Kinder sprechen beim World Amateur Radio Day begeistert ins Mikrofon einer Amateurfunkstation

World Amateur Radio Day 2026: Gebt den Kindern das Mikrofon!

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Am 18. April 2026 feiert die Welt den World Amateur Radio Day (WARD). An diesem Tag im Jahr 1925 wurde die International Amateur Radio Union (IARU) in Paris gegründet — heuer jährt sich dieses Ereignis zum 101. Mal. Das Motto 2026: „Advancing the Spirit of Amateur Radio Through Innovation“.

Weltweit nutzen über drei Millionen lizenzierte Funkamateure diesen Tag, um das Hobby sichtbar zu machen, Stationen zu öffnen und — ganz besonders — junge Menschen für den Amateurfunk zu begeistern.

Kinder dürfen funken — offiziell!

Was viele nicht wissen: In Österreich dürfen Kinder und Jugendliche ohne Lizenz am World Amateur Radio Day eine Grußbotschaft über Amateurfunk senden — ganz legal. Das Fernmeldebüro hat dem ÖVSV einen entsprechenden Bescheid (Sprecherlaubnis 2026) erteilt.

Die Regeln sind klar:

  • Die Grußbotschaft darf nur unter unmittelbarer und ständiger Aufsicht eines lizenzierten Funkamateurs erfolgen.
  • Kinder dürfen ins Mikrofon sprechen und über den Lautsprecher hören — mehr nicht.
  • Die PTT-Taste, Frequenzeinstellung und alle Bedienelemente müssen vom lizenzierten OM/YL bedient werden.
  • Der lizenzierte Funkamateur bleibt voll verantwortlich für den ordnungsgemäßen Funkverkehr.

Rechtsgrundlage: §151 und §188 TKG 2021. Der vollständige Bescheid ist auf der ÖVSV-Website als PDF abrufbar.

Warum ist das so wichtig?

Amateurfunk lebt von Nachwuchs. Das Durchschnittsalter in vielen Ortsgruppen steigt seit Jahren. Gleichzeitig war die Faszination für Technik, Kommunikation und das Abenteuer „mit der Welt sprechen“ bei Kindern nie größer.

Der World Amateur Radio Day ist die perfekte Gelegenheit, Kindern und Jugendlichen zu zeigen, was Amateurfunk kann. Nicht mit Theorie und Paragraphen — sondern indem man ihnen das Mikrofon in die Hand gibt und sagt: „Sprich mal rein.“

Wer als Kind einmal live über Funk mit jemandem in einem anderen Land gesprochen hat, vergisst das nie. Das ist der Moment, in dem ein Funke überspringt — im wahrsten Sinne des Wortes.

Was könnt ihr tun?

  • Öffnet eure Shacks: Ladet Nachbarskinder, Neffen, Nichten, Enkel ein. Zeigt ihnen die Geräte, lasst sie hören — und dann sprechen.
  • Aktiviert eure Klubstationen: In Innsbruck macht es der LV Tirol am 18. April von 10:00 bis 14:00 Uhr vor — Kinder können dort unter Aufsicht eine Grußbotschaft senden.
  • Macht es draußen: Kombiniert den Tag mit einer SOTA-Aktivierung oder einem Field Day — Kinder lieben Outdoor-Abenteuer mit Technik.
  • Nutzt einfache Betriebsarten: FM auf 2m oder 70cm über ein lokales Relais — das ist für Kinder sofort verständlich und der Erfolg kommt schnell.
  • Erzählt davon: Postet Fotos (mit Erlaubnis der Eltern!) in euren Gruppen. Zeigt, dass Amateurfunk kein Rentnerhobby ist.

Weitere Termine mit Sprecherlaubnis 2026

Der World Amateur Radio Day ist nicht der einzige Termin. Der Bescheid des Fernmeldebüros gilt auch für:

  • 3. Jänner / 20. Juni: Kids Days
  • 23. April: Girls Day
  • 5. Mai: Europatag der Schulstationen
  • 9.–10. Mai / 26. September: YHOTA (Young Helpers on the Air)
  • 1. Juni / 20. September: Internationaler Kindertag / Weltkindertag
  • 12. August: Internationaler Tag der Jugend
  • 16.–18. Oktober: JOTA (Jamboree on the Air — Pfadfinder)
  • 12. November: Boys Day

An all diesen Tagen gilt: Kinder dürfen unter Aufsicht Grußbotschaften ins Mikrofon sprechen.

Die nächste Generation wartet

Amateurfunk hat Kindern und Jugendlichen heute mehr zu bieten denn je: von SDR-Empfängern für 30 Euro über digitale Betriebsarten bis hin zu APRS und Satellitenfunk. Die Amateurfunkprüfung ist machbar — und der Einstieg günstiger als viele denken.

Also: Am 18. April das Mikrofon weitergeben. Nicht nur an diesem Tag — aber an diesem Tag ganz besonders.

#WorldAmateurRadioDay #WARD2026

73 — eure oeradio.at-Redaktion


Transparenzhinweis

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI (Claude, Anthropic) recherchiert und verfasst. Die Redaktion hat alle Inhalte überprüft und redaktionell bearbeitet. Trotz sorgfältiger Prüfung können vereinzelt Ungenauigkeiten auftreten — Hinweise nehmen wir gerne per E-Mail an [email protected] entgegen.

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