Funkerin im Morgenmantel macht Hechtsprung zum Transceiver nach SOTA-Testspot – verschütteter Kaffee, erschrockene Katze, Alpenblick

SOTA-Testspot löst Massenpanik in Kärntner Shacks aus

SATIREDies ist ein satirischer Beitrag aus der Rubrik Störsender. Ähnlichkeiten mit realen Personen, Frequenzen oder Vorschriften sind rein zufällig – oder absichtlich übertrieben.

Von Hansl Hohlleiter, Sonderkorrespondent für unfreiwillige Eskalationen


Es war Montagmorgen. Der erste Montag nach der Zeitumstellung. Ganz Kärnten hatte eine Stunde weniger geschlafen, die Kaffeetassen wurden fester umklammert als sonst, und in den Shacks herrschte jene gereizte Grundstimmung, die entsteht, wenn der Körper sagt „sechs Uhr“ aber die Uhr behauptet „sieben“. Dann passierte es.

08:03 Uhr. Ein Spot auf SOTAwatch. Ein Gipfel. Eine Frequenz. Ein Rufzeichen.

Was folgte, war ein Lehrstück darüber, was passiert, wenn die SOTA-Community auf Testbetrieb trifft.


Der Hechtsprung

Eine Kärntner Funkerin – ihres Zeichens sonst eher für besonnenes Auftreten bekannt – berichtet von einem „Hechtsprung zum Funkgerät“. Man stelle sich das vor: Eine erwachsene Frau, ohnehin schon um eine Stunde betrogen von der Zeitumstellung, vermutlich noch im Morgenmantel, segelt quer durch die Küche, reißt dabei den Kaffee vom Tisch und landet bäuchlings vor dem Transceiver. VFO auf Frequenz. Kopfhörer auf. Und dann?

Stille.

Nichts.

Nada.

Oder wie man im Gailtal sagt: „Viel is da ned zu hören.“


Der Verursacher

Denn was war geschehen? Ein Kärntner Funker – der Verursacher des Montagmorgen-Tsunamis – hatte einen Testspot abgesetzt. Einen Testspot. Am ersten Montag nach der Zeitumstellung. Das ist so, als würde man die Feuerwehrsirene auslösen, um zu schauen, ob die Batterie noch geht – und zwar um sechs Uhr früh in der Jetlag-Zone. Technisch korrekt. Sozial verheerend.

Der pawlowsche Reflex

Die Reaktion der Community ließ nicht auf sich warten. Man kennt das ja: Kaum blinkt ein SOTA-Spot auf, verfallen Funkamateure in einen pawlowschen Reflex, der in seiner Intensität nur vom Verhalten eines Labradors beim Rascheln der Leckerli-Packung übertroffen wird. Antenne raus. Verstärker an. Logbuch gezückt. CQ SOTA, CQ SOTA – und dann hängt man da und hört ins Rauschen wie ein Philosoph in die Leere.


Die Aufarbeitung

Der Funker nahm die Sache sportlich. Ein knappes „Sorry“ – mehr braucht der Kärntner nicht. Worte sind teuer. Besonders auf 2 Meter.

Der Ratschlag aus der Runde war indes eindeutig: „Nächstes Mal nimmst den Großglockner.“ Denn wenn man schon die halbe SOTA-Community aus dem Bett spottet, dann bitte mit Stil. Von einem Teststandort, der wenigstens ein paar Punkte wert ist. Und mit genug Leistung, dass man den Hechtsprung auch hört.

Der Funker bestätigte mit militärischer Knappheit: „Jawohl.“ Man darf also gespannt sein. Wenn demnächst ein Spot vom Großglockner auftaucht, wissen wir: Es ist entweder eine historische Erstaktivierung – oder unser Funker testet wieder.


Hansls Erkenntnisse des Tages

  • Ein SOTA-Testspot am Montag nach der Zeitumstellung ist das Amateurfunk-Äquivalent einer WhatsApp-Nachricht mit „Wir müssen reden“ – um sechs Uhr früh, an einem Tag, an dem man ohnehin schon eine Stunde seines Lebens vermisst.
  • Der Hechtsprung zum Funkgerät sollte als offizielle SOTA-Disziplin anerkannt werden. Wertungskriterien: Weite, Haltung, und ob der Kaffee überlebt hat.
  • Testspots: Technisch erlaubt. Moralisch fragwürdig. Unterhaltsam allemal.

In diesem Sinne: Testet eure Spots, aber sichert vorher die Kaffeetassen.

73 de Hansl Hohlleiter, OE0HHL – lizenziert zum Stören seit Geburt


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Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI (Claude, Anthropic) recherchiert und verfasst. Alle Inhalte wurden von der oeradio.at-Redaktion geprüft. Solltest du Fehler finden oder Ergänzungen vorschlagen wollen, freuen wir uns über eine Nachricht.

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