OE8JOTA 2026: Danke für drei Tage in der Luft und einen Samstag mit den Pfadfinderinnen

Wenn man am Samstagabend nach einem Tag wie diesem nach Hause fährt, ist man müde, ein bisschen heiser und rundum zufrieden. Das Sonderrufzeichen OE8JOTA war von 16. bis 18. Oktober 2026 in der Luft. Am Samstag, 17. Oktober, waren wir außerdem vor Ort bei den Pfadfinderinnen. Dort wurde ordentlich gefunkt, viel gelacht, über Technik gesprochen und vor allem aktiv mitgemacht. Es war eine Freude.

Vor Ort bei den Pfadfinderinnen waren am Samstag OE8ASR André, OE8CXC Sergio und ich, OE8YML Michael. Das Programm kennt ihr schon aus der Ankündigung. Hier kommt, wie es wirklich war.

Ein kleiner Antennenpark im Garten

Wir haben hinter dem Haus einen richtigen kleinen Antennenpark aufgebaut. Von der Multiband-Vertikal über den Trapped-Dipol und die Vertikal auf dem Magnetfuß bis hin zur 2-m/70-cm-Yagi war alles dabei. Der Gedanke dahinter: Die Kinder sollen nicht nur ein Funkgerät sehen, sondern auch verstehen, was draußen am Mast hängt und warum verschiedene Antennen sich so unterschiedlich verhalten.

Antennenaufbau hinter dem Pfadfinderheim: André und Michael an den Holzmasten, dazwischen Drähte, Vertikal und Yagi
Antennenaufbau hinter dem Heim: André und Michael an den Holzmasten.
Yagi-Antenne am Mast, davor ein Dipol mit Traps und im Hintergrund eine Vertikal vor Herbstlaub und Bergen
Yagi, Trapped-Dipol und Vertikal im Zusammenspiel. Dahinter die Kärntner Berge.

Theorie zum Anfassen

Neben dem Funken kam die Theorie nicht zu kurz, und sie kam gut an. Es ging um die Ausbreitung elektromagnetischer Wellen: warum ein Signal um die halbe Welt reisen kann und das nächste schon hinter dem Berg verschwindet. Die Pfadfinderinnen haben mitgedacht, nachgefragt und manchmal auch schlauer nachgehakt, als uns lieb war.

Funkamateur erklärt Pfadfinderinnen vor einer Weltkarte die Wellenausbreitung
Wellenausbreitung vor der Weltkarte. Die Karte mit den Rufzeichen-Präfixen wurde noch oft gebraucht.

Messen statt glauben: EMS und Radiacode

Besonders spannend war der praktische Teil. Wir haben gezeigt, wie sich EMS-Messungen (elektromagnetische Felder) ganz einfach durchführen lassen. Und mit einem Radiacode haben wir sichtbar gemacht, wie man ionisierende Strahlung erkennt. Wenn das Gerät plötzlich tickt und die Kurve zuckt, sind alle Blicke auf dem Display.

Pfadfinderinnen und Pfadfinder stehen im Gegenlicht am Fenster, auf dem Tisch eine Loop-Antenne und Messgeräte
Im Gegenlicht am Fenster: Loop-Antenne und Messgeräte auf dem Tisch, alle schauen gespannt hin.

Dabei kamen die Fragen, die jede Gruppe irgendwann stellt: Sind Handystrahlen gesundheitsschädlich? Und ab wann? Diese und viele weitere Fragen hat OE8CXC Sergio geduldig, verständlich und ohne Panikmache beantwortet. Genau so soll es sein: Wer selbst misst und die Größenordnungen kennt, kann Gerüchte von Fakten unterscheiden.

Funkamateur steht vor einer Gruppe sitzender Pfadfinderinnen, im Hintergrund die Weltkarte und die Funkstation
Fragerunde zu Strahlung und Gesundheit. Hier wurde nichts ausgelassen.

PMR, CB und MeshCore: Funk ohne Prüfung

Neben dem Amateurfunk haben wir vor Ort bewusst auch die Systeme erklärt, die man ohne Prüfung nutzen darf: PMR446, CB-Funk und MeshCore. Was können sie, wie weit kommt man damit und wo liegen die Unterschiede? Wer den Vergleich nachlesen möchte, findet ihn in PMR446 vs. CB-Funk vs. Freenet und in CB-Funk im Jahr 2026.

Bei MeshCore geht es um ein Funknetz ganz ohne Handynetz, in dem Nachrichten von Gerät zu Gerät weitergereicht werden. Warum gerade jetzt ein guter Moment zum Einsteigen ist, steht in MeshCore: Funken ohne Handynetz. Und was für Kinder und Jugendliche in Österreich erlaubt ist, erklärt MeshCore für Kinder und Jugendliche.

Auf den Bändern

Das Rufzeichen OE8JOTA wurde von 16. bis 18. Oktober in der Luft gehalten. Am Samstag vor Ort saßen die Pfadfinderinnen und Pfadfinder selbst am Mikrofon, buchstabierten das Rufzeichen und bekamen Antwort. Dieses Gefühl, wenn aus dem Lautsprecher plötzlich eine Stimme aus einem anderen Land antwortet, lässt sich nicht erklären, man muss es erleben.

Das Logbuch in Zahlen

Ein Blick ins Logbuch zeigt, was in diesen drei Tagen zusammengekommen ist:

  • 286 QSOs mit 270 verschiedenen Stationen.
  • 31 DXCC-Länder auf 4 Kontinenten, von Kanada über Kenia bis in die Vereinigten Arabischen Emirate und den Libanon.
  • 8 Bänder, von 160 m bis zum 2-m-Band. Am meisten los war auf 40 m und 80 m, dazu kamen 20 m, 15 m, 30 m und 60 m.
  • Die meisten Verbindungen gingen nach Deutschland (70), Polen (31) und in die Niederlande (27), gefolgt von Österreich, Frankreich und Italien.

Lagerfeuer und Funkerlatein

Am Samstagabend gehört bei den Pfadfinderinnen natürlich das Lagerfeuer dazu. Die besten Gespräche über Antennen, Ausbreitung und das nächste Projekt finden bekanntlich nicht am Tisch statt, sondern mit warmem Gesicht und kühlem Rücken ums Feuer.

Lächelnder Funkamateur lehnt am Holzmast und blickt nach oben zur Antenne
Blick nach oben: Hält die Antenne? Sie hat gehalten.

Danke, danke, danke

Drei Tage in der Luft und ein Tag vor Ort funktionieren nur, weil viele mit anpacken. Deshalb ein ehrliches Dankeschön:

  • An alle mithelfenden Hände im Hintergrund, beim Aufbauen, Abspannen, Kabelziehen, Kochen und Aufräumen.
  • An alle, die auf den Bändern freundlich mit den Pfadfinderinnen gesprochen haben. Ihr habt Geduld gehabt, Rufzeichen mitbuchstabiert und aus einem kurzen QSO ein Erlebnis gemacht.
  • An die Pfadfinderinnen und Pfadfinder selbst für Neugier, Fragen und gute Laune.
  • An Kärnten funkt für das Sponsoring des Rufzeichens OE8JOTA. Das ist bei den heutigen Gebühren keine Selbstverständlichkeit, dass ein Verein diese Kosten übernimmt. Einfach top.

Digitale QSL-Karte selbst herunterladen

Alle, die mit OE8JOTA ein QSO hatten, können sich die digitale QSL-Karte selbst holen:

  1. Auf qrz.com/oe8jota gehen.
  2. In der QSL-Sektion nach dem eigenen Rufzeichen suchen.
  3. Die Karte herunterladen.
Beispiel einer digitalen QSL-Karte von OE8JOTA mit erfundenem Rufzeichen OE0DEM, Lagerfeuerfoto im Hintergrund
So sieht eure digitale QSL-Karte aus (Beispiel mit erfundenem Rufzeichen OE0DEM).

Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr. Wer bis dahin die Funkbegeisterung bei Kindern und Jugendlichen weitertragen will, findet in Jugend und Amateurfunk und in Gebt den Kindern das Mikrofon Anregungen.

73 und bis zum nächsten Mal,
Michael, OE8YML


Transparenzhinweis

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI (Claude, Anthropic) auf Basis von Michaels Angaben und Fotos verfasst und redaktionell geprüft. Trotz sorgfältiger Prüfung können vereinzelt Ungenauigkeiten enthalten sein, wir freuen uns über Hinweise per E-Mail an [email protected].

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