EchoLink, AllStarLink und SVXLink: Weltweiter Relaisfunk über VoIP

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Stell dir vor, du stehst mit deinem Handfunkgerät in Kärnten auf dem Dobratsch und führst ein QSO mit einer Amateurfunkstation in Australien — über ein lokales UKW-Relais. Klingt nach Science-Fiction? Ist es nicht. Systeme wie EchoLink und AllStarLink machen genau das möglich, indem sie Relaisfunkstellen weltweit über das Internet vernetzen. In diesem Artikel zeigen wir euch, wie beide Systeme funktionieren, worin sie sich unterscheiden und wie ihr sie nutzen könnt.

Was ist EchoLink?

EchoLink wurde 2002 von Jonathan Taylor (K1RFD) entwickelt und ist ein VoIP-basiertes System, das Amateurfunkstationen über das Internet miteinander verbindet. Das Prinzip ist einfach: Ein Funkamateur sendet über sein Handfunkgerät an ein lokales Relais oder einen EchoLink-Knoten. Dieser Knoten ist mit dem Internet verbunden und leitet das Audiosignal über VoIP an einen anderen EchoLink-Knoten irgendwo auf der Welt weiter — der es wiederum über sein lokales Relais ausstrahlt.

EchoLink ist kostenlos und steht ausschließlich lizenzierten Funkamateuren zur Verfügung. Jeder Nutzer muss seine Amateurfunklizenz verifizieren lassen, bevor er das System nutzen kann. Weltweit sind über 350.000 Rufzeichen registriert, und zu jedem Zeitpunkt sind tausende Knoten aktiv.

So funktioniert EchoLink technisch

EchoLink arbeitet mit drei Betriebsmodi:

  • Single-User-Modus: Der Funkamateur nutzt EchoLink direkt am PC, Smartphone oder im Browser (EchoLink Web unter webapp.echolink.org) und spricht über Mikrofon und Lautsprecher — ohne Funkgerät.
  • Sysop-Modus: Ein Computer ist direkt mit einem Transceiver verbunden und bildet einen EchoLink-Knoten (Node). Andere Funkamateure können diesen Knoten über Funk erreichen und so ins EchoLink-Netzwerk gelangen.
  • Repeater-Modus (Link): Ein ganzes Relais wird an EchoLink angebunden. Jeder, der das Relais nutzt, kann EchoLink-Verbindungen herstellen.

Für den Sysop- und Repeater-Modus werden die UDP-Ports 5198 und 5199 sowie der TCP-Port 5200 benötigt. Falls eine Portweiterleitung nicht möglich ist (etwa in Hotels oder Firmen-Netzwerken), kann ein EchoLink-Proxy-Server genutzt werden, der den gesamten Verkehr über eine einzelne TCP-Verbindung tunnelt.

Was ist AllStarLink?

AllStarLink (ASL) ist ein quelloffenes (Open-Source) VoIP-System für Amateurfunk, das auf der Telefonanlagen-Software Asterisk basiert. Im Gegensatz zu EchoLink, das ein proprietäres Protokoll verwendet, nutzt AllStarLink das bewährte IAX2-Protokoll (Inter-Asterisk eXchange) — dasselbe Protokoll, das auch in professionellen VoIP-Telefonanlagen eingesetzt wird.

Der wichtigste Unterschied zu EchoLink: AllStarLink ist von Grund auf als vollwertiges Vermittlungssystem konzipiert. Knoten können permanent miteinander verbunden werden, komplexe Verlinkungsszenarien (Hub-Netze, Konferenzräume, zeitgesteuerte Verbindungen) sind einfach umsetzbar. Jeder AllStarLink-Knoten erhält eine eindeutige Node-Nummer, über die er erreichbar ist.

EchoLink vs. AllStarLink — die wichtigsten Unterschiede

  • Protokoll: EchoLink nutzt ein proprietäres Protokoll; AllStarLink setzt auf das offene IAX2-Protokoll auf Asterisk-Basis.
  • Software: EchoLink ist Closed-Source; AllStarLink ist vollständig Open-Source (GitHub: AllStarLink/ASL3).
  • Flexibilität: AllStarLink erlaubt permanente Knotenverbindungen, Makros, Zeitsteuerungen und beliebig komplexe Vernetzungsstrukturen. EchoLink ist einfacher, aber weniger flexibel.
  • Audioqualität: AllStarLink unterstützt verschiedene Codecs (u. a. ADPCM, ulaw) und bietet oft bessere Audioqualität als EchoLink.
  • Einstiegshürde: EchoLink ist einfacher einzurichten — Installation der App genügt. AllStarLink erfordert einen dedizierten Computer (oft ein Raspberry Pi) und etwas Linux-Erfahrung.
  • Interoperabilität: AllStarLink kann über den chan_echolink-Treiber auch als EchoLink-Knoten fungieren und so beide Netzwerke verbinden.

AllStarLink 3: Das große Upgrade

Mit AllStarLink Version 3 (ASL3) hat das Projekt einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht. Die Kernsoftware wurde von Grund auf modernisiert und basiert nun auf Asterisk 22 LTS (Long Term Support) und dem aktuellen Debian 12 (Bookworm) bzw. Debian 13 (Trixie). Damit profitiert ASL3 von über 15 Jahren Asterisk-Bugfixes, Sicherheitsverbesserungen und der Behebung von Speicherlecks, die in der alten Version für Instabilitäten gesorgt hatten.

Die wichtigsten Neuerungen von ASL3 im Überblick:

  • Modernes Betriebssystem: Debian 12/13 mit aktuellen Sicherheitsupdates statt des veralteten Debian-Unterbaus der Vorgängerversion.
  • Asterisk 22 LTS: Langzeit-Support, verbesserte Stabilität, weniger Speicherlecks, höhere Betriebszeit.
  • ASL-Menü (asl-menu): Ein benutzerfreundliches Konfigurationstool, das die Ersteinrichtung erheblich vereinfacht.
  • Allmon3: Eine komplett überarbeitete Web-Oberfläche zur Überwachung und Steuerung des Knotens im Browser.
  • Cockpit-Integration: Web-basierte Systemverwaltung für den Raspberry Pi direkt über den Browser.
  • HTTP-Registrierung: Knotenregistrierung über HTTP mit DNS-IP-Auflösung und Fallback — robuster als das alte Verfahren.
  • Raspberry Pi 3, 4, 5 und Zero 2W: Offizielle Images für alle aktuellen Raspberry-Pi-Modelle.
  • Paketbasierte Updates: Reguläre apt-Upgrades, ohne dass Linux-Kernel-Updates den Knoten beschädigen.

Was ist SVXLink?

SVXLink ist eine quelloffene Sprachdienst-Software für Linux, die 2003 von Tobias Blomberg (SM0SVX) entwickelt wurde — ursprünglich als EchoLink-Client, inzwischen als vollwertiges Repeater-Steuerungs- und Vernetzungssystem. SVXLink kann einen Transceiver sowohl als fortgeschrittenen Relaiscontroller als auch im Simplex-Betrieb steuern und bietet dabei eine modulare, erweiterbare Architektur.

Der entscheidende Vorteil von SVXLink: Es vereint mehrere Systeme in einer Software. Ein SVXLink-Knoten kann gleichzeitig als EchoLink-Knoten, als Relaiscontroller und als Reflektor-Client fungieren. Über Module lassen sich Funktionen wie EchoLink-Anbindung, Papagei (Parrot), Sprachmailbox, Propagationsberichte und DTMF-Steuerung flexibel aktivieren.

SVXLink Austria: FM-Vernetzung in Österreich

In Österreich hat sich mit SVXLink Austria ein wachsendes FM-Vernetzungsprojekt etabliert, das von OE8VIK (Michi) koordiniert wird. Das System verbindet analoge FM-Relais und Hotspots über einen zentralen SVXLink-Reflektor und ermöglicht so — ähnlich wie bei digitalen Sprachmodi — die Nutzung von Sprechgruppen (Talk Groups).

Das Besondere: Im Gegensatz zu DMR oder D-Star benötigt man für SVXLink kein digitales Funkgerät. Jedes herkömmliche FM-Handfunkgerät reicht aus, um über ein SVXLink-Relais oder einen persönlichen Hotspot am Netzwerk teilzunehmen. Die Steuerung erfolgt bequem per DTMF-Töne.

Die wichtigsten Sprechgruppen im SVXLink Austria-Netzwerk:

  • TG232 — Österreich: Landesweite Sprechgruppe, erreichbar über alle angeschlossenen Relais
  • TG2321 bis TG2329 — Bundesländer: Regionale Sprechgruppen (z. B. TG2328 für Kärnten, TG2329 für Vorarlberg)
  • TG262 — Deutschland: Anbindung an das deutsche FM-Netzwerk
  • TG1232 — OE-Rundspruch: Für die Verbreitung des österreichischen Rundspruchs

Aktuell sind folgende Relais an SVXLink Austria angeschlossen (Auswahl):

  • OE9XDV (Dornbirn): 438,3875 MHz, CTCSS 85,4 Hz, TG2329
  • OE9XKV (Karren/Dornbirn): 438,625 MHz, CTCSS 85,4 Hz, TG2329
  • OE9XVI (Vorderälpele): 145,650 MHz, CTCSS 85,4 Hz, TG2329
  • OE8XKQ (Gerlitzen): 439,050 MHz, CTCSS 88,5 Hz, TG2328
  • OE2XHL (Kitzsteinhorn): 145,650 MHz, CTCSS 88,5 Hz, TG2322
  • OE7XOT (Tarenz): 438,100 MHz, CTCSS 77 Hz, TG23271

Die aktuelle Relaisliste und das Live-Dashboard sind auf svxlinkaustria.at einsehbar.

Eigener SVXLink-Hotspot mit dem Shari SA818

Wer kein SVXLink-Relais in Reichweite hat, kann sich mit einem Shari SA818-Hotspot einen eigenen Zugang zum Netzwerk einrichten. Der Shari SA818 ist ein kompakter FM-Transceiver mit integrierter Soundkarte, der direkt per USB an einen Raspberry Pi (ab Modell 2B) angeschlossen wird. Die Sendeleistung beträgt 1 Watt (reduzierbar auf 0,5 W), und das Gerät wird über den Pi mit Strom versorgt — kein separates Netzteil nötig.

Die Kosten für einen Shari SA818 liegen bei unter 60 € (z. B. über Amazon oder AliExpress). Zusammen mit einem Raspberry Pi und der kostenlosen SVXLink-Software ergibt das einen vollwertigen FM-Hotspot mit Zugang zum SVXLink Austria-Reflektor, EchoLink und mehr. Die Zugangsdaten für den Reflektor können unter svx.oe9hamnet.at beantragt werden.

SVXLink — Quellen und weiterführende Links

  • SVXLink Austria (OE8VIK): svxlinkaustria.at — Zentrale Informationsseite für SVXLink in Österreich mit Relaisliste, Dashboard, Sprechgruppen und Konfigurationsanleitungen
  • SVXLink-Projekt (SM0SVX): svxlink.org — Offizielle Projektseite der SVXLink-Software von Tobias Blomberg
  • SVXLink auf GitHub: github.com/sm0svx/svxlink — Quellcode, Dokumentation und Issue-Tracker
  • Reflektor-Zugang: svx.oe9hamnet.at — Zugangsdaten für den SVXLink Austria-Reflektor beantragen

Zugang: Drei Wege ins Netzwerk

1. Mit dem Handfunkgerät über ein lokales Relais

Der klassische Weg: Du nutzt dein Handfunkgerät (z. B. ein Baofeng UV-5R, Yaesu FT-65 oder Kenwood TH-D75), um ein lokales Relais anzusprechen, das an EchoLink oder AllStarLink angebunden ist. Über DTMF-Töne steuerst du die Verbindung — du wählst die Knotennummer des Zielrelais und bist verbunden. Dein Gegenüber hört dich über sein lokales Relais, als wärt ihr im selben Tal.

In Österreich gibt es mehrere EchoLink-fähige Relais. Eine aktuelle Liste der OE-Knoten mit Knotennummern und Kurzwahlen findest du unter echolink.at. Einige Beispiele: Eine weitere wertvolle Ressource ist svxlinkaustria.at von OE8VIK — die Seite bietet umfassende Informationen zu SVXLink in Österreich, inklusive EchoLink-Konfiguration, Relaisliste, Dashboard und DTMF-Befehle.

  • OE1XUU-R (Wien-Kahlenberg): EchoLink-Node 6406, 438,950 MHz, Kurzwahl D100
  • OE3XNR-L (Neunkirchen): EchoLink-Knoten in Niederösterreich
  • OE5XOL-R (Oberösterreich): Relais mit EchoLink-Anbindung
  • OE7XOI-R (Tirol): SVXLink-basierter Knoten mit EchoLink

Eine vollständige, regelmäßig aktualisierte Relaisliste für Österreich bietet der ÖVSV unter repeater.oevsv.at.

2. Mit dem Smartphone (ohne Funkgerät)

EchoLink bietet Apps für iOS und Android sowie seit Ende 2023 eine Web-Version (EchoLink Web unter webapp.echolink.org), die direkt im Browser läuft — auf Windows, Mac, Linux und Mobilgeräten. Du brauchst nur ein validiertes Rufzeichen und eine Internetverbindung. Die Web-Version unterstützt dabei mehrere Sprachen, darunter Deutsch, und erkennt die Spracheinstellung automatisch über den Browser.

Damit kannst du von überall auf der Welt an EchoLink-Verbindungen teilnehmen — im Hotel, am Flughafen oder im Büro. Bedenke aber: Du sprichst über Internet, nicht über Funk. Es gelten trotzdem die Identifikationspflicht und die allgemeinen Regeln des Amateurfunks.

Für AllStarLink gibt es keine offizielle Smartphone-App, aber die Allmon3-Weboberfläche ermöglicht die Überwachung und Steuerung deines Knotens über den mobilen Browser.

3. Mit dem Raspberry Pi als eigener Hotspot

Die flexibelste Lösung: Du baust dir deinen eigenen EchoLink- oder AllStarLink-Knoten mit einem Raspberry Pi. Dazu brauchst du:

  • Einen Raspberry Pi (Modell 3, 4, 5 oder Zero 2W)
  • Eine microSD-Karte (mindestens 16 GB)
  • Ein USB-Audiointerface oder ein fertiges Funkinterface (z. B. URI, DMK Engineering, RIM-Lite)
  • Einen Transceiver (z. B. ein günstiges Handfunkgerät als „Hotspot“)
  • Internetverbindung (WLAN oder Ethernet)

Für AllStarLink lädst du das offizielle ASL3-Image von allstarlink.org herunter, flashst es auf die microSD-Karte (z. B. mit dem Raspberry Pi Imager) und startest den Pi. Nach dem ersten Boot dauert die automatische Einrichtung etwa 20–30 Minuten. Anschließend konfigurierst du deinen Knoten über das asl-menu-Tool mit deiner Node-Nummer und deinem Audio-Interface.

Für EchoLink im Sysop-Modus installierst du die Software auf einem Linux-System (z. B. mit svxlink, einer Open-Source-Implementierung, die auch EchoLink-Verbindungen unterstützt) und verbindest sie mit deinem Transceiver.

Registrierung und Knotennummern

EchoLink-Registrierung

Die Registrierung bei EchoLink ist kostenlos und erfolgt über echolink.org. Du musst dein Rufzeichen angeben und eine Kopie deiner Amateurfunklizenz hochladen. Die Validierung kann einige Stunden bis wenige Tage dauern. Nach der Freischaltung erhältst du eine Node-Nummer, die deinem Rufzeichen zugeordnet wird. EchoLink-Knotennummern sind vier- bis sechsstellig.

AllStarLink-Registrierung

Die Registrierung bei AllStarLink erfolgt unter allstarlink.org. Du erstellst ein Konto, gibst dein Rufzeichen ein und lädst eine Kopie deiner Lizenz hoch. Nach der Verifizierung wird dir automatisch dein erster Knoten mit einer Node-Nummer zugewiesen. Dein Knoten erhält außerdem ein zufällig generiertes Passwort, das bei der Einrichtung der ASL3-Software verwendet wird.

Ob dein Knoten erfolgreich registriert ist, erkennst du in der AllStarLink-Knotenliste unter stats.allstarlink.org — ein grüner Hintergrund zeigt an, dass dein Knoten aktiv und verbunden ist.

DTMF-Steuerung: Die wichtigsten Codes

Wenn du über Funk einen EchoLink-fähigen Repeater nutzt, steuerst du die Verbindungen mit DTMF-Tönen über die Tastatur deines Handfunkgeräts. Hier sind die wichtigsten Befehle:

EchoLink-DTMF-Codes

  • Node-Nummer eingeben: Einfach die 4- bis 6-stellige Knotennummer eintippen, um eine Verbindung herzustellen.
  • D100 (in OE): Kurzwahl für Wien (OE1XUU-R) — auf allen OE-Relais mit EchoLink verfügbar.
  • D73: Verbindung zum zuletzt verbundenen Knoten trennen.
  • D74: Alle aktiven Verbindungen trennen.
  • D72: Wiederverbindung zum zuletzt genutzten Knoten.
  • D71: Zufällige Verbindung zu einem aktiven Knoten („Random Node“).
  • D78: Status abfragen — gibt „not connected“ oder die verbundene Station zurück.
  • #: Trennen (Kurzform, auf vielen Knoten konfiguriert).

Wichtig: Die DTMF-Codes sind grundsätzlich standardisiert, aber die genaue Konfiguration hängt vom jeweiligen Sysop des Knotens ab. Auf manchen Knoten können die Präfixe abweichen.

AllStarLink-DTMF-Codes

  • *3 + Node-Nummer: Verbindung zu einem anderen AllStarLink-Knoten herstellen („Connect“).
  • *1 + Node-Nummer: Verbindung trennen („Disconnect“).
  • *70: Status des Knotens abfragen.
  • *76: Alle Verbindungen trennen.

Auch hier gilt: Der Sysop kann die DTMF-Belegung individuell anpassen. Im Zweifelsfall beim Betreiber des Knotens nachfragen.

SVXLink-DTMF-Codes

  • 91xxx# — Sprechgruppe aktivieren: z. B. 91232# für TG232 (Österreich), 912328# für TG2328 (Kärnten).
  • 910# — Sprechgruppe deaktivieren: Zurück zur Standard-Sprechgruppe des Relais.
  • 9*# — Aktive Sprechgruppe abfragen: Das System gibt die aktuell gewählte TG per Sprachansage durch.
  • 2# — EchoLink-Modul aktivieren: Wechselt in den EchoLink-Modus.
  • *xxxx# — EchoLink-Knoten wählen: Verbindung zu einem EchoLink-Knoten im EchoLink-Modus.
  • ## — EchoLink trennen und Modul beenden.
  • 1# — Papagei-Modul aktivieren: Spielt die eigene Aussendung zur Kontrolle zurück.

EchoLink und AllStarLink in Österreich und Europa

In Österreich ist EchoLink deutlich verbreiteter als AllStarLink. Der ÖVSV unterstützt die Vernetzung von Relais über EchoLink aktiv, und die Website echolink.at dient als zentrale Anlaufstelle für OE-Knoten. Die dort veröffentlichte Knotenliste enthält alle aktiven EchoLink-Relais in Österreich mit ihren Frequenzen, Knotennummern und Kurzwahlcodes.

Auch in anderen europäischen Ländern ist EchoLink weit verbreitet. In Deutschland betreiben zahlreiche DARC-Ortsverbände EchoLink-fähige Relais, und in der Schweiz sind mehrere HB9-Relais angeschlossen. AllStarLink hat in Europa eine kleinere, aber wachsende Community — besonders in Großbritannien und Skandinavien gibt es aktive Knoten.

Besonders interessant ist die Möglichkeit, EchoLink-Konferenzserver zu nutzen. Auf diesen „Conferences“ können sich mehrere Stationen gleichzeitig treffen — vergleichbar mit einem Rundspruch-Netz. In Österreich wird beispielsweise der Wochenrundspruch des ÖVSV auch über EchoLink verbreitet.

Praktische Tipps für den Einstieg

  • Erst zuhören: Verbinde dich zunächst im Single-User-Modus oder über die App mit einem aktiven Knoten und höre zu, bevor du sendest. So bekommst du ein Gefühl für die Abläufe.
  • Rufzeichen nennen: Auch über EchoLink und AllStarLink gelten die normalen Identifikationsregeln. Nenne dein Rufzeichen bei jedem Durchgang.
  • Latenz beachten: VoIP-Verbindungen haben eine spürbare Verzögerung (typisch 0,5–2 Sekunden). Warte nach dem Drücken der PTT-Taste kurz, bevor du sprichst, und lasse nach jedem Durchgang eine längere Pause.
  • EchoLink Web ausprobieren: Unter webapp.echolink.org kannst du EchoLink direkt im Browser nutzen — ohne Installation, ohne Portweiterleitung. Ideal zum Schnuppern.
  • Kurzwahlen nutzen: Auf OE-Relais sind oft Kurzwahlen konfiguriert (z. B. D100 für Wien). Das spart Zeit und Tippfehler gegenüber der vollen Node-Nummer.
  • AllStarLink testen: Unter stats.allstarlink.org findest du die aktive Knotenliste. Viele Knoten haben auch einen Allmon3-Webzugang, über den du sehen kannst, wer gerade verbunden ist.
  • QSL-Karten: Auch QSOs über EchoLink und AllStarLink sind QSL-würdig. Gib in deinem Log an, dass die Verbindung über VoIP-Linking erfolgte.
  • Für Sysops: Wenn du selbst einen Knoten betreibst, achte auf eine stabile Internetverbindung und konfiguriere einen Timeout-Timer (TOT), damit der Knoten nicht durch Dauerträger blockiert wird.

Fazit: Zwei Systeme, ein Ziel

EchoLink und AllStarLink verfolgen dasselbe Ziel: lokalen Relaisfunk mit der globalen Reichweite des Internets zu kombinieren. EchoLink punktet mit seiner Einfachheit und der breiten Verbreitung — die App installieren, Rufzeichen verifizieren und los geht’s. AllStarLink bietet dafür mehr Flexibilität, bessere Audioqualität und ist als Open-Source-Projekt zukunftssicher aufgestellt. Mit dem Upgrade auf ASL3 ist AllStarLink zudem deutlich benutzerfreundlicher geworden.

Egal ob du mit dem Handfunkgerät vom Gipfel eines SOTA-Berges über ein OE-Relais einen Funkamateur in Japan erreichst, oder ob du vom Laptop aus dem Hotelzimmer an einer Echolink-Konferenz teilnimmst — VoIP-Linking erweitert die Möglichkeiten des Amateurfunks um eine faszinierende Dimension.

Probiert es aus — und berichtet uns von euren Erfahrungen!

73 – eure oeradio.at-Redaktion


Transparenzhinweis

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI (Claude, Anthropic) recherchiert und verfasst. Alle Inhalte wurden von der oeradio.at-Redaktion geprüft. Sollten dennoch Fehler enthalten sein, freuen wir uns über eine Nachricht an [email protected].

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