Du möchtest wissen, wie weit dein Funksignal von deinem Standort aus tatsächlich reicht? Ob der neue Relaisstandort auf dem Hausberg optimale Abdeckung bietet? Oder welche Frequenz und Antennenhöhe für eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung am besten geeignet ist? Dann sind RF-Ausbreitungskarten genau das Richtige für dich. Statt teure kommerzielle Software zu nutzen oder rein auf Erfahrungswerte zu vertrauen, kannst du mit kostenlosen oder günstigen Tools wie SPLAT!, Radio Mobile, HeyWhatsThat und CloudRF realistische Simulationen erstellen – und das auf deinem eigenen Rechner oder im Browser.
Diese Programme nutzen digitale Höhenmodelle der Erdoberfläche sowie Ausbreitungsmodelle, die aus jahrzehntelanger Forschung stammen. Sie berücksichtigen Geländeerhebungen, Bewuchs, Bebauung und atmosphärische Effekte. Das Ergebnis: farbcodierte Karten, die auf den ersten Blick zeigen, wo dein Signal stark ankommt und wo Berge oder Täler den Empfang blockieren. In Österreich mit seinen alpinen Regionen und vielfältigen Topografien ist das besonders spannend – und oft überraschend.
In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du diese Tools einrichtest, welche Datenquellen du benötigst und wie du die Ergebnisse interpretierst. Ob du UKW-Relais planst, Kurzwellen-Ausbreitung simulierst oder einfach neugierig bist: Nach der Lektüre kannst du deine eigenen RF-Ausbreitungskarten erstellen und fundierte Entscheidungen treffen.
Grundlagen der RF-Ausbreitung: Was die Simulation berücksichtigt
Bevor wir in die Software einsteigen, ist es wichtig zu verstehen, was eine RF-Ausbreitungssimulation überhaupt leistet. Im Kern geht es darum, vorherzusagen, wie sich elektromagnetische Wellen über eine bestimmte Distanz ausbreiten. Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle:
- Geländeprofil: Berge, Täler, Hügel – jede Erhebung wirkt sich auf die Ausbreitung aus. Line-of-Sight (Sichtverbindung) ist oft der wichtigste Faktor im VHF/UHF-Bereich.
- Frequenz: Niedrigere Frequenzen (z.B. 2 m bei 145 MHz) beugen sich besser um Hindernisse als höhere (z.B. 70 cm bei 430 MHz oder gar 23 cm bei 1296 MHz).
- Sendeleistung und Antennengewinn: Mehr Leistung und höherer Gewinn bedeuten größere Reichweite – aber auch hier gibt es Grenzen durch physikalische Gesetze.
- Antennenhöhe: Schon ein paar Meter Unterschied können den Empfang drastisch verbessern, da mehr Hindernisse überwunden werden.
- Bebauung und Bewuchs: Wälder dämpfen Signale erheblich (bis zu 10–15 dB bei UHF), ebenso dichte städtische Bebauung.
- Atmosphärische Bedingungen: Temperaturinversionen, Ducting-Effekte und Regenabschwächung – vor allem auf höheren Frequenzen relevant.
Die gängigsten Ausbreitungsmodelle, die in den vorgestellten Tools zum Einsatz kommen, sind das Irregular Terrain Model (ITM) (auch bekannt als Longley-Rice), das ITWOM (Irregular Terrain with Obstructions Model) und vereinfachte Freiraummodelle. ITM ist besonders für Frequenzen von 20 MHz bis 20 GHz und Distanzen von 1 bis 2000 km geeignet – also perfekt für die meisten Amateurfunkanwendungen.
SPLAT!: Der Klassiker für Linux-Enthusiasten
SPLAT! (Signal Propagation, Loss, And Terrain analysis tool) ist ein Open-Source-Kommandozeilen-Tool, das seit über 20 Jahren existiert und kontinuierlich weiterentwickelt wird. Es läuft nativ unter Linux und macOS, lässt sich aber auch unter Windows mit WSL (Windows Subsystem for Linux) nutzen. SPLAT! ist besonders bei Funkamateuren beliebt, die Wert auf Kontrolle, Reproduzierbarkeit und detaillierte Analysen legen.
Installation und erste Schritte
Die Installation unter Ubuntu oder Debian ist denkbar einfach:
sudo apt-get update
sudo apt-get install splat
Alternativ kannst du die aktuellste Version direkt vom Entwickler KD2BD herunterladen und kompilieren. Die aktuelle Version 1.4.2 (Stand 2026) bringt verbesserte ITWOM-Unterstützung und schnellere Berechnungen mit.
SPLAT! benötigt digitale Höhendaten im SDF-Format (SPLAT Data Format). Diese basieren auf SRTM-Daten (Shuttle Radar Topography Mission) mit 1 oder 3 Bogensekunden Auflösung. Für Österreich bedeutet das etwa 30 m bzw. 90 m Auflösung. Die Daten kannst du kostenlos von NASA SRTM oder bereits konvertiert von diversen Amateurfunk-Websites beziehen. Du benötigst die Kacheln, die deinen Interessenbereich abdecken – etwa N47E013 bis N48E016 für einen Großteil Österreichs.
Eine einfache Ausbreitungskarte erstellen
Angenommen, du betreibst ein 2-m-Relais auf der Gaisberg bei Salzburg (1287 m ü.A., Position ca. 47.8° N, 13.1° O). Du möchtest wissen, wie weit das Signal bei 50 Watt Sendeleistung und einer 6 dBi Antenne in 20 m Höhe über Grund reicht. Zunächst erstellst du eine QTH-Datei (Standortdatei) namens gaisberg.qth:
Gaisberg-Relais
47.8
13.1
1307 (Höhe über Meeresspiegel in Metern: 1287 + 20)
Dann führst du SPLAT! mit folgenden Parametern aus:
splat -t gaisberg.qth -f 145.775 -erp 200 -R 150 -o gaisberg_145
Hier bedeutet -f 145.775 die Frequenz in MHz, -erp 200 die effektive Strahlungsleistung in Watt (50 W × 6 dBi ≈ 200 W ERP), -R 150 den Radius in Kilometern und -o den Ausgabedateinamen. SPLAT! berechnet nun das Geländeprofil und generiert mehrere Dateien, darunter eine PNG-Karte, die die empfangene Feldstärke farbcodiert darstellt.
Das Ergebnis zeigt dir typischerweise grüne Bereiche mit starkem Signal, gelb/orange für mittlere Feldstärken und rot/weiß für schwache oder keine Abdeckung. In den Alpen siehst du oft dramatische Schatten hinter Bergkämmen – genau dort, wo du im Praxistest auch nichts empfangen würdest.
Erweiterte Funktionen
SPLAT! kann weit mehr als einfache Abdeckungskarten:
- Path-Loss-Analysen: Detaillierte Punkt-zu-Punkt-Berechnungen mit Höhenprofilen und Fresnelzonen-Darstellung.
- Link-Budget-Berechnungen: Simuliert die Verbindungsqualität zwischen zwei Standorten unter Berücksichtigung von Antennengewinnen, Verlusten und Hindernissen.
- Kartographic Overlays: Kombiniere die SPLAT!-Ausgabe mit Straßenkarten oder topografischen Karten mittels Tools wie
gnuplotoderImageMagick. - Custom-Clutter-Daten: Integriere Informationen über Bewuchs und Bebauung für präzisere städtische Simulationen.
Die Kommandozeilen-Schnittstelle mag auf den ersten Blick abschreckend wirken, bietet aber maximale Flexibilität. Du kannst Skripte erstellen, die automatisch mehrere Standorte oder Frequenzen durchsimulieren – ideal für Relaisplanung oder Netzabdeckungsanalysen.
Radio Mobile: Die grafische Alternative für Windows
Radio Mobile (auch bekannt als Radio Mobile Deluxe) ist seit vielen Jahren das Tool der Wahl für Windows-Nutzer, die eine grafische Oberfläche bevorzugen. Entwickelt vom kanadischen Funkamateur Roger Coudé VE2DBE, nutzt es ebenfalls SRTM-Höhendaten und das ITM-Modell, bietet aber eine intuitive GUI mit Drag-and-Drop, Kartenvisualisierung und umfangreichen Anpassungsmöglichkeiten.
Installation und Setup
Radio Mobile ist als kostenloses Programm für Windows verfügbar (läuft auch unter Wine auf Linux, aber mit Einschränkungen). Die aktuelle Version 11.9.5 (Stand 2026) kannst du von der offiziellen Website herunterladen. Die Installation ist unkompliziert, aber du musst anschließend die benötigten Höhendaten herunterladen.
Radio Mobile verwendet SRTM3-Daten (3 Bogensekunden, ca. 90 m Auflösung) oder optional höher aufgelöste SRTM1-Daten (30 m). Für Österreich benötigst du die Kacheln N47E013 bis N48E016. Diese lassen sich direkt in Radio Mobile herunterladen: Wähle File → Map properties → Extract und markiere den gewünschten Bereich. Das Programm lädt die Daten automatisch von NASA-Servern herunter.
Dein erstes Netzwerk simulieren
Radio Mobile arbeitet mit Netzwerken: Du definierst mehrere Standorte (Units) und deren Parameter, dann simuliert das Programm die Verbindungen zwischen ihnen. Hier ein Beispiel für die Planung eines UHF-Relais:
- Netzwerk erstellen: File → Networks properties → New. Gib dem Netzwerk einen Namen, z.B. „OE2XYZ Relais“.
- Parameter festlegen: Setze die Frequenz auf 438.725 MHz, Polarisation auf vertikal, und wähle das ITM-Modell mit „Continental Temperate“ als Umgebung (passend für Mitteleuropa).
- Standorte hinzufügen: File → Unit properties → New. Füge das Relais als „Base Station“ hinzu (z.B. Standort Untersberg bei Salzburg, 1853 m ü.A., Antenne 10 m über Grund, 50 W Sendeleistung, 6 dBd Gewinn). Füge dann mehrere „Mobile Units“ hinzu, um typische Nutzerstandorte zu simulieren (z.B. Salzburg Stadt, 420 m ü.A., Handfunkgerät mit 5 W, 0 dBd Antenne).
- Coverage-Map generieren: Wähle das Relais aus und klicke auf Tools → Radio coverage. Radio Mobile berechnet nun die Abdeckung und zeigt eine farbcodierte Karte.
Die Karte zeigt in der Standardeinstellung die empfangene Feldstärke in dBm oder dBµV. Du kannst die Farbskala anpassen, Schwellenwerte definieren (z.B. „mindestens -100 dBm für zuverlässigen Empfang“) und Höhenlinien einblenden. Das Ergebnis lässt sich als PNG exportieren oder direkt in Google Earth übertragen.
Link-Analysen und Animationen
Ein besonderes Feature von Radio Mobile ist die Panorama-Ansicht: Du kannst aus der Perspektive einer Station sehen, welche anderen Stationen sichtbar sind – inklusive Höhenprofil und Fresnelzonen. Dies ist extrem hilfreich, um zu verstehen, warum eine Verbindung funktioniert oder scheitert.
Zudem kannst du animierte Simulationen erstellen, etwa für mobile Stationen entlang einer Route. Radio Mobile berechnet die Signalstärke entlang der Strecke und zeigt, wo Verbindungsabbrüche zu erwarten sind. Für Field-Day-Planung oder SOTA-Aktivierungen (Summits On The Air) ein unschätzbares Werkzeug.
Die grafische Oberfläche macht Radio Mobile besonders einsteigerfreundlich, aber erfahrene Nutzer schätzen auch die Möglichkeit, externe Daten (z.B. Clutter-Daten für Städte oder Walddichte) zu integrieren. Die Community rund um Radio Mobile ist aktiv; im Radio Mobile Forum findest du zahlreiche Tutorials, Beispielprojekte und Unterstützung.
HeyWhatsThat: Schnelle Sichtlinien-Analyse im Browser
Manchmal brauchst du keine vollständige RF-Simulation, sondern nur eine schnelle Antwort auf die Frage: „Welche Berge sehe ich von hier aus?“ Oder: „Ist Line-of-Sight zu diesem Standort möglich?“ Genau hier kommt HeyWhatsThat ins Spiel – ein browserbasiertes Tool, das in Sekundenschnelle Sichtlinienkarten erstellt.
Wie funktioniert’s?
Besuche heywhatsthat.com und klicke auf „New panorama“. Setze einen Marker auf deinen Standort (z.B. auf einem Gipfel in den Ötztaler Alpen) und gib die Höhe über Grund ein (z.B. 10 m für eine Antennenanlage). Das Tool nutzt hochauflösende SRTM-Daten und berechnet eine 360°-Panorama-Ansicht, die zeigt, welche Gipfel, Städte oder Landmarks in welcher Entfernung sichtbar sind.
Für RF-Ausbreitung besonders interessant ist die Path-Profiler-Funktion: Du kannst einen zweiten Punkt setzen, und HeyWhatsThat zeigt dir das Höhenprofil zwischen beiden Punkten – inklusive Angabe, ob Line-of-Sight besteht oder ob Hindernisse im Weg sind. Dies ist zwar keine vollständige ITM-Simulation, aber eine extrem schnelle erste Einschätzung.
Integration mit anderen Tools
HeyWhatsThat bietet eine API, die sich mit anderen Tools verknüpfen lässt. Insbesondere SOTAmaps.org (für Summits On The Air) nutzt HeyWhatsThat, um Sichtverbindungen zwischen Gipfeln zu visualisieren. Du kannst die generierten Panoramen auch als KML-Datei exportieren und in Google Earth importieren.
Einschränkungen: HeyWhatsThat berücksichtigt keine Frequenz, Sendeleistung oder Antennendiagramme – es ist rein geometrisch. Für eine erste Machbarkeitsprüfung aber unschlagbar schnell und kostenlos.
CloudRF: Moderne Cloud-basierte Simulation
CloudRF ist eine kommerzielle Plattform (mit eingeschränkter kostenloser Version), die RF-Simulationen in die Cloud verlagert. Das bedeutet: Du benötigst keine lokale Installation, keine Höhendaten herunterladen – alles läuft im Browser. CloudRF nutzt hochauflösende globale Datensätze (bis zu 10 m in urbanen Gebieten) und bietet eine moderne, interaktive Oberfläche.
Funktionsumfang und Kosten
Die kostenlose Version („Lite“) erlaubt dir, pro Tag einige Simulationen durchzuführen – ausreichend für gelegentliche Experimente oder Einzelprojekte. Für ernsthafte Relaisplanung oder kommerzielle Anwendungen bietet CloudRF kostenpflichtige Pläne ab ca. 20 EUR/Monat (Stand 2026) mit unbegrenzten Berechnungen, höheren Auflösungen und API-Zugang.
CloudRF unterstützt mehrere Ausbreitungsmodelle, darunter ITM, ITWOM und Hata (für urbane Umgebungen). Du kannst verschiedene Szenarien simulieren: Point-to-Point, Point-to-Multipoint, Area-Coverage, Mesh-Netzwerke und mehr. Die Oberfläche ist intuitiv: Du klickst auf die Karte, stellst Parameter ein (Frequenz, Leistung, Antennenhöhe, Geländeklassifikation) und startest die Berechnung. Nach wenigen Sekunden erscheint die Abdeckungskarte als farbiges Overlay.
Praxisbeispiel: Relais-Vernetzung in der Steiermark
Angenommen, du planst ein VHF-Relaisnetz in der Steiermark mit Standorten auf dem Schöckl (1445 m), dem Hochlantsch (1720 m) und dem Speikkogel (1993 m). Mit CloudRF kannst du:
- Jeden Standort einzeln simulieren und die Abdeckungskarten überlagern, um Lücken zu identifizieren.
- Die Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zwischen den Relais prüfen (für Backbone-Links).
- Parameter variieren (z.B. Antennenhöhe oder Frequenz ändern) und die Auswirkungen direkt sehen.
- Die Ergebnisse als KML/KMZ exportieren und in Google Earth präsentieren – perfekt für Vorstandssitzungen oder Genehmigungsanträge.
Ein besonderes Feature ist die 3D-Visualisierung: CloudRF kann die Abdeckung in einer 3D-Ansicht darstellen, sodass du förmlich „in“ die Simulation hineinfliegen kannst. Das verdeutlicht räumliche Zusammenhänge weit besser als eine flache Karte.
Clutter und detaillierte Landnutzung
CloudRF integriert Landnutzungsdaten (Clutter), die zwischen Wasser, Wald, Grasland, städtischer Bebauung usw. unterscheiden. Für jede Kategorie werden typische Dämpfungswerte angenommen. In Österreichs dichten Wäldern kann das den Unterschied zwischen einer realistischen und einer zu optimistischen Simulation ausmachen. Die kostenpflichtigen Pläne bieten zudem die Möglichkeit, eigene Clutter-Daten hochzuladen oder spezifische Gebäudehöhen zu berücksichtigen (relevant in Städten wie Wien oder Graz).
Vergleich der Tools: Welches passt zu dir?
Jedes Tool hat seine Stärken. Hier eine Übersicht, die dir bei der Auswahl hilft:
| Tool | Plattform | Benutzerfreundlichkeit | Kosten | Beste Anwendung |
|---|---|---|---|---|
| SPLAT! | Linux/macOS/WSL | Mittel (CLI) | Kostenlos (Open Source) | Detaillierte Analysen, Skripte, maximale Kontrolle |
| Radio Mobile | Windows | Hoch (GUI) | Kostenlos | Netzwerkplanung, Animationen, Einsteigerfreundlich |
| HeyWhatsThat | Web-Browser | Sehr hoch | Kostenlos | Schnelle Sichtlinien-Checks, SOTA-Planung |
| CloudRF | Web-Browser | Sehr hoch | Kostenlos (eingeschränkt) / ab 20 EUR/Monat | Moderne Simulationen, 3D-Visualisierung, kommerzielle Projekte |
Unsere Empfehlung: Wenn du neu bist, starte mit Radio Mobile oder CloudRF (kostenlose Version). Beide bieten eine grafische Oberfläche und sofortiges visuelles Feedback. Für tiefergehende Analysen oder wenn du viele Szenarien automatisiert durchrechnen willst, ist SPLAT! unschlagbar. HeyWhatsThat nutzt du ergänzend für schnelle Line-of-Sight-Checks.
Datenquellen: Höhenmodelle, Clutter und mehr
Die Qualität deiner Simulation steht und fällt mit den zugrunde liegenden Daten. Hier die wichtigsten Quellen:
Höhenmodelle (Digital Elevation Models, DEM)
- SRTM (Shuttle Radar Topography Mission): Globale Abdeckung, 1 Bogensekunde (ca. 30 m) oder 3 Bogensekunden (ca. 90 m) Auflösung. Kostenlos von USGS EarthExplorer oder direkt integriert in SPLAT!/Radio Mobile.
- EU-DEM: Höhenmodell für Europa mit 25 m Auflösung, erstellt von Copernicus. Höhere Genauigkeit als SRTM in manchen Regionen, aber größere Dateien. Downloadbar bei Copernicus Land Monitoring.
- LiDAR-Daten: In Österreich bietet das BEV (Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen) hochauflösende LiDAR-Daten (bis 1 m Auflösung). Kostenpflichtig, aber für professionelle Projekte unschlagbar präzise.
Clutter-Daten (Landnutzung)
Für realistische städtische oder bewaldete Szenarien benötigst du Informationen über die Bodenbedeckung. Die wichtigsten Quellen:
- CORINE Land Cover: Europaweite Landnutzungsdaten mit 100 m Auflösung, kostenlos über das Copernicus-Programm. Unterscheidet zwischen Wald, Ackerland, städtischen Gebieten, Wasser und mehr.
- OpenStreetMap: Gebäudedaten und Landnutzung lassen sich aus OSM extrahieren und in einigen Tools (z.B. CloudRF) als Clutter-Daten verwenden.
- Eigene Messungen: Für besonders genaue Simulationen kannst du lokale Gegebenheiten (Baumhöhe, Gebäudedichte) manuell erfassen und in die Software eingeben.
Fazit
RF-Ausbreitungskarten selbst zu erstellen ist heute einfacher denn je – ob mit dem kostenlosen SPLAT! für Linux-Enthusiasten, dem grafisch ansprechenden Radio Mobile für Windows-Nutzer oder dem webbasierten CloudRF für schnelle Analysen. Für Funkamateure in Österreich sind diese Werkzeuge besonders nützlich: Die alpine Topografie macht präzise Ausbreitungsvorhersagen unerlässlich, ob bei der Planung eines neuen Relaisstandorts, der Optimierung der eigenen Antenne oder der Vorbereitung auf Fielddays und SOTA-Aktivierungen.
Unser Tipp: Starte mit CloudRF für erste schnelle Simulationen, steige dann auf Radio Mobile für detailliertere Analysen um und verwende SPLAT! wenn du maximale Kontrolle über die Parameter brauchst. Und vergiss nicht: Die beste Simulation ist kein Ersatz für einen realen Test – aber sie zeigt dir, wo es sich lohnt, die Antenne aufzubauen!
Transparenzhinweis
Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI (Claude, Anthropic) recherchiert und verfasst. Die Redaktion hat alle Inhalte überprüft und redaktionell bearbeitet. Trotz sorgfältiger Prüfung können vereinzelt Ungenauigkeiten enthalten sein — wir freuen uns über Hinweise und Korrekturen per E-Mail an [email protected].

