DX-Wetter KW 46/2026: Flux 125, M-Flares, G1 zum Wochenstart

DX-Wetter

KW 46 / 2026 | 9. bis 15. November | SFI aktuell 125 (6. November), eine Woche zuvor 90 | SSN 91, Fleckenfläche 360 Millionstel (6. November) | Kp zuletzt 3 (15 bis 18 UTC), Kp 4 um 19:20 UTC erreicht | Sonnenwind bis 510 km/s, Bt bis 15 nT, Bz bis -11 nT | Letzter M-Flare M1.9 am 7. November um 18:42 UTC | G1-Watch für 7. bis 9. November, mit Chance auf G2 | Quelle: NOAA SWPC, Stand 7. November 19:30 UTC


Zusammenfassung

Die Sonne ist aufgewacht, und das Magnetfeld ist es auch. Beides zusammen macht die Woche zweigeteilt: unruhig bis Mittwoch, ruhig ab Donnerstag.

Der Flux ist in einer Woche um 35 Punkte gestiegen. Wir haben von Montag bis Freitag 97, 100, 111, 124 und 125 gemessen, eine Woche davor lagen wir bei 89 bis 93. Das ist der höchste Wert seit dem 18. Oktober (137). Die Sonnenfleckenzahl ist von zuletzt 12 bis 36 auf 91 gestiegen, die Fleckenfläche von höchstens 100 auf 360 Millionstel. Getragen wird das von der Region 4566, die NOAA als Beta-Gamma-Delta führt, also mit der magnetisch komplexesten Konfiguration, die es gibt. Sie hat 22 Flecken und 240 Millionstel Fläche und steht nach der NOAA-Liste bei S06E13, nur knapp östlich der Mitte der Scheibe.

Heute gab es drei M-Flares. Laut NOAA-Liste kamen sie um 12:43 UTC (M1.2), 17:17 UTC (M1.4) und 18:42 UTC (M1.9). Davor gab es am 5. November um 18:33 UTC einen M3.5, zu dem NOAA eine Radioemission vom Typ II mit geschätzten 609 km/s gemeldet hat, ein Hinweis auf einen Plasmaauswurf. Welche Region die Flares geliefert hat, steht in der Flare-Liste nicht, die Forecast Discussion nennt 4566 als Quelle der zahlreichen C-Flares bis zum Mittag. Ein Auswurf, der die Erde trifft, ist in den verfügbaren Koronagrafenbildern bis heute Mittag nicht zu sehen gewesen, die Bilder der letzten Stunden kennen wir nicht.

Das Magnetfeld folgt dem Sonnenwind. Seit gestern strömt ein Hochgeschwindigkeitsstrom aus einem koronalen Loch negativer Polarität an der Erde vorbei: Die Geschwindigkeit stieg von 350 auf 510 km/s, das Gesamtfeld erreichte 15 nT, Bz ging bis -11 nT. Bis zum Nachmittag blieb es bei Kp 3, um 19:20 UTC hat NOAA Kp 4 gemeldet. Die G1-Watch gilt für den 7., 8. und 9. November, mit einer Chance auf G2. Laut 3-Tage-Prognose liegt die Spitze am Sonntag zwischen 21 und 24 UTC bei Kp 5, und auch am Montag (9. November) erwartet NOAA zweimal Kp 4,67, zuerst zwischen 06 und 09 UTC, dann wieder zwischen 21 und 24 UTC. Die Woche beginnt also im Störungsfenster.

Ab Donnerstag wird es ruhig. Die NOAA-Tabelle sieht ab dem 13. November A 5, und der Wochentext nennt „mostly quiet levels“ für den 13. bis 15. November. Das Wochenende ist damit bei einem Flux deutlich über 100 und ruhigem Feld die beste Konstellation seit Mitte Oktober, und es ist Contest-Wochenende.

Die Sonne im extremen Ultraviolett bei 195 Ångström am 7. November 2026, aufgenommen von GOES-19 SUVI
Die Sonne am 7. November um 19:12 UTC im extremen Ultraviolett bei 195 Ångström. Dunkle Flächen sind koronale Löcher, dort strömt der schnelle Sonnenwind ins All. Nach unserer Lesart des Bildes steht der große dunkle Komplex nahe der Scheibenmitte, und von dort braucht ein Sonnenwindstrom etwa zwei bis vier Tage bis zur Erde. Das passt zu den „unruhigen bis aktiven“ Tagen, die NOAA für den 9. bis 12. November nennt. Bild: NOAA SWPC / GOES-19 SUVI.

Der Fleckenbestand: eine große Region, fünf kleine

NOAA führt zum Wochenende sechs nummerierte Regionen (Stand 6. November, 24 UTC):

  • 4566 (S06E19, Dac, Beta-Gamma-Delta, 22 Flecken, 240 Millionstel) ist die Region, auf die es ankommt. Sie hat am 7. November minimal zugelegt und liefert laufend C-Flares, der größte war ein C6.2 um 11:57 UTC. NOAA gibt für 7. bis 9. November M-Flares eine Wahrscheinlichkeit von 35 Prozent pro Tag und X-Flares 10 Prozent. Nach der Drehung steht sie am Wochenende am Zentralmeridian, zur Wochenmitte westlich davon, und am Westrand rechnen wir ab dem 14. oder 15. November.
  • 4565 (N13W18, Cso, 50 Millionstel) ist stabil, aber klein.
  • 4567 (N18W70, Cso, 40 Millionstel) geht in den nächsten Tagen über den Westrand.
  • 4568, 4569 und 4570 (alle 10 Millionstel oder weniger) sind klein. 4570 (S13E59) hat nach der Forecast Discussion einen zusätzlichen Fleck bekommen und steht noch im Osten.
  • Zurückerwartet werden laut NOAA-Liste am 7. bis 9. November 4560 und 4561, die beiden Regionen von Ende Oktober. Beide waren damals klein (bis 30 Millionstel), wir erwarten daraus keinen großen Beitrag zum Flux.

Was das für die Flares heißt: Eine Beta-Gamma-Delta-Region nahe der Scheibenmitte ist genau die Kombination, bei der ein Auswurf, wenn er kommt, gut Richtung Erde zielt. Das ist unsere Einschätzung, nicht NOAA-Wortlaut. NOAA erwartet für 7. bis 9. November R1 bis R2 mit 35 Prozent und R3 oder mehr mit 10 Prozent pro Tag. Ein Funkausfall der Stärke R1 bis R2 dämpft die Kurzwelle auf der Tagseite für Minuten bis zu einer knappen Stunde, am stärksten auf den hohen Bändern. Bei einem Protonenereignis (S1 oder mehr, 5 Prozent pro Tag) wären die Polwege betroffen. Die Elektronenflüsse über 2 MeV am geostationären Orbit liegen seit dem 1. November über 1.000 pfu (Spitze 2.197 pfu am 5. November), das betrifft Satelliten, nicht die Kurzwelle.

Unser Flux-Korridor: Montag 118 bis 135, Dienstag 115 bis 135, Mittwoch 112 bis 132, Donnerstag 110 bis 130, Freitag 108 bis 128, Samstag 105 bis 125, Sonntag 105 bis 125. Die NOAA-Tabelle (Stand 2. November) sagt 120, 115, 110, 110, 105, 105 und 105. Sie hat in der letzten Woche zwischen Dienstag und Freitag 0, 11, 19 und 15 Punkte zu niedrig gelegen, weil sie die neue Region nicht kennen konnte. Wir legen den Korridor deshalb in der ersten Wochenhälfte etwas höher und rechnen ab Mittwoch mit einem langsamen Rückgang, wenn 4566 den Zentralmeridian verlässt und die Flecken zerfallen oder sich neu ordnen. Das ist eine Schätzung, und Flares können den Flux kurzfristig hochziehen, ein größerer Zuwachs der Fleckenzahl ebenfalls. Der Messwert vom Samstag liegt uns noch nicht vor.

Bandprognose

10 und 12 Meter: Mit einem Flux über 110 ist das hier die interessante Woche, solange das Magnetfeld mitspielt. 12 Meter sollte zu Mittag nach Süden, Südosten und über den Atlantik tragen, 10 Meter öffnet bei diesen Werten wieder, vor allem nach Süden und Afrika. Am Montag und Dienstag drückt die geomagnetische Unruhe häufig die MUF, dann bleibt 10 Meter eher leer. Ab Donnerstag ist die Chance am größten, am Wochenende sogar am besten. Hintergrund zum Band: 10 Meter, das vergessene DX-Band.

15 und 17 Meter: Die Arbeitsbänder für DX am Tag, und in dieser Woche besser als in den letzten beiden. 15 Meter dürfte nach Süden, Südosten und über den Atlantik die ganze Woche auf sein, auf den gestörten Tagen eher auf Süd- und Südostwegen als nach Nordamerika.

20 Meter: Das Standardband für Tag und Abend. Es trägt die ganze Woche. Am Montag und Dienstag sind die Polwege (Nordamerika über Grönland) gedämpft, am Wochenende nicht mehr.

30 und 40 Meter: Mit der Normalzeit (MEZ, UTC+1) beginnt die Dunkelheit früh, 40 Meter ist ab dem späten Nachmittag das Arbeitsband. Bei Unruhe steigen Absorption und Rauschen, von Montag bis Mittwoch daher eher kurze Wege. Die Dämmerungszone hilft hier: Gray Line DX.

80 und 160 Meter: Wer die Low Bands mag, wartet bis Donnerstag. Die ersten drei Nächte sind durch das Feld gestört, danach sinkt das Grundrauschen, und die Nächte auf Freitag, Samstag und Sonntag sollten die besten der Woche werden.

VHF: Sporadic-E ist bis zum Frühjahr vorbei. Bei Kp 5 am Sonntagabend und Kp 4,67 am Montag lohnt für Stationen in Norddeutschland und Nordeuropa ein Blick nach Norden. In Österreich ist Aurora auf 6 und 2 Meter bei G1 selten, bei einem G2 (Kp 6) wird es möglich. Wer es versuchen will, hört in den Abend- und Nachtstunden nach Norden. Mehr zur Technik: Aurora-Ausbreitung auf 2 m.

Geomagnetische Vorhersage

Zwei Quellen mit unterschiedlichem Alter: Die 27-Tage-Tabelle und der Wochentext stammen vom 2. November, die 3-Tage-Prognose und die Forecast Discussion von heute, 12:30 UTC, sie gelten für Sonntag und Montag. Wo die beiden sich unterscheiden, folgen wir der neueren Quelle: Die Tabelle sieht für Montag A 15 vor, die 3-Tage-Prognose zweimal Kp 4,67, das ergibt nach unserer Rechnung eher A 20 bis 25.

  • Montag, 9. November: NOAA-3-Tage: Kp 4,67 (G1) zwischen 06 und 09 UTC und zwischen 21 und 24 UTC, sonst 2,67 bis 4. NOAA-Tabelle A 15, Kp 4. Unsere Schätzung: A 12 bis 28.
  • Dienstag, 10. November: NOAA-Tabelle A 10, Kp 3, der Wochentext „unsettled to active“. Unsere Schätzung: A 8 bis 20.
  • Mittwoch, 11. November: NOAA-Tabelle A 10, Kp 3. Unsere Schätzung: A 6 bis 15.
  • Donnerstag, 12. November: NOAA-Tabelle A 10, Kp 3, der Wochentext nennt den Tag noch „unsettled to active“. Unsere Schätzung: A 5 bis 15.
  • Freitag, 13. November: NOAA-Tabelle A 5, Kp 2, „mostly quiet“. Unsere Schätzung: A 3 bis 10.
  • Samstag, 14. November: NOAA-Tabelle A 5, Kp 2. Unsere Schätzung: A 3 bis 8.
  • Sonntag, 15. November: NOAA-Tabelle A 5, Kp 2. Unsere Schätzung: A 3 bis 8.

Der Sonntag vor der Woche (8. November) liegt noch im Störungsfenster, NOAA nennt Kp bis 5 zwischen 21 und 24 UTC. Der Übergang in den Montag ist fließend. Ein G2 ist nicht ausgeschlossen, die Wahrscheinlichkeit nennt NOAA nicht in Prozent, sondern als „chance“.

Der 27-Tage-Takt: die Ruhe ab Donnerstag ist belegt

Die Sonne dreht sich von der Erde aus gesehen in gut 27 Tagen einmal, und koronale Löcher überleben oft mehrere Umläufe. Das ist die Grundlage der Wiederkehrprognose.

Die Rechnung für diese Woche. 27 Tage vor dem 9. bis 15. November liegt der 13. bis 19. Oktober. Die planetaren A-Werte dort: 13, 10, 9, 12, 6, 6 und 3. Das passt auffallend gut zur NOAA-Tabelle (A 15, 10, 10, 10, 5, 5, 5) und zu dem, was wir erwarten: eine unruhige erste Hälfte, danach ruhig. Die ruhigen Tage am Ende der Woche stehen damit auf zwei Beinen, der Tabelle und der Wiederkehr.

Was nicht wiederkehrt. Der 10. Oktober mit A 46, auf den wir in der letzten Ausgabe für den 6. November ein Fragezeichen gesetzt hatten, ist nicht zurückgekommen: Am 6. November lag der A-Wert bei 9. Das stützt die Vermutung, dass dahinter ein Auswurf stand und kein koronales Loch.

Der nächste Termin. Die NOAA-Tabelle nennt A 20 und Kp 5 für den 17. und 18. November, genau 27 Tage nach den Werten vom 21. und 22. Oktober (A 19 und 20). Der Wochentext erwartet ein G1, möglicherweise ein G2, am 27. und 28. November. Das ist das Contest-Wochenende des CQ WW CW, der in unserem Artikel CQ WW CW 2026: Am Taster sitzt ein Mensch beschrieben ist. Die Prognose ist drei Wochen vorher noch weich, aber ein Datum zum Merken.

Contests der Woche

Laut WA7BNM-Kalender (alle Zeiten UTC):

  • Unter der Woche: ICWC Medium Speed Test (Montag 13:00 bis 14:00 und 19:00 bis 20:00, Dienstag 03:00 bis 04:00), OK1WC Memorial (Montag 16:30 bis 17:29), Tuesday’s Telegraphy Contest (Dienstag 19:30 bis 20:30), DARC FT4 Contest (Dienstag 19:00 bis 20:29), CWops Test (CWT) am Mittwoch 13:00 bis 14:00 und 19:00 bis 20:00 sowie am Donnerstag 03:00 bis 04:00 und 07:00 bis 08:00, A1Club AWT (Mittwoch 11:45 bis 13:00), Mini-Test 40 (Mittwoch 17:00 bis 17:59) und Mini-Test 80 (18:00 bis 18:59), VHF-UHF FT8 Activity Contest (Mittwoch 17:00 bis 21:00), RSGB 80m Autumn Series SSB (Mittwoch 20:00 bis 21:30), K1USN Slow Speed Test (Freitag 20:00 bis 21:00).
  • Am Wochenende: OK/OM DX Contest CW (Samstag 12:00 bis Sonntag 12:00), JIDX Phone Contest (Samstag 07:00 bis Sonntag 13:00), WAE DX Contest RTTY (Samstag 00:00 bis Sonntag 23:59), 10-10 International Fall Contest Digital (Samstag 00:01 bis Sonntag 23:59), SKCC Weekend Sprintathon (Samstag 12:00 bis Sonntag 24:00), CQ-WE Contest (Samstag 19:00 bis 23:00 CW und Digital, Sonntag 01:00 bis 05:00 und 19:00 bis 23:00 Phone, Montag 01:00 bis 05:00 CW und Digital), PODXS 070 Club Triple Play Low Band Sprint (Samstag 00:00 bis Montag 23:59), Homebrew and Oldtime Equipment Party (Sonntag 13:00 bis 15:00 auf 40 Meter und 15:00 bis 17:00 auf 80 Meter) und Classic Exchange Phone (Sonntag 14:00 bis Montag 08:00). Der ARRL Sweepstakes CW endet am Montag um 03:00 UTC.

Der OK/OM DX Contest ist nach unserem Kenntnisstand ein Contest des tschechischen Funkvereins, für Stationen in Mitteleuropa also ein naher Termin mit kurzen Wegen. Das JIDX Phone Contest ist ein japanischer Contest, bei dem Japan von uns aus im Nordosten liegt. Als Faustregel gelten für den Weg zu uns die Vormittagsstunden auf 20 und 15 Meter, bei einem Flux über 105 mit besseren Chancen als in den letzten Wochen. Das ist keine Prognose, nur eine Orientierung. Die genauen Teilnahmebedingungen stehen in den jeweiligen Ausschreibungen.

Das Wetter dazu: Der Samstag und Sonntag liegen bei A 3 bis 8 und einem Flux um 105 bis 125 in der besten Hälfte der Woche. 15 und 20 Meter am Tag, 40 Meter am Abend, nachts 80 Meter. Einstieg ins Contesten: Conteste für Einsteiger.

Empfehlungen für die kommende Woche

  • Montag: Das erste G1-Fenster ist zwischen 06 und 09 UTC (Kp 4,67), das zweite am späten Abend. Dazwischen die beste Zeit des Tages. 17 und 20 Meter am Tag, auf Süd- und Südostwegen. Am Abend 40 Meter, kurze Wege.
  • Dienstag und Mittwoch: Weiter unruhig, die Polwege sind unsicher. Wer Nordamerika arbeiten will, probiert es auf 20 Meter in den Nachmittagsstunden. Ein M- oder gar X-Flare kann jederzeit die hohen Bänder auf der Tagseite für kurze Zeit abschalten: Wenn plötzlich alles weg ist, ist es kein Fehler an der Antenne.
  • Donnerstag: Der Übergang. Das Feld beruhigt sich, die Low-Band-Nächte beginnen.
  • Freitag bis Sonntag: Die beste Phase der Woche. Wer 10 oder 12 Meter probieren will, sollte es jetzt tun, am besten zur Mittagszeit. Ein Contest-Wochenende bei ruhigem Feld und Flux über 100 ist die Gelegenheit, Bänder zu testen, die lange leer waren.
  • Beobachten: Die Region 4566 ist die Unbekannte der Woche. Wenn ein Auswurf in Richtung Erde startet, ändert sich das Bild in zwei bis drei Tagen, und die ruhige zweite Wochenhälfte wäre in Gefahr. Aktuelle Werte statt der Wochenprognose stehen im Bandblick.
  • Normalzeit beachten. Es gilt MEZ (UTC+1). Wer Termine, Skeds oder Bakenzeiten nach Ortszeit plant, rechnet eine Stunde anders als im Sommer.
  • Wie sich SFI, A- und K-Index lesen lassen, erklärt der Artikel Ausbreitungsbedingungen verstehen. Zur Einordnung des aktuellen Zyklus: Sonnenzyklus 25.

Rückblick KW 45

Beim Flux haben wir die Woche verfehlt, und zwar nach oben. Unser Korridor lag bei 88 bis 98 am Montag und Dienstag, 88 bis 100 am Mittwoch und 88 bis 102 am Donnerstag und Freitag. Gemessen wurden 97, 100, 111, 124 und 125. Nur der Montag lag im Korridor, der Dienstag 2 Punkte darüber, der Mittwoch 11, der Donnerstag 22 und der Freitag 23. Der Grund ist die Region 4566: Sie stand am 31. Oktober noch nicht in der NOAA-Liste, wir hatten drei kleine Regionen beschrieben („klein und neu“), und danach kam eine vierte, die schnell gewachsen ist. Die NOAA-Tabelle vom 2. November (95, 100, 100, 105, 110) lag besser als unser Korridor, aber auch sie war am Mittwoch, Donnerstag und Freitag um 11, 19 und 15 Punkte zu niedrig. Der Samstag ist noch offen, der Messwert wird erst am Abend veröffentlicht.

Beim Magnetfeld lagen wir von Montag bis Freitag nah dran. Wir hatten A 5 bis 12, 3 bis 8, 3 bis 8, 5 bis 12 und 5 bis 15 erwartet. Gemessen wurden A 7, 5, 10, 6 und 9. Vier von fünf Tagen lagen im Korridor, nur der Mittwoch lag mit A 10 um 2 Punkte darüber. Beim Fragezeichen für den 6. November (Wiederkehr der Störung vom 10. Oktober mit A 46) hat sich der Puffer bewährt: A 9, die Störung ist nicht wiedergekommen. Für den Samstag hatten wir A 5 bis 12 angesetzt. Kp lag bis 18 UTC bei 3, um 19:20 UTC hat NOAA Kp 4 gemeldet, die laufende A-Zahl stand am Nachmittag bei 15 und damit schon über unserem Korridor, die endgültige Tageszahl steht noch aus. Die Richtung stimmt, die Höhe wohl nicht.

Das G1-Fenster vom Halloween-Wochenende hat sich doch noch geöffnet, nur anders als beschrieben. In der Ausgabe zu KW 45 stand der Stand von Samstag, 17:57 UTC: Kp 3, G1 noch offen. Danach kam es: Am 31. Oktober erreichte Kp um 18 bis 21 UTC den Wert 6, der A-Wert lag bei 24, laut NOAA-Wochentext „unsettled to G2 (Moderate)“ am 31. Oktober und „quiet to G1 (Minor)“ am 1. November (A 19). Unser Korridor aus der KW 44 (A 15 bis 30 am Samstag und 12 bis 25 am Sonntag) hat gehalten, die Stärke war aber höher als erwartet: Statt G1 gab es für einige Stunden G2. NOAA nennt als Ursache einen Sonnenwindstrom mit positiver Polarität und möglichen Beiträgen eines Plasmaauswurfs vom 26. Oktober.

vy 73 und gud DX, eure DX-Wetterredaktion


Transparenzhinweis

Diese Vorausschau wurde mit Unterstützung von KI (Claude, Anthropic) auf Basis öffentlicher Weltraumwetter-Daten erstellt: NOAA SWPC 27-Tage-Ausblick und Weekly Highlights (beide vom 2. November), 3-Tage-Prognose und Forecast Discussion vom 7. November 12:30 UTC, die Solar Region Summary Nr. 311 vom 7. November 00:30 UTC (Regionsliste vom 6. November 24 UTC), die täglichen Sonnen- und geomagnetischen Indizes bis einschließlich 6. November (Stand 7. November), die planetare Kp-Reihe bis 7. November 18 UTC, die Alert- und Warnmeldungen vom 4. bis 7. November (darunter die Kp-4-Meldung von 19:20 UTC), die GOES-Flare-Liste der letzten sieben Tage bis 7. November 18:42 UTC und das SUVI-Bild von GOES-19 vom 7. November 19:12 UTC. Die Contest-Zeiten stammen aus dem WA7BNM-Kalender (Abruf 7. November). Prognosen sind Schätzungen, die Korridore für Flux und A-Index sind unsere eigene Einschätzung und kein NOAA-Produkt. Verbindlich sind die Originalquellen des NOAA Space Weather Prediction Center.

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