Inhaltsverzeichnis
- Was ist AREDN?
- Wie funktioniert ein AREDN-Mesh?
- Hardware und Frequenzen
- Den ersten AREDN-Knoten aufsetzen
- Dienste im AREDN-Netz
- AREDN, HAMNET und Meshtastic im Vergleich
- AREDN im Notfunk
- Die Tunnel-Funktion: Entfernte Knoten verbinden
- AREDN in Österreich: der ehrliche Stand
- Videos: AREDN in der Praxis
- Weiterführende Ressourcen
- Transparenzhinweis
Stellt euch vor, ihr könntet aus einem gebrauchten WLAN-Router um EUR 30 einen Amateurfunk-Netzwerkknoten bauen, der sich automatisch mit anderen Knoten verbindet, ein selbstheilendes IP-Netzwerk bildet und Dienste wie VoIP-Telefonie, Videoüberwachung oder E-Mail-Gateways betreibt — ohne Internet, ohne Mobilfunk, ohne kommerzielle Infrastruktur. Genau das leistet AREDN, das Amateur Radio Emergency Data Network. Was als amerikanisches Notfunkprojekt begann, hat sich zu einer weltweiten Bewegung entwickelt, die auch für Funkamateure in Österreich und Europa hochinteressant ist.
Was ist AREDN?
AREDN steht für Amateur Radio Emergency Data Network und ist ein Open-Source-Projekt, das handelsübliche WLAN-Router in leistungsfähige Mesh-Netzwerkknoten verwandelt. Die modifizierte Firmware — basierend auf OpenWrt — konfiguriert die Hardware so, dass sie auf Amateurfunkfrequenzen mit erweiterten Parametern arbeitet: höhere Sendeleistung, breitere Kanäle und Frequenzbereiche, die dem kommerziellen WLAN nicht zur Verfügung stehen.
Das Ergebnis ist ein selbstformendes, selbstheilendes IP-Mesh-Netzwerk. Knoten finden sich gegenseitig automatisch, bauen Verbindungen auf und leiten Daten über den jeweils besten verfügbaren Pfad weiter. Fällt ein Knoten aus, reorganisiert sich das Netzwerk und findet alternative Wege. Diese Architektur macht AREDN besonders robust — genau die Eigenschaft, die man im Notfunk braucht.
In Nordamerika sind bereits tausende AREDN-Knoten aktiv. Ganze Städte und Regionen verfügen über flächendeckende Mesh-Netzwerke, die bei Waldbränden, Hurrikanen und Erdbeben als Kommunikationsrückgrat dienen, wenn die kommerzielle Infrastruktur versagt.
Wie funktioniert ein AREDN-Mesh?
Das grundlegende Prinzip von AREDN ist bestechend einfach: Jeder Knoten im Netz ist gleichzeitig Endgerät und Router. Es gibt keine zentrale Steuerung, keinen Master-Server, keinen Single Point of Failure. Die Knoten kommunizieren über das OLSR-Protokoll (Optimized Link State Routing), das speziell für mobile Ad-hoc-Netzwerke entwickelt wurde.
Wenn ein neuer Knoten eingeschaltet wird, sucht er automatisch nach benachbarten AREDN-Knoten auf derselben Frequenz. Sobald eine Funkverbindung besteht, tauschen die Knoten ihre Routinginformationen aus: Welche IP-Adressen sind über welche Pfade erreichbar? Wie gut ist die Linkqualität? Innerhalb von Sekunden weiß jeder Knoten im Netz, wie er jeden anderen Knoten erreichen kann — und wählt automatisch den optimalen Weg.
Das Selbstheilende ist der Clou: Fällt ein Knoten aus oder wird eine Funkstrecke durch ein Hindernis blockiert, erkennt das Netz die Änderung und berechnet neue Routen. Diese Eigenschaft ist im Notfunk Gold wert, denn gerade im Katastrophenfall muss ein Kommunikationsnetz funktionieren, auch wenn Teile davon beschädigt werden.
Technisch arbeitet AREDN auf Layer 2 und 3 des OSI-Modells: Es stellt ein vollständiges IP-Netzwerk bereit, in dem jeder Standard-Netzwerkdienst betrieben werden kann. Jeder Knoten erhält eine IP-Adresse aus dem AMPRNet-Bereich (44.0.0.0/8) oder einem lokalen Adressraum und kann per DNS über seinen Knotennamen angesprochen werden.
Hardware und Frequenzen
Einer der größten Vorteile von AREDN ist die Verwendung preiswerter Consumer-Hardware. Die Firmware unterstützt Geräte von drei Hauptherstellern:
- Ubiquiti: NanoStation, NanoBeam, Rocket, PowerBeam, LiteBeam — die am häufigsten verwendeten Geräte in AREDN-Netzwerken. Gebraucht ab EUR 20–50 erhältlich
- MikroTik: hAP ac lite, SXTsq, mANTBox, LHG — beliebte Alternative mit guter Leistung und niedrigem Preis
- TP-Link: CPE210, CPE510, CPE710 — die günstigste Option, ideal für den Einstieg
AREDN nutzt Amateurfunkfrequenzen in mehreren Bändern, wobei die verfügbaren Frequenzen von der jeweiligen nationalen Zulassung abhängen:
- 900 MHz (33 cm): Gute Durchdringung von Vegetation und Gebäuden, geringere Datenrate. Ideal für NLOS-Verbindungen (Non-Line-of-Sight)
- 2,4 GHz (13 cm): Guter Kompromiss zwischen Reichweite und Datenrate. Achtung: Überlappung mit kommerziellem WLAN kann zu Störungen führen
- 3,4 GHz (9 cm): In manchen Ländern für Amateurfunk verfügbar, weniger Störpotential als 2,4 GHz
- 5,8 GHz (6 cm): Höchste Datenraten (bis 150 Mbit/s), aber Line-of-Sight erforderlich. Das meistgenutzte Band für AREDN-Backbone-Links
Der entscheidende Unterschied zum kommerziellen WLAN: Auf Amateurfunkfrequenzen darf mit höherer Sendeleistung und breiteren Kanälen (bis 20 MHz) gearbeitet werden. Wo ein kommerzieller WLAN-Router auf 100 mW beschränkt ist, kann ein AREDN-Knoten im 5,8-GHz-Band mit 1 Watt oder mehr senden — je nach Landesregulierung. Das ermöglicht deutlich größere Reichweiten bei gleicher Hardware.
Den ersten AREDN-Knoten aufsetzen
Der Einstieg in AREDN ist überraschend unkompliziert. Die grundlegenden Schritte:
1. Hardware beschaffen: Für den Anfang empfiehlt sich ein gebrauchter Ubiquiti NanoStation M5 oder ein TP-Link CPE510 — beide gibt es auf Gebrauchplattformen ab EUR 20. Wer neu kauft, liegt bei EUR 40–80. Für Indoor-Tests eignet sich ein MikroTik hAP ac lite um rund EUR 35.
2. Firmware herunterladen: Auf arednmesh.org die passende Firmware für das jeweilige Gerätemodell herunterladen. Es gibt eine „Factory"-Version für die Erstinstallation und eine „Sysupgrade"-Version für spätere Updates.
3. Firmware flashen: Bei den meisten Geräten erfolgt das Flashen über die Standard-Weboberfläche des Routers. Man lädt die AREDN-Firmware als Firmware-Update hoch — der Router startet neu und ist ein AREDN-Knoten. Bei manchen Geräten ist ein TFTP-Flash erforderlich, was in der Dokumentation gut beschrieben ist.
4. Knotennamen konfigurieren: Nach dem Neustart meldet man sich an der AREDN-Weboberfläche an (Standard: http://localnode.local.mesh:8080) und vergibt den Knotennamen. Die Konvention ist RUFZEICHEN-STANDORT — also etwa OE8ABC-DACH oder OE1XYZ-BERG. Dieser Name dient gleichzeitig als DNS-Name im Mesh.
5. Frequenz und Kanalbreite wählen: Im Setup legt man Band, Frequenz und Kanalbreite fest. Für den Anfang ist 5,8 GHz mit 10 MHz Kanalbreite ein guter Startpunkt — genug Bandbreite für die meisten Dienste, und das 5,8-GHz-Band ist in den meisten Ländern für den Amateurfunk verfügbar.
6. Verbindung herstellen: Sobald zwei oder mehr Knoten auf derselben Frequenz funken und sich in Reichweite befinden, bilden sie automatisch ein Mesh. Die Weboberfläche zeigt alle sichtbaren Nachbarn, die Linkqualität und die erreichbaren Knoten und Dienste im gesamten Netz.
Ein erster Test funktioniert bereits mit zwei Knoten auf dem Schreibtisch — die Sendeleistung lässt sich auf ein Minimum reduzieren, um im Nahbereich zu experimentieren, ohne andere Stationen zu stören.
Dienste im AREDN-Netz
Ein AREDN-Mesh stellt ein vollwertiges IP-Netzwerk bereit. Das bedeutet: Jeder Dienst, der über TCP/IP läuft, kann im Mesh betrieben werden. Die gängigsten Anwendungen:
- VoIP-Telefonie: Mit einem Raspberry Pi oder einem kleinen Server lässt sich eine Asterisk- oder FreePBX-Telefonanlage betreiben. SIP-Telefone — auch günstige Modelle um EUR 20 — werden direkt ins Mesh eingebunden. So entsteht ein Telefonnetz ohne kommerzielle Infrastruktur
- Videoüberwachung: IP-Kameras können ins Mesh eingebunden werden, um kritische Standorte zu überwachen — etwa Pegelstände bei Hochwasser oder Zufahrtswege bei Evakuierungen
- Winlink-Gateway: Ein Raspberry Pi mit PAT (Winlink-Client) kann als Gateway fungieren, über das E-Mails gesendet und empfangen werden — ohne Internetanbindung, über das Mesh zum nächsten HF-Gateway
- Chat-Server: MeshChat, die in AREDN integrierte Chat-Anwendung, ermöglicht textbasierte Kommunikation im gesamten Mesh. Nachrichten werden persistent gespeichert und sind für alle Teilnehmer sichtbar
- Dateifreigabe: Über einfache Webserver oder NAS-Systeme können Dokumente, Karten, Einsatzpläne und andere Dateien im Mesh geteilt werden
- Webserver: Informationsportale mit Wetterdaten, Einsatzlagebildern oder Anweisungen können im Mesh gehostet und von jedem Knoten aus aufgerufen werden
Ein besonders beliebtes Setup ist die Kombination aus MeshChat + VoIP + Videoüberwachung — damit hat man im Notfall drei Kommunikationskanäle (Text, Sprache, Video) über ein einziges Netz.
AREDN, HAMNET und Meshtastic im Vergleich
AREDN ist nicht die einzige Möglichkeit, Datennetze im Amateurfunk aufzubauen. In Österreich und Europa gibt es mit HAMNET ein etabliertes Highspeed-Netz, und mit MeshCom und Meshtastic existieren LoRa-basierte Mesh-Lösungen. Wo liegt der Unterschied?
AREDN vs. HAMNET:
- HAMNET ist ein professionelles, hierarchisches Backbone-Netz mit festen Standorten auf Berggipfeln und hohem Planungsaufwand. Es liefert Datenraten bis 200 Mbit/s und verbindet ganz Österreich. Der Einstieg erfordert Sichtverbindung zu einem HAMNET-Knoten und Koordination mit dem regionalen HAMNET-Team
- AREDN ist ein dezentrales, taktisches Mesh-Netzwerk für den lokalen bis regionalen Einsatz. Es lässt sich in Minuten aufbauen, braucht keine zentrale Koordination und funktioniert auch ohne bestehende Infrastruktur. Die Datenraten liegen bei 5–150 Mbit/s, abhängig von der Hardware
- Idealerweise ergänzen sich beide: HAMNET als stationäres Backbone und AREDN als schnell deploybare taktische Ebene. Ein AREDN-Mesh kann an einem Katastrophenort aufgebaut und über einen HAMNET-Knoten mit dem überregionalen Netz verbunden werden
AREDN vs. Meshtastic/MeshCom:
- Meshtastic/MeshCom nutzt LoRa-Technologie auf 433/868 MHz und ist für Textnachrichten und GPS-Positionen optimiert. Die Datenrate ist minimal (unter 1 kbit/s), dafür sind die Geräte winzig, batteriebetrieben und extrem stromsparend. Ideal für den tragbaren Einsatz und einfache Statusmeldungen
- AREDN ist ein Breitband-IP-Netz mit Datenraten im Mbit/s-Bereich. Es ermöglicht VoIP, Video und komplexe Anwendungen, braucht aber mehr Strom und größere Antennen. Ideal für stationäre oder semistationäre Einsätze mit hohem Kommunikationsbedarf
- Kombination: In der Praxis nutzen viele Gruppen alle drei Technologien: Meshtastic für den einzelnen Helfer im Feld, AREDN für den Einsatzleitstand und HAMNET für die Anbindung an die überregionale Infrastruktur. Ein Raspberry Pi kann als Gateway zwischen allen drei Netzen dienen
AREDN im Notfunk
Der ursprüngliche und nach wie vor wichtigste Einsatzzweck von AREDN ist die Notfallkommunikation. Die Szenarien, in denen AREDN seinen Wert beweist:
Naturkatastrophen: Bei Hochwasser, Waldbränden oder Erdbeben fällt oft die gesamte Kommunikationsinfrastruktur aus. Mobilfunkmasten verlieren Strom oder werden beschädigt, Glasfaserkabel werden durchtrennt. AREDN-Knoten können mit Batterien oder Solarpanels betrieben werden und innerhalb von Minuten ein Netzwerk aufbauen, das Sprach-, Text- und Videokommunikation ermöglicht.
Großveranstaltungen: Bei Veranstaltungen wie Marathons, Radrennen oder Pfadfindertreffen stellt AREDN ein unabhängiges Kommunikationsnetz für die Organisatoren bereit. VoIP-Telefone an den Verpflegungsstationen, Videoüberwachung an kritischen Punkten und ein Chat-System für die Koordination — alles ohne Abhängigkeit vom Mobilfunknetz.
Blackout-Vorsorge: Im Kontext der Blackout-Vorsorge kann AREDN eine wichtige Rolle spielen. Ein vorab installiertes Mesh-Netzwerk mit notstromversorgten Knoten an strategischen Standorten — Feuerwehrhäusern, Gemeindeämtern, Krankenhäusern — bleibt auch bei einem flächendeckenden Stromausfall funktionstüchtig.
In den USA hat sich AREDN bei realen Katastropheneinsätzen bewährt. Während der kalifornischen Waldbrände 2017 und 2018 stellten AREDN-Netze die Kommunikation in evakuierten Gebieten sicher. Bei den Hurrikanen Harvey und Maria wurden AREDN-Knoten binnen Stunden an provisorischen Standorten aufgebaut und ermöglichten Telefonie und Datenübertragung, als kein anderes Netz mehr funktionierte.
Die Tunnel-Funktion: Entfernte Knoten verbinden
Eine besonders nützliche Funktion von AREDN ist das Tunneling. Damit können Knoten, die per Funk nicht erreichbar sind, über eine bestehende Internetverbindung ins Mesh eingebunden werden. Ein AREDN-Knoten kann als Tunnel-Server konfiguriert werden und akzeptiert VPN-Verbindungen von entfernten Knoten.
Wozu ist das gut? Drei typische Szenarien:
- Testbetrieb: Wer noch keinen Nachbarknoten in Funkreichweite hat, kann über einen Tunnel trotzdem am Mesh teilnehmen und Dienste testen
- Inselverbindung: Zwei lokale Mesh-Inseln, die per Funk nicht erreichbar sind, können über einen Internet-Tunnel zu einem gemeinsamen Netz verbunden werden
- Internationale Vernetzung: AREDN-Netzwerke in verschiedenen Ländern können über Tunnel verbunden werden, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam zu üben
Natürlich widerspricht das dem Grundgedanken eines infrastrukturunabhängigen Netzes — im Notfall steht ja kein Internet zur Verfügung. Der Tunnel ist daher ein Werkzeug für den Friedensbetrieb: zum Testen, Lernen und Vernetzen. Im Ernstfall müssen die Funkstrecken stehen.
AREDN in Österreich: der ehrliche Stand
Hier muss man ehrlich sein: In Österreich gibt es praktisch keine AREDN-Szene. Nennenswerte AREDN-Knoten oder ein flächiges AREDN-Netz existieren in OE nicht, und der ÖVSV betreibt keine offizielle AREDN-Infrastruktur. Die aktive AREDN-Community sitzt vor allem in Nordamerika, dazu kommen einzelne Gruppen in Deutschland und der Schweiz.
Was der ÖVSV stattdessen betreibt, deckt genau diese Aufgaben ab:
- HAMNET — das etablierte Highspeed-IP-Backbone im österreichischen Amateurfunk, seit 2005 von ÖVSV-Mitgliedern aufgebaut und über hamnetdb.net koordiniert. HAMNET spielt in OE die Rolle, die AREDN in den USA hat. Mehr dazu: HAMNET in Österreich.
- MeshCom — die Mesh-Lösung des ÖVSV (meshcom.oevsv.at), allerdings LoRa-basiert (verwandt mit Meshtastic), nicht AREDN. Gedacht für Textnachrichten und Telemetrie über große Reichweite bei winzigem Stromverbrauch.
- A.R.E.N.A (Amateur Radio Emergency Network Austria, arena.oevsv.at) — das organisierte Notfunk-Netz des ÖVSV.
Was heißt das für AREDN in OE? Es bleibt ein DIY- und Experimentierthema. Wer in Österreich ein breitbandiges IP-Datennetz nutzen will, greift zu HAMNET; wer LoRa-Mesh will, zu MeshCom. AREDN kann man lokal trotzdem aufbauen — man klinkt sich hier aber in keine bestehende Szene ein, sondern startet sein eigenes Inselnetz.
Frequenzrechtliche Situation: Die in AREDN verwendeten Frequenzbereiche (2,4 GHz und 5,8 GHz) stehen auch in Österreich dem Amateurfunk zur Verfügung. Das 13-cm-Band (2,3–2,45 GHz) und das 6-cm-Band (5,65–5,85 GHz) sind gemäß der österreichischen Frequenzzuweisungstabelle für den Amateurfunk zugelassen. Die erweiterten Sendeleistungen und Kanalbreiten, die AREDN gegenüber kommerziellem WLAN bietet, sind mit einer gültigen Amateurfunklizenz legal nutzbar.
Sinnvolle Einsatzfelder — wenn man es selbst aufbaut:
- Lokaler Notfunk: Ein AREDN-Mesh im Gemeindebereich verbindet etwa Feuerwehr, Gemeindeamt und Einsatzleitstelle — unabhängig von kommerziellen Netzen.
- Taktische Ergänzung zu HAMNET: Während HAMNET die überregionale Anbindung sicherstellt, kann ein selbst aufgebautes AREDN-Mesh die „letzte Meile" bis zum einzelnen Einsatzort überbrücken.
- Feldübungen: Ein temporäres AREDN-Mesh lässt sich in Minuten aufbauen — praktisch für Notfunkübungen.
- Experimentierfeld: AREDN ist eine ausgezeichnete Plattform, um Netzwerktechnik, Routing und GHz-Ausbreitung praktisch zu lernen.
Praktischer Einstieg in Österreich: Der schnellste Weg ist, sich zwei günstige Ubiquiti- oder TP-Link-Geräte zu besorgen, die AREDN-Firmware zu flashen und auf dem Schreibtisch zu experimentieren. Über die Tunnel-Funktion (siehe oben) kann man sich zusätzlich an internationale AREDN-Netze anbinden, um zu lernen und zu üben. Für ein „richtiges" österreichisches Datennetz bleibt aber HAMNET die erste Adresse — die lokalen HAMNET-Koordinatoren sind auch bei Frequenzfragen die Ansprechpartner.
Wer sich bereits mit ESP32-Projekten oder Raspberry Pi im Shack beschäftigt hat, findet in AREDN ein spannendes Experimentierfeld — ehrlicherweise aber (noch) ohne österreichische Community drumherum.
Videos: AREDN in der Praxis
Drei Tutorials führen vom Überblick über den ersten Knoten bis zur Tunnel-Verbindung:
Weiterführende Ressourcen
- AREDN-Projektseite: arednmesh.org — Firmware-Downloads, Dokumentation, unterstützte Hardware
- AREDN-Dokumentation: docs.arednmesh.org — ausführliche Anleitungen für Installation und Konfiguration
- AREDN-Forum: arednmesh.org/forum — aktive Community für Fragen und Erfahrungsaustausch
- AREDN auf GitHub: github.com/aredn/aredn — Quellcode und Entwicklung
- Ham Radio Mesh Networking: hamradiomeshnetworking.com — Schritt-für-Schritt-Einstieg für die ersten Knoten
AREDN zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Open-Source-Software, günstige Consumer-Hardware und die Innovationskraft der Amateurfunk-Community zusammenkommen. Ob als Notfunknetz, als Experimentierplattform oder als Ergänzung zum bestehenden HAMNET — die Mesh-Technologie hat enormes Potenzial. Und der Einstieg war noch nie so einfach und günstig wie heute.
73 – eure oeradio.at-Redaktion
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Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI (Claude, Anthropic) recherchiert und verfasst. Die Redaktion hat alle Inhalte überprüft und redaktionell bearbeitet. Trotz sorgfältiger Prüfung können vereinzelt Ungenauigkeiten enthalten sein — wir freuen uns über Hinweise per E-Mail an [email protected].





