10-Meter-Band: Das vergessene DX-Band lebt wieder auf

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Es gibt Bänder im Amateurfunk, die immer funktionieren — 20 Meter zum Beispiel. Es gibt Bänder, die nur nachts leben, wie 80 und 160 Meter. Und dann gibt es das 10-Meter-Band: ein Band, das jahrelang totenstill sein kann und dann plötzlich explodiert. Genau das passiert gerade. Dank des Sonnenfleckenmaximums von Sonnenzyklus 25 ist 28 MHz wieder offen — und zwar so gut wie seit über einem Jahrzehnt nicht mehr.

Wenn du bisher einen Bogen um 10 Meter gemacht hast, ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, dieses faszinierende Band zu entdecken. Mit einfachsten Antennen und bescheidener Leistung sind weltweite Verbindungen möglich — manchmal sogar mit einem Handfunkgerät.

Eine kurze Geschichte des 10-Meter-Bandes

Das 10-Meter-Band erstreckt sich von 28,000 bis 29,700 MHz und ist damit das höchste der klassischen Kurzwellenbänder. Es wurde Funkamateuren bereits in den 1920er-Jahren zugeteilt, als man Frequenzen oberhalb von 30 MHz noch für weitgehend nutzlos hielt. Wie falsch man lag, zeigte sich bald: Bei hoher Sonnenaktivität ermöglicht die ionosphärische Brechung auf 10 Meter Verbindungen rund um den Globus — mit Signalstärken, die an UKW erinnern.

In Österreich hat das 10-Meter-Band eine besondere Tradition. Schon in den Hochphasen der Sonnenzyklen 19 (1957) und 22 (1989) berichteten OE-Stationen von spektakulären DX-Verbindungen. Das Band war ein Tummelplatz für FM-Simplex-Betrieb, SSB-DX-Jagd und experimentelle Betriebsarten. Doch in den Sonnenfleckenminima — etwa 2018 bis 2022 — herrschte auf 28 MHz oft tagelange Funkstille.

Warum 10 Meter jetzt wieder lebt: Sonnenzyklus 25

Der Sonnenzyklus 25 hat sein Maximum erreicht bzw. durchschritten. Die Sonnenfleckenzahl (SSN) lag in den letzten Monaten regelmäßig über 150, der Solar Flux Index (SFI) pendelte zwischen 180 und 250. Das sind Werte, bei denen das 10-Meter-Band regelrecht aufblüht.

Was bedeutet das konkret? Die F2-Schicht der Ionosphäre wird bei hoher Sonneneinstrahlung so stark ionisiert, dass sie Frequenzen bis 28 MHz und darüber reflektieren kann. Die Maximum Usable Frequency (MUF) steigt bei einem SFI von 200+ regelmäßig über 30 MHz — und damit ist 10 Meter weit offen. An guten Tagen kannst du morgens Japan und Australien arbeiten, mittags Afrika und den Nahen Osten, und nachmittags Nord- und Südamerika.

Internationale Organisationen wie die ARRL berichten, dass dieses Sonnenmaximum stärker ausgefallen ist als ursprünglich prognostiziert. Für uns Funkamateure ist das eine goldene Zeit — besonders auf 10 Meter.

Ausbreitungsmechanismen auf 10 Meter

Das 10-Meter-Band profitiert von mehreren Ausbreitungsmechanismen, die es besonders vielseitig machen:

F2-Schicht-Ausbreitung

Der Hauptmechanismus für DX auf 10 Meter ist die Reflexion an der F2-Schicht in etwa 250 bis 400 km Höhe. Bei ausreichend hohem SFI (über 120) wird die MUF hoch genug, um 28 MHz zu reflektieren. Die Signale legen dabei pro Hop etwa 3.000 bis 4.000 km zurück. Über zwei oder drei Hops sind interkontinentale Verbindungen möglich. Typisch ist ein niedriger Abstrahlwinkel, weshalb Vertikalantennen und niedrig hängende Dipole auf 10 Meter erstaunlich gut funktionieren.

Sporadic-E (Es)

Sporadic-E ist ein Ausbreitungsphänomen, das unabhängig von der Sonnenaktivität auftritt — vor allem im europäischen Sommer (Mai bis August). Dabei bilden sich dichte Ionisationsschichten in der E-Schicht (ca. 100 km Höhe), die Signale bis weit über 50 MHz reflektieren können. Auf 10 Meter bedeutet Sporadic-E Verbindungen über 500 bis 2.300 km innerhalb Europas — oft mit extrem starken Signalen. Ein einzelner Es-Hop kann dich von Kärnten bis Südspanien oder Skandinavien bringen.

Trans-Equatorial Propagation (TEP)

TEP ermöglicht Verbindungen über den Äquator hinweg, typischerweise zwischen Stationen in mittleren nördlichen und südlichen Breiten. Für OE-Stationen bedeutet das Verbindungen nach Südafrika, Argentinien oder Brasilien. TEP tritt bevorzugt am späten Nachmittag und Abend auf und ist auf 10 Meter besonders effektiv.

Bodenwelle und Nahfeldausbreitung

Auf 28 MHz reicht die Bodenwelle etwa 50 bis 80 km weit — mehr als auf den unteren KW-Bändern, wo die D-Schicht tagsüber alles schluckt. Das macht 10 Meter auch für regionale Kommunikation interessant, besonders in hügeligem oder bergigem Gelände wie in Österreich.

Betriebsarten auf 10 Meter: Für jeden etwas dabei

Eines der schönsten Merkmale des 10-Meter-Bandes ist seine Vielfalt an Betriebsarten. Das breite Spektrum von 1,7 MHz Bandbreite (28,0 bis 29,7 MHz) bietet Platz für alles:

SSB (Single Side Band)

SSB ist die klassische Betriebsart für DX auf 10 Meter. Das Hauptsegment liegt zwischen 28,300 und 28,600 MHz (USB). Wenn das Band offen ist, findest du hier regen Betrieb — von DX-Pile-Ups auf seltene Stationen bis zu gemütlichen Ragchew-QSOs. Die DX-Anruffrequenz ist 28,490 MHz. Bei guten Bedingungen klingt SSB auf 10 Meter fast wie auf UKW: klare, rauschfreie Signale mit S9+20 dB.

FM-Simplex

Ja, es gibt FM auf Kurzwelle — und zwar auf 10 Meter! Der FM-Bereich erstreckt sich von 29,000 bis 29,700 MHz. Die internationale FM-Simplex-Anruffrequenz ist 29,600 MHz. Wenn das Band offen ist, kannst du hier mit einem simplen FM-Transceiver DX arbeiten — das Erlebnis, plötzlich eine Station aus Brasilien oder Japan in FM-Qualität zu hören, ist unvergesslich. In Österreich und den Nachbarländern gibt es zudem einige 10-Meter-FM-Relais im Bereich 29,620 bis 29,690 MHz.

CW (Morsetelegrafie)

Das CW-Segment liegt im Bereich 28,000 bis 28,070 MHz. CW ist auf 10 Meter besonders effektiv, da der schmale Bandbreitenbedarf auch bei grenzwertiger Propagation noch Verbindungen ermöglicht. Mit 5 Watt und einer einfachen Antenne sind in CW erstaunliche DX-Verbindungen möglich — perfekt für QRP-Enthusiasten.

FT8 und andere digitale Modi

FT8 hat auf 10 Meter eine eigene Dynamik. Die Frequenz ist 28,074 MHz (USB). FT8 eignet sich hervorragend, um zu überprüfen, ob das Band überhaupt offen ist — oft siehst du FT8-Signale, noch bevor SSB-Betrieb möglich ist. Auch FT4 (28,180 MHz) erfreut sich wachsender Beliebtheit. Weitere digitale Modi wie RTTY (28,080 bis 28,150 MHz) und PSK31 sind ebenfalls aktiv.

Baken

Ein besonderes Feature des 10-Meter-Bandes ist das IARU-Bakennetz im Bereich 28,190 bis 28,300 MHz. 18 Baken rund um die Welt senden im 10-Sekunden-Rhythmus auf fünf verschiedenen Leistungsstufen (100 W, 10 W, 1 W, 100 mW). Wenn du eine Bake hörst, weißt du sofort, wohin das Band offen ist. Das ist Propagationsforschung in Echtzeit! Die nächstgelegene Bake für OE ist OE3XAC auf 28,205 MHz.

Antennen für 10 Meter: Kompakt und effektiv

Einer der größten Vorteile von 10 Meter ist die kurze Wellenlänge. Bei 28 MHz beträgt die Wellenlänge nur etwa 10,7 Meter — das bedeutet, dass effektive Antennen kompakt und leicht zu bauen sind.

Vertikalantenne (Ground Plane)

Eine Viertelwellen-Vertikalantenne für 10 Meter ist nur etwa 2,5 Meter lang — das ist kürzer als eine CB-Mobilantenne! Mit drei oder vier abgespannten Radials von je 2,5 Meter Länge hast du eine vollwertige DX-Antenne. Der niedrige Abstrahlwinkel einer Vertikalen ist ideal für DX-Betrieb. Fertige Ground-Plane-Antennen gibt es ab etwa 40 EUR (z. B. Diamond CP-6 als Multiband-Variante ab ca. 250 EUR, oder einfache Monoband-GP-Antennen von Sirio oder Lemm).

Halbwellendipol

Ein Dipol für 10 Meter ist nur etwa 5 Meter lang — das passt auf jeden Balkon oder Dachboden! Zwei Stücke Draht, ein Balun oder Koax-Kabel mit einfacher Speisung, und du bist auf Sendung. In 5 bis 10 Meter Höhe aufgehängt, liefert ein Dipol ein ausgezeichnetes Signal. Die Materialkosten liegen unter 20 EUR. Für den Portabelbetrieb lässt sich ein 10-Meter-Dipol an zwei Teleskopmasten oder sogar Wanderstöcken aufspannen.

Yagi-Antenne

Wenn du es ernst meinst, ist eine Yagi-Antenne die Königsklasse auf 10 Meter. Eine 3-Element-Yagi für 28 MHz hat einen Boom von nur etwa 3,5 Metern und bietet rund 6 bis 8 dBi Gewinn. Das entspricht einer Vervierfachung der effektiven Sendeleistung — aus 100 Watt werden effektiv 400 Watt in die gewählte Richtung. Fertige 3-Element-Yagis gibt es von Herstellern wie Cushcraft (A-3S als Triband) oder als Monoband-Lösung ab etwa 150 EUR. Selbstbau ist ebenfalls einfach: Aluminiumrohre aus dem Baumarkt, ein Boom aus Vierkantrohr, und ein wenig handwerkliches Geschick genügen.

Mobilantennen

Auch mobil ist 10 Meter ein Traum. Eine Magnetfußantenne für 28 MHz ist etwa 1 bis 1,5 Meter lang und damit unauffällig. Damit lassen sich erstaunliche Verbindungen vom Parkplatz oder vom Auto aus führen. Spezielle 10-Meter-Mobilantennen gibt es z. B. von Sirio oder Lemm ab etwa 30 bis 80 EUR.

10 Meter im Vergleich mit anderen KW-Bändern

Wie schlägt sich 10 Meter im Vergleich mit den anderen beliebten Kurzwellenbändern? Hier ein Überblick:

  • Gegenüber 20 Meter (14 MHz): 20 Meter ist das zuverlässigste DX-Band und fast immer offen. 10 Meter hingegen ist stark sonnenzyklusabhängig. Dafür sind die Antennen auf 10 Meter nur halb so groß, und wenn 10 Meter offen ist, sind die Signale oft deutlich stärker als auf 20 Meter.
  • Gegenüber 15 Meter (21 MHz): 15 Meter ist der „kleine Bruder“ von 10 Meter — ähnlich sonnenzyklusabhängig, aber mit niedrigerer Schwelle. Wenn 15 Meter offen ist, lohnt sich ein Blick auf 10 Meter — oft ist dort dann ebenfalls Betrieb.
  • Gegenüber 12 Meter (24 MHz): 12 Meter (WARC-Band) ist schmal und contestfrei. Die Ausbreitungsbedingungen sind sehr ähnlich zu 10 Meter, die Bandbreite jedoch deutlich geringer.
  • Gegenüber 6 Meter (50 MHz): 6 Meter — das „Magic Band“ — ist noch stärker von Sporadic-E abhängig und bietet kürzere Öffnungen. 10 Meter profitiert von F2-Ausbreitung, 6 Meter in der Regel nicht (außer bei extrem hoher Sonnenaktivität).
  • Gegenüber 40/80 Meter: Die niedrigen Bänder sind Nachtstrecken-Bänder mit großen Antennen und hohem Störniveau. 10 Meter ist ein Tagband mit kompakten Antennen und — wenn offen — erheblich weniger QRM und QRN.

Der Bandplan: Wo ist was auf 10 Meter?

Hier ein Überblick über die wichtigsten Frequenzbereiche im 10-Meter-Band gemäß IARU-Region-1-Bandplan:

  • 28,000 — 28,070 MHz: CW (exklusiv)
  • 28,070 — 28,190 MHz: Schmalbandmodi (FT8 auf 28,074, RTTY, PSK31)
  • 28,190 — 28,300 MHz: IARU-Bakennetz (Nur Baken, kein allgemeiner Sendebetrieb!)
  • 28,300 — 28,320 MHz: Digitalfunk (z. B. digitale Sprachübertragung)
  • 28,320 — 29,000 MHz: SSB und Weitband-Digitalmodi (Anruffrequenz 28,490 MHz)
  • 29,000 — 29,200 MHz: AM und schmalbandige FM-Modi
  • 29,200 — 29,300 MHz: Breitband-Digitalmodi
  • 29,300 — 29,510 MHz: Satelliten-Downlink (z. B. ISS Crossband Repeater)
  • 29,510 — 29,700 MHz: FM (Anruffrequenz 29,600 MHz, Relais 29,620–29,690 MHz)

Wichtig: In Österreich gibt es drei Bewilligungsklassen. Klasse 1 (CEPT-Vollklasse) erlaubt den Betrieb auf allen Amateurfunkbändern mit bis zu 400 Watt PEP (Leistungsstufe C). Klasse 4 (CEPT Novice / Entry Level Licence) darf unter anderem auf 10 Meter senden – mit maximal 100 Watt PEP (Leistungsstufe A). Klasse 3 ist eine rein nationale Lizenz, die ausschließlich auf 2 m und 70 cm berechtigt – 10 Meter ist für Klasse 3 nicht zugänglich. Informiere dich beim Fernmeldebüro (fb.gv.at) über die genauen Bestimmungen für deine Bewilligungsklasse.

Praxistipps für den Einstieg auf 10 Meter

Du möchtest 10 Meter ausprobieren? Hier sind einige konkrete Tipps:

1. Bake checken

Bevor du rufst, dreh auf 28,200 MHz und höre, ob du Baken empfängst. Die NCDXF/IARU-Baken senden rund um die Uhr. Wenn du eine Bake aus Übersee hörst, ist das Band garantiert offen.

2. FT8 als Indikator nutzen

Starte WSJT-X auf 28,074 MHz und beobachte. FT8-Signale erscheinen oft schon, bevor SSB-Betrieb möglich ist. Die PSK-Reporter-Karte (pskreporter.info) zeigt dir in Echtzeit, wohin dein Signal gehört wird.

3. Mit wenig Leistung starten

Auf 10 Meter brauchst du nicht viel Leistung. Wenn das Band richtig offen ist, reichen 10 bis 25 Watt für interkontinentale SSB-QSOs. QRP mit 5 Watt funktioniert in CW und FT8 erstaunlich gut. Geräte wie der Icom IC-705 (ab ca. 1.300 EUR) oder der Yaesu FT-891 (ab ca. 650 EUR) sind ideale Begleiter.

4. Die richtige Tageszeit wählen

10 Meter ist ein Tagband. Die besten Bedingungen herrschen in der Regel von 09:00 bis 17:00 UTC. Morgens öffnet sich das Band nach Osten (Japan, Australien), mittags nach Süden (Afrika), nachmittags nach Westen (Nord- und Südamerika). Um die Mittagszeit ist oft der Höhepunkt — dann ist das Band in alle Richtungen offen.

5. FM-Simplex ausprobieren

Schalte auf 29,600 MHz FM und rufe CQ. Das ist ein ganz besonderes Erlebnis — DX in FM-Qualität! Viele Stationen unterschätzen die FM-Sektion von 10 Meter, dabei kann es dort bei guter Propagation richtig lebhaft zugehen. Manche Funkamateure nutzen sogar modifizierte CB-Funkgeräte für den FM-Betrieb auf 10 Meter (natürlich nur mit gültiger Amateurfunklizenz!).

6. Conteste nutzen

Während großer Conteste wie dem CQ WW DX Contest oder dem ARRL 10 Meter Contest (Dezember) ist das Band voll mit Stationen aus aller Welt. Das ist die perfekte Gelegenheit, in kurzer Zeit viele DXCC-Entities zu arbeiten. Auch als Gelegenheits-Contester kannst du hier Spaß haben und neue Länder ins Log bringen.

10 Meter für Einsteiger: Besonders geeignet

Das 10-Meter-Band ist aus mehreren Gründen besonders einsteigerfreundlich:

  • Kompakte Antennen: Ein Dipol ist nur 5 Meter lang, eine GP nur 2,5 Meter. Das geht auf jedem Balkon, Dachboden oder im Garten.
  • FM-Betrieb möglich: Wer nur FM-Geräte besitzt, kann auf 29,6 MHz trotzdem DX machen.
  • Wenig QRM: Wenn das Band offen ist, ist das Rauschen und die Störsituation deutlich besser als auf 40 oder 80 Meter.
  • Starke Signale: Offene 10-Meter-Bänder liefern Signale, die auch mit einfachen Empfängern gut kopierbar sind.
  • Lerneffekt: Du lernst Propagation in Echtzeit kennen — das Band öffnet und schließt sich im Tagesverlauf, und du kannst beobachten, wie die Sonnenaktivität die Ausbreitung beeinflusst.

Geräteempfehlungen für 10-Meter-Betrieb

Grundsätzlich deckt jeder moderne KW-Transceiver das 10-Meter-Band ab. Hier einige empfehlenswerte Optionen:

  • Icom IC-7300 (ab ca. 1.100 EUR): Der Klassiker unter den SDR-Transceivern, hervorragender Empfänger, perfekt für den stationären Betrieb.
  • Yaesu FT-891 (ab ca. 650 EUR): Kompakter 100-Watt-Transceiver, ideal für Mobil- und Portabelbetrieb.
  • Icom IC-705 (ab ca. 1.300 EUR): QRP-Transceiver (10 Watt) mit eingebautem Akku, perfekt für SOTA/POTA und Portabelbetrieb.
  • Xiegu G90 (ab ca. 450 EUR): Budget-freundlicher 20-Watt-Transceiver mit eingebautem Antennentuner. Guter Einstieg in die KW-Welt.
  • QRP-Bausätze (ab ca. 50 EUR): Für Selbstbau-Enthusiasten gibt es einfache CW-Transceiver-Bausätze speziell für 10 Meter.

Wie lange bleibt das Fenster offen?

Sonnenzyklus 25 hat sein Maximum in den Jahren 2024/2025 erreicht. Erfahrungsgemäß bleibt die Propagation auf 10 Meter auch 2 bis 3 Jahre nach dem Sonnenmaximum noch gut — die Sonnenaktivität fällt langsamer ab, als sie steigt. Das bedeutet: Bis mindestens 2027/2028 kannst du mit regelmäßigen 10-Meter-Öffnungen rechnen. Danach wird es zunehmend stiller, und das Band wird sich auf Sporadic-E und lokale Verbindungen beschränken.

Nutze also die verbleibende Zeit! In den Sonnenfleckenminima um 2030 herum wirst du froh sein, die spektakulären Bedingungen auf 10 Meter erlebt zu haben.

Fazit: Jetzt ist die Zeit für 10 Meter

Das 10-Meter-Band ist ein Juwel unter den Amateurfunkbändern. Es vereint die Faszination von DX-Kurzwelle mit den kompakten Antennenabmessungen von UKW. In Zeiten hoher Sonnenaktivität — wie jetzt — bietet es Verbindungen rund um die Welt mit einfachsten Mitteln. Ob du mit einem selbstgebauten Dipol und 5 Watt CW dein erstes interkontinentales QSO machst, oder mit einer Yagi und 100 Watt seltene DXCC-Entities jagst: 10 Meter belohnt jeden Einsatz.

Dreh auf 28 MHz, höre rein, und lass dich überraschen. Vielleicht hörst du gerade jemanden aus Australien, der dich mit S9 ruft — auf einem Band, das vor drei Jahren totenstill war.

73 — eure oeradio.at-Redaktion


Transparenzhinweis

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI (Claude, Anthropic) recherchiert und verfasst. Alle Inhalte wurden von der oeradio.at-Redaktion geprüft. Solltest du Fehler finden oder Ergänzungen vorschlagen wollen, freuen wir uns über eine Nachricht.

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