Digirig Mobile Digitalinterface mit Audio-, Serial-TRRS-Buchsen und USB-C

Digirig Mobile: Das kompakte Digitalinterface für den Portabelbetrieb

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Wer FT8, JS8Call, WSPR oder Winlink portabel betreiben möchte, kennt das Problem: Ein Laptop, ein Transceiver, dazwischen ein Kabelgewirr aus USB-Soundkarte, CAT-Kabel, PTT-Adapter und Ferritkernen. Digirig Mobile löst dieses Problem elegant — alles in einem Gehäuse, das kleiner ist als eine 9-Volt-Batterie.

Digirig Mobile Digitalinterface mit Audio-, Serial-TRRS-Buchsen und USB-C
Das Digirig Mobile: Audio, CAT und PTT in einem Aluminiumgehäuse — mit zwei 3,5-mm-TRRS-Buchsen und USB-C. (Foto: digirig.net)

Was ist Digirig Mobile?

Digirig Mobile ist ein integriertes Digitalinterface für Amateurfunk, entwickelt von Denis Grisak, K0TX. Es vereint drei Funktionen in einem winzigen Aluminiumgehäuse (ca. 38 × 25 × 25 mm, 1,5 × 1 × 1 Zoll):

  • USB-Soundkarte: CM108-Chip, 44 kHz Abtastrate — erscheint als Standard-Audiogerät ohne Treiberinstallation
  • CAT-Interface: CP2102 USB-zu-UART-Brücke für vollständige Transceiver-Steuerung (Frequenz, Modus, Leistung)
  • PTT-Steuerung: Hardware-PTT über RTS-Signal, zusätzlich GPIO3 des CM108 oder VOX

Ein einziges USB-C-Kabel verbindet alles mit dem Computer. Intern enthält das Digirig einen USB-Hub, der die Verbindung in Soundkarte und seriellen Port aufteilt. Auf der Funkgeräteseite kommen zwei 3,5-mm-TRRS-Buchsen zum Einsatz — eine für Audio, eine für die serielle Steuerung.

Im folgenden Video stellt Entwickler Denis Grisak (K0TX) das Digirig gemeinsam mit Tim Duffy (K3LR) von DX Engineering vor:

Warum Digirig statt SignaLink?

Das SignaLink USB von Tigertronics ist seit Jahren der Standard für digitale Betriebsarten. Aber der direkte Vergleich zeigt klare Unterschiede:

  • Größe: Digirig ca. 38 × 25 mm vs. SignaLink ~140 × 100 × 35 mm — das Digirig ist dramatisch kleiner
  • CAT-Steuerung: Digirig hat vollständige CAT-Unterstützung, SignaLink bietet keine — ein zusätzliches Kabel ist nötig
  • PTT: Digirig nutzt CAT, RTS oder GPIO3; SignaLink nur VOX mit Verzögerungsregler
  • Preis: Digirig ~50 USD vs. SignaLink ~120 USD
  • Open Source: Digirig-Hardware ist auf GitHub veröffentlicht (KiCad-Format)

Der einzige Bereich, in dem SignaLink punktet: eingebaute Audiotransformatoren gegen Brummschleifen. Beim Digirig hilft ein USB-Isolator für ~20 USD, falls nötig.

Kompatible Funkgeräte

Digirig funktioniert mit praktisch jedem Transceiver, der Audio senden und empfangen kann. Die offizielle Kompatibilitätsliste umfasst Hunderte Modelle:

  • Yaesu: FT-817/818, FT-857D, FT-891, FT-991A, FT-710, FTDX10
  • Icom: IC-705, IC-7000, IC-7100, IC-7300, IC-7610, IC-9700
  • Kenwood: TS-480, TS-590, TS-2000
  • Elecraft: KX2, KX3, K2, K3 — die idealen QRP-Partner
  • Xiegu: G90, G106, X5105, X6100
  • Weitere: Lab599 TX-500, AnyTone DMR-Geräte, Baofeng-Handgeräte und mehr

Für jedes Funkgerät gibt es fertige Kabel oder Pinout-Diagramme zum Selbstbau. Ein Kabel kostet typischerweise 10–20 USD.

Digitale Betriebsarten mit Digirig

Das Digirig arbeitet mit allen gängigen Programmen für digitale Betriebsarten:

  • FT8/FT4 (WSJT-X): Der Hauptanwendungsfall. CM108 als Audiogerät und CP2102 als COM-Port in WSJT-X auswählen, CAT konfigurieren — fertig.
  • WSPR: Identisches Setup wie FT8. Die zuverlässige CAT-basierte PTT vermeidet VOX-Timing-Probleme bei den langen WSPR-Durchgängen.
  • JS8Call: Tastatur-zu-Tastatur-Kommunikation — JS8Call steuert Frequenz und Modus automatisch über CAT.
  • Winlink: Funktioniert mit Winlink Express und VARA HF/FM als Modem. Digirig übernimmt Audio und PTT.
  • APRS: Über Direwolf oder andere APRS-Software. Digirig liefert das Audio-Interface und PTT-Keying für Packet Radio.

Unterstützte Betriebssysteme: Windows, macOS, Linux (einschließlich Raspberry Pi), Android über USB OTG.

Wie das Setup in der Praxis aussieht, zeigt diese Schritt-für-Schritt-Anleitung für FT8 in WSJT-X mit einem Yaesu FT-817/818:

Die Digirig-Produktfamilie

  • Digirig Mobile (~50 USD): Das Flaggschiff — Audio + CAT + PTT im Aluminiumgehäuse
  • Digirig Lite (~40 USD): Nur Audio + PTT, ohne seriellen Port — ideal für einfache Handfunkgeräte
  • Digirig DR-891 (~80 USD): Speziell für den Yaesu FT-891 entwickelt, mit USB-Passthrough

Portabelbetrieb: Digirig + SOTA/POTA

Für SOTA– und POTA-Aktivierungen ist das Digirig ein Gamechanger. Die typische Portabelstation besteht aus:

  • QRP-Transceiver (z. B. Elecraft KX2, Xiegu G90 oder Yaesu FT-818)
  • Digirig Mobile + funkgerätspezifisches Kabel
  • Smartphone oder Tablet mit USB OTG (alternativ kleiner Laptop)
  • Portabelantenne (EFHW, Drahtdipol oder Teleskopstab)
  • Akku-Pack — das Digirig selbst verbraucht kaum Strom

Diese gesamte Digitalstation passt in einen kleinen Rucksack und wiegt unter 2 kg. Viele POTA-Aktivierer berichten, dass sie ihre Digirig-Station wöchentlich nutzen — zuverlässig und problemlos.

Tipps für den Einstieg

  • Kabel zuerst: Funkgerätspezifisches Kabel bestellen oder selbst löten — das Digirig ohne passendes Kabel ist nutzlos
  • Pegel testen: Audio-Pegel am Computer einstellen — zu hoch verzerrt, zu niedrig geht unter
  • CAT-Baudrate: Muss im Funkgerät und in der Software übereinstimmen (meist 9600 oder 38400)
  • USB-Isolator: Bei Brummschleifen hilft ein günstiger USB-Isolator
  • Forum nutzen: Das Digirig-Forum (forum.digirig.net) bietet Setup-Anleitungen für jede Radio-Software-Kombination

Für etwa 60–70 USD (Interface + Kabel) bekommt man ein vollwertiges Digitalinterface, das kleiner als eine Streichholzschachtel ist. Open Source, treiberlos, und in der Portabel-Community seit Jahren bewährt.

73 – eure oeradio.at-Redaktion


Transparenzhinweis

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI (Claude, Anthropic) recherchiert und verfasst. Die Redaktion hat alle Inhalte überprüft und redaktionell bearbeitet. Trotz sorgfältiger Prüfung können vereinzelt Ungenauigkeiten enthalten sein — wir freuen uns über Hinweise per E-Mail an [email protected].

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