben wir sie nirgends gefunden. Dort ist von SWR, Impedanz und Resonanz die Rede, und in der vierzigminütigen Videopräsentation kommt sie ebenfalls nicht vor. Wer nur die Werbung liest, erfährt nicht, dass die Hälfte der Messarten fehlt, die man von einem VNA gewohnt ist.

NanoVNA mit zwei SMA-Buchsen, beschriftet mit CH0 für S11 und CH1 für S21, auf dem Display gleichzeitig Smith-Diagramm und Durchgangskurve
Zwei Buchsen, zwei Messarten: CH0 misst S11, was zurückkommt, CH1 misst S21, was durchgeht. Der FA-VA6 hat nur die erste. Foto: Martin Homuth-Rosemann, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.

Was dadurch wegfällt, ist keine Kleinigkeit:

  • Filterkurven lassen sich nicht aufnehmen. Kein Bandpass, kein Tiefpass, kein Notch, kein Duplexer.
  • Dämpfung von Kabeln, Abschwächern oder Steckverbindern lässt sich nicht direkt durchmessen.
  • Verstärkung einer Vorstufe zu bestimmen geht nicht.
  • Quarze und Filterbauteile im Durchgang zu vermessen entfällt.
  • Baluns und Ununs lassen sich nur eingangsseitig beurteilen, nicht im Durchgang.
Durchgangsmessung eines SAW-Filters für 433 MHz an einem NanoVNA, die Durchlasskurve ist auf dem Display zu sehen
Die Durchlasskurve eines 433-MHz-SAW-Filters. Genau diese Messung ist mit einem Ein-Tor-Gerät nicht möglich. Foto: Xofc, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.

Wer nur Antennen abgleicht, vermisst davon nichts. Wer bastelt, vermisst es sofort.

Was er dafür kann, und das ist einiges

Damit soll das Gerät nicht schlechtgeredet werden. In seiner Ein-Tor-Welt kann es deutlich mehr, als nur eine SWR-Kurve zu malen.

Zeitbereichsmessung (TDR): Impuls- und Sprungantwort über die Leitungslänge, sechs Längenbereiche von 6,3 bis 202,7 Metern, Auflösung unter 0,05 Nanosekunden für einzelne Störstellen. Damit findet man den schadhaften Stecker im Mast, ohne das Kabel abzubauen.

Kabelapplikationen: Länge, Verkürzungsfaktor, Wellenwiderstand und Dämpfung bei 10, 30, 50, 100 und 200 MHz. Wer wissen will, ob das Koaxkabel auf der Trommel wirklich das ist, was draufsteht, bekommt hier eine Antwort.

LCR-Messung: Spulen, Kondensatoren und Widerstände bei einer wählbaren Frequenz, also im Betriebsfall statt bei 1 kHz wie beim Billigmessgerät.

Werkskalibrierung: Jedes Gerät kommt individuell kalibriert mit Prüfprotokoll. Man kann sofort messen, ohne vorher die SOL-Prozedur durchzuspielen. Das SOL-Kit liegt bei, wer es genauer braucht, kalibriert selbst nach.

PC-Anbindung: Über USB-C und die VNWA-Software von Thomas Baier, DG8SAQ, lässt sich das Gerät fernsteuern und als Ein-Tor-Messplatz am Rechner betreiben. Die Schnittstelle ist dokumentiert und offen, Fremdsoftware kann andocken.

Zwei Praxispunkte, die im Video untergehen

Aus der Präsentation lassen sich zwei Dinge mitnehmen, die unabhängig vom Gerät für jeden Analyzer gelten und die man selten so klar erklärt bekommt.

Die Anzahl der Messpunkte entscheidet, ob du eine Resonanz überhaupt siehst. Wer einen breiten Bereich sweept und die Punktzahl niedrig lässt, übersieht schmale Resonanzen schlicht, weil kein Messpunkt hineinfällt. Bei einer Magnetic Loop mit ihrer hohen Güte passiert das sofort, und man steht dann vor einer Kurve, die aussieht, als funktioniere die Antenne nicht. Beim FA-VA6 ist die Punktzahl in der Messkonfiguration einstellbar. Wer breit scannt, muss sie hochdrehen.

Die Werkskalibrierung gilt an der Buchse, nicht an der Antenne. Der Referenzpunkt liegt am BNC-Anschluss des Geräts. Für Kurzwelle ist das meist unerheblich. Wer aber wissen will, was oben am Speisepunkt wirklich passiert, kalibriert mit dem SOL-Kit am entfernten Kabelende nach und rechnet die Zuleitung damit heraus. Genau dafür liegen die Bauteile für das Selbstbau-SOL bei. Ein fertiges SOL-Kit kostet extra.

Kann der NanoVNA das auch? Punkt für Punkt

Das ist die Frage, die am Stammtisch am schnellsten zu Streit führt, deshalb hier die Funktionsliste des FA-VA6 der Reihe nach, mit Beleg für jede Zeile.

Funktion im FA-VA6NanoVNA?Anmerkung
SWR über Frequenz, Sweep mit MarkerjaGrundfunktion beider Geräte
Impedanz nach Real- und Imaginärteiljabeide messen S11 vektoriell
Smith-Diagrammjaam NanoVNA als eigenes Trace-Format
Zeitbereich, TDRjaDISPLAYTRANSFORMLOW PASS IMPULSE oder LOW PASS STEP
Kabellänge und Fehlerortjaüber dieselbe TDR-Funktion
Verkürzungsfaktor berücksichtigenjaDISPLAYTRANSFORMVELOCITY FACTOR, Eingabe in Prozent
Kabeldämpfungja, besserNanoVNA misst direkt über S21, der FA-VA6 nur indirekt über Ein-Tor
L, C und R bestimmenjaergibt sich aus R+jX bei der Messfrequenz
Wackelkontakt am Stecker suchenjalaufender Sweep, am Kabel rütteln, Kurve beobachten
Filterkurve, Dämpfung, Verstärkungnur NanoVNAbraucht zwei Tore, FA-VA6 kann es nicht

Das Ergebnis ist eindeutig und für manche unbequem: Es gibt in der gesamten Funktionsliste des FA-VA6 keine einzige Messart, die ein NanoVNA nicht beherrscht. Umgekehrt schon.

TDR und Kabellänge

Die Zeitbereichsmessung ist keine Besonderheit teurer Geräte. Die offizielle NanoVNA-Dokumentation beschreibt sie ausdrücklich: „In low-pass mode, you can simulate TDR." Dort steht auch, dass die Startfrequenz auf 50 kHz gesetzt werden muss und die Stoppfrequenz nach der zu messenden Entfernung. Den Verkürzungsfaktor gibt man unter DISPLAYTRANSFORMVELOCITY FACTOR in Prozent ein, bei einem Kabel mit 67 Prozent also schlicht 67.

Was der FA-VA6 hier voraus hat, ist Bequemlichkeit: Er bringt eine Datenbank gängiger Kabeltypen mit, man wählt H155 aus und muss den Verkürzungsfaktor nicht nachschlagen. Das ist angenehm. Es ist keine zusätzliche Messfähigkeit.

Kabeldämpfung, und warum der NanoVNA hier gewinnt

Für die Dämpfung gibt es zwei Wege. Mit zwei Toren hängt man das Kabel zwischen CH0 und CH1, stellt S21 auf LOGMAG und liest die Einfügedämpfung direkt in dB ab. Das ist die saubere Methode.

Mit nur einem Tor bleibt der Umweg: Kabelende offen oder kurzgeschlossen, Rückflussdämpfung messen, durch zwei teilen, weil das Signal die Strecke zweimal zurücklegt. Das funktioniert, hängt aber davon ab, wie gut dein Open oder Short wirklich ist, und wird bei stark dämpfenden Kabeln ungenau. Die Zwei-Tor-Messung ist laut Rohde & Schwarz die bessere Wahl, sobald das Kabel viel Verlust hat und beide Enden erreichbar sind.

Der FA-VA6 gibt Dämpfungswerte bei 10, 30, 50, 100 und 200 MHz aus. Er hat aber nur ein Tor, kann also nur die indirekte Methode benutzen.

Wo „kann er auch" wirklich endet

Genau ein Punkt hält der Prüfung nicht stand, und der ist dafür ernst gemeint: oberhalb von etwa 300 MHz. Der NanoVNA misst dort weiter, aber im Oberwellenbetrieb. Sein Dynamikumfang fällt von über 70 dB auf 60 dB und oberhalb 900 MHz auf 40 dB. Der FA-VA6 arbeitet dort mit echter Grundwelle und hält 69 dB bis 600 MHz und 57 dB bis 1 GHz.

Auf 2 m merkst du davon nichts. Auf 70 cm merkst du es. Bei 1 GHz ist es ein echter Unterschied. Wer dort ernsthaft misst, hat einen sachlichen Grund für das Gerät.

Alles andere, was der FA-VA6 besser macht, ist Ergonomie und Messqualität: das lesbare Display, der Akku, das Alugehäuse, die Werkskalibrierung statt SOL bei jedem Bereichswechsel, die Kabeldatenbank, die deutsche Anleitung. Das ist ein völlig legitimer Grund, Geld auszugeben. Nur ist es eben kein größerer Funktionsumfang.

Der VNWA3 von DG8SAQ, ein kleiner vektorieller Netzwerkanalysator für den PC-Betrieb
Der VNWA3 von Thomas Baier, DG8SAQ. Seine Software ist es, die den FA-VA6 am PC bedienbar macht. Foto: Appaloosa, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons.

Wer gewinnt wo

Der FA-VA6 liegt vorn, wenn es nach draußen geht: echte Grundwelle bis 1 GHz, ein Display, das in der Sonne lesbar bleibt, ein Akku, der den ganzen Tag durchhält, ein Gehäuse, das einen Sturz übersteht. Dazu deutsche Unterlagen, ein Ansprechpartner, den man erreicht, und die Werkskalibrierung, dank der man einschaltet und misst, ohne vorher zu kalibrieren. Und man braucht keinen Rechner dazu.

Der NanoVNA liegt vorn beim Preis, um den Faktor vier bis sieben, und bei allem, was zwei Tore braucht. Er ist das universellere Gerät, obwohl er das schlechtere Antennenmessgerät ist. Das klingt widersprüchlich, ist es aber nicht.

Und genau hier kippt die Geschichte von der eierlegenden Wollmilchsau. Der FA-VA6 ist ein Spezialist. Er macht eine Sache richtig gut und eine ganze Kategorie von Messungen überhaupt nicht.

Für wen lohnt sich das?

Ja, wenn du regelmäßig draußen am Mast oder auf dem Berg misst, wenn dich der NanoVNA-Schirm bei Sonne schon zur Verzweiflung gebracht hat, wenn du oberhalb 300 MHz arbeitest, oder wenn du ein Gerät willst, das in zehn Jahren noch läuft und einen Ansprechpartner hat, der Deutsch spricht.

Nein, wenn du hauptsächlich im Shack bastelst, Filter und Baugruppen entwickelst, oder wenn du schon einen NanoVNA hast und dir davon einen Sprung in eine andere Liga erwartest. Den bekommst du bei den Antennenmessungen, die du ohnehin machst, nur bedingt.

Vielleicht, wenn du beides hast. Ein NanoVNA für den Basteltisch und ein FA-VA6 für draußen ist eine sinnvolle Kombination, und zusammen kosten sie immer noch weniger als ein RigExpert der oberen Klasse.

Fazit

Der FA-VA6 ist ein gutes Gerät. Sauber entwickelt, ordentlich gebaut, und die Zahlen halten dem Nachrechnen stand. In seiner Disziplin hängt er einen Billiganalyzer klar ab.

Was nicht stimmt, ist die Erwartung, die gerade drumherum wächst. Wer 299 Euro hinlegt und glaubt, damit alles zu können, was ein NanoVNA für 50 kann, steht beim ersten Filter blöd da. Dieser eine Satz gehört in jede Produktbeschreibung. Dass er fehlt, ist der eigentliche Kritikpunkt, und der trifft nicht das Gerät, sondern die Art, wie es verkauft wird.

Und noch etwas, das mit dem Preisschild überhaupt nichts zu tun hat: Ein besseres Messgerät nimmt dir das Verstehen nicht ab. Wer die Punktzahl beim Sweep zu niedrig lässt, sieht die Resonanz seiner Loop auch auf einem 299-Euro-Display nicht. Wer am falschen Ende kalibriert, misst die Zuleitung mit, egal wie schön das Gehäuse ist. Die Fehler, die im Shack am häufigsten passieren, kauft man nicht weg.

Kauf ihn, wenn du weißt, wofür. Nicht, weil er neu ist und alle darüber reden.

Quellen und weiterführende Links


Transparenzhinweis

Dieser Artikel beruht ausschließlich auf öffentlich zugänglichen Herstellerangaben, der Bauanleitung und Händlerbeschreibungen, Stand 25. August 2026. Ein Testgerät stand der Redaktion nicht zur Verfügung, eigene Messungen wurden nicht durchgeführt. Vom FA-VA6 existiert nach unserer Recherche keine frei lizenzierte Aufnahme. Das Titelbild ist deshalb eine KI-Illustration (ChatGPT, OpenAI) und kein Foto: Es stellt eine Werkstattsituation dar, gibt das Gerät aber nicht originalgetreu wieder. Wie der FA-VA6 tatsächlich aussieht, zeigen die Herstellerseiten in der Quellenliste. Die echten Fotos im Beitrag zeigen einen NanoVNA und einen VNWA3. Bildnachweise stehen bei den Bildern. Es besteht keine geschäftliche Verbindung zu einem der genannten Hersteller oder Händler. Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI (Claude, Anthropic) recherchiert und verfasst und von der oeradio.at-Redaktion geprüft. Korrekturen und Ergänzungen gerne an [email protected].

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