Falls euch beim heutigen Besuch das neue Grün bekannt vorkommt — ja, das ist Absicht, und ja, es erinnert an alte Röhrenradios und Frequenzdisplays. oeradio.at hat in den letzten Tagen einen kompletten Umbau hinter sich: WordPress ist Geschichte. Die Site, die ihr gerade lest, besteht aus statischen Dateien, gebaut aus Markdown-Texten in einer Versionsverwaltung. Und weil das im Kern ein Selbstbau-Projekt ist — nur eben am Server statt am Lötkolben — erzählen wir euch, was wir gemacht haben und warum.
Warum weg von WordPress?
WordPress hat uns zwei Jahre gute Dienste geleistet. Aber wer schon einmal eine Klubwebsite betreut hat, kennt die Schattenseiten: ständige Plugin-Updates, Sicherheitslücken, eine Datenbank, die gesichert werden will, und ein Cache, der genau dann Altes ausliefert, wenn man Neues zeigen möchte. Für eine Site, deren Inhalte sich hervorragend als einfache Textdateien beschreiben lassen, ist das viel Maschinerie mit viel Angriffsfläche.
Die neue Lösung dreht den Spieß um: Jeder Artikel ist eine Textdatei, ein Bauprozess rendert daraus fertige HTML-Seiten, und ein schlanker Webserver liefert sie aus. Keine Datenbank, kein PHP, kein Admin-Login, den man verstecken müsste. Was nicht existiert, kann nicht gehackt werden und nicht kaputtgehen — ein Prinzip, das jedem QRP-Freund vertraut vorkommen dürfte.
Was sich für euch ändert
- Tempo: Die Site lädt am Handy rund dreimal schneller als vorher. Gerade unterwegs am Berg mit einem Balken Empfang macht das den Unterschied.
- Neuer Look: Das „Phosphor"-Design mit der Leuchtfarbe alter Displays, einer Ausbreitungs-Anzeige im LCD-Stil und Frequenzen in Schreibmaschinenschrift — eine Verbeugung vor der Gerätetechnik, um die es hier geht. Wer es lieber hell mag: Der Umschalter oben rechts bleibt.
- Bessere Suche: Suchergebnisse erscheinen jetzt als Bild-Kacheln statt als Textliste.
- Autoren-Filter: Auf der Startseite könnt ihr nach Autorinnen und Autoren filtern — von Ferdl über Hansl bis zu unseren Gastautoren.
- Alles bleibt, wo es war: Sämtliche Adressen, RSS-Feeds und der Podcast-Feed funktionieren unverändert. Wenn ihr den Umzug nicht bemerkt habt, war das genau der Plan.
Die Technik, kurz für Neugierige
Der grundlegende Unterschied lässt sich mit einem Bild aus dem Funkalltag erklären: WordPress arbeitet wie ein Operator, der jede QSL-Karte erst dann von Hand ausfüllt, wenn die Anfrage hereinkommt — bei jedem einzelnen Seitenaufruf fragt es die Datenbank ab und setzt die Seite frisch zusammen. Eine statische Website druckt dagegen alle Karten im Voraus: Immer wenn wir einen Artikel schreiben oder ändern, baut ein Werkzeug einmal sämtliche Seiten fertig — und der Webserver muss sie danach nur noch ausliefern. Für Besucher heißt das: nichts wird mehr berechnet, es wird nur noch gesendet. Deshalb die Geschwindigkeit, deshalb die Robustheit.
Dieses Werkzeug ist bei uns Astro in der brandneuen Version 7 — erst im Juni 2026 erschienen, mit einem in Rust neu geschriebenen Kern. Und dieser eine Bauvorgang, der bei jeder Änderung ansteht, ist erstaunlich flott: Rund 3.500 Seiten (alle Artikel in allen sieben Sprachen, dazu Archive, Feeds und der Suchindex) stehen nach etwa sechs Sekunden komplett neu da. Über 1.300 Artikel sind so umgezogen — mitsamt aller Verlinkungen, sodass keine einzige Adresse ins Leere führt. Die Live-Elemente, die ihr von uns kennt — Ausbreitungsdaten, DX-Cluster, SOTA- und POTA-Meldungen, Satellitenüberflüge, das QRV-Board und die Artikel-Bewertungen — liefert ein kleiner eigener Dienst, kaum größer als ein Arduino-Sketch. Das Ganze läuft wie bisher auf eigener Hardware im heimischen Shack, nicht in einer anonymen Cloud.
Geplante Artikel veröffentlichen sich weiterhin von selbst, und auch die Statistik kommt ohne Cookies und ohne gespeicherte IP-Adressen aus — daran hat sich nichts geändert.
Nachbauen erwünscht: der Code ist offen
Weil Selbstbau im Amateurfunk vom Weitergeben lebt, haben wir den kompletten Code der Plattform veröffentlicht: github.com/achildrenmile/oeradio. Wer eine Klubfunkstellen-Website, einen OV-Blog oder das eigene Shack-Tagebuch aufsetzen möchte, findet dort alles — vom Design über die Live-Ticker bis zu den Werkzeugen, mit denen wir aus WordPress ausgezogen sind. Fragen dazu beantworten wir gern.
Und falls ihr Ecken findet, die noch klemmen: [email protected] — wir freuen uns über jeden Rapport.
73 – eure oeradio.at-Redaktion
Transparenzhinweis
Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI (Claude, Anthropic) recherchiert und verfasst — die beschriebene Website-Migration übrigens auch: Sie entstand in Zusammenarbeit zwischen Redaktion und KI. Inhaltliche Hinweise und Korrekturen nehmen wir gerne unter [email protected] entgegen.





